Top 10 TIPPS Die wichtigsten Tipps
und Tricks für den Monat
Juli

Auf Sieben ausgebreitete Kräuter
1

Küchenkräuter konservieren

Die Küchenkräuter sind in der Sommersonne prächtig gediehen. Oft haben sie sich so gut entwickelt, dass man nicht das ganze Erntegut frisch verwenden kann. Da ist es doch toll, dass sich die Kräuter ganz einfach konservieren lassen – auf diese Weise kann man den würzigen Duft des Sommers noch im Winter genießen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Breiten Sie die geernteten Kräuter für einige Tage auf einem Geschirrtuch an einem hellen, luftigen und sonnigen Ort aus. Oder hängen Sie sie kopfüber auf. Danach werden sie zerkleinert und in luftdicht abgeschlossenen Gläsern aufbewahrt.
Schnittlauch, Petersilie, Kerbel und Liebstöckel friert man besser ein, da die Kräuter schnell ihr Aroma verlieren. Hier bietet es sich an, die zerkleinerten Kräuter in einer Gefrierdose aufzubewahren.
Eingelegt in Essig und Öl behalten Kräuter ebenfalls ihr Aroma. Estragon, Lorbeer oder Lavendel werden dafür in Flaschen gegeben und mit der jeweiligen Flüssigkeit aufgegossen. An einem dunklen und kühlen Ort etwa drei Wochen ziehen lassen, dann die Pflanzenteile abseihen.

Wasserschosse an Birne
2

Wasserschosse ausreißen

Es kommt immer wieder vor, dass sich an Obstbäumen viele steil nach oben wachsende Triebe bilden. Diese sogenannten Wasserschosse sollten Sie noch im weichen Zustand ausreißen, und zwar direkt am Ansatz des Astes. Diese Wasserschosse tragen nämlich keine Früchte, kosten den Baum aber viel Energie. Werden sie nicht beseitigt, wuchern sie auf dem ganzen Baum und beschatten die reifenden Früchte. Das führt wiederum dazu, dass diese nicht ausreichend Licht bekommen und schlecht reifen oder vermehrt von Pilzkrankheiten befallen werden.
Übrigens: Bilden sich viele Wasserschosse, so kann das daran liegen, dass der Baum vorher zu stark zurückgeschnitten wurde. Der Baum möchte dadurch die verloren gegangene Blattmasse ersetzen. Vielleicht berücksichtigen Sie das bei Ihrem nächsten Schnitt.

Stachelbeeren mit Mehltau
3

Auf Mehltau kontrollieren

Im Hochsommer gedeihen nicht nur Nutz- und Zierpflanzen gut. Leider breiten sich auch schädliche Pilzerkrankungen bei entsprechender Witterung rasch aus. Besonders gefährdet sind Pflanzen, die im Frühbeet oder im Gewächshaus wachsen. Im Freien sind vor allem Rosen, Apfelbäume, Stachelbeeren und Weinreben anfällig für Pilzerkrankungen. Treten Pilze unter Glas auf, so können Sie sie leicht bekämpfen: Durch den Temperaturunterschied zwischen heißen Tagen und kälteren Nächten kommt es im Gewächshaus häufig am Morgen zu Taubildung, das heißt, das Wasser kondensiert auf den Pflanzen. Besonders bei fehlender Belüftung kann der Tau nicht abtrocknen, was Pilzen Vorschub leistet. Deshalb ist es besser, das Gewächshaus oder Frühbeet im Hochsommer nachts immer etwas zu lüften.
Einer der lästigsten Pilze ist der Echte Mehltau, er ist an einem weißen Belag auf der Blattoberseite zu erkennen. Werden kranke Teile frühzeitig abgeschnitten, kann sich der Pilz nicht ausbreiten. Bekämpfen lässt er sich auch mit entsprechenden Mitteln – fragen Sie einfach in der Gartenabteilung nach!

