Übersicht und Wissenswertes Motoröle

Motoröl wird in Automotor gegossen.

Schmieren, kühlen, reinigen: Motoröl hat zahlreiche Funktionen und ist damit ein bedeutender Faktor sowohl im Fahrzeug- als auch im Gartenbereich. Die große Variantenvielfalt von Motorölen sorgt jedoch nicht selten für Verwirrung unter Verbrauchern. Der OBI Ratgeber hilft Ihnen, das richtige Motoröl für Ihre Zwecke zu finden. Erfahren Sie alles über die verschiedenen Aufgaben und die damit verbundenen Anforderungen an Motoröle. Wir stellen außerdem wichtige Arten von Motoröl vor, erläutern Freigaben, Klassen und Normen und gehen auf die besonderen Anforderungen an Motoröl im Garten ein.

1. Aufgaben von Öl im Automotor 2. Anforderungen an Motoröl
3. Arten von Motoröl 4. Additive
5. Klassen und Normen von Motoröl 6. Motoröl im Garten
Kfz-Mechaniker erklärt Motor und Motoröl.

1. Aufgaben von Öl im Automotor

Egal ob im Auto oder im Rasenmäher – Motoren bestehen aus zahlreichen beweglichen Metallteilen, die ständig aneinander reiben. Motoröle agieren als essenzielle Schmiermittel, die diese Reibungen reduzieren. Öle helfen somit dabei, den Motor vor Schäden und Verschleiß zu bewahren.

Doch das Öl schmiert den Motor nicht nur, es dient auch der Pflege. An Bauteilen wie dem Kolben, die vom Kühlmittel nur schwer zu erreichen sind, werden gekühlt und fein abgedichtet. Öl löst zudem Ablagerungen und verhindert deren Neubildung – es trägt damit seinen Teil dazu bei, dass der Motor sauber und vor Korrosion geschützt ist.

Motoröl Liqui Moly 5W-30 Top Tec 4200.

2. Anforderungen an Motoröl

Entsprechend der Vielfalt an Aufgaben, die das Motoröl zu verrichten hat, sind die Anforderungen an die Beschaffenheit des Schmiermittels hoch. Besonders wichtig ist z. B. die Beständigkeit gegenüber hohen Temperaturen. Die Schmierfähigkeit des Öls muss bei allen Temperaturen, die im Motor auftreten, garantiert sein. Weiterhin müssen Motoröle Schmutz möglichst effizient abwehren und schädliche Ablagerungen verhindern.

Qualitativ hochwertige Motoröle sind langlebiger: Der Motor verschmutzt nicht so schnell und das Öl altert langsamer. Die darin enthaltenen Zusätze (Additive) sind speziell für den Fahrzeugtyp und Motor entwickelt und auf die Wechselintervalle der Fahrzeughersteller abgestimmt. Auch das Thema Umweltverträglichkeit spielt eine Rolle bei Motorölen: Je besser der Schmierstoff Reibungen mindert, desto effizienter kann der Motor arbeiten – daraus resultiert ein geringerer Energieverbrauch und dies wiederum schont die Umwelt.

Kfz-Mechaniker prüft, welches Öl benötigt wird.

3. Arten von Motoröl

Motoröle können in der Regel in zwei Kategorien eingeordnet werden: mineralische und synthetische Motoröle. Die Bezeichnungen mögen etwas anderes andeuten, aber beide Varianten werden aus Erdöl gewonnen. Mineralöl ist weniger aufwändig in der Herstellung, dadurch günstiger und weiter verbreitet, allerdings auch nicht so leistungsfähig wie synthetische Grundöle.

Teilsynthetische Öle sind meist eine Mischung aus einem mineralischen und einem synthetischen Öl. In die Synthetik-Kategorie fallen auch Öle wie z. B. Longlife- oder Leichtlauf-Öle. Bei der Wahl des Öls richten Sie sich bitte nach den Herstellervorgaben und Spezifikationen.

Ölwechsel bei einem Pkw.

4. Additive

Das Wort Additiv leitet sich von addieren ab, also „zugeben“ oder „zusetzen“. Im Kontext von Motorölen werden all jene Flüssigkeiten als Additive bezeichnet, die die Eigenschaften des Grundöls verbessern sollen. Dazu zählen unter anderem die verlängerte Lebensdauer des Öls, die Zähflüssigkeit (Viskosität), der Korrosionsschutz sowie die Reinigungskraft und die Reibwertminderung. Anders als jene Additive, die fertigen Mineral- und Synthetikölen bereits beigemischt worden sind, kann die Wirkungskraft von externen Additiven nicht immer gesichert werden.

Zusätzlich zu Motoröl-Additiven sind im Automobilbereich auch Additive für andere Flüssigkeiten erhältlich, wie z. B. für den Kraftstoff oder das Kühlwasser. Bei Kraftstoffen kann durch Additive u. a. der Korrosionsschutz verbessert werden. Ein Kühler-Dichter dagegen dichtet kleinste Schäden im Kühlsystem ab.

Motoröl Castrol Edge 5W-30.

5. Klassen und Normen von Motoröl

Wenn Sie Motoröl bei OBI kaufen möchten, ist die Herstellerfreigabe das wichtigste Auswahlkriterium. Bei der Konzeption von Motoren geben die Hersteller die Motorölspezifikationen vor.

Lesen Sie in der Anleitung Ihres Autos nach, welche Motoröle geeignet sind. Dies lässt sich anhand von Kennnummern ermitteln (z. B. MB-Freigabe 229.51 oder VW 50400/50700). Achten Sie bei den Ölgebinden zusätzlich auf die Begriffe „Freigabe“ oder „Spezifikation“. Es ist zwar möglich, auf ein Öl ohne Freigabe auszuweichen – im Schadensfall könnten Sie dann jedoch Ihren Garantieanspruch verlieren.

Es gibt zudem bestimmte Klassen und Normen für Motoröle: Die europäische ACEA-Klassifikation etwa, die von manchen Autoherstellern statt einer Freigabe als Empfehlung genutzt wird, sowie die API-Spezifikation. Eine Herstellerfreigabe gilt allerdings immer als vorrangig.

Rasenmäher mit Benzinmotor im Garten.

6. Motoröl im Garten

Auch im Garten kommen Motoröle zum Einsatz – z. B. in motorbetriebenen Geräten wie Rasenmähern, Rasentraktoren oder Kettensägen. Da die vergleichsweise kleinen Motoren der Gartengeräte jedoch meist über keinen Ölfilter verfügen, sollten Sie öfter das Motoröl wechseln. Die Wechselintervalle sollten dabei nicht länger sein als die eigentliche Gartensaison, d. h. einmal im Jahr sollten Sie das Öl mindestens wechseln.

Achten Sie, ähnlich wie bei den Motorölen von Kraftfahrzeugen, auch im Gartenbereich stets auf die Herstellerfreigaben, wenn Sie Motoröl bei OBI kaufen möchten. Vermeiden Sie es, dasselbe Öl für alle Geräte im Garten zu verwenden – der Viertaktmotor im Rasenmäher hat andere Ansprüche an das Motoröl als der Zweitaktmotor in der Kettensäge.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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