Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
10/2015 Oktober 2015

Top 10 TIPPS Die wichtigsten Tipps
und Tricks für den Monat
Oktober

Kübelpflanzen im Winterquartier
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Empfindliche Kräuter- und Kübelpflanzen einräumen

Vor den ersten kühlen Nächten, in denen sich die Temperaturen dem Gefrierpunkt nähern, wird es Zeit, frostempfindliche Topfgewächse ins Winterquartier zu räumen. Einige mediterrane Kräuter und Kübelpflanzen, manche Kakteen und andere Vertreter (sub)tropischer Regionen nehmen bereits wenige Minusgrade übel. Andere wie Zitronen, Oleander, Kamelien und einige Palmen halten diese aber durchaus aus. Sie werden erst reingeholt, wenn es dauerhaft unter 0 °C bleibt. Vorher genügt über Nacht die Abdeckung mit einem Frostschutzvlies. Stellen Sie immergrüne Pflanzen in einem Schuppen oder im Haus an einen hellen, kühlen Platz und gießen Sie sie regelmäßig. Gewächse, die ihr Laub im Herbst abwerfen, können auch dunkel stehen und brauchen nur wenig Wasser. Kontrollieren Sie alle Pflanzen regelmäßig auf Krankheiten oder Schädlingsbefall.

Mit Namensschild versehene Dahlienknollen
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Dahlien-, Begonien- und Gladiolenknollen ausgraben

Bei Bodenfrost werden Begonien-, Gladiolen- und Dahlienknollen weich und faulen. Es ist deshalb unumgänglich, sie im Spätherbst auszugraben, bevor der Boden im Winter das erste Mal friert. Heben Sie die Knollen mit einer Grabegabel vorsichtig aus der Erde. Schneiden Sie schadhafte Stellen mit einem Messer sauber ab und bürsten Sie anhaftende Erde ab. Sie können die Knollen auch jetzt bereits für die kommende Saison teilen. Achten Sie darauf, dass dann jede Knolle Augen hat, die im Folgejahr austreiben. Versehen Sie jede Knolle mit einem Namensschild und der Blütenfarbe und legen Sie sie in eine mit Zeitungspapier ausgeschlagene Kiste. Bitte keine Kunststoffbehälter – die Knollen brauchen Luft! Decken Sie Zeitungspapier über die Knollen und stellen Sie die Kiste an einen dunklen, trockenen und frostfreien Platz im Keller.

Sukkulenten in Pflanzschalen
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Pflegeleichte Pflanzen fürs Zimmer

Zimmerpflanzen über die dunklen Wintermonate zu bringen, ist manchmal eine echte Herausforderung. Die kurzen Tage, die trockene Heizungsluft und die Wärme machen vielen Gewächsen zu schaffen. Sie bekommen Läuse oder Krankheiten, rollen die Blätter ein oder bilden lange bleiche Triebe, die auf Lichtmangel hindeuten. Zwar sollten Grünpflanzen über den Winter grundsätzlich so hell wie möglich stehen, aber es gibt auch Gewächse, die in dieser Zeit ohne viel Pflegeaufwand über die Runden kommen. Das Einblatt (Spatiphyllum) gehört zum Beispiel dazu, auch die Schusterpalme (Apidistra), die Alokasie (Alocasia) oder der Bogenhanf (Sanseveria). Günstig fürs grüne Wohnen sind auch alle Sukkulenten, denn sie mögen es meist warm und trocken und speichern eine Notration Wasser in ihrem Blattgewebe oder im Stamm. Als Rosettenpflanzen gibt es sie in vielen Variationen. Sehr dekorativ sind auch die rankenden Zierpfefferarten (Peperomia). Sie sind in zahllosen Blattformen, -strukturen und -farben und Größen erhältlich und kommen in einem Ensemble aus mehreren Pflanzen besonders schön zur Geltung.

