Zimmerpflanzen richtig pflegen

Eine große palmenartige Zimmerpflanze in einem weißen Topf auf dem Boden stehend vor einem großen Fenster und einem weißen Sessel.

Pflanzen im Raum tun gut: die Farbe Grün erzeugt ein positives Gefühl. Zudem befeuchten Zimmerpflanzen die Luft, produzieren Sauerstoff und bauen Schadstoffe ab. Jede Pflanze hat ihre Stärken – so gilt Schwertfarn als bester Bio-Entgifter für Formaldehyd oder Efeutute als eine der wenigen Pflanzen, die Nikotin abbaut. Hier erfahren Sie, was wichtig ist, um zu Hause eine grüne Oase und ein gesundes Raumklima zu schaffen. Lesen Sie unsere Tipps zur Standortauswahl, zum richtigen Gießen und Düngen sowie zum richtigen Topf und zur besten Erde bzw. Substrat. Erfahren Sie auch, wie Sie mit Schädlingen umgehen und andere Probleme erkennen.

1. Zimmerpflanzen sorgen für die richtige Luftfeuchtigkeit 2. Zimmerpflanzen als Schadstoff-Killer
3. Pflanzenpflege – Der „grüne Daumen“ ist erlernbar 4. Der richtige Standort – Wohlfühlfaktoren für Zimmerpflanzen
5. Zimmerpflanzen gießen und brausen 6. Das richtige Substrat für Zimmerpflanzen
7. Umtopfen: Wann ist der richtige Zeitpunkt? 8. Auswahl des Pflanztopfes und des Umtopfes
9. Zimmerpflanzen richtig düngen 10. Achten Sie auf Schädlinge
Ein Mann und eine Frau kaufen zusammen eine Zimmerpflanze im Gartenmarkt

1. Zimmerpflanzen sorgen für die richtige Luftfeuchtigkeit

Kennen Sie das: Halskratzen, gereizte Augen und trockene Mund- und Nasenschleimhäute im Winter? Schuld daran ist meist zu trockene Raumluft. Zimmerpflanzen schaffen Abhilfe: Durch ihre hohe Verdunstung verbessern sie die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Zuhause. Die Erkältungsgefahr wird gemindert und die Haut wirkt frischer und jünger.

Wie Sie Ihre Orchideen richtig pflegen, erfahren Sie in unserem Ratgeber „Orchideen pflegen“.

Ein grüner Blumentopf mit einer gelbblühenden Blume, daneben eine kleine grüne Gießkanne und eine grüne Hand-Schaufel mit Holzgriff.^

2. Zimmerpflanzen als Schadstoff-Killer

Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge mindern Zimmerpflanzen die Schadstoffkonzentration in der Atemluft deutlich. Besonders hoch ist die Schadstoffbelastung in Räumen mit schlechter Belüftung. Auch Klimaanlagen oder viele Menschen in einem Raum lassen den Sauerstoffgehalt in geschlossenen Räumen rasch auf ein ungesundes Niveau absinken.

Diese Blühpflanzen sind hervorragende Schadstoffvernichter und Luftbefeuchter:

  • Chrysantheme: selten Schädlinge. Standort: sonnig, hell.
  • Gerbera: pflegeleicht. Standort: sonnig, hell.
  • Nachtfalter-Orchidee (Phalaenopsis): gegen giftiges Xylol (Lösungsmittel in Lacken, Kunststoffen, Kunstfaser und Polyester). Standort: halbschattig.
  • Weihnachts-/Osterkaktus: schneller Wuchs. Standort: hell

Pflanzen wirken wie eine „grüne Lunge“: Sie liefern wertvollen Sauerstoff und filtern gleichzeitig Schadstoffe aus der Luft.

Hände halten eine kleine, junge Pflanze.

3. Pflanzenpflege – Der „grüne Daumen“ ist erlernbar

Nicht jeder besitzt einen angeborenen „grünen Daumen“. Die unterschiedlichen Pflanzen bevorzugen verschiedene Standorte und eine spezielle Pflege. Doch mit etwas Wissen über die beliebtesten Zimmerpflanzen und den OBI Experten-Pflegetipps gedeihen alle Pflanzen bei Ihnen. Damit Sie lange Freude an Ihren Pflanzen haben, finden Sie im Folgenden wichtige Pflegetipps sowie eine Liste von Krankheitsbildern und was Sie dagegen tun können. 

