Das Zuhause einbruchsicher machen

Einbrecher beim Versuch, mit Brecheisen Fenster zu öffnen.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt seit 2008 stetig an. Nach Angaben der Polizei bleibt es allerdings in vielen Fällen beim Versuch. Die Täter geben meist auf, wenn sie nicht innerhalb von maximal fünf Minuten eingestiegen sind.

1. Anwesenheit simulieren 2. Abwesenheit nicht publik machen
3. Einbrechern keine Hilfe leisten 4. Kein Sichtschutz für Einbrecher
5. Mechanische Einbruchhemmer
Erleuchtetes Haus.

1. Anwesenheit simulieren

Ein überquellender Briefkasten und über Tage heruntergelassene Rollläden sind eine Einladung für Diebe. Simulieren Sie deshalb bei längerer Abwesenheit normales Leben. Verwenden Sie Zeitschaltuhren, die bei Einbruch der Dunkelheit das Licht in Ihrem Haus einschalten. Einen realistischen Effekt können Sie mit speziellen Lampen erzielen, die Fernsehflackern imitieren. Bitten Sie Nachbarn, Ihren Briefkasten zu leeren und bei längerer Trockenheit den Vorgarten zu wässern. Rollläden sollten nicht über mehrere Tage hinweg geschlossen bleiben. Bei häufiger Abwesenheit ist die Nachrüstung eines Rollladenantriebs mit Zeitschaltuhrsteuerung eine sinnvolle Investition.

Abwesenheitshinweis auf einer Tafel an einem Fensterladen.

2. Abwesenheit nicht publik machen

Alle Anstrengungen, Anwesenheit vorzutäuschen, sind wirkungslos, wenn Sie gleichzeitig öffentlich machen, dass Sie nicht zu Hause sind – wenn Sie z. B. Notizen über die Dauer Ihrer Abwesenheit am Haus für etwaige Lieferanten oder die Müllabfuhr hinterlassen. Damit geben Sie Einbrechern quasi einen Zeitplan für den ungestörten Diebstahl vor. Gleiches gilt für Ihren Anrufbeantworter; auch hier sollte es keinen Hinweis auf eine längere Abwesenheit geben.

Es ist zwar unwahrscheinlich, dass Ihnen Einbrecher auf sozialen Netzwerken folgen, dennoch sollten Sie keine öffentlichen Nachrichten zum bevorstehenden Urlaub auf Facebook oder Twitter posten.

Einbrecher sieht durch gekipptes Fenster.

3. Einbrechern keine Hilfe leisten

Gewöhnen Sie sich an, Fenster immer komplett zu schließen, selbst wenn Sie das Haus nur kurz verlassen. Dies gilt auch für höher gelegene Geschosse. Für versierte Einbrecher ist ein gekipptes Fenster kaum ein größeres Hindernis als eines, das offen steht. Dass vor längerer Abwesenheit alle Türen und Fenster fest verschlossen werden sollten, versteht sich von selbst. Denken Sie dabei auch an die Fenster und Türen von Keller und Garage. Verzichten Sie darauf, einen Schlüssel in einem Außenversteck zu deponieren – Einbrecher kennen solche Verstecke. Elektrowerkzeuge können einen Einbruch vereinfachen – schalten Sie deshalb Außensteckdosen auf jeden Fall ab.

Schließen Sie alles, was Einbrechern als Kletterhilfe dienen könnte, weg. Leitern, Mülltonnen und Gartenmöbel können Einbrechern gute Dienste leisten und sollten daher unter Verschluss gehalten werden.

Dichte Hecke hinter weißem Gartenzaun.

4. Kein Sichtschutz für Einbrecher

Eine gute Außenbeleuchtung reduziert das Einbruchsrisiko erheblich. Diese kann durch Dämmerungssensoren automatisch gesteuert werden. Bewegungsmelder sorgen für zusätzliche Abschreckung und sind auch für Nebeneingangstüren sinnvoll. Bei der Installation der Außenbeleuchtung sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Verkabelung nicht frei zugänglich ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie durch einfaches Durchtrennen eines Kabels außer Gefecht gesetzt wird.

Hohe Hecken und dichte Sträucher bieten ungebetenen Gästen einen guten Sichtschutz. Daher sollten sie nach Möglichkeit vor längerer Abwesenheit gestutzt oder ausgedünnt werden.

Kellerlichtschacht mit Gitterrost.

5. Mechanische Einbruchhemmer

Eine einbruchhemmende Haustür, die der Widerstandsklasse RC 2 entspricht, sollte heute Standard sein. Ältere Türen können mit zusätzlichen Schlössern oder Panzerriegeln gesichert werden. Haupteinstiegsweg für Einbrecher sind allerdings Fenster, versehen Sie diese also mit zusätzlichen Sicherungen. Sowohl Zusatzschlösser als auch Scharnierseitensicherungen lassen sich gut nachrüsten. Standardrollläden bieten keinen ernst zu nehmenden Einbruchschutz, sofern sie nicht mit einer zusätzlichen Sicherung versehen sind. Ein beliebter Einstiegsweg für Einbrecher sind auch Kellerlichtschächte. Versehen Sie diese daher mit einer fest verankerten Abdeckung. In Ihrem OBI Markt erhalten Sie dafür spezielle Gitterrostsicherungen, die nachträglich angebracht werden können. Für häufig gekippte Fenster im Erdgeschoss, z. B. im Gäste-WC, sind stabile Fenstergitter eine gute Option.

Beugen Sie Einbrüchen und Beschädigungen durch Einbruchsversuche vor, indem Sie Türen und Fenster zusätzlich sichern, Anwesenheit simulieren und für abschreckende Beleuchtung sorgen.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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