Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
11/2015 November 2015
Containerrose, Vlies
Dekorativ Containerrosen werden zum Schutz vor Kälte mit Vlies und Tanne eingeschlagen und mit Bändern oder Schleifen umwickelt.

Balkon und Terrasse Winterschutz für Topf- und Kübelpflanzen

Auch wenn die Temperaturen tagsüber noch ganz angenehm sind, werden nachts schon teilweise Minusgrade erreicht. Und auch wenn Balkone und Terrassen meistens vor Wind und Kälte etwas geschützt liegen, sollten besonders Kübelpflanzen vor der Kälte geschützt oder in ein Winterquartier gebracht werden. Die dünne Schicht aus Topf und Erde isoliert nur wenig und kann die Wurzeln der Topf- und Kübelpflanzen oft nicht ausreichend vor der Kälte schützen.

Deko, Winter
Idyllisch Die zwei Deko-Vogelhäuser setzen, dekoriert mit Kiefernzweigen, hübsche Akzente auf winterlichen Balkonen und Terrassen.
Containerrose, Vlies

Winterschutz für Pflanzen

In der kalten Jahreszeit ist der Schutz vor Schnee und Eis für Ihren Garten besonders wichtig. In unserem Sortiment finden Sie alles, was Sie brauchen, um Ihren Garten winterfest zu machen.

Winterschutz entdecken
Containerrose, Vlies
Lavendel, Tannenzweige Lavendel, Tannenzweige
Winterfest Frostempfindliche Pflanzen wie Lavendel können mit Tannen- und Fichtenzweigen abgedeckt und regelmäßig gegossen werden.

Topfpflanzen vor Frost schützen

Für Kübelpflanzen gibt es eine große Auswahl an Vlies, Noppenfolien, Kokosfasermatten, Schilfmatten, Jutesäcken oder Schutzhauben. Dank ihnen können sie im Winter den Minusgraden trotzen. Kontrollieren Sie alle zwei bis drei Wochen, ob die Erde ausreichend feucht ist, und gießen Sie die Pflanze je nach Bedarf. Düngergaben sind in der Regel in der kalten Jahreszeit nicht notwendig.

Sollen Pflanzen wie Hortensien, Kirschlorbeer oder winterharte Kräuter auf dem Balkon überwintern, benötigen sie ausreichend Schutz vor der Kälte und müssen daher, sobald die ersten Fröste drohen, gut eingepackt werden. Dabei gilt: Je kleiner die Pflanze, desto empfindlicher ist sie. Tonwände oder dünne Kunststoffwände der Töpfe sorgen nur kaum oder sogar gar nicht für eine Wärmedämmung. Der Wurzelbereich der Pflanze wird durch das ständige Wechselbad der Temperaturen immer wieder gestresst und benötigt Schutz. Am besten werden Kübelpflanzen und Balkonkästen daher mit einer Schicht aus Noppenfolie und Jute ummantelt. Stellen Sie diese außerdem auf Holzbalken, Steine oder Styroporplatten. So kann die Luft unter dem Topf zirkulieren, die Pflanzen sind auch von unten optimal vor der Kälte geschützt und die Abflusslöcher frieren nicht zu. Sträucher oder kleinere Bäume können prima mit Vlies oder einem Jutesack gegen eisigen Wind geschützt werden. Sie werden einfach über die Pflanze gestülpt und mit einer Schnur (nicht zu fest) um den Stamm gebunden.

„Kontrollieren Sie alle zwei bis drei Wochen, ob die Erde ausreichend feucht ist, und gießen Sie die Pflanze je nach Bedarf.“

Tontöpfe, die nicht frostsicher sind – also vor allem die klassischen Terrakotta-Töpfe – sollten zum Winter entleert werden. Ton speichert Wasser (was im Sommer den Pflanzen zugutekommt), im Winter friert es dagegen im Ton und hat eine enorme Sprengkraft: Die Gefäße können platzen. Stapeln Sie die leeren Gefäße daher bis zum Frühling platzsparend im Schuppen, Keller oder an einer Wand mit Dachüberstand.

Schmucklilie, überwintern
Schutzschicht In wintermilden Regionen können blatteinziehende Schmucklilien mit einem Schutz aus Laubmulch im Freien überwintern.
Zwiebelblumen, abdecken
Frostperiode Ab etwa minus acht Grad sollten Töpfe mit Zwiebelblumen schön dicht zusammengestellt und mit Plane abgedeckt werden.
Blumenzwiebeln, Wühlmäuse
Gesichert Schützen Sie Blumenzwiebeln in Töpfen vor Wühlmäusen: einfach einen Maschendraht drauflegen und mit Steinen beschweren.