Gründüngung im Beet
4

Gründüngung ausbringen

Haben Sie festgestellt, dass Ihr Boden zu wenig organische Masse enthält oder dass er sehr dicht ist, weil er einen hohen Tonanteil hat? In beiden Fällen können Sie mit Gründüngung an Ort und Stelle Abhilfe schaffen. Die Gründüngungspflanzen haben nämlich zum einen die Eigenschaft, sehr tief zu wurzeln und damit auch tiefere Bodenschichten aufzulockern. Die Hohlräume, die sie schaffen, können später auch andere Pflanzen nutzen. Zum anderen binden manche Gründüngungspflanzen mit ihren Wurzeln Stickstoff aus dem Boden, der nach ihrem Absterben den Pflanzen wieder als Nährstoff zugutekommt.
Das Ausbringen des Gründüngers ist ganz einfach: Die vorgesehene Fläche wird von Unkraut und Steinen befreit, dann die Oberfläche etwas gehackt. Breitwürfig oder in Reihen wird dann das Saatgut ausgebracht – die genaue Menge steht auf der Packung. Bei Trockenheit sollten Sie wässern. Jetzt einfach wachsen lassen und im nächsten Frühjahr flach in den Boden einarbeiten.

Gießkanne im Gemüsebeet
5

Gießen – so geht’s richtig!

Richtiges Gießen will gelernt sein. Wann, wie, wie oft und wie viel die jeweiligen Pflanzen gewässert werden wollen, beschäftigt Hobbygärtner immer wieder. Grundsätzlich gilt: nie in der Mittagshitze und besser frühmorgens als abends. Dann ist der Boden noch kühl und kaltes Gießwasser kein so großer Schock für die Wurzeln. Im Beet kommt noch dazu, dass durchdringendes Wässern nicht nur länger vorhält, sondern auch die Wurzeln dazu anregt, stärker in die Tiefe zu wachsen und damit weg vom schnell austrocknenden oberen Bodenbereich. Ob Sie eine Tülle verwenden oder nicht, hängt davon ab, wie empfindlich die Blätter der Pflanzen für Pilzkrankheiten sind: Tomaten und ihre Anfälligkeit für Braunfäule sind das klassische Beispiel dafür, dass Blätter nicht mit Wasser benetzt werden sollten. In Reihenpflanzungen im Beet bietet sich ebenfalls gezieltes Gießen des Wurzelbereichs an, schon allein um Wasser zu sparen.

Schutznetz über Gemüse-Jungpflanzen
6

Schutznetze für Gemüse und Früchte

Viele Insekten und Weichtiere haben knackige Blätter und Wurzeln, die jetzt im Gemüsebeet gedeihen, zum Fressen gern. Insbesondere Kohlgewächse, aber auch Salat, Radieschen, Lauch oder Karotten sind durch Falter, Fliegen oder Erdflöhe gefährdet. Den besten Schutz vor ihnen bieten engmaschige Netze, die Sie in ausreichendem Abstand über die Kulturen spannen und am Boden eingraben. Hilfreich sind diese natürlich nur, wenn sichergestellt werden kann, dass sich Schädlinge nicht schon auf den Pflanzen befinden oder ihre Eier in der Erde abgelegt haben. Deshalb werden die Netze eigentlich schon im zeitigen Frühjahr angebracht. Aber einen gewissen Schutz bieten sie immer – auch wenn sie jetzt erst ausgelegt werden. Schutz benötigen in diesen Wochen auch reife Beeren und Kirschen – und zwar insbesondere vor Vögeln. Auch hier helfen Schutznetze, um die Ernte zu sichern.

