Top 10 TIPPS Die wichtigsten Tipps
und Tricks für den Monat
Oktober

Nahaufnahme von Roter Bete (Beta vulgaris)
1

Rote Bete rechtzeitig ernten und einlagern

Rote Bete verträgt keinen Frost. Sobald in der Wettervorhersage die ersten Minusgrade angekündigt sind, wird es Zeit, das frostempfindliche Wurzelgemüse aus der Erde zu holen. Bei der Ernte dürfen die Knollen nicht verletzt werden, sonst läuft der rote Saft aus und sie „verbluten“. Heben Sie Ihre „Bodenschätze“ vorsichtig mit der Grabegabel an und ziehen Sie die Rote Bete an ihrem Blattschopf heraus. Zum Einlagern eignen sich flache Holzkisten, deren Boden man mit Folie oder einer Plastiktüte auslegt und dann etwa zur Hälfte mit feuchtem Sand auffüllt. Das feuchte Substrat sorgt dafür, dass die Knollen nicht austrocknen. Darauf legt man hübsch nebeneinander Knolle für Knolle und bedeckt sie abschließend mit einer Schicht aus trockenem Sand. Dann landen die Kisten an ihrem Platz im kühlen Keller oder frostfreien Schuppen. So eingelagert bleiben die leckeren Knollen schön lange frisch.

Junge Buchsbaumsetzlinge in Pflanzgraben für neue Hecke
2

Lust auf eine neue Buchsbaumhecke? Dann jetzt pflanzen!

Mit immergrünen Buchsbaumhecken lassen sich große und kleine Gärten wunderbar strukturieren. Sie passen zum blumigen Landhausgarten ebenso gut wie zu modernem Gartendesign. Am beliebtesten ist Buchsbaum nach wie vor als Beeteinfassung oder Wegbegrenzung. Der Oktober ist ein günstiger Monat, um den niedrigen Raumteiler neu zu pflanzen. Kalkulieren Sie bei zweijährigen Stecklingen von 15–20 Zentimetern Höhe circa zehn Stück pro Meter. Bei größeren Jungpflanzen reichen fünf bis sieben Stück. Bereiten Sie entlang einer Richtschnur einen Pflanzgraben vor, der etwa ein Spatenblatt tief und ebenso breit ist. Lockern Sie den Boden am Grund auf und mischen Sie reifen Kompost oder organischen Dünger unter die Erde. Tauchen Sie die Jungpflanzen ins Wasserbad, bevor sie im regelmäßigen Abstand gesetzt werden. Anschließend mit dem Erdaushub bedecken, kräftig andrücken und gut angießen. Tipp: Robuste Sorten wie ʹFaulknerʹ und ʹHerrenhausenʹ werden weniger vom Buchsbaumpilz befallen.

Mann (Gärtner) auf Leiter schneidet alte Ligusterhecke.
3

Verjüngungskur für betagte Hecken

Schnitthecken aus Hainbuche, Rotbuche, Liguster oder Eibe wachsen im Laufe der Jahre trotz jährlichem Rückschnitt zu hohen, breiten grünen Wänden heran. Je älter sie sind, desto mehr verkahlen sie von innen. Durch einen radikalen Verjüngungsschnitt lassen sie sich wieder in Form bringen. Das macht man am besten im Oktober. Die Äste der Hecke werden auf der Oberseite und an den Flanken mit einer kräftigen Heckenschere bis weit ins alte Holz zurückgeschnitten. Versuchen Sie, dabei eine Trapezform hinzubekommen. Die Hecke sollte also oben schmaler als unten an der Basis sein. Dann gelangt Sonnenlicht an alle Heckenpartien. Anschließend lichtet man die Pflanzen mit einer Säge aus. Nur der Mitteltrieb mit wenigen Seitentrieben sollte dabei übrig bleiben. So gelangt wieder mehr Licht an die inneren Heckenbereiche und die Bildung neuer Verzweigungen wird angeregt. Im nächsten Jahr sieht die Hecke noch etwas mitgenommen aus, aber schon im zweiten Jahr steht sie wieder schön dicht und grün da.

