Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
11/2015 November 2015

DOs & DONts

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei der Gartenarbeit richtig ist und was falsch. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, stellen wir Ihnen jeden Monat passend zur Jahreszeit einige empfehlenswerte Tätigkeiten vor und sagen Ihnen, was Sie vermeiden sollten.

DOs

Herbstlaub in Schubkarre
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Herbstlaub kompostieren

Im Garten lässt sich Falllaub noch vielseitig verwenden, beispielsweise als Mulchdecke unter Gehölzen, als Überwinterungsplatz für den Igel, als Strukturmaterial für das Hoch- oder Hügelbeet und auch, um es zu kompostieren. Um den Nährstoffgehalt zu erhöhen und ein ausgewogenes Stickstoff-Kohlenstoff-Verhältnis zu erhalten, wird es mit anderen Gartenabfällen wie Rasenschnitt gemischt. Das Laub einiger Gehölze wie Eiche oder Walnuss enthält nämlich einen hohen Gerbstoffanteil, der den Rotteprozess behindert. Ihr Laub sollte deshalb nur in kleinen Mengen beigemischt werden. Ideal ist dagegen beispielsweise das Laub von Obstgehölzen wie Apfel, Birne oder Zwetschge. Wenn Sie einen Thermokomposter verwenden und etwas Kompostbeschleuniger dazugeben, wird aus den Blättern schnell wertvolle Lauberde.

Blühendes Tulpenbeet
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Blumenzwiebeln pflanzen

Solange der Boden frostfrei ist, können weiterhin robuste Blumenzwiebeln wie die von Tulpen und Krokussen gepflanzt werden. Deren Zwiebeln wurzeln schnell im Boden ein und können deshalb auch im Spätherbst noch gesetzt werden. Andere robuste Arten sind Scilla (Blausternchen) oder Traubenhyazinthe. Für Narzissen, Schneeglanz, Märzenbecher, Schachbrettblume, Winterling oder Madonnen-Lilie aber ist es im November bereits zu spät, um sie noch zu pflanzen.

Vlies um immergrüne Kübelpflanzen
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Vlies für Immergrüne

Damit immergrüne Pflanzen im Winter nicht unter Frosttrocknis leiden, ist es nötig, ihr Laub durch ein Vlies vor der prallen Sonne zu schützen. So wird der Wasserverbrauch durch Verdunstung vermindert und fehlender Nachschub aus gefrorenem Boden besser verkraftet. Bei Topfgewächsen wird außerdem der Kübel frostsicher verpackt, um das Gefrieren der Erde zumindest bei geringen und kurzfristigen Minusgraden zu verhindern. Nützlich ist es auch, den Kübel auf kleine Füßchen zu stellen, damit er nicht direkt auf dem kalten Boden steht. Denken Sie daran, die Pflanzen an frostfreien Tagen regelmäßig zu gießen!

Hochstammrose mit Frostschutzvlies
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Rosen­hochstämmchen schützen

Bei Hochstammrosen befindet sich die Veredelungsstelle, nicht wie sonst bei Rosen ca. fünf Zentimeter unter der Erde, sondern direkt unter der Krone. Da diese Stelle bei Frost sehr empfindlich ist, sollte sie über Winter vor Kälte geschützt werden. Dazu entfernen Sie die Blätter und stopfen die Stelle, an der sich der Stamm verzweigt, mit Stroh oder Holzwolle aus. Stülpen Sie dann ein wasser- und luftdurchlässiges Schlauch-Wintervlies über die Krone und binden Sie es unter der Krone am Stützstab fest zusammen. So verhindern Sie auch, dass sich die Krone unter einer Schneelast herabbiegt.

Gartenboden kalken
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Boden kalken

Kalkmangel führt bei den Gartenpflanzen nicht nur zu Mangelerscheinungen wie gelben Blättern oder vertrockneten Triebspitzen. Wenn der pH-Wert im Boden zu niedrig ist, können Sie ihn mit einer Kalkdüngung im Spätherbst verbessern und so in der kommenden Saison die Wuchskraft der Pflanzen fördern. Das Kalken fördert auch das Bodenleben und verbessert die Bodenstruktur. Die Erde speichert dann das Wasser besser, wird darüber hinaus gut durchlüftet und kann sich so im Frühjahr schneller erwärmen.

Gartenboden kalken
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Boden kalken

Kalkmangel führt bei den Gartenpflanzen nicht nur zu Mangelerscheinungen wie gelben Blättern oder vertrockneten Triebspitzen. Wenn der pH-Wert im Boden zu niedrig ist, können Sie ihn mit einer Kalkdüngung im Spätherbst verbessern und so in der kommenden Saison die Wuchskraft der Pflanzen fördern. Das Kalken fördert auch das Bodenleben und verbessert die Bodenstruktur. Die Erde speichert dann das Wasser besser, wird darüber hinaus gut durchlüftet und kann sich so im Frühjahr schneller erwärmen.