Hügelbeet mit Gemüse im Garten
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Hoch- oder Hügelbeet anlegen

Klein gehäckselte Zweige und Äste vom herbstlichen Strauchschnitt und Falllaub lassen sich gut beim Bau eines Hügel- oder Hochbeets im Garten verwenden. Sie bilden die Grundlage für die verschiedenen Schichten aus Strukturmaterial, Rasensoden, Falllaub, Gartenabfällen, halbreifem Kompost und Erde, aus der das Hoch- oder Hügelbeet aufgeschichtet wird. In den folgenden Monaten kann sich das Material setzen und dann bereits ab Februar mit ersten Frühkulturen bepflanzt werden. Durch die Tätigkeit der Mikroorganismen liegt die Temperatur im Hoch- oder Hügelbeet mehrere Grad über der in normaler Gartenerde. Das lockere Strukturmaterial am Boden gewährleistet eine gute Belüftung von unten, verhindert Fäulnis und fördert wie in einem Kompost eine gleichmäßige Rotte.

Kürbisernte
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Kürbisse und Birnen ernten und verwerten/lagern

Im Oktober werden noch späte Birnensorten und Kürbisse geerntet. Gellerts Butterbirne, Schweizer Wasserbirne oder Vereinsdechant sind Birnensorten, die erst im Oktober baumreif sind, das heißt: Sie lösen sich leicht vom Ast, wenn ihr Stiel etwas angehoben gedreht wird. Am besten werden sie kurz vor der Vollreife geerntet, dann sind sie weniger anfällig für Druckstellen. Der ideale Zeitpunkt kann je nach Exposition am Baum unterschiedlich sein, sodass der Baum mehrmals durchgepflückt werden muss. Verwenden Sie am besten einen speziellen Baumpflücker für die Ernte, damit die empfindlichen Früchte keine Druckstellen bekommen. Späte Sorten haben ein festeres Fleisch und bleiben härter als die frühere Sorte. Sie eignen sich deshalb zum Einlagern in einem kühlen Keller. Bei Kürbissen ist unter anderem der Härtegrad des Stiels ausschlaggebend für die Ernte. Ist er trocken und hart, kann der Kürbis abgeschnitten werden. Auch ein hohler Klang beim Klopfen auf die Frucht ist ein sicheres Zeichen für Erntereife. Schneiden Sie den Kürbis immer mit Stiel ab, sonst fault er schneller. In einem trockenen, frostfreien Raum können Sie ihn wochenlang lagern. Hier kann er auch nachreifen, falls er wegen Frostgefahr oder nassem, kühlem Wetter früher geerntet werden musste. Mit einer Styropor-Unterlage minimieren Sie die Gefahr von Druckstellen.

Chinaschilf zusammenbinden
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Gräser zusammenbinden

Hochwüchsige Gräser wie das Chinaschilf (Miscanthus) oder Bambus können über Winter mit einer Schnur zusammengebunden werden. So ist die empfindliche Basis vor Frost und Nässe geschützt und die Halme biegen sich durch die Schneelast nicht so schnell nach unten. Außerdem wird beim Chinaschilf so vermieden, dass sich einzelne Blätter vom Halm lösen und durch die Gegend fliegen. Die vertrockneten Triebe des Chinaschilfs abzuschneiden wäre ein Fehler, denn dann ist das Herz nicht mehr vor Kälte und Feuchtigkeit geschützt und die imposante Wirkung der hoch aufragenden Halme mit den dekorativen Fruchtständen im winterlichen Garten wäre nicht mehr gegeben.

Laubschutznetz über dem Gartenteich
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Laubschutznetz für den Gartenteich

Herbstlicher Laubeintrag sollte im Gartenteich unbedingt verhindert werden, damit Falllaub im Gartenteich nicht auf den Grund sinkt und das Gewässer übermäßig mit Nährstoffen belastet. Es ist daher nötig, es regelmäßig mit einem Kescher oder einem Skimmer von der Teichoberfläche abzufischen oder im Herbst zur Zeit des Laubfalls ein Schutznetz darüberzuspannen. Dies erspart Ihnen außerdem bei den anfallenden Reinigungsarbeiten im Frühjahr eine Menge Arbeit. Denn das Laub zersetzt sich im Wasser und die Reste reichern die unerwünschte Schlammschicht am Boden des Gewässers an.

