Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
07/2015 Juli 2015

Top 10 TIPPS Die wichtigsten Tipps
und Tricks für den Monat
Juli

Malva moschata, Moschus-Malve
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Malven – Dauerblüher im Romantik-Look

Ihre filigranen Blüten in pastelligen Farben bringen Landhaus-Flair in den Garten ebenso wie auf Balkon und Terrasse. So zart Malven auch wirken: Die Dauerblüher sind robuster als man glaubt, und benötigen kaum Pflege. Das ist besonders ideal für alle, die bei der Rückkehr aus dem Urlaub von frischem Grün und üppigen Blüten empfangen werden möchten. Solange der Boden etwas kalkhaltig und von Natur aus durchlässig ist und nie ganz austrocknet, bleibt der Flor über viele Wochen erhalten. Selbst wenn die Pflanze welkt: Nach einem Rückschnitt treiben viele Malven noch mal aus. Ein halbwegs sonniger Standort reicht völlig aus, um das Blütenfeuerwerk zu entfachen. Ihren natürlichen Charme entfalten Malvengewächse, zu denen neben Malven auch Stockrosen, Eibisch oder Strauchpappeln gehören, besonders stimmig in Bauerngärten, Staudenbeeten mit Wildflurcharakter und Kiesgärten. Das wissen auch Falter und andere nützliche Insekten zu schätzen.

Gießkanne, gießen im Beet
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Gießen – so macht man es richtig

Richtiges Gießen will gelernt sein. Wann, wie, wie oft und wie viel die jeweiligen Pflanzen gewässert werden wollen, ist eine Königsdisziplin für Hobbygärtner. Grundsätzlich gilt: Nie in der Mittagshitze und besser frühmorgens als abends. Dann ist der Boden noch kühl und kaltes Gießwasser kein so großer Schock für die Wurzeln. Im Beet kommt noch dazu, dass durchdringendes Wässern nicht nur länger vorhält, sondern auch die Wurzeln dazu anregt, mehr in die Tiefe zu wachsen und damit weg vom schnell austrocknenden oberen Bodenbereich. Ob mit oder ohne Tülle hängt davon ab, wie empfindlich die Blätter der Pflanzen für Pilzkrankheiten sind: Tomaten und ihre Anfälligkeit für Braunfäule sind das klassische Beispiel dafür, dass Blätter nicht mit Wasser benetzt werden sollten. In Reihenpflanzungen im Beet bietet sich ebenfalls gezieltes Gießen des Wurzelbereichs an, schon allein um Wasser zu sparen.

Rückschnitt bei Taglilie (Hemerocallis)
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Rückschnitt für neue Blüten

Viele Stauden und einjährige Sommerblumen treiben nochmal aus, wenn sie nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Es liegt schließlich in der Natur der Sache, dass sie Früchte bilden und sich weitervermehren möchten. Wird ihnen diese Möglichkeit durch den Rückschnitt vor der Ausreife der Samen und Früchte genommen, starten sie noch einen zweiten oder sogar dritten Versuch. Während ein einmaliger Rückschnitt die Verzweigung und damit den buschigen und kompakten Wuchs der Pflanzen fördert, kann zu häufiger Rückschnitt die Pflanzen schwächen. Sie sollten es also nicht übertreiben. Zu den remontierenden, das heißt mehrfach blühenden Stauden gehören beispielsweise Rittersporn, Storchschnabel, Ziersalbei oder Frauenmantel, bei den Sommerblumen regt das regelmäßige Ausputzen (Entfernen welker Blüten) bei Buschmargeriten, Verbenen oder Geranien ständig neue Blütenbildung an.

Gartenteich, Wasserqualität
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Wasserqualität im Gartenteich kontrollieren

An heißen Sommertagen ist die Gefahr der Sauerstoffarmut im Gartenteich besonders hoch. Denn dann wachsen die Algen übermäßig stark und verbrauchen viel Sauerstoff, der anderen Organismen fehlt – das biologische Gleichgewicht gerät ins Wanken. Beobachten Sie den Teich genau: Wird das Wasser trüb, wird es Zeit zum Handeln. Fischen Sie frei schwimmende Fadenalgen dann sofort ab und schneiden Sie abgestorbene Teile von Wasserpflanzen heraus. Sonst landen diese am Grund und werden durch die Zersetzung von Mikroorganismen zu Nährstoffen, die wiederum weiteres Pflanzenwachstum fördern und damit die Wasserqualität zusätzlich beeinträchtigen. Der Pflanzenanteil sollte nicht mehr als ein Drittel der Wasserfläche beanspruchen. Abhilfe schafft auch eine Umwälzpumpe: Sie reichert das Wasser mit Sauerstoff an, vermischt kalte und warme Schichten und macht den Fadenalgen das Leben schwer, denn bewegtes Wasser mögen sie nicht.

