Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
09/2015 September 2015

DOs & DONts

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei der Gartenarbeit richtig und was falsch ist. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, stellen wir Ihnen jeden Monat passend zur Jahreszeit einige empfehlenswerte Tätigkeiten vor und sagen Ihnen, was Sie vermeiden sollten.

DOs

Tomaten in Sorten
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Saisonausklang für Tomaten

Tomatenpflanzen benötigen viel Licht und Wärme, um aromatische Früchte zu bilden. Ab September reichen Tageslänge und die abnehmende Kraft der Sonne dazu nicht mehr aus. Blühende Triebe sollten Sie daher jetzt besser kappen, da die Pflanze es nicht mehr schaffen wird, daraus noch reife Früchte zu bilden. Sie unterstützen damit die restlichen bereits grünen Früchte, die jetzt noch an der Pflanze wachsen. Denn die ganze Kraft kann nun investiert werden, diese noch ausreifen zu lassen. Wenn Sie feststellen, dass auch diese nicht mehr rot werden, können Sie die Triebe abschneiden und im Haus nachreifen lassen. Das klappt dann in der Regel noch wunderbar.

Samentüten beschriften
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Saatgut von samenfesten Sorten gewinnen

Sofern Sie keine F1-Hybriden ausgesät haben, können Sie in diesen Wochen von blühenden Gartenpflanzen (auch Gemüse!) Saatgut ernten. Dieses verfügt über dieselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze. Wählen Sie dazu besonders kräftige Pflanzen aus und achten Sie darauf, dass die Samen bereits vollständig ausgereift sind. Erkennungsmerkmale dafür sind beispielsweise die dunkle Färbung der Samen und die trocken raschelnde Hülle der Früchte. Auch, dass die Samen sich leicht aus dem Samenstand lösen, ist ein Zeichen dafür, dass sie reif sind. Zum Aufbewahren füllen Sie vollständig trockene Samen in eine beschriftete Papiertüte oder in ein Glas mit Schraubdeckel und stellen Sie sie an einen dunklen Platz, beispielsweise im Keller.

Walnussbaum im Herbst
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Frühherbstschnitt bei Kirschen und Walnuss

Obstbäume, bei denen die Pflanzensäfte nach der Winterruhe sehr früh steigen, dürfen nicht zu spät geschnitten werden. Bei Walnüssen ist das bereits direkt nach der Nussernte erforderlich. In dieser Zeit ist der Saftstrom am schwächsten und das Gehölz „blutet“ nicht so stark wie sonst. Zudem reicht die Zeit vor dem Winter noch aus, um die Schnittwunden wieder zu verschließen. Kirschen sollten am besten kurz nach der Ernte beschnitten werden, denn auch sie neigen stark zu Gummifluss, dem Austreten von Baumharz. Auch hier ist der Frühherbst der späteste Zeitpunkt im Jahr zum Auslichten und Verjüngen der Krone.

Kompostbehälter vor dem Füllen
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Kompost neu aufsetzen

Mit dem Schnittgut beim Rückschnitt von Gehölzen können Sie nicht nur Überwinterungsquartiere für Gartentiere schaffen, sondern auch eine Grundlage für den Kompost bilden. Achten Sie beim Aufsetzen im Herbst darauf, nur wenig nasses organisches Material beizufügen, weil dieses in der kühleren Jahreszeit nicht so schnell zersetzt wird wie im Sommer. Ansonsten gilt: Circa 20 Prozent gerbsäurearmes Laub (also möglichst kein Laub beispielsweise von Eichen oder Walnuss) sind ideal zum Untermischen. Zusätzlich geben Sie möglichst klein gehäckselten Staudenschnitt dazu und in geringeren Anteilen auch anderes organisches Material wie Rasenschnitt. Türmen Sie alles zusammen in einer offenen Miete auf und fügen Sie ein wenig reifen Kompost dazu. Die darin enthaltenen Mikroorganismen beschleunigen den Rotteprozess. Streuen Sie auch etwas Gesteinsmehl und Algenkalk darüber. Dies mindert den Fäulnisgeruch und bindet Säuren.