DONts

Seerose im Gartenteich
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Keine frost­empfindlichen Wasserpflanzen im Teich lassen

Seerosen sind in der Regel nicht fest im Teichboden verankert, sondern werden im Pflanzkorb belassen. So können die empfindlichen Gewächse rechtzeitig vor dem ersten Frost herausgenommen und frostfrei in einem Schuppen überwintert werden. Halten Sie die Erde dabei gleichmäßig feucht. Auch mit anderen empfindlichen Gewächsen wie Schwimmfarn oder Wasserhyazinthen, die nicht im Boden verwurzelt sind oder beispielsweise aus tropischen Regionen stammen, wird so verfahren. Sie sterben sonst bei Minustemperaturen ab. Schwimmblattgewächse können Sie beispielsweise in einen Glasbehälter mit kalkarmem Wasser an einen kühlen hellen Ort stellen. Alternativ können Sie im kommenden Jahr bei der Auswahl der Pflanzen für den Gartenteich darauf achten, dass es sich um winterharte Gewächse handelt, die oberflächlich zwar über Winter absterben, aber im Frühjahr wieder austreiben.

Wasserbecken mit Zulauf
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Keinen Druck auf der Wasserleitung lassen

Wird die zentrale Wasserzufuhr über Winter nicht rechtzeitig abgestellt, kann das Wasserrohr bei Frost platzen und nachströmendes Wasser beispielsweise Putz und Mauern durchfeuchten. Wasserleitungen werden deshalb vor den ersten kalten Tagen entleert und die Hauptwasserzufuhr in den Garten abgesperrt, wobei der Hahn aufgedreht bleibt, sodass Restwasser noch abfließen kann. Spezielle Wasserhähne, deren Absperrventile im Haus vor der Außenmauer liegen, sind dagegen frostsicher und können auch über Winter benutzt werden.

Umgegrabener Boden
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Nicht den Boden umgraben

Das tiefe Umgraben des Bodens vor dem Winter ist inzwischen überholt. Nur bei sehr schweren Böden führt grobscholliges Wenden dazu, dass große Bodenklumpen bei einer Frostgare gesprengt werden und die Erde feinkrümeliger wird. Tiefgründiges Umgraben führt immer dazu, dass das Bodenleben im wahrsten Sinn auf den Kopf gestellt wird und die natürliche Schichtung durcheinandergerät. Bis das System wieder stimmt, vergeht viel kostbare Zeit, in der die Erde Fruchtbarkeit einbüßt und das Wachstum der Pflanzen verzögert wird.

Rosengewächse im Garten
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Pflanzen derselben Familie nicht am selben Platz pflanzen

Bodenmüdigkeit ist ein Stichwort, dem man bei der Gartenarbeit immer wieder begegnet. Sei es, weil beim Gemüseanbau der Boden ohne Fruchtwechsel einseitig ausgelaugt wird oder weil die Mitglieder einer Pflanzenfamilie allergisch aufeinander reagieren. Bei Obstgehölzen beispielsweise kommt das häufiger vor, weil viele aus derselben Familie, den Rosengewächsen, stammen. Das sollten Sie beachten, wenn Sie in diesem Jahr noch einen Baum pflanzen möchten. Die Selbstunverträglichkeit kann unterschiedliche Ursachen haben wie die Anreicherung von Wuchshemmstoffen oder schädlichen Mikroorganismen im Boden. Den Wuchshemmstoffen liegt das biologische Phänomen der Allelopathie zugrunde. Dabei scheiden Pflanzen an ihren Wurzeln Substanzen aus, die Konkurrenzpflanzen beeinträchtigen sollen. Um dem bei einer Neupflanzung vorzubeugen, ist es nötig, den Wurzelraum großzügig auszuheben und neues Erdreich, angereichert mit Kompost oder Hornspänen, vor dem Pflanzen einzubringen.

Salbei im Winter
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Wintergrüne Stauden nicht mit Laub bedecken

Sie meinen es natürlich nur gut, wenn Sie Falllaub im Garten auf den Beeten verteilen und nicht in der Biotonne entsorgen. Das ist auch richtig! Allerdings sollten Sie wintergrüne Stauden damit nicht komplett bedecken. Diese betreiben auch in den Wintermonaten Stoffwechsel und benötigen dafür sowohl das Tageslicht als auch den Luftaustausch. Beides erhalten sie nicht unter einer dichten Laubschicht. Es spricht aber nichts dagegen, ihren Wurzelbereich mit einem wärmenden Mäntelchen aus Laub zu schützen, solange die oberirdischen Teile frei bleiben oder – wenn es sich um frostempfindliche Gewächse handelt – nur mit einem licht- und luftdurchlässigen Vlies bedeckt werden.

Salbei im Winter
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Wintergrüne Stauden nicht mit Laub bedecken

Sie meinen es natürlich nur gut, wenn Sie Falllaub im Garten auf den Beeten verteilen und nicht in der Biotonne entsorgen. Das ist auch richtig! Allerdings sollten Sie wintergrüne Stauden damit nicht komplett bedecken. Diese betreiben auch in den Wintermonaten Stoffwechsel und benötigen dafür sowohl das Tageslicht als auch den Luftaustausch. Beides erhalten sie nicht unter einer dichten Laubschicht. Es spricht aber nichts dagegen, ihren Wurzelbereich mit einem wärmenden Mäntelchen aus Laub zu schützen, solange die oberirdischen Teile frei bleiben oder – wenn es sich um frostempfindliche Gewächse handelt – nur mit einem licht- und luftdurchlässigen Vlies bedeckt werden.

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