DOs & DONts

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei der Gartenarbeit richtig ist und was falsch. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, stellen wir Ihnen jeden Monat passend zur Jahreszeit einige empfehlenswerte Tätigkeiten vor und sagen Ihnen, was Sie vermeiden sollten.

DOs

Samen von Jungfer im Grünen neben noch grünen Kapseln und Blüte
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Der nächste Blumensommer kommt bestimmt

Sichern Sie sich die schönsten Sommerblumen fürs nächste Jahr, indem Sie die Samen von Wicken, Jungfer im Grünen, Ringelblumen, Schmuckkörbchen oder Kapuzinerkresse sammeln. Warten Sie, bis die Samenstände an den Pflanzen ausgereift sind und sie kurz davor sind, ihre Samen freizugeben. Größere Samenkörner wie die der Wicken löst man aus den Schoten heraus, sehr kleine Körner wie die der Jungfer im Grünen lässt man im Samenstand und hängt sie an einem luftigen Ort zum vollständigen Trocknen auf. Anschließend werden sie über einer Zeitung oder einem Papier abgestrippt oder locker ausgeklopft und die Saat in Tütchen, Gläsern mit Schraubdeckeln oder Leinensäckchen bis zum Frühjahr aufbewahrt. Das Beschriften nicht vergessen! Achtung: Nicht alle Pflanzen lassen sich lupenrein vermehren. Bei speziellen Gartenformen handelt es sich um sogenannte F1-Hybriden, die sich über Samen nicht sortenecht vermehren lassen. Also, nicht enttäuscht sein, wenn die Nachkömmlinge nicht die gewünschte Farbe zeigen wie ihre „Mutterpflanze“. Aber schöne Blumen bringen sie trotzdem hervor.

Frisch geschnittene Salbeistecklinge in Pflanzschale werden übergebraust.
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Salbei und Rosmarin sind jetzt reif für die Stecklings­vermehrung

Ein Saltimbocca alla Romana schmeckt nur echt wie beim Italiener mit frischen Salbeiblättern und Ofenkartoffeln mit Rosmarin sind dazu eine passende, köstliche Beilage. Für den mediterranen Genuss lohnt es sich, Kräuterstecklinge zu schneiden, bevor die Nächte kühl werden. Schneiden Sie jeweils die Triebspitzen mit einigen Blättern oder Nadeln oberhalb eines Knospenpaars ab und stecken Sie diese direkt in kleine Töpfe mit spezieller Kräutererde oder bereiten Sie ein Erde-Sand-Gemisch vor. Wichtig ist, dass die Erde durchlässig genug ist. Auch wenn die Südländer sonst reichlich Sonne benötigen, die Kräuterstecklinge mögen es jetzt eher halbschattig. Bis der Nachwuchs eigene Wurzeln gebildet hat, benötigt er eine hohe Luftfeuchtigkeit. Brausen Sie deshalb vorsichtig mit der Gießkanne über die Erde der Stecklinge und decken Sie die Töpfe mit einer Plastikhaube ab. Sobald die Erde erste Anzeichen von Trockenheit zeigt, brauchen die Stecklinge wieder etwas Wasser. Beschlägt die Abdeckung, sollte man die Haube lüften. Nach etwa 14 Tagen lässt man sie ganz weg. Den Winter über bleiben die Jungpflanzen im frostfreien Gewächshaus oder im kühlen Hausflur und können im Frühjahr ausgepflanzt werden.

Frisch geerntete Birnen der Sorte 'Gute Luise' im Weidenkorb
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Birnen rechtzeitig vom Baum holen

Im September steht auch die Erntezeit für Birnen an. Sie beginnt je nach Sorte schon Mitte Juli, zieht sich aber locker bis in den Oktober. Jetzt sind gute alte Bekannte wie die Sorten ʹWilliams Christʹ, ʹGute Luiseʹ, ʹConferenceʹ, ʹBirne von Tongernʹ und ʹGellerts Butterbirneʹ an der Reihe. Normalerweise lässt man Obst am Baum richtig ausreifen, um den vollen Zuckergehalt und das Aroma zu erhalten. Nicht so jedoch bei Birnen. Denn wenn sie zu lange am Baum hängen, besteht die Gefahr, dass sie mehlig oder geschmacklos werden. Außerdem sind sie sehr empfindlich, da sie eine eher dünne, weiche Schale haben und schnell Druckstellen bekommen. Deswegen werden die Birnen noch vor der Vollreife gepflückt. Halbreif geerntet reifen sie bei normaler Zimmertemperatur innerhalb weniger Tage nach, werden dann würzig und saftig und erreichen ihren vollen, köstlich-aromatischen Birnengeschmack. Alles, was nicht eingelagert oder zu Kompott verarbeitet wird, schmeckt am besten frisch zur Käseplatte, im Obstsalat oder einfach pur.