Schubkarre voll mit Schnittgut.
4

Häcksler machen aus Schnittabfällen Kleinholz

Im Oktober wird im Garten aufgeräumt. Dabei fällt jede Menge Gehölzschnitt an. Bevor man diesen umständlich zum Grünabfallplatz abtransportiert, sollte man sich einen Häcksler leihen oder gar anschaffen. Der macht aus dem sperrigen Astwerk wertvolles Kleinholz. Die Holzschnitzel landen als Belag auf Wegen zwischen den Gemüsereihen, als Mulch in den Beeten oder auf dem Komposthaufen. Wer über einen Kauf eines Häckslers nachdenkt, sollte Folgendes wissen: Die Mehrzahl der Modelle sind Messerhäcksler: Die rotierenden Scheibenklingen schneiden die Zweige so flach, dass sie einen hervorragenden Wegbelag abgeben. Messerhäcksler sind relativ laut. Leiser, wenn auch langsamer, geht es mit einem Walzenhäcksler zu. Sie zerschneiden und zerquetschen das Holz in grobe, runde Stücke, die schneller verrotten. Diese eignen sich prima zum Kompostieren und Mulchen. Tragen Sie zur Sicherheit beim Häckseln immer eine Schutzbrille, damit keine „Querschläger“ im Auge landen!

Laubrechen mit zusammengefegtem Laub auf Rasen liegend
5

Laub runter vom Rasen, rein in die Beete

Im Oktober werfen die ersten Bäume ihre Blätter ab und bedecken den Garten mit ihrem bunten Laub. Dann heißt es wieder: ran ans Laubrechen. Vor allem muss das Laub runter vom Rasen, denn sonst vergilbt das Gras. Auch von den Wegen sollte es weg, da man auf nassem Laub schnell ins Rutschen kommen kann. Aber wohin mit den Bergen an Phytomasse? Ganz einfach: ab in die Beete oder rauf auf den Komposthaufen. Laub ist der beste Humuslieferant. Es regt das Bodenleben an. Regenwürmer und all die anderen Kleinstlebewesen leisten ganze Zersetzungsarbeit und sorgen dafür, dass Nährstoffe in Form von Humus in der Erde landen. Ausnahme: Kastanienlaub sollte entsorgt werden, da es häufig von Miniermotten befallen ist. Blätter von Walnussbäumen und Eichen mischt man am besten mit anderem Laub, da es viele Gerbsäuren enthält, die den Boden leicht sauer machen. Aber auch dafür gibt es eine Lösung. Arbeiten Sie im Frühjahr Gartenkalk in den Boden ein. Etwa 250 Gramm pro Quadratmeter.

Ast mit roten Zieräpfeln
6

Pflanz dir einen Zierapfelbaum

Zieräpfel (Malus-Hybriden) heißen nicht umsonst so. Im Frühjahr hüllen sie sich in weiß-rosa Blütenwolken und im Herbst schmücken sie sich mit leuchtenden Miniäpfeln. Jetzt ist die richtige Pflanzzeit für das Ziergehölz. Wählen Sie einen sonnigen Platz, an dem sich der vier bis sechs Meter hohe Kleinbaum voll entfalten kann und zum malerischen Blickfang wird. Je sonniger er steht, desto reicher ist der Blüten- und Fruchtansatz. Der Boden sollte humos und nährstoffreich sein. Ist der geeignete Standort gefunden, wird ein ausreichend großes Pflanzloch ausgehoben und mit Hornspänen oder Kompost angereichert. Der Baum darf nur so tief gesetzt werden, dass die Veredelungsstelle nicht unter der Erde landet! Neben dem Wurzelballen wird noch ein Pflanzstab gesetzt, um dem Baum Halt zu geben. Dann das Pflanzloch mit Erde auffüllen, rings um den Ballen kräftig andrücken und zwischendurch mit Wasser einschlämmen. Zum Schluss den Stamm gerade ausrichten und mit Juteband am Pflanzstab befestigen.

Kranz aus verschiedenen Hagebutten auf Gartentisch liegend
7

Fruchtschmuck für dekorative Sträuße und Kränze pflücken

Auf Rundgängen durch den Garten und Spaziergängen in der frühherbstlichen Natur gibt es im goldenen Oktober „Tuttifrutti“ in Hülle und Fülle zu entdecken. Halten Sie die Gartenschere bereit, denn jetzt hängen die Zweige von Pfaffenhütchen, Wildrosen, Brombeeren, Vogelbeeren, Schneeball und Schneebeere voller Früchte. Was liegt da näher, als sich etwas von dieser üppigen Fülle, die an langen warmen Sommertagen herangereift ist, ins Haus zu holen. Zu lockeren Sträußen in großen Krügen arrangiert oder mit Bindedraht zu Kränzen gebunden, ergibt der fruchtig-bunte Beeren Mix eine tolle Deko. Manchmal reicht auch eine flache Schale mit etwas Wasser, in der verschiedene kurze Beerenzweige drapiert werden. Selbst gemachte Hagebuttenkränze mit einem Mix aus großen und kleinen sowie roten und schwarzen Früchten wirken besonders schön als Türschmuck, die kleineren Varianten zieren als Serviettenring die Kaffeetafel. Tipp: Die hinreißenden Naturobjekte halten länger, wenn man sie abends kühl stellt.