Immergrüne Pflanzen vor Frost schützen

Stellen Sie, wenn möglich, alle Pflanzen, die den Winter draußen verbringen, dicht an eine gut geschützte und schattige Hauswand. Da auch immergrüne Stauden und Gehölze wie Buchsbaum, Bambus oder Azaleen in Töpfen und Kübeln empfindlich auf den Wechsel zwischen Auftauen am Tag und Gefrieren in der Nacht reagieren und zudem mehr Licht benötigen als Laub abwerfende, sind sie empfindlicher gegenüber Frost. Bei Immergrünen verringert man mit den Schutzmaßnahmen, zum Beispiel mit hellem Vlies, auch die Verdunstung und verhindert so die Frosttrocknis. Pflanzen leiden oft unter Wassermangel, da sie über die Wurzeln in dem gefrorenen Boden nicht genügend Feuchtigkeit ziehen können und gleichzeitig die Blätter bei Sonneneinstrahlung auftauen und über die Blattoberfläche Wasser verdunsten. Viele Schäden entstehen also durch Verdunstung und nicht durch Erfrieren. Neben dem Schutz aus Noppenfolie und Jutesack um den Topf sollte auch die Erde in den Töpfen locker mit Stroh, Fichten- oder Tannenreisig oder Kokosfasermatten abgedeckt werden. Das verhindert, dass das Wasser aus der Erde nicht übermäßig verdunstet. Achten Sie aber darauf, dass die Erde nicht komplett abgedeckt ist, damit die Luft ausreichend zirkulieren kann. Beete können als Winterschutz auch mit einer etwa zwei Zentimeter dicken Schicht Komposterde, Laub oder Rindenmulch abgedeckt werden.

„Stellen Sie, wenn möglich, alle Pflanzen, die den Winter draußen verbringen, dicht an eine gut geschützte und schattige Hauswand.“

„Stellen Sie, wenn möglich, alle Pflanzen, die den Winter draußen verbringen, dicht an eine gut geschützte und schattige Hauswand.“

Hortensien, Kübel
Winterquartier Hortensien in Kübeln mit weniger als 40 Zentimetern Durchmesser sollten an einem frostfreien, aber kalten Ort überwintern.

Ab ins Haus

Einige Pflanzen, zum Beispiel mediterrane Kübelpflanzen wie Lorbeer, Oleander, junge Olivenbäume, Bougainvillea, Feigenbäume oder Citrus-Arten, aber auch Schönmalven, Bleiwurz oder Schneeball, sind nicht winterhart und sind daher im Winterquartier besser aufgehoben. Am besten stehen sie, nicht zu dicht, an einem kühlen (etwa zehn Grad) und hellen Ort wie dem Treppenhaus oder der Garage. Untersuchen Sie die Pflanzen vorher auf Krankheiten und Schädlinge, damit sich eventuelle Krankheiten nicht auf andere Pflanzen im Haus übertragen. Auch das Entfernen von alten und verwelkten Blüten und Blättern gehört zu einer guten Vorbereitung auf den Winter. Einige Pflanzen wie Schönmalven oder Bleiwurz können auch um ein Drittel zurückgeschnitten werden. So verschwendet die Pflanze nicht unnötig Energie in das Wachstum. Dennoch müssen die im Haus überwinternden Pflanzen regelmäßig, aber sparsam gegossen werden. Achten Sie darauf, dass keine Staunässe entsteht, sonst könnten die Wurzeln der Pflanzen faulen. Zudem sollten die Räume, in denen Kübelpflanzen stehen, einmal am Tag gelüftet und abgefallenes Laub aufgesammelt werden, um einen Pilzbefall zu vermeiden.

„Untersuchen Sie die Pflanzen vorher auf Krankheiten und Schädlinge, damit sich eventuelle Krankheiten nicht auf andere Pflanzen im Haus übertragen.“

Hortensien, Kübel
Winterquartier Hortensien in Kübeln mit weniger als 40 Zentimetern Durchmesser sollten an einem frostfreien, aber kalten Ort überwintern.
Palme, Schilfmatte Palme, Schilfmatte
Eingemummelt Für den Winterschutz von Palmen eignen sich größere Schilfmatten, die einmal um den Stamm herumgewickelt werden.

„Untersuchen Sie die Pflanzen vorher auf Krankheiten und Schädlinge, damit sich eventuelle Krankheiten nicht auf andere Pflanzen im Haus übertragen.“

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