Schutznetz in Form eines Tunnels über Kohlpflanzen
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Pflanzen vor Schädlingen schützen

Wenn die Septembertage langsam kühler werden, hofft der Hobbygärtner, damit auch endlich von lästigen Schädlingen befreit zu sein – weit gefehlt! Im Gemüsebeet treiben einige immer noch munter ihr Unwesen. Etwa die Lauchminiermotte, ihre zweite Generation ist bis zum ersten Frost noch unterwegs. Sie legt bevorzugt ihre Eier an Wintersteckzwiebeln und am liebsten an Lauchpflanzen. Das sieht man dem Lauch von außen nicht an, aber im Inneren erwarten einen braune Tönnchenpuppen, die den Lauch damit wertlos machen. Die Möhrenfliege ist sogar schon mit ihrer dritten Generation aktiv, ihre Maden fressen sich durch Ihre Möhren. Um sich den Kummer zu ersparen, hilft nur eins: Decken Sie Ihre gefährdeten Gemüsepflanzen mit dünnen, feinmaschigen Kulturschutznetzen ab. An den Rändern werden die Netze leicht eingegraben oder mit Steinen befestigt. Das Netz muss rundum dicht am Boden schließen, damit keine Fliegen an das Gemüse gelangen können. Praktisch sind Tunnel aus Kulturschutznetzen mit Rundstäben, die man einfach in die Erde steckt.

Bunt bepflanztes Staudenbeet im Spätsommer
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Den bunten Spätsommer pflanzen

Wer meint, das Schönste des Gartenjahrs ist bald vorbei, wird mit einem fulminanten Auftritt vieler Prachtstauden eines Besseren belehrt. Im September stehen Mädchenauge, Sonnenbraut, Indianernesseln, Herbstanemonen und Astern in voller Blüte und feiern den Spätsommer. Nutzen Sie jetzt das Herbstsortiment an Stauden, um Lücken im Staudenbeet zu füllen und neue Akzente zu setzen. Die meisten Arten und Sorten haben das oberirdische Wachstum so gut wie abgeschlossen und vertragen jetzt einen Standortwechsel aus dem Topf ins eigene Beet viel besser als während des trockenen Sommers. Neben der bunten Staudenvielfalt beeindrucken Ziergräser wie Chinaschilf mit tollen Blütenfontänen. Da die meisten angebotenen Gräser im Topf schon einen mehrjährigen Wurzelballen besitzen, kann man sie jetzt noch gut pflanzen. Geben Sie den Gräsern etwas Sand mit ins Pflanzloch, damit überschüssiges Wasser schnell vom Wurzelballen abgeleitet wird und keine Staunässe entsteht. Für junge, noch sehr kleine Gräser ist das Frühjahr die bessere Pflanzzeit, da sie häufig nicht mehr richtig gut anwachsen und oft unter der Winternässe leiden.

Bunt bepflanztes Staudenbeet im Spätsommer
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Den bunten Spätsommer pflanzen