Ausputzen eines Blumenkastens
7

Balkonpflanzen ausputzen

Viele Sommerblumen sind heute züchterisch so verbessert worden, dass sie sich selbst reinigen. Dennoch sollten Sie nicht vergessen, die Balkon- und Terrassenschönheiten regelmäßig auf Verwelktes und Verblühtes zu kontrollieren und dieses gegebenenfalls zu entfernen. Auf diese Weise steckt die Pflanze keine Energie in die Samenbildung und Sie können sich an immer neuen Blüten erfreuen. Durch diese Maßnahmen tragen Sie außerdem zur Gesundheit der Pflanze bei: Besonders auf verwelkten Teilen, die vielleicht zusätzlich dem Regen ausgesetzt sind, entwickeln sich leicht Schimmelpilze. Diese können dann auch von den abgestorbenen auf die gesunden Partien übergreifen.
Das Ausputzen selbst geht ganz einfach: Die Blüten entweder mit der Hand abzupfen oder – alternativ bei Pflanzen mit dickeren Trieben – mit einer kleinen Blumenschere herausschneiden. Bitte bei dieser Gelegenheit auch beschädigte oder faulende Laubblätter entfernen!

Üppig wachsendes Gemüsebeet
8

Im Küchengarten für Nachschub sorgen

Dort, wo nach der Ernte bereits wieder Platz ist im Küchenbeet, können Sie neu aussäen oder Jungpflanzen setzen – vorausgesetzt, es handelt sich um Gemüsesorten, die weniger Nährstoffe beanspruchen und sich als Folgekultur eignen. Beispiele hierfür sind Radieschen und späte Möhren, Spinat und Rote Bete. Auch Langtagpflanzen wie Knollenfenchel, Chinakohl oder Endivie sind eine gute Wahl, weil diese nun nicht mehr schossen und blühen werden. Außerdem können Sie auch schon den Grundstein für die Versorgung mit Wintergemüse legen. Grünkohl und Winterrettich, Zuckerhut und Sellerie kommen dafür beispielsweise infrage.

Teich mit Seerosen
9

Teichpflege im Sommer

Hat Ihr Gartenteich einen neuen Tiefstand erreicht? Dann ist es höchste Zeit, etwas Wasser nachzufüllen, am besten mit Regen aus der Regentonne. Treten vermehrt Algen im Teich auf, kann das Einsetzen von Schwimmpflanzen sinnvoll sein, die einfach auf der Wasseroberfläche treiben. Sie entziehen dem Wasser große Mengen an Nährstoffen und verhindern so ein explosives Algenwachstum. Eventuell kann es aber auch notwendig sein, einen Teil der Schwimmpflanzen herauszufischen: Bedecken Sie die ganze Oberfläche, entziehen Sie den unter Wasser wachsenden Pflanzen Licht und verhindern Sie den Gasaustausch zwischen Wasser und Luft. Belüftung können Sie dem Teich durch Oxidatoren oder Sauerstofftabletten verschaffen. Den Sauerstoffeintrag können Sie aber auch durch Sauerstoff spendende Unterwasserpflanzen wie Laichkraut, Hornblatt oder Wasser-Hahnenfuß herbeiführen. Lassen Sie sich am besten bei OBI beraten!

Angesetzte Brennnesseljauche im Gärungsprozess
10

Pflanzen stärken

Wer es im Sommer gar nicht erst zu Schädlingsbefall und Pilzen kommen lassen will, versorgt seine Pflanzen durch Mittel, die sie gegen Krankheiten stärken. Dies kann man entweder durch Gesteinsmehle wie Silizium, Kreide oder Karbonate, Kompost-, Algen- oder Pflanzenextrakte sowie Präparationen auf mikrobieller Basis tun. Manche Präparate können Sie auch selbst herstellen: Gegen Pilzerkrankungen und Milben sollen beispielsweise Spritzungen mit einer Brühe aus Ackerschachtelhalm (Zinnkraut) schützen. Sie wird wöchentlich über die Pflanzen gesprüht – nach Regenfällen auch öfter. Besonders Rosen profitieren von dieser Behandlung. Knoblauch- und Rhabarberextrakte sollen Schädlinge wie Blattläuse und Schnecken fernhalten. Eine kräftigende, stickstoffhaltige Jauche können Sie aus Beinwell oder Brennnesseln herstellen. Davon sollen Starkzehrer wie Tomaten oder Zucchini einen Wachstumsschub bekommen. Fertige Pflanzenstärkungsmittel erhalten Sie natürlich auch in Ihrem OBI Markt.

Nach oben