Handwerkzeugarten und ihre Einsatzgebiete

Fahrradreparatur mithilfe eines Werkzeugkoffers

Welches Werkzeug sollte in keinem Haushalt fehlen? Ob Hammer, Schraubenschlüssel, Schraubendreher oder Handsägen – die richtigen Handwerkzeuge sind nützliche Helfer im Alltag und gehören in jeden Werkzeugkasten.

Lesen Sie, welches die wichtigsten Werkzeuge sind, worauf Sie beim Kauf achten sollten und welche Spezialausführungen für welche Tätigkeiten und Reparaturen die besten sind.

Um Reparaturen und kreative Einfälle im Haushalt, Garten oder der Garage erfolgreich umzusetzen, spielt Qualität eine große Rolle. Denn bei fragwürdiger Verarbeitung von Säge, Schraubendreher oder Zange hilft auch der reichhaltig gefüllte Werkzeugkasten dem Handwerker nur kurzzeitig weiter.

Nichtsdestotrotz lässt sich in Ihrem OBI Markt für jedes Budget ein adäquates Produkt finden. Dabei hilft beispielsweise das Sternesystem von LUX. Die Marke unterteilt viele ihrer Produkte in drei Kategorien: Classic, Comfort und Professional. Ganz nach Ihren Bedürfnissen und Ihrem Budget finden Sie so ein passendes Werkzeug, dass die Arbeit an Ihrem Projekt noch leichter macht.


1. Vom zuverlässigen Helfer bis zur voll ausgestatteten Toolbox: der Werkzeugkoffer 2. Der Schraubenschlüssel
3. Der Hammer 4. Der Schraubendreher
5. Halten, klemmen, formen: die Zange 6. Das rechte Maß: Metermaß und Wasserwaage
7. Vom Fuchsschwanz zur Laubsäge: Handsägen 8. Harke, Spaten, Gartenschere: Die wichtigsten Gartenwerkzeuge
Im Werkzeugkoffer finden Hammer, Schraubendreher und mehr Platz

1. Vom zuverlässigen Helfer bis zur voll ausgestatteten Toolbox: der Werkzeugkoffer

Was der Werkzeugkoffer enthält, ist von Modell zu Modell verschieden, insbesondere, da es auch noch Spezialausführungen für Elektriker- oder Mechanikerprojekte gibt. Zum Standard gehört jedoch ein Sortiment an Zangen, Ringschlüsseln, Schraubendrehern, Feilen, einer Säge, Hammer sowie Spachtel – in wie vielen Varianten die Werkzeuge vorliegen, unterscheidet sich von Set zu Set. Gemein haben alle Werkzeugkoffer, dass Sie Ordnung in die Werkzeuge bringen und so unnötige Schäden oder gar den Verlust eines Teils verhindern. Idealerweise bietet der bereits bestückte Werkzeugkoffer auch noch Platz für die Anschaffung weiterer Werkzeuge.

Ein Durchlauferhitzer wird mit Hilfe eines Engländers montiert

2. Der Schraubenschlüssel

Kaum ein Werkzeugkoffer wird ohne Schraubenschlüssel auskommen. Ob im Haushalt, in der Garage oder bei der Reparatur eines Fahrrads – der Schraubenschlüssel ist überall hilfreich, denn mit ihm werden Schrauben und Muttern gelöst oder festgezogen. Mit einem einzigen Schraubenschlüssel kommen Sie jedoch nicht weit: Es gibt nicht nur verschiedene Größen, sondern auch verschiedene Formen. Mit dem Gabel-Schraubenschlüssel lösen Sie Sechskant- und Vierkantschrauben. Der Ringschlüssel, der häufig als Kombination mit dem Gabelschlüssel angeboten wird, weist eine bessere Kraftübertragung auf. Mit ihm werden Sechskantschrauben gelöst. Eine weitere gängige Schraubenschlüsselart ist der Steckschlüssel. Sie alle werden nicht nur einzeln, sondern in Sets angeboten, sodass Sie immer den passenden Schlüssel zur Hand haben. Eine Besonderheit ist der sogenannte „Engländer“. Dabei handelt es sich um einen Maulschlüssel, dessen Maulweite durch eine Schraube verstellt werden kann. So lässt sich der Rollgabelschlüssel, so der korrekte Name, an unterschiedlichste Schraubengrößen anpassen..

Hammer und Nägel liegen auf Holzbalken.