Wer meint, das Schönste des Gartenjahrs ist bald vorbei, wird mit einem fulminanten Auftritt vieler Prachtstauden eines Besseren belehrt. Im September stehen Mädchenauge, Sonnenbraut, Indianernesseln, Herbstanemonen und Astern in voller Blüte und feiern den Spätsommer. Nutzen Sie jetzt das Herbstsortiment an Stauden, um Lücken im Staudenbeet zu füllen und neue Akzente zu setzen. Die meisten Arten und Sorten haben das oberirdische Wachstum so gut wie abgeschlossen und vertragen jetzt einen Standortwechsel aus dem Topf ins eigene Beet viel besser als während des trockenen Sommers. Neben der bunten Staudenvielfalt beeindrucken Ziergräser wie Chinaschilf mit tollen Blütenfontänen. Da die meisten angebotenen Gräser im Topf schon einen mehrjährigen Wurzelballen besitzen, kann man sie jetzt noch gut pflanzen. Geben Sie den Gräsern etwas Sand mit ins Pflanzloch, damit überschüssiges Wasser schnell vom Wurzelballen abgeleitet wird und keine Staunässe entsteht. Für junge, noch sehr kleine Gräser ist das Frühjahr die bessere Pflanzzeit, da sie häufig nicht mehr richtig gut anwachsen und oft unter der Winternässe leiden.

DONTs

Gärtner pflanzt neue Eibenhecke
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Immergrüne Gehölze erst im Frühling setzen

Die beste Pflanzzeit für alle immergrünen Laub- und Nadelgehölze ist nach wie vor der September – besonders in Zeiten des Klimawandels. Ein wichtiger Faktor ist die Feuchtigkeit. Im Allgemeinen fallen im Herbst mehr Niederschläge als im Frühjahr und die Luft ist kühler und feuchter, sodass die frisch gepflanzten Gehölze nicht so schnell vertrocknen können. Immergrüne werden im Frühherbst traditionell mit Wurzelballen im Tuch angeboten. Der Ballen sollte sich fest anfühlen, und das Tuch muss straff und fest anliegen. Grundsätzlich sollten die Wurzelballen vor dem Pflanzen ordentlich gewässert werden – am besten durch Eintauchen in einen Eimer Wasser, bis sie gut vollgesogen sind. Heben Sie ein ausreichend großes Pflanzloch aus und geben Sie reifen Kompost mit hinein. Erst wenn die Pflanze an ihrem Platz steht, wird das Ballentuch entfernt. Dann wird nach und nach der Erdaushub wieder aufgefüllt und zwischendurch kräftig gewässert. Zum Schluss die Erde rings um den Wurzelballen gut andrücken oder festtreten. Ist das Pflanzloch komplett aufgefüllt, formt man einen Gießwall aus Erde, damit das Wasser nicht an den Seiten wegläuft.

Bänderschnecke beim Fressen von Blattgrün
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Schnecken nicht bekämpfen

Leidgeprüfte Gärtner wissen, dass Schnecken sich – egal ob im Gemüsebeet oder in der Staudenrabatte – bevorzugt über das junge, saftige Grün hermachen. Davon hat der Garten im Frühherbst nun wirklich nicht mehr so viel zu bieten. Das bedeutet aber nicht, dass wir die gefräßigen Weichtiere aus den Augen verlieren dürfen. Gerade im September sollten wir uns auf die Lauer legen und verstärkt auf Muttertiere achten, denn sie beginnen jetzt mit der Eiablage. Sinken die Temperaturen in Richtung null Grad, ziehen sich die Schnecken in tiefere, frostgeschü̈tzte Bodenschichten zurück und drosseln ihren Stoffwechsel. Sobald die Temperaturen leicht steigen, sind sie aber sofort wieder zur Stelle. Deshalb gilt auch jetzt noch: Schnecken absammeln und zur Not bekämpfen, am besten mit „Ferramol®“, welches natürliche Eisenverbindungen enthält und so Haustiere und Gartennützlinge schont. Außerdem kann man zusätzlich die Beete hacken, um Schneckengelege freizulegen und diese den natürlichen Schneckenfeinden wie Käfern oder Vögeln servieren.

Grünfink sitzt auf der Blüte einer Sonnenblume.
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Sonnenblumen nicht ausreifen lassen

Große, ungefüllte Sorten der Sonnenblume wachsen hoch hinaus dem Himmel entgegen. Auch wenn sie fast verblüht sind, gilt hier ausnahmsweise: bitte nicht abschneiden! Denn in ihren schweren Blütenköpfen reifen kostbare Snacks heran – jede Menge Sonnenblumenkerne. Sie wandern ausgereift und getrocknet entweder im nächsten Frühjahr in die Erde, um die nächste Sonnenblumengeneration hervorzubringen, oder die leckeren Kerne landen in unserem Müsli, im Brotteig und auf Salaten. Zu guter Letzt sollte man auch an die Gartenvögel denken. Lassen Sie ein paar der großen einjährigen Blumen stehen. Die fettreichen Samen sind nämlich eine heiß begehrte Futterquelle bei Grünfinken, Dompfaff, Distelfinken, Sperling oder anderen Körnerfressern. Der große Blütenboden der „Vogelfutterblume“ ist der perfekte Landeplatz für die gefiederten Gartenfreunde. Vögel wissen übrigens auch andere Samen zu schätzen. Deswegen kann man auch getrost Samen- und Fruchtstände von Gräsern und Stauden stehen lassen.

