Elektrische Fußbodenheizung einbauen in 6 Schritten

Heimwerkerin steht mit aufgerollten Heizmatten in der Hand im Badezimmer.

Wenn Sie eine elektrische Fußbodenheizung einbauen möchten, bietet sich die Verwendung praktischer Heizmatten an. Die modernen Heizkörper sind einfach zu verlegen und in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. OBI erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Projekt erfolgreich planen und umsetzen. Erfahren Sie, wie Sie die Heizleistung ermitteln, einen Verlegeplan erstellen und die Heizmatten einbauen. Wenn Sie die folgenden Tipps und Hinweise beachten, können Sie Ihre Fußbodenheizung schnell und sicher selbst installieren.

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Materialliste
3 - Werkzeugliste
Heimwerkerin untersucht Unterboden zur Ermittlung der Heizleistung der Fußbodenheizung.

Schritt 1 - Optimale Heizleistung der Fußbodenheizung ermitteln

Ermitteln Sie zuerst, welche maximale Heizleistung die elektrische Fußbodenheizung erbringen soll. Diese ist von der Beschaffenheit des Unterbodens und des Fußbodenbelags abhängig. Bei einem Unterboden aus Holz, Estrich oder Bodenfliesen, sollten Sie eine Maximalleistung von 100 W/m2 einplanen, ebenso wie bei einem Bodenbelag aus Laminat und Parkett, Vinyl, Teppich oder Fliesen. Wird ein Unterboden aus Estrich oder Fliesen mit einem Bodenbelag aus Fliesen kombiniert, ist eine elektrische Fußbodenheizung mit einer maximalen Leistung von 150 W/m2 erforderlich.

Heimwerkerin misst Fußboden mit Zollstock aus.

Schritt 2 - Materialbedarf für die Fußbodenheizung ermitteln

Messen Sie den auszustattenden Raum mit einem Metermaßstab aus und fertigen Sie eine maßstabsgetreue Skizze an. Zeichnen Sie die Fläche der festen Gegenstände wie Badewanne, Waschbecken oder Kamin sowie großer Möbelstücke ein und ziehen Sie diese von der Gesamtfläche ab. Ermitteln Sie so die Anzahl der benötigten Heizmatten unter Berücksichtigung von Länge und Breite.

Heimwerkerin fertigt Skizze für Fußbodenheizung an und zeichnet Thermostat, Bodensensor und Netzkabel ein.

Schritt 3 - Lage von Thermostat, Bodensensor und Netzkabel planen

Planen Sie das Thermostat mindestens 50 cm von Fenstern und Türen entfernt und ausschließlich an Innenwänden. An ein Thermostat können maximal drei Heizmatten angeschlossen werden. Werden mehr als drei Heizmatten für die elektrische Fußbodenheizung benötigt, berechnen Sie entsprechend mehrere Thermostate.

Der Bodensensor sollte zwischen zwei Heizkabeln verlaufen und mindestens 50 cm in den Raum hinein ragen. Machen Sie bei der Planung des Netzkabels von vorhandenen Stromanschlüssen Gebrauch und verzeichnen Sie die geplante Lage von Thermostat, Bodensensor und Netzwerkkabel in der Skizze.

Heimwerkerin fräst Nut für Bodensensor der Fußbodenheizung in den Boden.

Schritt 4 - Untergrund für den Einbau der Fußbodenheizung vorbereiten

Fräsen Sie dort, wo der Bodensensor und das Netzkabel verlaufen sollen, mit einer Fräse jeweils eine Nut in den Unterboden. Befreien Sie den Boden anschließend von losen Teilen und reinigen Sie ihn gründlich. Ist der Untergrund glatt und rutschig, empfiehlt es sich, gegebenenfalls Haftvermittler aufzutragen.

Heimwerkerin rollt Heizmatten auf dem Boden aus.

Schritt 5 - Heizmatten ausrollen

Beginnen Sie mit dem Verlegen der elektrischen Fußbodenheizung nahe am Thermostat. Ziehen Sie die Schutzfolien von den Heizmatten und rollen Sie sie gemäß der Skizze auf dem Boden aus. Schneiden Sie bei gewünschter Richtungsänderung das Trägermaterial ein und klappen Sie die Heizmatte an der Schnittstelle entsprechend um. Nun können Sie Netzkabel und Bodensensor in die Fräsungen einpassen. Zum Schluss drücken Sie die Heizmatten fest und führen den Kaltleiter der elektrischen Fußbodenheizung zum Anschlusspunkt zurück.

Das Trägermaterial von Heizmatten kann mit Schere oder Cuttermesser durchtrennt werden, sodass der Richtungsverlauf der Matten verändert wird. Achten Sie jedoch darauf, keine Kabel durchzuschneiden.

Heimwerkerin bedeckt Heizmatten mit Fließestrich.

Schritt 6 - Fußbodenheizung verspachteln

Rühren Sie Feinbeton oder Fließestrich nach Anleitung an und bedecken Sie damit die elektrische Fußbodenheizung. Tragen Sie bei Fliesen als Bodenbelag nur eine sehr dünne Schicht auf. Bei Holz, Laminat, Teppich- oder Vinylboden sollte die Füllmasse mindesten 5 mm stark sein. Lassen Sie den Boden 8 bis 10 Tage aushärten und schließen Sie erst dann das Thermostat an, um die Fußbodenheizung in Betrieb zu nehmen.

Anschließend können Sie den Bodenbelag Ihrer Wahl aufbringen: Verlegen Sie Laminat oder z. B. auch Granitfliesen.

Fortgeschrittene Heimwerker können eine Fußbodenheizung mit Heizmatten und sorgfältiger Planung selbst einbauen. Materialbedarf, optimale Heizleistung und Vorgehensweise können Sie auch mit uns besprechen – in Ihrem OBI Markt.

Weitere Ratgeber mit hilfreichen Tipps und Anleitungen finden Sie im Bereich „Wände und Böden“.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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