Obstbaum Schnitt
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Sommerschnitt bei Obstgehölzen

Obstgehölze im Sommer zu schneiden, hat einen großen Vorteil: Man erkennt abgestorbene Äste und Wasserschosse besser als im Winter. Der Sommerschnitt oder Grünschnitt wird aber nur durchgeführt, um zu starkes Wachstum (beispielsweise bei Walnuss) zu bremsen und zu dicht stehende oder über Kreuz wachsende Triebe auszulichten. Er ersetzt nicht den Winterschnitt, auf den das Gehölz beim Neuaustrieb mit verstärktem Wachstum reagiert. Auf den Sommerschnitt folgen dagegen nur noch ein schwacher Neuaustrieb und eine vermehrte Bildung von Fruchtholz. Aber nicht nur für kommende Jahre wirkt sich der Sommerschnitt günstig aus: Auch die diesjährige Ernte wird noch gefördert, beispielsweise indem der vorhandene Fruchtansatz durch die Auslichtung mehr Sonne abbekommt. Um das Höhenwachstum einzudämmen, ist der Sommerschnitt ebenfalls besser geeignet als der Winterschnitt. Entfernen Sie beim Sommerschnitt aber keine starken Äste von mehr als drei Zentimetern Durchmesser. Sonst könnte der Verschluss der Wunde zu lange dauern und den Befall mit Keimen möglich machen. Tragen Sie an der Schnittstelle vorbeugend ein Wundverschlussmittel auf.

Gemüseschutznetz
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Schutznetze für Gemüse und Früchte

In den Gemüsebeeten herrscht noch immer Hochbetrieb, und zwar nicht nur bei den Pflanzen. Hungrige Insekten und Weichtiere haben knackige Blätter und Wurzeln ebenfalls zum Fressen gern. Insbesondere Kohlgewächse, aber auch Salat, Radieschen, Lauch oder Karotten sind durch Falter, Fliegen oder Erdflöhe gefährdet. Den besten Schutz bieten engmaschige Netze, die Sie in ausreichendem Abstand über die Kulturen spannen und am Boden eingraben. Hilfreich sind diese natürlich nur, wenn sichergestellt werden kann, dass sich Schädlinge nicht schon auf den Pflanzen befinden oder ihre Eier in der Erde abgelegt haben. Deshalb werden die Netze eigentlich schon im zeitigen Frühjahr angebracht. Aber einen gewissen Schutz bieten sie immer – auch wenn sie jetzt erst errichtet werden. Schutz benötigen in diesen Wochen auch reife Beeren und Kirschen – und zwar insbesondere vor Vögeln. Auch hier helfen Schutznetze, um die Ernte zu sichern.

Buchspflanze, Steckling
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Stecklinge pflanzen

Im Sommer lassen sich Stauden und Halbsträucher sehr gut vegetativ über Stecklinge vermehren. Der Vorteil dabei: Sie sparen nicht nur Geld, sondern gewinnen auf diese Weise Tochterpflanzen ihrer Lieblingssorten, denn anders als bei der Vermehrung über selbst gewonnenes Saatgut ist hier garantiert, dass es sich um genetisch identische Abkömmlinge handelt. Verwenden Sie dafür etwa zehn Zentimeter lange, nicht blühende und frisch mit einer sauberen Gartenschere abgetrennte, nicht verholzte Triebspitzen der Pflanze und entfernen Sie die unteren Blätter auf etwa fünf Zentimetern Länge. Stecken Sie den unteren Teil in einen kleinen Pflanztopf mit Anzuchterde und befeuchten Sie die Erde. Stülpen Sie nun eine durchsichtige Plastiktüte über den Topfrand und stellen Sie den Topf an einen hellen, warmen Platz. Die Stecklinge benötigen eine gleichbleibend hohe Luftfeuchtigkeit. Sobald die Pflänzchen nach etwa sechs Wochen Wurzeln entwickelt haben, können Sie die Tüte entfernen. Kräuter wie Rosmarin oder Lavendel, aber auch Buchs oder Oleander sowie Sommerblumen wie Geranien und Fleißiges Lieschen eignen sich sehr gut für diese Methode.

