Arten und Einsatzgebiete von Äxten und Beilen

Ein Baum wird mit einer Axt gefällt.

Äxte braucht man nicht nur, um Bäume zu fällen. Äxte und Beile sind außerdem nützliche Werkzeuge für die Gartenarbeit. Sie dienen dem Heimwerker für die Bearbeitung von Holz und sind z. B. ein wichtiges Utensil, wenn Sie einen Kamin haben und Ihr Brennholz selbst hacken möchten. Je nach Einsatzart unterscheiden sich die verschiedenen Äxte und Beile voneinander. Eine Übersicht über die unterschiedlichen Verwendungszwecke von Äxten und Beilen, sowie Tipps, worauf Sie beim Kauf von Ihrem Fäll- oder Spaltwerkzeug achten sollten, finden Sie in diesem OBI Ratgeber.

1. Axt oder Beil – was ist der Unterschied? 2. Bestandteile und Schneidewinkel von Äxten und Beilen
3. Fälläxte – die Alternative zur Motorsäge beim Bäume fällen 4. Spaltäxte zum Brennholz spalten
5. Beile – nützliche Helfer in Garten und Küche 6. Ganzstahl-Beil oder Beil mit Holzstiel?
7. Zubehör: Sappie und Spaltkeil
Eine Axt spaltet Holz.

1. Axt oder Beil – was ist der Unterschied?

In einer gut ausgestatteten Werkstatt sollten sich sowohl eine Axt als auch ein Beil befinden. Denn sie unterscheiden sich in Verwendung und Einsatzgebiet. Äxte sind schwerer als Beile und werden zum Spalten größerer Hölzer eingesetzt. Beim Arbeiten mit der Axt umfassen Sie das Werkzeug in der Regel mit beiden Händen am Stiel, der in etwa doppelt so lang ist wie beim Beil, und holen mit Schwung aus, um eine möglichst hohe Krafteinwirkung zu erzielen. Das Beil nehmen Sie in eine Hand und trennen damit z. B. kleinere Äste und Zweige vom Stamm ab.

Axt mit Holzstiel.

2. Bestandteile und Schneidewinkel von Äxten und Beilen

Die Axt besteht aus einem Stiel – oft auch Schaft genannt – sowie dem geschmiedeten Keil mit Kopf und einer beidseitig geschliffenen Schneide. Der Schaft der Axt kann aus Holz oder Kunststoff sein und dient als Griff. Das Metallteil, welches die Schneide der Axt mit dem Schaft verbindet, bezeichnet man als Kopf. Auch Beile können aus einem Holz- oder Kunststoff-Schaft und einem Keil bestehen, erhältlich sind aber auch Ganzstahl-Beile – hier sind Schaft und Keil aus einem Guss. Der Schneidewinkel von Äxten beträgt je nach Einsatzgebiet zwischen 27 und 30 Grad, der Schneidewinkel von Beilen ist meist etwas geringer. Eine Ausnahme bilden Fälläxte zum Fällen von Bäumen: Hier sollte der Schneidewinkel zwischen 40 und 60 Grad liegen. Grundsätzlich gilt: Je härter das Holz ist, das Sie zerteilen möchten, umso größer sollte der Schneidewinkel sein.

Eine Fällaxt kurz vor dem Einsatz.

3. Fälläxte – die Alternative zur Motorsäge beim Bäume fällen

Fälläxte werden – entsprechend ihres Namens – vor allem zum Fällen von Bäumen eingesetzt. Das bedeutet: Mit der Fällaxt wird das Holz quer zu seinen Fasern durchtrennt, die Schlagrichtung verläuft horizontal. Die Schneide von Fälläxten muss daher schärfer sein als die von Spaltäxten. Beim Fällen von Bäumen mit der Fällaxt wird zunächst ein Keil aus dem Stamm auf der Seite der gewünschten Fallrichtung herausgeschlagen. Dann wird der Stamm von der anderen Seite mit der Axt bearbeitet, bis er fällt. Zu den Vorteilen beim Bäume fällen mit der Axt gegenüber dem Arbeiten mit der Motorsäge zählt unter anderem die geringere Lautstärke. Zudem ist der Umgang mit der Motorsäge für den Laien nicht ohne Risiko. Gerade für einzelne, kleinere Bäume bietet sich deshalb die Verwendung einer Fällaxt an.

Spaltaxt

4. Spaltäxte zum Brennholz spalten

Spaltäxte werden in erster Linie zur Herstellung von Brennholz genutzt. Das vorher zugesägte Holzstück wird auf einen Hackklotz gelegt und mit der Spaltaxt von oben nach unten zerteilt. Ausschlaggebend ist hierbei vor allem die Schlagkraft und weniger die Schärfe der Schneide. Bei Spaltäxten ist deshalb ein relativ hohes Gewicht des Keils von Vorteil, der Schneidewinkel ist eher gering. Möglich ist das Zerteilen von Brennholz außerdem mit einem Axthammer oder Spalthammer. Bei diesem Werkzeug müssen Sie beim Schlagen kaum eigene Kraft aufbringen – der Spalthammer zertrennt das Holzscheit allein durch sein Gewicht.

Mit einem Beil wird ein kleiner Seitenast entfernt.

5. Beile – nützliche Helfer in Garten und Küche

Die kleinere Variante der Axt ist das Beil. Zwar verfügen Beile über eine geringere Schlagkraft, sie ermöglichen aber auch ein genaueres Arbeiten. Gerade beim Abtrennen kleinerer Äste im Garten leisten Beile oft hilfreiche Dienste. Verwenden können Sie ein Beil aber auch, um etwa einen Holzpfahl anzuspitzen oder um von Ihrem Brennholz kleine Holzstücke zum Anfeuern Ihres Kamins abzuteilen. Mit dem sogenannten Bildhauerbeil lassen sich sogar Statuen schnitzen. Eingesetzt werden Beile außerdem in der Küche – etwa zum Zerteilen von Knochen.

Ein Beil komplett aus Stahl

6. Ganzstahl-Beil oder Beil mit Holzstiel?

Eine besondere Variante des Beils ist das Ganzstahl-Beil, bei dem Schaft und Keil aus einem einheitlichen Stahlstück bestehen. Vorteile des Ganzstahl-Beils sind seine besondere Stabilität und sein modernes Design. Allerdings sind Ganzstahl-Beile in der Regel etwas schwerer als die klassischen Modelle mit Schaft und Keil. In der Anwendung unterscheiden sich beide Modelle nicht voneinander.

Ein Holzklotz wird mit einem Holzkeil gespalten.

7. Zubehör: Sappie und Spaltkeil

Wer mit Axt und Beil arbeitet, kann auch auf ein umfangreiches Angebot an nützlichem Zubehör zurückgreifen. Mit einem Sappie z. B. können Sie Holz bewegen und transportieren. Der Sappie besteht ebenfalls aus einem Stiel aus Holz und einem geschmiedeten Keil. Der Keil des Werkzeugs hat jedoch die Form eines Hakens, der in das Holz eingeschlagen wird. Die Rückseite des Keils können Sie als Hammer nutzen. Um Holz zu zerteilen, können Sie außerdem einen Spaltkeil verwenden, der mit dem Hammer in das Holz eingeschlagen wird.

Mit der passenden Axt, einem Beil und entsprechendem Zubehör sind Sie für die in Ihrem Garten anfallenden Holzarbeiten bestens gerüstet. Wenn Sie sich weiterhin unsicher sind, welches Spaltwerkzeug sich für Ihr gewünschtes Einsatzgebiet am besten eignet – ein Mitarbeiter in Ihrem OBI Markt berät Sie gern.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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