Drei Zimmerpflanzen in rechteckigen Übertöpfen auf einem Glastisch.

4. Der richtige Standort – Wohlfühlfaktoren für Zimmerpflanzen

Nicht jede Pflanze verträgt einen dunklen Standort. Farne, Vandas, Spathiphyllum oder Sanseveria kommen aber gut mit wenig Licht aus – benötigen jedoch eine hohe Luftfeuchtigkeit und sind somit ideal fürs Badezimmer.

Für den Halbschatten geeignet sind Grünpflanzen wie etwa die Grünlilie, die Efeutute oder der Drachenbaum. Heller mögen es der Gummibaum oder die Yucca, genauso wie Blütenpflanzen. Diese haben grundsätzlich einen höheren Lichtbedarf als reine Grünpflanzen.

Pralle Sonne vertragen nur Wüstenbewohner wie Kakteen und einige Palmenarten. Diese Pflanzen nehmen es Ihnen auch nicht übel, wenn Sie das Gießen mal vergessen.

Vorsicht in der Heizperiode: Steht die Pflanze direkt über der Heizung, können die Blätter schnell austrocknen – die Pflanzen benötigen jetzt mehr Wasser. Viele Pflanzen danken es Ihnen, wenn Sie ab und zu besprüht oder abgebraust werden.

Eine grüne Gießkanne neben einer Zimmerpflanze in einem weißen Übertopf.

5. Zimmerpflanzen gießen und brausen

Schütten Sie abgestandene Mineralwasser-Reste nicht gleich weg. Es eignet sich noch hervorragend als Gießwasser für Ihre Pflanzen. In Mineralwasser befinden sich Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Spurenelemente wie Eisen – das tut nicht nur Ihnen gut, sondern auch Ihren Pflanzen! Im OBI Sortiment finden Sie eine große Auswahl an Gießern und Sprühern in verschiedenen modernen Farben.

Die meisten Zimmerpflanzen freuen sich über einen gelegentlichen lauwarmen Duschregen. Abbrausen in der Wanne befreit Blattpflanzen wie Ficus, Palmen oder Farne von Staub und wirkt wie eine wahre Wellness-Kur.

Zimmerpflanzenerde von OBI Living Garden in einem 10-Liter-Sack

6. Das richtige Substrat für Zimmerpflanzen

Die Erde ist sehr wichtig für Ihre Pflanzen. Sie speichert Wasser und Nährstoffe und gibt diese an die Pflanzen ab. Während die Pflanzen draußen ihre Wurzeln im Boden in alle Richtungen frei ausbreiten können, steht den Zimmerpflanzen im Topf nur ein eingeengter Raum zur Verfügung. Auch bei den Erden für Zimmerpflanzen gibt es torfreduzierte und torffreie Produkte. Der Torf wird hierbei durch Rindenhumus, Kompost oder Holz-/Kokosfasern ersetzt.

Diese Erden haben aber eine andere Wasserspeicherfähigkeit als torfhaltige Produkte.
Alternativ können Sie den Erden auch Tonmaterialien beimischen oder die Pflanzen direkt in Tongranulat einpflanzen (Seramis). Das Granulat hat eine hohe Wasserspeicherfähigkeit und hilft dadurch Ihre Pflanzen gleichmäßig mit Wasser zu versorgen.

Für Orchideen verwenden Sie am besten spezielle Orchideenerde, diese kommt dem natürlichen Standort von Orchideen besonders nah. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber „Orchideen pflegen“.

Eine Zimmerpflanze in einem Kunststofftopf

7. Umtopfen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Kein Platz mehr im Topf, verbrauchte Erde – es gibt viele gute Gründe, Zimmerpflanzen von Zeit zu Zeit umzutopfen. Frische Erde kann die Pflanze besser versorgen und auch die Wurzeln benötigen eventuell mehr Platz um zu wachsen und die Pflanze gedeihen zu lassen. Im Frühjahr, wenn die neuen Blätter zu treiben beginnen und die ersten Triebe beginnen zu sprießen, ist für die meisten Pflanzen der beste Zeitpunkt.