Insektenhotel im Garten
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Insektenhotel aufstellen

Mit einem Überwinterungsquartier fördern Sie Nützlinge wie Wildbienen, Marienkäfer, Hummeln, Falter und Florfliegen in Ihrem Garten. Diese helfen aktiv, Schädlinge an Ihren Pflanzen in Schach zu halten. Stellen oder hängen Sie das Insektenhotel an einem sonnigen, geschützten Platz im Garten auf. Es sollte aus haltbarem, zertifiziertem Holz bestehen und natürliche Füllmaterialien wie Zapfen, Äste mit Schlupflöchern oder Rindenstücke enthalten, zwischen denen die Insekten Eier ablegen können oder Schutz finden. Für Kinder gibt es bei OBI auch spezielle Bausätze ohne Nägel und Schrauben zum Selberbauen.

Insektenhotel im Garten
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Insektenhotel aufstellen

Mit einem Überwinterungsquartier fördern Sie Nützlinge wie Wildbienen, Marienkäfer, Hummeln, Falter und Florfliegen in Ihrem Garten. Diese helfen aktiv, Schädlinge an Ihren Pflanzen in Schach zu halten. Stellen oder hängen Sie das Insektenhotel an einem sonnigen, geschützten Platz im Garten auf. Es sollte aus haltbarem, zertifiziertem Holz bestehen und natürliche Füllmaterialien wie Zapfen, Äste mit Schlupflöchern oder Rindenstücke enthalten, zwischen denen die Insekten Eier ablegen können oder Schutz finden. Für Kinder gibt es bei OBI auch spezielle Bausätze ohne Nägel und Schrauben zum Selberbauen.

DONts

Stauden im Herbst
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Abgeblühte Stauden nicht zurückschneiden

Übertreiben Sie es mit der Ordnung im Garten nicht! Verwelkte Blumen, verdorrte Stängel und totes Holz sind durchaus noch nützlich – wenn auch optisch nicht immer sehr ansprechend. Abgeblühte Staudenstängel anzuschneiden macht allenfalls im Sommer Sinn, um eine Nachblüte zu fördern. Im Herbst aber können sie ruhig stehen bleiben. Über Winter schützen sie den Wurzelbereich der Pflanzen und auch den Boden vor Frost und ungefilterter Wintersonne. Sie dienen Insekten als Winterquartier und ihre Samen den Vögeln als Nahrung. Außerdem stellen sich ihre ästhetischen Vorzüge oftmals erst bei Raureif heraus, wenn der Frost ihre Konturen verschärft und nichts Blühendes mehr von den interessanten Strukturen ablenkt, die beispielsweise durch hochwüchsige Stauden im Garten entstehen.

Blumenzwiebel einsetzen
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Blumenzwiebeln nicht zu tief setzen

Einer der Gründe dafür, warum manche Blumenzwiebeln nicht blühen, ist die falsche Pflanztiefe. Es ist nämlich wichtig, dass sie nicht zu tief in der Erde stehen. Die Zwiebeln sind für den Austrieb auf bestimmte Impulse programmiert, beispielsweise die Bodentemperatur. Bis sich die Erde im Frühjahr in tieferen Bodenschichten erwärmt, dauert es womöglich zu lang und die Zwiebel „verschläft“ ihren Einsatz. Ein guter Richtwert für die korrekte Pflanztiefe sind die Angaben auf der Packung. Je kleiner die Zwiebeln sind, desto höher werden sie eingepflanzt. Das richtige Maß lässt sich auch an der Zwiebelgröße ermitteln. Demnach werden sie etwa zwei- bis dreimal so tief eingepflanzt, wie sie hoch sind. Und Achtung: Setzen Sie sie immer richtig herum in die Erde: mit der Spitze nach oben!

