Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
05/2015 Mai 2015

DOs & DONts

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei der Gartenarbeit richtig ist und was falsch. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, stellen wir Ihnen jeden Monat passend zur Jahreszeit einige empfehlenswerte Tätigkeiten vor und sagen Ihnen, was Sie vermeiden sollten.

DOs

Schutznetz Gemuese
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Schutznetze anbringen

Gemüsefliegen sind lästige Mitbewohner an Zwiebeln, Rettich, Möhren, Sellerie, Kohl oder Porree ebenso wie Kohlweißlinge an Kohlgewächsen. Sie fressen an Wurzeln, Stängeln und Blättern und legen ihre Eier in die Erde, damit von dort aus die frisch geschlüpften Maden Gänge in das junge Gemüse bohren können. Abhilfe schaffen Sie durch Schutznetze mit einer Maschenweite von ca. 1 mm. Diese werden frühzeitig über das Beet gespannt, sodass die Fliegen oder Falter keine Eier mehr ablegen können. Achten Sie darauf, die Ränder in die Erde einzugraben.

Kletterpflanzen
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Kletterpflanzen stützen

Bringen Sie für einjährige Kletterpflanzen rechtzeitig geeignete Stützen an. Himmelsstürmer wie Prunkwinde, Glockenrebe oder Schwarzäugige Susanne haben es nämlich eilig und können pro Tag durchaus mehrere Zentimeter wachsen. Lassen Sie die Pflanzen an ca. 3–5 mm dicken Stäben oder Gerüsten mit einer Gittergröße von ca. 10 cm emporranken. Je nach der genetisch festgelegten Wuchsrichtung winden sie sich links- oder rechtsherum um die Stäbe und benötigen dabei evtl. Pflanzenclips, die das Herunterrutschen an glatten Unterlagen verhindern.

Insektenhotel
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Insektenhotel bauen

In einem naturnahen Garten lösen sich viele Probleme von selbst, z. B. der Befall mit Schädlingen. Dafür sorgen nützliche Insekten wie Marienkäfer, Schwebfliegen, Wildbienen, Schlupfwespen, Florfliegen, Ohrwürmer und viele mehr. Sie bestäuben Blüten und ernähren sich z. B. von Blattläusen oder schädlichen Insektenlarven und sorgen als deren natürliche Feinde für ein biologisches Gleichgewicht im Beet. Sie benötigen nur einen Unterschlupf, in dem sie ihre Eier ablegen, ruhen oder überwintern. Je nach Art dienen z. B. Strohstängel, poröse Steine oder Holzgänge als Behausung. Ideal ist ein Insektenhotel, in dem gleich mehrere Arten wohnen. Sie können es fix und fertig in Ihrem OBI Markt kaufen.

rittersporn
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Stauden zurückschneiden

Viele verblühte Stauden blühen mehrmals im Jahr, wenn sie gleich nach der ersten Blüte bis an die Basis zurückgeschnitten werden. Sogenannte remontierende Stauden treiben dann noch mal aus und bilden neue Blütentriebe. Dabei sollten sie möglichst noch keine Fruchtansätze gebildet haben, denn das kostet die Pflanzen Kraft und verhindert, dass sie nochmals blühen. Die Verjüngungskur funktioniert beispielsweise gut mit Sommersalbei, Rittersporn, Glockenblume, Fingerhut, Katzenminze oder Storchschnabel-Arten.

Tomaten
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Tomaten ausgeizen

Stabtomatenpflanzen bilden mehr Früchte, wenn man ihre Seitentriebe rechtzeitig entfernt (ausgeizt). Dabei werden die noch kurzen Triebe, die in den Blattachseln am Stängel austreiben, mit den Fingern abgezwickt, damit alle Kraft in die Früchte und nicht in neue Blätter gelenkt wird. Blattmasse zu bilden erfordert viel Energie von den Pflanzen, die dann der Fruchtbildung fehlt. Bei Buschtomaten, also Sorten mit buschigem Wuchs, oder Wildtomaten entfällt diese Maßnahme. Beginnen Sie mit dem Ausgeizen nicht zu früh. Für Tomaten, die gerade erst ins Freiland gepflanzt wurden, ist es dafür noch zu früh. Gewächshaustomaten mit einem drei- bis vierwöchigen Entwicklungsvorsprung dagegen können schon ausgegeizt werden.