Miniteich im Holzfass mit verschiedenen Wasserpflanzen
8

Frostgefährdete Wasserpflanzen überwintern

Auch im Gartenteich hält ganz allmählich die Herbst-Winter-Pause Einzug. Die meisten Wasserpflanzen wie Wasser-Schwertlilie, Hechtkraut, Rohrkolben oder Tannenwedel sind frostsicher. Winterharte Seerosen haben nichts zu befürchten, wenn sie auf dem Teichgrund angesiedelt sind. Bei Zwergseerosen, die in flacheren Teichzonen wachsen, sollten ihre Wurzelknollen auch im Winter mindestens 80 Zentimeter unter Wasser liegen. Ansonsten müssen die Gittertöpfe samt Pflanzen vor den ersten Frostnächten raus aus dem Wasser. Sie werden in einer Wanne mit etwas Wasser an einem kühlen dunklen, aber frostfreien Raum überwintert. Das gilt auch für Seerosen und tropische Gewächse wie Wasserhyazinthe und Wassersalat, die den Sommer im Holzfass oder Kübel als Miniteich auf der Terrasse verbracht haben. Lassen Sie das Wasser vor den ersten Frösten ab. Im Frühjahr nach den Eisheiligen dürfen dann alle „Überwinterungsgäste“ wieder nach draußen zurück in den Garten- oder Miniteich.

Frau schneidet ganze Triebe frischer Petersilie.
9

Frische Kräuter einfrieren für den Wintervorrat

Auch im Oktober sind Petersilie und Schnittlauch noch erntereif. Sichern Sie sich jetzt einen Vorrat der Alleskönner unter den Kräutern für den Winter, bevor sich die Frostnächte über sie hermachen. Schneiden Sie am besten ganze Halme und Triebe möglichst bodennah ab. Die Kräuter müssen gewaschen und mit einem Küchentuch trocken getupft werden. Anschließend werden sie klein geschnitten und in Eiswürfelbereiter gegeben. Dann die Fächer mit Wasser auffüllen und einfrieren. Die gefrorenen Kräuter-Eiswürfel wiederum einzeln herausnehmen, in Alufolie wickeln (so hält sich der Geschmack besser) und in Gefrierdosen im Gefrierfach aufbewahren. So hat man bei Bedarf vorgefertigte Portionen zur Verfügung. Tipp: Egal ob für den Salat oder den wärmenden Eintopf – die Kräuterwürfel nie vorher auftauen, sondern immer im gefrorenen Zustand direkt verarbeiten. Sonst werden die Kräuter matschig und verlieren an Aroma.

Mehrere orangefarbene Kürbisse im Beet auf Unterlage
10

Endlich ist Kürbiszeit

Da sind sie wieder – die echten Pfundskerle unter dem Herbstgemüse. Kürbisse leuchten schon von Weitem im Gemüsegarten und warten darauf, geerntet und verarbeitet zu werden. Denn jetzt haben Winterkürbisse Hochsaison, die je nach Sorte und Art zwischen September und November erntereif werden. Aber wann sind sie wirklich so weit? Die besten Zeichen sind eine leuchtende Farbe und ein verholzter Stiel. Wer sich trotzdem nicht sicher ist, klopft bei den dicken Kerlen einfach mal an. Klingt der Kürbis beim Klopfen hohl und gibt beim Fingerdruck leicht nach, ist er so weit, dass er vom Garten in die Küche wandert. Aber nicht zu voreilig sein, denn bei einer zu frühen Ernte büßt der Kürbis an Aroma und Haltbarkeit ein. Für alle Kürbisse, die noch nicht so weit sind, gilt: unbedingt vor Bodennässe schützen, da sie sonst faulen. Legen Sie einfach ein Holzbrett unter oder betten Sie die Schwergewichte auf eine dicke Schicht Stroh.

Nach oben