Wurzelnackte Rose
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Wurzelnackte Gehölze pflanzen

Laub- und Nadelgehölze werden im Herbst nach dem Ende der Vegetationszeit (bei Laubgehölzen nach dem Laubabwurf) für kurze Zeit als sogenannte wurzelnackte Gehölze verkauft. Das bedeutet, dass die Pflanze nicht mit Erdballen oder im Topf, sondern nur der Wurzelballen, oft mit einer Schutzummantelung aus Wachs, verkauft wird. Der Vorteil ist der günstige Preis, der insbesondere bei großflächigen Pflanzungen zu Buche schlägt. Rosen und Heckengehölze sind als wurzelnackte Ware im Herbst preislich besonders attraktiv, aber eben auch noch sehr klein. Die Verwendung bietet sich demnach nur bei Gestaltungen an, die ohnehin niedrig bleiben oder nicht sofort Sichtschutz bieten sollen. Bei der Pflanzung ist zu beachten, dass diese möglichst bald nach dem Kauf erfolgen sollte. Andernfalls ist es besser, die Pflanzen noch in ein feuchtes Tuch einzuschlagen. Die Wurzeln werden kurz vor dem Einpflanzen noch einmal angeschnitten, die Wachsschicht wird beim Dicken- und Längenwachstum später abgestoßen und muss vor dem Pflanzen nicht abgelöst werden. Sollten die oberirdischen Triebe verhältnismäßig lang sein, ist es besser, sie nach dem Pflanzen um ca. 30 Prozent zurückzuschneiden, weil diese von den kurzen Wurzeln noch nicht versorgt werden können und ohnehin absterben würden. Ein spezieller Wurzelaktivator kann das Anwachsen fördern.

Immergrünes Gehölz mit Bastmatte
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Winterschutz für immergrüne Kübelpflanzen

Immergrüne Gewächse betreiben auch über Winter Stoffwechsel, das heißt, in ihren Blättern findet Fotosynthese statt und in ihren Leitbahnen fließt Wasser, das sie über Blattöffnungen verdunsten. Zum Problem werden frostige Tage, an denen das Wasser im Boden gefriert und der Nachschub unterbrochen ist. Dann trocknen die Triebspitzen ein, obwohl die Erde im Boden oder im Kübel eigentlich noch ausreichend feucht ist. Um das zu verhindern, werden die Gewächse am besten mit einem Vlies schattiert, denn dadurch wird der Stoffwechsel und damit auch die Verdunstungsrate reduziert. Bei Kübelpflanzen wird zusätzlich noch der Wurzelraum gut mit Luftpolsterfolie, Jute oder speziellem Frostschutzvlies eingepackt. Damit kann leichter Bodenfrost im Wurzelraum verhindert werden. Außerdem sollten Sie die Gefäße auf Füßchen stellen, damit die Töpfe nicht auf der kalten Erde stehen. Für alle Immergrünen, egal ob im Beet oder im Kübel, gilt in der Winterzeit: an frostfreien Tagen ausreichend gießen!

Herbstliche Grabbepflanzung
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Grabbepflanzung für Allerheiligen

Für viele symbolisiert der Herbst eine Zeit des Abschieds, in der viele Grabstätten im Andenken an Verstorbene besonders liebevoll dekoriert werden. Die Gestaltung des Grabes ist ein besonderes Zeichen der Verbundenheit und eine Möglichkeit, der Trauer einen individuellen Ausdruck zu geben. Herbstpflanzen haben außerdem den Vorteil, lange frisch zu wirken und benötigen wenig Pflege. Bei der Gestaltung bietet sich eine Mischung aus immergrünen Bodendeckern wie Kriechspindel (Euonymus fortunei) oder Zwergmispeln (Cotoneaster) an, durchsetzt mit Buchskegeln oder -kugeln. So bleibt die Grundstruktur immer erhalten und macht außer einem jährlichen Rückschnitt kaum Arbeit. Der Boden darunter bleibt feucht und Unkrautaufwuchs wird vermindert. Als Herbstschmuck bieten sich Heidegewächse, Minibeerensträucher wie Gaultherie und Skimmie oder Zierkohl, Cyclamen und Enzian an. Verwenden Sie zum Einpflanzen die spezielle Graberde von OBI. Sie ist besonders dunkel und fein und wirkt dadurch immer sehr gepflegt.

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