DONts

Bärlauch mit Blüte
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Nicht die falschen Blätter pflücken!

Die Blätter des würzigen Bärlauchs, des giftigen Maiglöckchens und der giftigen Herbstzeitlose können in diesen Tagen leicht verwechselt werden. Sie haben eine ähnliche Form und bilden dichte Teppiche an halbschattigen Standorten. Aber es gibt Merkmale, an denen sich der Bärlauch zweifelsfrei auch ohne Blüte erkennen lässt. Seine Blätter sind meist dünn, weich und verströmen beim Zerreiben einen typischen Knoblauchgeruch. Außerdem wachsen sie einzeln direkt aus dem Stängel. Maiglöckchenblätter duften nicht (nur die Blüten!), entwickeln sich immer paarweise am Stängel und haben festere, stängelumfassende Blätter. Die Blätter der Herbstzeitlose duften auch nicht und sind ebenfalls fest und stängelumfassend.

Tomatenpflanze gießen
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Nicht über die Blätter gießen

Viele Tomatensorten reagieren empfindlich, wenn ihnen das Gießwasser über die Blätter läuft. Sie entwickeln dann die gefürchtete Krautfäule, eine Pilzinfektion, die bei zu hoher Feuchtigkeit auftritt. Gießen Sie deshalb besser direkt in den Wurzelbereich mit einer Kanne ohne Tülle und sorgen Sie auch dafür, dass die Pflanzen nicht im Regen stehen. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von resistenten Sorten, bei denen die gefürchtete Pilzkrankheit nicht auftritt.

Engelstrompete in Blüte
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Nicht vor den Eisheiligen!

Wärmeliebende Gemüse wie Tomaten und Paprika oder mediterrane Kübelpflanzen wie Schönmalve, Bougainvillea oder Engelstrompete sind spätfrostfgefährdet und dürfen vor dem Ende der Eisheiligen nicht über Nacht im Freien bleiben. Auch an warmen Frühlingstagen sollten sie bis Mitte Mai nachts noch mit einem Vlies geschützt oder an einen Platz verfrachtet werden, an denen ihnen die Kälte nichts anhaben kann.

Gesunder Rasen
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Nicht zu kurz mähen

Manche meinen es zu gut und schneiden ihren Rasen extrem kurz. Dann sieht er vielleicht gepflegter aus und auch die nächste Mahd ist nicht gleich wieder fällig, aber einen Gefallen tut man den Gräsern damit nicht. Die Halme betreiben Photosynthese mithilfe von Chlorophyll, dem grünen Farbstoff in ihren Zellen. Schneidet man davon viel weg, können sie aus dem Sonnenlicht nicht mehr so viel Energie gewinnen und das Wachstum wird auf Dauer geschwächt. Schlauer ist es deshalb, die Schnitthöhe beim Rasenmäher auf mindestens 4–5 cm einzustellen, im Schatten auf 7 mm.

Blumenerde
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Gartenerde nicht für Topfpflanzen verwenden

Es hat schon einen Grund, warum es spezielle Erde für Topfgewächse gibt. Denn normaler Gartenboden bleibt nur dann für Pflanzen nutzbar, wenn ihn Mikroorganismen luftig und locker halten. Im Topf ist dies nicht möglich, dort wird Gartenerde schon nach kurzer Zeit hart und sackt in sich zusammen. Blumen- oder Kübelpflanzenerde ist dagegen durch spezielle Bestandteile strukturstabil und locker, vorgedüngt und sie hat auch eine hohe Wasserspeicherkapazität. Die Zusammensetzung ist ideal auf die Bedürfnisse der jeweiligen Kultur, beispielsweise Balkonblumen, Gemüse oder Kübelpflanzen, abgestimmt.

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