Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
03/2016 März 2016

Top 10 TIPPS Die wichtigsten Tipps
und Tricks für den Monat
März

Eimer mit gejätetem Unkraut
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Unkraut bekämpfen

Unkraut wächst am besten! Diesen Satz wird Ihnen jeder Gärtner bestätigen. Deshalb wird es jetzt höchste Zeit, etwas gegen die lästigen Wurzel- und Samenunkräuter zu unternehmen: Stellvertretend für die Wurzelunkräuter steht der Löwenzahn. Ihn muss man an der Wurzel packen, das geht am besten mit dem Unkrautstecher. Aus den zarten Blättern kann man gleich einen leckeren Salat zubereiten – beim Giersch, einem weiteren Wurzelunkraut, funktioniert das auch.
Flächendeckend legen sich Samenunkräuter wie Sternmiere, Hirtentäschel, Franzosen- oder Berufkraut über die Beete. Durch konsequentes Hacken wird man sie los. Anschließend sollte man das Beet entweder mit Bodendeckern bepflanzen oder die Fläche mit einem Mulchvlies abdecken.

Blähton kommt als Dränage in den Pflanztrog
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Kübelpflanzen umtopfen

Die ersten Kübelpflanzen kommen aus dem Winterquartier und werden an einem frostsicheren Platz aufgestellt. Ist das ganze Gefäß mit Wurzeln ausgefüllt, sollte man vorher umtopfen. Heben Sie die Pflanze aus dem Topf und dann in ein Wasserbad. Schneiden Sie abgestorbene oder alte Wurzeln mit einem sauberen Messer zurück. Befüllen Sie einen Pflanztopf, der einen mindestens zwei Zentimeter größeren Durchmesser hat als der bisherige, mit einer etwa fünf Zentimeter dicken Dränageschicht. Darauf kommt etwas humusreiche Kübelpflanzenerde, bei Geranien oder Moorbeetpflanzen gibt es ein spezielles Substrat. Nun die Pflanze mittig ins Gefäß stellen und Erde auffüllen, aber nicht ganz bis zum Rand, damit das Gießwasser noch Platz hat. Die Erde gut andrücken und die Pflanze wässern. Fertig!

Rückschnitt von abgestorbenem Gras im Frühjahr
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Gräser pflegen

Hübsch haben die Samenstände und Laubhorste der Gräser den Winter über ausgesehen. Mittlerweile sind sommergrüne Gräser wie Lampenputzergras, Chinaschilf, Pampasgras und Rutenhirse aber dürr geworden, oft sieht man zwischen den abgestorbenen Blättern junge grüne Triebe herausspitzen. Schneiden Sie die Gräser jetzt etwa eine Handbreit über dem Boden ab, dann können die Jungtriebe ungehindert wachsen. Als Schutz vor den teilweise messerscharfen Blatträndern sollten Sie bei dieser Arbeit Handschuhe tragen. Nicht zurückschneiden sollten Sie immergrüne Gräser wie Seggen, Waldmarbel und Bärenfellgras. Hier reicht es, abgestorbene Blätter herauszuzupfen, sie lösen sich ganz leicht ab.

Rückschnitt Lavendel
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Winterheide und Lavendel schneiden

Ist die Winterheide verblüht, wird es Zeit für den Rückschnitt. Dabei sollten Sie nicht ins alte Holz zurückschneiden, die Triebe würden dann eintrocknen. Gut ist ein Schnitt nur bis knapp unterhalb der toten Blüten. Verwenden Sie am besten eine scharfe und saubere Gartenschere. So verhindern Sie, dass Krankheiten über die Schnittstellen auf die Pflanze übertragen werden. Ende März ist auch ein guter Zeitpunkt, um Lavendel den Frühjahrsschnitt zu verpassen, am besten mit der Heckenschere. Die Pflanze treibt nach dem Eingriff wieder durch und entwickelt sich kompakt weiter. Achten Sie darauf, nur im beblätterten Bereich zu schneiden, nicht ins tote Holz! Bei jüngeren Pflanzen bedeutet dies, dass bis zu zwei Drittel des Triebs abgeschnitten werden, bei älterem Lavendel deutlich weniger.

Liguster-Hecke wird gepflanzt
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Hecken pflanzen

Bald steht wieder die Freiluftsaison im Garten an. Wer dabei ungestört sein will, pflanzt jetzt eine blickdichte Hecke, bei OBI finden Sie einige dafür geeignete Heckenpflanzen. Die Größe der Pflanzen entscheidet darüber, wie viele Exemplare Sie pro Heckenmeter benötigen. Die entsprechenden Informationen finden Sie auch auf dem Pflanzenetikett. Bereiten Sie den Boden vor der Pflanzung gut vor: In den ausgehobenen Graben geben Sie am besten einen Spaten Kompost oder Hornspäne. Vor dem Setzen schneiden Sie zu lange oder verletzte Wurzeln ab. Stellen Sie die Pflanzen dann in das Pflanzloch und füllen Sie es mit Erde auf. Anschließend das Substrat festklopfen, damit die Wurzeln gut anwachsen. Angießen nicht vergessen!