Bohnen aussäen
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Folgekultur im Küchengarten

Dort, wo nach der Ernte bereits wieder Platz ist im Küchenbeet, können Sie neu aussäen oder Jungpflanzen setzen. Vorausgesetzt, es handelt sich um Gemüsesorten, die weniger Nährstoffe beanspruchen und sich als Folgekultur eignen, wie Radieschen und späte Möhren, Spinat und Rote Bete. Auch Langtagspflanzen wie Knollenfenchel, Chinakohl oder Endivie sind eine gute Wahl, weil diese nun nicht mehr schossen und blühen werden. Außerdem können Sie auch schon den Grundstein legen für die Versorgung mit Wintergemüse. Grünkohl und Winterrettich, Zuckerhut und Sellerie kommen dafür beispielsweise infrage.

Schädliche Spinnmilben an Oleander
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Pflanzen schützen

Feuchtwarmes Sommerwetter begünstigt leider nicht nur das Pflanzenwachstum, sondern auch das Auftreten von Pilzkrankheiten und lästigen Pflanzenbesuchern wie Spinnmilben an Oleander oder Fraßstellen von Dickmaulrüsslern an Rhododendron, Kirschlorbeer oder Eibe. Gegen die im Boden lebenden Larven des Dickmaulrüsslers setzen Sie am besten eine Gießlösung mit Nematoden ein, und die erwachsenen Käfer gehen Ihnen in die Falle, wenn Sie Blechbüchsen mit Blättern der immergrünen Fraßpflanzen füllen und aufstellen. Großblütige Clematis sind jetzt oft von der Clematiswelke betroffen, einer tückischen Pilzkrankheit, die den Wassernachschub durch die Leitungsbahnen verhindert. Sie tritt vor allem bei feuchter Witterung auf und verschafft sich durch verletzte Stängel Zugang ins Gewebe. Vorbeugend helfen Stärkungsmittel und das Mulchen des Wurzelbereichs. Bei Spinnmilbenbefall können Sie Raubmilben als natürliche Feinde oder Pflanzenschutzmittel auf biologischer Basis einsetzen. Lassen Sie sich in der Gartenabteilung in Ihrem OBI Markt dazu beraten.

Deutzie, Deutzia, Zierstrauch
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Sommerblühende Ziergehölze pflegen

Keine Frage: Während der Blütezeit sind Ziergehölze besonders attraktiv. Aber die schönste Blüte ist früher oder später vorbei, und es ist wichtig, dass das Gehölz auch während der übrigen Zeit eine gute Figur macht. Ein radikaler Schnitt verjüngt die Pflanzen zwar zunächst und hält sie in den nächsten Jahren blühfreudig, aber wenn die natürliche Form dadurch verloren geht, ist die Ästhetik gestört. Es reicht daher bei langsam wachsenden Sträuchern, sie behutsam auszulichten oder beschädigte Triebe zu entfernen. Frühjahrsblühende Gehölze wie Spireen oder Schneeball werden nach der Blüte kräftig zurückgeschnitten, sommerblühende wie Hibiskus oder Sommerflieder erst im folgenden Frühjahr. Achten Sie darauf, nicht zu stark ins alte Holz zurückzuschneiden, und schneiden Sie nie unterhalb der Veredelungsstelle. Wildtriebe, die aus dem Boden treiben, sollten Sie entfernen. Sie stammen von der Veredelungsunterlage und rauben dem veredelten Trieb die nötige Wuchsenergie. Dünger benötigen Ziersträucher kaum: Ein organischer Langzeitdünger oder etwas Kompost im Frühjahr reichen aus. Während längerer Trockenphasen sollten Sie aber daran denken, ihn ebenso zu wässern wie die übrigen Gartengewächse.

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