Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
10/2015 Oktober 2015

OBI Ratgeber Schichtwechsel im Garten

Es geht draußen gerade drunter und drüber. Beim Wechsel in den winterlichen Ruhemodus ist einiges zu tun. Insbesondere Schutzmaßnahmen vor der unweigerlich drohenden Kälte sind dringend nötig.

Herbstliche Gartenszene

Vor den ersten frostigen Nächten herrscht im Garten emsiges Treiben, um empfindliche Pflanzen, Gartenmöbel und technisches Equipment vor Schäden zu bewahren. Dahlien-, Begonien- und Gladiolenknollen werden ausgegraben, gesäubert und sortiert. Umgekehrt liegen noch Frühlingsblumenzwiebeln bereit, die aufs Einpflanzen warten. Tulpenzwiebeln beispielsweise wurzeln auch jetzt noch problemlos ein. Achten Sie aber in den kommenden Wochen darauf, ob sie durch den ersten Bodenfrost eventuell wieder hochgedrückt werden.

Im Gartenteich nehmen Sie Pflanzkörbe mit empfindlichen Seerosen heraus und bringen sie in ein frostfreies Winterquartier. Auch Pumpen und Skimmer werden über Winter außerhalb des Teiches aufbewahrt. Falls nötig installieren Sie ein Laubschutznetz, damit Falllaub nicht auf den Boden des Teiches sinken kann, und treffen Sie Vorkehrungen, damit die Wasserfläche nicht komplett zufriert und der Luftaustausch möglich bleibt. Bei Wasserleitungen wird die zentrale Zufuhr abgestellt und der Hahn bleibt aufgedreht. Wasserbassins und Sammelbecken werden entleert.

Gartenteich mit Laubschutznetz

Die Kübelpflanzen brauchen dringend schützende Hüllen oder den Transport in einen kühlen, aber frostfreien Raum. Beachten Sie, dass Immergrüne Bastmatten als Verdunstungsschutz benötigen und – solange der Boden nicht friert – gegossen werden müssen, um vor Frosttrocknis geschützt zu sein. Stellen Sie die Kübel auf kleine Füßchen, dann stehen sie nicht unmittelbar auf der kalten Erde. Empfindliche Rosen häufeln Sie etwa 20 Zentimeter hoch an und stecken Reisig und Laub zwischen die verbliebenen Zweige. Schneiden Sie Rosentriebe nicht zu kurz, sonst bleibt im Frühjahr kein Spielraum mehr, um zurückgefrorene Triebe zu entfernen.

Die Gartenmöbel werden gesäubert und zusammen mit Sitzauflagen und Sonnenschirm im Schuppen oder Keller eingelagert. Wenn sie unter Schutzhauben draußen bleiben, dann sorgen Sie dafür, dass sie nicht feucht werden können.

„Der Herbst ist der Frühling des Winters.“

Henri de Toulouse-Lautrec

„Der Herbst ist der Frühling des Winters.“

Henri de Toulouse-Lautrec

Gemüse, das der Kälte trotzt Gemüse, das der Kälte trotzt

Gemüse, das der Kälte trotzt

Im Nutzgarten gilt der Grundsatz: Nach der Ernte ist vor der Ernte. Das gilt auch für den kommenden Winter. Denn die freigeräumten Beete werden nun für den Anbau von gesundem Wintergemüse genutzt. Dies liefert bis zum Frühjahr Nachschub an frischen Vitaminen und bleibt bei richtiger Lagerung monatelang frisch. Späte Möhren, Rote Bete, Mangold, Herbstlauch oder Winterrettich sowie Grün- und Rosenkohl harren ohnehin noch bis zur Ernte aus. Die Lücken dazwischen füllen nun vorgezogener Feldsalat und Endivien, Portulak oder Radicchio. Zum Schutz vor Eiseskälte werden sie unter einem Vlies oder Folientunnel kultiviert. Das hat bei Schneefall auch den Vorteil, dass sie darunter einfacher geerntet werden können. Winterharte Lauchsorten werden leicht mit Erde angehäufelt und bei frostfreiem Boden geerntet. Zwischen die Reihen wird etwas Laub gestreut. Frühestens nach dem ersten Frost werden Grün- und Rosenkohl geerntet. Bei Minusgraden wandeln sich ihre Bitterstoffe in Zucker um und dadurch wird das Gemüse bekömmlich. Auch winterharte Spinatsorten oder Topinambur sind frostverträglich und können in den Wintermonaten geerntet werden.