Rosenschnitt im Frühjahr
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Rosen schneiden

Der richtige Zeitpunkt für den Rosenschnitt ist kurz vor dem Austrieb, in wärmeren Gebieten also Anfang, in kälteren Regionen erst Ende März. Entfernt werden bei allen Rosengruppen die abgestorbenen und kranken Triebe, und zwar mit einer scharfen Schere, die keine Quetschungen verursacht. Vitale Bereiche erkennt man an der grünen Rinde. Edelrosen kürzt man auf 20–30, Zwergrosen auf 10–15 cm ein. Schneiden Sie immer schräg über einer nach außen zeigenden Knospe ab, an den Trieben sollten dann noch mindestens zwei kräftige Knospen vorhanden sein. Kletter- und Strauchrosen werden lediglich in Form gebracht oder in die richtige Richtung gelenkt. Einmal blühende Rosen schneidet man erst im Frühsommer.

Ausgepflanzte Erdbeeren in voller Blüte
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Erdbeeren pflanzen

Wer es im letzten Spätsommer verpasst hat, Erdbeeren zu pflanzen, kann jetzt mit kräftigen Pflanzen an den Start gehen und noch dieses Jahr ernten! Vitale Erdbeeren haben eine kräftige Herzknospe, mindestens drei voll entwickelte Blätter und einen gut durchwurzelten Ballen. Erdbeeren gedeihen auf praktisch allen Böden, die neutral bis schwach sauer reagieren. Wichtig ist eine gute Humusversorgung, etwa durch Kompost. Für viele Früchte eignet sich ein Erdbeer-Volldünger vor der Pflanzung. Welchen Abstand Sie einhalten sollten, hängt von der Sorte ab. Die notwendigen Angaben finden Sie auf dem Pflanzetikett. Nach dem Einsetzen sollte sich das Herz der Pflanze auf Höhe der Bodenoberfläche befinden. Andrücken und angießen im Anschluss nicht vergessen!

Formaler Gartenteich mit Seerosen
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Teich anlegen

Ein Teich ist der Traum vieler Hobbygärtner, denn das Element Wasser belebt den Garten. Einem heißen Sommer kann man so getrost entgegensehen. Dank neuartiger Materialien und Techniken ist es mittlerweile ganz unkompliziert, eine solche Wasserfläche anzulegen. Ein Loch muss gegraben werden – das haben alle gemeinsam. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Auch ein Hochteich ist auf verdichteten Böden möglich. Form, Bepflanzung, Beleuchtung und eventuell auch den Fischbesatz kann jeder Gartenbesitzer individuell bestimmen. Sie haben die Wahl zwischen Folienteich und Fertigteich, als Standort eignet sich ein Platz, der teilweise beschattet ist, am besten. Gesetzlich geregelt ist der Mindestabstand zu Nachbar oder Straße, allerdings hat jedes Bundesland andere Vorschriften. Am besten, Sie erkundigen sich bei Ihrer Gemeinde!

Vertikutieren des Rasens mit einem elektrischen Gerät.
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Rasen vertikutieren

Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Rasen mehr aus Moos denn aus Gräsern besteht? Dann sollten Sie jetzt mit dem Vertikutieren nicht mehr warten. Dadurch werden abgestorbene Pflanzenreste wie Moose entfernt, die Gräser können danach wieder „atmen“. Das Vertikutieren regt die Gräser in der Folgezeit dazu an, neue Triebe zu bilden. Egal welchen Vertikutierer Sie verwenden: Die Erdoberfläche sollte nur leicht angekratzt, die Messer nicht zu stark in den Boden gedrückt werden.
Besonders gut gelingt die Rasenerneuerung, wenn Sie zeitnah zum Vertikutieren eine Düngung vornehmen. Die Nährstoffe stehen den Gräsern dann sofort zum Wachstum zur Verfügung.

Clematistrieb an Rankgerüst
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Clematis pflanzen

Als ursprüngliche Waldpflanzen mögen es die Clematis gerne halbschattig, besonders der Fuß sollte nicht zu sehr durch die Sonne aufgeheizt werden: „Sonniger Kopf, kühler Fuß“ lautet der Merksatz. Dieser lässt sich durch Bodendecker oder eine Mulchschicht umsetzen. Um die Wurzeln vor Staunässe zu schützen, sind lockere Substrate und eine etwa zehn Zentimeter hohe Drainageschicht aus Kies empfehlenswert. Eine gleichzeitig angebrachte Kletterhilfe leitet die Triebe nach oben. Clematis wachsen auch im Kübel: Das Pflanzgefäß sollte mindestens einen Durchmesser von etwa 50 cm haben. Große Kübel verhindern ein zu schnelles Austrocknen und verringern ein Durchfrieren der Wurzeln im Winter.

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