Wie oft umgetopft werden muss, hängt vom Wachstum ab: Kleinere Pflanzen sollten aber ca. alle 2–3 Jahre, größere Pflanzen alle 4–5 Jahre umgetopft werden.

Übertöpfe in verschiedenen Größen.

8. Auswahl des Pflanztopfes und des Umtopfes

Auch die Wahl des passenden Topfes spielt eine große Rolle, dass sich Ihre Pflanze wohlfühlt. Sie können z. B. zwischen normalen „Pflanztöpfen“ mit und ohne Bewässerung wählen.

Bewässerungstöpfe helfen Ihnen eine gleichmäßige Versorgung der Pflanzen sicherzustellen. Auch die Auswahl zwischen Ton- oder Kunststoff Pflanztöpfen beeinflussen die Gießhäufigkeit, da der Ton ebenfalls Wasser aufnehmen kann.

Achten Sie auf den Abstand des Pflanztopfes zum Übertopf, um einen möglichen Wasserablauf, und somit Staunässe zu vermeiden.

Ein Flasche Grünpflanzen-Dünger von OBI

9. Zimmerpflanzen richtig düngen

Gerade Zimmerpflanzen benötigen die Zufuhr von Nährstoffen, da von außen keine Mineralien in die Erden kommen können. Dies kann einfach durch Zugabe von Flüssigdünger zum Gießwasser erfolgen, aber alternativ bspw. auch durch Düngestäbchen. Diese versorgen Ihre Pflanzen über einen Zeitraum von ca. 3 Monaten mit wichtigen Nährstoffen.

Dünger setzen sich in der Regel aus Hauptnährstoffen und Spurenelementen zusammen. Die drei Hauptnährstoffe sind Stickstoff, Phosphor und Kali. Jede Pflanze benötigt diese Nährstoffe für Wachstum und Gesundheit, jedoch in unterschiedlichen Verhältnissen. Daher ist es wichtig, möglichst einen speziell auf die Pflanzenbedürfnisse abgestimmten Dünger zu verwenden.

Stickstoff ist der Wachstumsmotor der Pflanze. Er ist für das Pflanzenwachstum, aber auch für die Grünfärbung der Blätter verantwortlich. Gerade Grünpflanzen benötigen daher viel Stickstoff.

Phosphor regelt die Blühwilligkeit der Pflanze. Blühpflanzen benötigen viel Phosphor für eine üppige und kräftige Blütenbildung.

Kalium stärkt die Zellwände der Pflanzen. Sie werden kräftiger und können sich gegen ungünstige Bedingungen besser behaupten.

Spurennährstoffe sind z. B. Eisen und Magnesium. Eisen verhindert Blattvergilbung (Chlorose) und Magnesium stärkt die Widerstandskraft der Pflanzen.

Wollläuse an dem Blatt einer Pflanze.

10. Achten Sie auf Schädlinge

Besonders im Winter bei ungünstigen Bedingungen wie trockener Heizungsluft sind Zimmerpflanzen anfällig gegen Schädlinge wie z. B. Spinnmilben, Schildläuse, Thripse und Wollläuse. Bleiben diese unbemerkt, schädigen sie die Pflanzen durch ihre Saugtätigkeit. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen daher regelmäßig, insbesondere auch an den Blattunterseiten. So wird verhindert, dass sich unbemerkt eine Schädlingspopulation aufbauen kann.

Verwelkte Zimmerpflanze.

11. Probleme bei Zimmerpflanzen erkennen

Erkennen Sie anhand wichtiger Indikatoren, ob es Ihren Zimmerpflanzen gut geht. Reagieren sie rechtzeitig, gedeiht Ihre Pflanze schön weiter und sieht lange schön aus.

  • Gelbe Blattspitzen oder abfallende Blätter: Ein zu kühler Standort ist oftmals die Ursache
  • Braune Flecken auf den Blättern, gelbe oder abfallende Blätter: Wesentlich weniger gießen, Pflanzen trockener halten
  • Junge Blätter entfalten sich nicht richtig, verkrüppeln oder fallen ab: Hier könnte die Weichhautmilbe aktiv sein, Pflanze unbedingt trockener halten
  • Blattspitzen weisen braune oder schwarze Flecken auf: Die Pflanze steht bei zu trockener Luft
  • Pflanze verliert unkontrolliert Blätter: Oft ist dies ein Zeichen von Staunässe

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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