Obstbaum mit Leimbinde um den Stamm
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Keine Leimringe an den Obstbäumen anbringen

Haben Sie sich im Frühjahr auch so über kahl gefressene Obstbäume und madige Früchte geärgert? Die Übeltäter sind die Larven des Frostspanners. Er gehört zu den nachtaktiven Schmetterlingen, dessen Raupen im Frühjahr schlüpfen, sich typisch spannerartig fortbewegen und dann genüsslich über junge Blüten und Blätter hermachen – oft lassen sie bei ihrem Fressgelage nur noch die Mittelrippe stehen. Später befallen sie auch die Früchte. Um sich diesen Anblick zu ersparen, sollte man jetzt vorsorgen. Ende des Monats klettern die Weibchen des Frostspanners an den Stämmen der Obstbäume empor, um in den Baumkronen ihre Eier abzulegen. Legen Sie deshalb eine Leimbinde dicht um den Stamm, sodass die Tiere daran kleben bleiben. Es dürfen keine Zwischenräume als Schlupflöcher bleiben. Die etwa 20–30 Zentimeter breite Leimbinde muss bis Ende September angebracht werden, bevor die ersten Weibchen sich auf ihre Wanderung zu den Wipfeln der Obstbäume begeben. So beugen Sie madigen Früchten schon jetzt vor.

Apfelbaum mit Fallobst
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Fallobst nicht aufsammeln

Die Obsttage sind gekommen. Äpfel, Birnen, Zwetschgen und andere Früchte reifen gerade um die Wette. Im Baum warten Hunderte Früchte auf ihre Ernte und nicht wenige haben schon selbstständig den Weg nach unten gefunden. Sie plumpsen frühzeitig ins Gras und in die Beete, wenn sie von Raupen befallen sind. Eigentlich eine clevere Einrichtung der Natur. Der Baum versucht nämlich auf diese Weise, die Schädlinge loszuwerden. Und damit die Schädlinge vom Fallobst nicht wieder zurück auf den Baum finden, sollte man fleißig Fallobst sammeln, um die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen zu verhindern. Bleibt das wurmstichige Obst nämlich liegen, entwickeln sich darin ganz wunderbar die Larven. Diese überwintern dann gut geschützt im Kokon in der Baumrinde, und im Frühjahr geht mit dem Schlüpfen der Zyklus wieder von vorne los. Tragen Sie beim Aufsammeln lieber Handschuhe. Es könnten Wespen am Fallobst sitzen!

Apfelbaum mit Fallobst
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Fallobst nicht aufsammeln

Die Obsttage sind gekommen. Äpfel, Birnen, Zwetschgen und andere Früchte reifen gerade um die Wette. Im Baum warten Hunderte Früchte auf ihre Ernte und nicht wenige haben schon selbstständig den Weg nach unten gefunden. Sie plumpsen frühzeitig ins Gras und in die Beete, wenn sie von Raupen befallen sind. Eigentlich eine clevere Einrichtung der Natur. Der Baum versucht nämlich auf diese Weise, die Schädlinge loszuwerden. Und damit die Schädlinge vom Fallobst nicht wieder zurück auf den Baum finden, sollte man fleißig Fallobst sammeln, um die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen zu verhindern. Bleibt das wurmstichige Obst nämlich liegen, entwickeln sich darin ganz wunderbar die Larven. Diese überwintern dann gut geschützt im Kokon in der Baumrinde, und im Frühjahr geht mit dem Schlüpfen der Zyklus wieder von vorne los. Tragen Sie beim Aufsammeln lieber Handschuhe. Es könnten Wespen am Fallobst sitzen!

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