Fallobst unter dem Apfelbaum
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Fallobst nicht liegen lassen

Fäulnisprozesse sind im Garten etwas ganz Natürliches. Trotzdem sollten sie kontrolliert werden. Wenn beispielsweise der ganze Rasen unter dem Obstbaum von herabgefallenen Früchten bedeckt ist, tut das weder dem Rasen gut noch künftigen Fruchtgenerationen des Baumes. Denn das Obst ist oft wurmstichig und die Larven kriechen daraus dann wieder zurück an ihre alte Wirkungsstätte und befallen neue Früchte. Oder sie überwintern im Boden, verpuppen sich im Frühjahr und legen nach dem Schlüpfen als ausgewachsene Falter wieder neue Eier an den Fruchtansätzen ab. Diesen Schädlingskreislauf können Sie durch zeitiges Absammeln des Fallobstes unterbrechen. Im Übrigen wirkt faulendes Fallobst magisch anziehend auf Schnecken und Insekten, die auf Fäulnisstoffe fliegen. Nutzen Sie das Fallobst lieber so schnell wie möglich selbst und bereiten Sie daraus Kompott, Kuchen und andere Leckereien.

Reife Äpfel am Baum
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Äpfel nicht zu früh ernten

Den richtigen Erntezeitpunkt bei Äpfeln zu erwischen, ist nicht immer ganz leicht. Je nach Sorte liegt er unterschiedlich, und nicht immer sind alle Äpfel am Baum gleichzeitig reif, sodass Sie ihn mehrmals durchpflücken müssen. Werden Äpfel zu früh gepflückt, sind sie nicht lagerfähig, denn dann ist der Fruchtzuckeranteil noch nicht ausreichend hoch. Dieser steigt erst, wenn die Stärke mit zunehmender Reife umgewandelt wird. Sie können aus diesen Äpfeln allenfalls Kompott oder Apfelmus herstellen, denn zum Verzehr sind sie dann auch noch zu sauer. Reif sind Äpfel, wenn sich ihr Stiel leicht vom Astansatz lösen lässt, und wenn sie den Schnitttest bestehen. Diesen kann man an einem quer aufgeschnittenen Apfel mittels einer Jodkalilösung (aus der Apotheke) durchführen. Diese färbt Stärke schwarz. Eine dunkle Schnittstelle heißt, dass der Apfel noch unreif ist.

Sonnenhut
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Stauden und Gehölze nicht mehr düngen

Ab dem Spätsommer benötigen die Gartenpflanzen nicht mehr so viele Nährstoffe wie vor dem Neuaustrieb im Frühjahr und der Blütezeit und stellen ihren Stoffwechsel allmählich auf Sparprogramm um. Vor der Ruhezeit im Winter sollten Sie also rechtzeitig die Nährstoffzufuhr drosseln. Andernfalls wird das natürliche Verholzen des Pflanzengewebes verzögert. Die Pflanzen wachsen durch das Düngen immer weiter und die jungen, noch weichen Triebe verholzen vor dem Winter nicht mehr. Dann sind sie den Winterfrösten schutzlos ausgeliefert.

Sonnenhut
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Stauden und Gehölze nicht mehr düngen

Ab dem Spätsommer benötigen die Gartenpflanzen nicht mehr so viele Nährstoffe wie vor dem Neuaustrieb im Frühjahr und der Blütezeit und stellen ihren Stoffwechsel allmählich auf Sparprogramm um. Vor der Ruhezeit im Winter sollten Sie also rechtzeitig die Nährstoffzufuhr drosseln. Andernfalls wird das natürliche Verholzen des Pflanzengewebes verzögert. Die Pflanzen wachsen durch das Düngen immer weiter und die jungen, noch weichen Triebe verholzen vor dem Winter nicht mehr. Dann sind sie den Winterfrösten schutzlos ausgeliefert.

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