3. Der Hammer

Hammer gibt es vielen unterschiedlichen Ausführungen – der „klassische“ Hammer ist jedoch der Schlosserhammer. Er kommt heute in Varianten daher: mit Stielschutz und ergonomischem Griff, meist mit Glasfaserstiel und Kunststoffummantelung, seltener mit Stiel aus Kunststoff, Holz oder Metall. Im Handwerkeralltag kommt auch der Gummihammer regelmäßig zum Einsatz. Mit ihm werden beispielsweise Bodenplatten fugenlos zusammengeklopft, ohne das Material zu beschädigen.

Und dann gibt es noch unzählige Hammerarten, die spezielle Arbeiten leichter machen: Mit dem Fliesenhammer lassen sich einfach Löcher in Fliesen schlagen, wenn etwa ein Rohr hindurch muss oder eine Fliese entfernt werden soll. Der Vorschlaghammer hilft bei brachialen Abrissprojekten und der Latt- oder Zimmermannshammer ist die Wahl bei der Verarbeitung von Holz. Letzterer erleichtert mit seinem schwalbenschwanzförmigen Kopf außerdem das Entfernen von Nägeln. Mehr zu den unterschiedlichen Hammerarten und ihren Einsatzgebieten können Sie in unserem Ratgeber nachlesen.


Mann installiert eine Steckdose mithilfe eines Schraubendrehers

4. Der Schraubendreher

Schrauben werden nicht gezogen, sondern gedreht, also heißt der Schraubenzieher richtig Schraubendreher. Schraube ist nicht gleich Schraube, Näheres erfahren Sie in unserem Ratgeber „Die richtige Schaube für jeden Zweck“ und nicht jeder Schraubendreher ist für jede Schraube geeignet. So lohnt sich auch beim Schraubendreher die Investition in ein Set mit Schraubendrehern in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Kaufen Sie einen Schraubendreher, der gut in der Hand liegt und ersparen Sie sich so unnötige Mühe.

Mit Schlitzschraubendreher und Kreuzschlitzschraubendreher werden die gleichnamigen Schrauben gedreht. Letztere werden in zwei Arten unterschieden: Phillips-Schraubendreher und Pozidriv-Schraubendreher.

Wenn Sie im Stromkreis arbeiten, ist die Anschaffung eines VDE-isolierten Schraubendrehers ein Muss. Er ist komplett mit Kunststoff ummantelt und verhindert so Stromstöße. Weit verbreitet ist auch der Innensechskant-Schlüssel – besser bekannt unter dem Markennamen Inbus. Auch beim Torx handelt es sich um einen eingetragenen Markennamen. Für viele ist mit dem Begriff jedoch jede Art von Schrauben-Antriebsprofil in Vielrundform gemeint. Torx-Schrauben erkennen Sie an ihrem sternenförmigen Profil, auf dem auch die gute Kraftübertragung des Torx, oder Sechsrund, beruht.

Eine platzsparende Alternative zum umfangreichen Set an Schraubendrehern ist ein Satz an Bits. Die Bits erhalten Sie in unterschiedlichen Größen und Ausführungen und lassen sich bequem in den passenden Handschraubendreher einsetzen. Ob der Schaft des Schraubendrehers dabei aus Holz, Kunststoff oder Metall besteht, ist eine Frage des Geschmacks, sofern der Schraubendreher nicht auch eine isolierende Wirkung haben soll.

Für weitere Informationen zu Schraubendrehern lesen Sie unseren Ratgeber „Schraubendreherarten und ihre Einsatzgebiete“.

Siphonzange

5. Halten, klemmen, formen: die Zange

Ein Sortiment von Zangen gehört ebenfalls in jeden Werkzeugkoffer: Sie sind je nach Bauweise für ein breites Spektrum von Arbeiten zu gebrauchen. So dient die Rabitzzange beispielsweise dazu, Drähte oder überstehende Nägel abzutrennen. Aber auch der Seitenschneider ist ein prominenter Vertreter der trennenden Zangen. Wird etwas festgehalten und/oder gedreht, ist ein anderer Zangentyp hilfreich: Aus dem Sanitärbereich ist die Rohrzange bestens bekannt, bei anderen Projekten sind Flach- oder Gripzangen beim Festhalten und Drehen hilfreich. Beliebt sind Kombizangen, mit denen sowohl etwas festgehalten als auch abgetrennt werden kann. Zum Schneiden verfügt die Zange in der Regel über eine seitliche Schneide, mit der beispielsweise Drähte abgeklemmt werden können. Soll etwas verformt werden, beispielsweise beim Löten, ist eine Telefon- oder Radiozange nötig.

