Iris, Sonne
Leuchtkraft Wenn das Sonnenlicht auf die Bart-Iris 'Joanna' fällt, wirken die blauen Blüten, als würden sie von innen heraus leuchten.

Gartengestaltung Iris – im Bann des Regen­bogens

Benannt ist die Iris, auch Schwertlilie genannt, nach der griechischen Göttin des Regenbogens, und der Name könnte kaum treffender sein. Im Frühling erfreuen uns ihre Blüten in allen Farben des Regenbogens und verwandeln Gärten durch ihre enorme Farbenvielfalt in bunt schillernde Farbenmeere. Die einzelnen Blüten entzücken mit wundervollen Farbverläufen und abwechslungsreichen Blütenzeichnungen.

Ihre Beliebtheit verdanken sie aber nicht nur dem großem Farbspektrum, sondern auch der Anziehungskraft ihrer Blüte, ihrer Robustheit, der Langlebigkeit und natürlich auch ihrer Pflegeleichtigkeit. Kein Wunder also, dass sie in diesem Jahr vom Bund deutscher Staudengärtner zur „Staude des Jahres 2016“ ernannt wurde.

Wiesen-Iris, Teichrand Wiesen-Iris, Teichrand
Ganz in Weiß Die Wiesen-Iris 'White Swirl' erreicht eine Höhe von etwa 80 cm und fühlt sich auf feuchten Untergründen besonders wohl.

Betörender Auftritt

Es gibt mehr als 200 Iris-Arten und eine stetig wachsende Zahl an verschiedenen Sorten. Die frühen Sorten schieben schon ab Ende April ihre Blütenstiele aus einem Fächer schwertförmiger Blätter, andere Sorten zeigen sich erst ab Ende Mai. Natürlich hat die Iris sich den Zeitpunkt für ihre Blüte geschickt gewählt: Die Frühlingsblumen verwelken bereits langsam und der Sommerflor muss für seinen Auftritt noch etwas Kraft tanken.

Einige wenige Sorten sind remontierend und melden sich im Herbst noch einmal mit einer Nachblüte. Achten Sie beim Kauf auf die Bedürfnisse der Iris. Einige Sorten wie die Wieseniris (Iris sibirica) bevorzugen sehr feuchte Böden, zum Beispiel an Teichrändern. Die meisten präferieren aber sehr trockene Böden. Dazu gehört auch die wohl eindrucksvollste Gruppe, die der Bart-Iris (Iris barbata).

Iris, Schönheit Iris, Schönheit
Prachtvoll Die Vielfalt der Iris-Blüten erinnert an Samt, Seide und Plissee und sie verwandeln die Gärten in herrliche Ballsäle.
Iris, Schönheit Iris, Schönheit
Prachtvoll Die Vielfalt der Iris-Blüten erinnert an Samt, Seide und Plissee und sie verwandeln die Gärten in herrliche Ballsäle.
Iris, Regen
Wetteranfällig In regenreicheren Gebieten greift man auch bei der hohen Bart-Iris besser zu mittel- oder kleinblumigen Züchtungen.

Standort und Pflanzpartner

Bart-Iris lieben einen sonnigen und warmen Standort auf einem durchlässigen und gerne trockenen Boden. Beste Pflanzzeit ist nach der Blüte zwischen August und Oktober oder im zeitigen Frühjahr. Der Pflanzabstand sollte etwa 40 cm betragen. Lockern Sie den Boden auf, reichern Sie schwere Böden mit Kompost oder Kies an und heben Sie ein flaches Pflanzloch aus, in das das Rhizom gelegt wird; es sollte etwa zur Hälfte aus der Erde ragen.

Je nach Sorte wird die Bart-Iris meist zwischen 10 und 90 cm hoch. Als Faustregel gilt: Je kleiner die Pflanze, desto früher blüht sie. Niedrige Sorten, sogenannte Zwerg-Iris, werden maximal 30 cm hoch und blühen in milden Jahren schon ab Mitte April. Sie machen sich zum Beispiel in Steinbeeten sehr gut und können mit Stauden mit ähnlich sonnigen Ansprüchen, wie Saxifraga, Nelken, Fetthenne oder Hauswurz kombiniert werden. Hohe Varianten wie die Bart-Iris haben von Mai bis Mitte Juni ihren Höhepunkt und werden je nach Sorte sogar bis zu 110 cm hoch. Sie sehen in Staudenbeeten zusammen mit Pfingstrosen, Rittersporn, Mohn, Zierlauch oder Gräsern prima aus.

Iris, Regen
Wetteranfällig In regenreicheren Gebieten greift man auch bei der hohen Bart-Iris besser zu mittel- oder kleinblumigen Züchtungen.
Iris, Zierlauch Iris, Zierlauch
Landladys Mit ihren zauberhaften Blüten bietet die Bart-Iris 'Ola Kala' zusammen mit Zierlauch einen wunderschönen Anblick im Beet.
Gräser

Gräser für sonnige Plätze

Für Abwechslung im Beet sorgen diese pflegeleichten und robusten Sonnenanbeter.

Gräser entdecken
Gräser
Gräser

Gräser für sonnige Plätze

Für Abwechslung im Beet sorgen diese pflegeleichten und robusten Sonnenanbeter.

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Gräser

„Hohe Varianten wie die Bart-Iris haben von Mai bis Mitte Juni ihren Höhepunkt und werden je nach Sorte sogar bis zu 110 cm hoch.“

Wiesen-Iris, hellblau
Absolut perfekt Die Wiesen-Iris 'My Love' ist eine frühe Sorte, deren kräftige hellblaue Blüten mit einer feinen Zeichnung begeistern.

Pflegen und Teilen

Pflege benötigt die Iris kaum. Frisch gepflanzte Schwertlilien müssen anfangs allerdings gut bewässert werden. Ausgewachsene Pflanzen vertragen Hitze gut und müssen nur selten gegossen werden. Achten Sie darauf, dass keine Staunässe im Beet entsteht, sonst droht Fäulnis. Um eine optimale Pflanzenentwicklung zu gewährleisten, empfiehlt sich eine kalibetonte Düngung zum Frühjahrsaustrieb. Die verblühten Blütenstiele sollten nach der Blüte abgeschnitten werden. Das Laub dient den Pflanzen als Nährstoffreserve, um neue Blüten auszubilden, und bleibt daher bis zum Frühjahr stehen.

Werden die Pflanzen nach einigen Jahren blühfaul, empfiehlt es sich, die Rhizome zu teilen. Holen Sie die Rhizome dafür vorsichtig mit einer Grabegabel aus der Erde und schneiden Sie mit einem scharfen und sauberen Messer etwa zehn Zentimeter lange Stücke vom Rand ab. Die neuen Pflanzen werden am besten an einer anderen Stelle eingepflanzt.

Wiesen-Iris, hellblau
Absolut perfekt Die Wiesen-Iris 'My Love' ist eine frühe Sorte, deren kräftige hellblaue Blüten mit einer feinen Zeichnung begeistern.
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