Gemüse, das in dieser Zeit geerntet wird, lässt sich meist noch wochenlang lagern; Möhren, Winterrettich oder Pastinaken beispielsweise schichtweise in einer Kiste mit Sand im kühlen Keller. Zuckerhut oder Endivien werden mit dem Wurzelballen ausgegraben und in eine Zeitung eingeschlagen. Bei anderen Salaten wie Feldsalat oder Portulak gilt das Motto: einfach nach Bedarf ernten. Frostige Temperaturen schaden ihnen nicht; sie frieren dann zwar ein, tauen aber unversehrt wieder auf, wenn es draußen wieder wärmer wird. Nur im gefrorenen Zustand sollten Sie die Salate nicht ernten. Wer Wintersalat in einem Hochbeet kultiviert, kann sich freuen: Darin lässt es sich ohne Bücken ernten. Wohl bekomms!

Gemüse, das der Kälte trotzt Gemüse, das der Kälte trotzt

Gemüse, das der Kälte trotzt

Im Nutzgarten gilt der Grundsatz: Nach der Ernte ist vor der Ernte. Das gilt auch für den kommenden Winter. Denn die freigeräumten Beete werden nun für den Anbau von gesundem Wintergemüse genutzt. Dies liefert bis zum Frühjahr Nachschub an frischen Vitaminen und bleibt bei richtiger Lagerung monatelang frisch. Späte Möhren, Rote Bete, Mangold, Herbstlauch oder Winterrettich sowie Grün- und Rosenkohl harren ohnehin noch bis zur Ernte aus. Die Lücken dazwischen füllen nun vorgezogener Feldsalat und Endivien, Portulak oder Radicchio. Zum Schutz vor Eiseskälte werden sie unter einem Vlies oder Folientunnel kultiviert. Das hat bei Schneefall auch den Vorteil, dass sie darunter einfacher geerntet werden können. Winterharte Lauchsorten werden leicht mit Erde angehäufelt und bei frostfreiem Boden geerntet. Zwischen die Reihen wird etwas Laub gestreut. Frühestens nach dem ersten Frost werden Grün- und Rosenkohl geerntet. Bei Minusgraden wandeln sich ihre Bitterstoffe in Zucker um und dadurch wird das Gemüse bekömmlich. Auch winterharte Spinatsorten oder Topinambur sind frostverträglich und können in den Wintermonaten geerntet werden.

Gemüse, das in dieser Zeit geerntet wird, lässt sich meist noch wochenlang lagern; Möhren, Winterrettich oder Pastinaken beispielsweise schichtweise in einer Kiste mit Sand im kühlen Keller. Zuckerhut oder Endivien werden mit dem Wurzelballen ausgegraben und in eine Zeitung eingeschlagen. Bei anderen Salaten wie Feldsalat oder Portulak gilt das Motto: einfach nach Bedarf ernten. Frostige Temperaturen schaden ihnen nicht; sie frieren dann zwar ein, tauen aber unversehrt wieder auf, wenn es draußen wieder wärmer wird. Nur im gefrorenen Zustand sollten Sie die Salate nicht ernten. Wer Wintersalat in einem Hochbeet kultiviert, kann sich freuen: Darin lässt es sich ohne Bücken ernten. Wohl bekomms!

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