Mithilfe einer Wasserwaage werden Terrassenplatten ins Lot gebracht

6. Das rechte Maß: Metermaß und Wasserwaage

Die beste Arbeit taugt nichts, wenn die Abmessungen nicht stimmen. An einem Bücherbord, bei dem die Bücher wegrutschen, werden Sie ebenso wenig Freude haben, wie an einem Fußbodenbelag, der nicht mit der Wand abschließt. Deshalb ist das Vermessen wohl der wichtigste Schritt bei der Arbeit. Wollen Sie die Abmessungen bestimmen, benötigen Sie ein Metermaß. Als Rollmaßband nimmt es nicht viel Platz weg und ist immer griffbereit. Etwas mehr Platz benötigt der Zollstock, der sich dafür dank seines Eigengewichts allerdings bequem über mehrere Meter auslegen lässt, ohne zu verrutschen.

Doch nicht nur Länge und Breite spielen bei der Arbeit eine Rolle, sondern auch die Ausrichtung des Objekts. Werden Regalbretter nicht horizontal angebracht, hängt ein Bild schief oder die Arbeitsplatte fällt zu einer Seite ab, ist das ein Ärgernis. Deshalb gehört die Wasserwaage zum festen Inventar eines jeden Handwerkers.


Fuchsschwanz

7. Vom Fuchsschwanz zur Laubsäge: Handsägen

Handsägen unterscheidet man zum einen nach ihrem Einsatzgebiet, zum anderen danach, ob sie ein gespanntes oder ungespanntes Sägeblatt haben. Die Anwendung in der Holzverarbeitung ist wohl das gängigste Anwendungsgebiet der Säge. Sie kommt aber auch beim Zerteilen von Fliesen oder in der Arbeit mit Leichtmetall oder Gipskarton zum Einsatz.

Ungespannte Sägen verfügen über ein dickeres Sägeblatt, das nur am Griff befestigt ist. Prominente Vertreter sind der Fuchsschwanz und die Stichsäge. Mit der Handsäge bzw. dem Fuchsschwanz lassen sich nur gerade Strecken sägen. Durch das spitze, schmale Sägeblatt können mit der Stichsäge dagegen auch Kurven gesägt werden. Eine Besonderheit ist die Japansäge, die nur auf Zug arbeitet und deshalb für feine, kraftsparende Arbeiten geeignet ist. Wer mehrere Einsatzbereiche abdecken will, kauft eine Nestsäge mit auswechselbaren Sägeblättern.

Die zarten Sägeblätter der gespannten Sägen sorgen für kraftsparendes Arbeiten und wenig Materialverlust. Mit der Laubsäge können Sie mit ihrem an einem Bügel befestigten Sägeblatt feine Laubsägearbeiten machen. Eingesetzt wird die Laubsäge vor allem für Hobby- und Bastelarbeiten.

Gärtner kürzt Pflanzen mit Gartenschere

8. Harke, Spaten, Gartenschere: Die wichtigsten Gartenwerkzeuge

Bei der Arbeit im Garten zeigt sich, welchen Unterschied das passende und hochwertige Gartenwerkzeug macht. Wer einen Baum in harter Erde einsetzen will, ist mit einem ergonomischen Spaten gut beraten. Mit einer kleineren Handschaufel wäre diese Tätigkeit schwerer, auch wenn dieselbe für das Bepflanzen von Töpfen und Beeten ideal ist. Beim Unkrautjäten macht der Handgrubber aus der eher lästigen Arbeit zumindest eine schnell erledigte Aufgabe. Und auch das Zurückschneiden von Ästen, Blumen und Hecken wird einfacher, wenn man die passende Gartenschere zur Hand hat. Dabei profitieren nicht nur Sie, sondern auch das Gewächs. Denn der fachmännische Rückschnitt einer Pflanze haucht dem Gewächs neues Leben ein. Dabei unterscheidet man zwischen Astscheren für feste Pflanzenteile und Bypass- bzw. Ambossscheren für kleinere Pflanzenteile. Will man die herabgefallenen Blätter oder andere Pflanzenteile schließlich entsorgen, ist ein Rechen hilfreich. Mit ihm lassen sich Blätter, aber auch gemähtes Gras schnell sammeln und schließlich entsorgen. Weitere Informationen zur Verwendung und Pflege von Gartenwerkzeugen finden Sie in unserer Ratgeber-Rubrik „Gartenwerkzeug und -maschinen“.

Mit dem richtigen Handwerkzeug fallen handwerkliche Arbeiten – vom Sägen, über das Schrauben bis zur Gartenarbeit – nicht nur leichter, sie werden auch sicherer. Denn ein gut in der Hand liegendes Werkzeug minimiert die Verletzungsgefahr. In Ihrem OBI Markt können Sie sich bei der Suche des für Ihr Projekt passenden Werkzeugs beraten lassen.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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