Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
07/2015 Juli 2015

DOs & DONts

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei der Gartenarbeit richtig ist und was falsch. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, stellen wir Ihnen jeden Monat passend zur Jahreszeit einige empfehlenswerte Tätigkeiten vor und sagen Ihnen, was Sie vermeiden sollten.

DOs

Sukkulenten im Steingarten
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Sukkulenten pflanzen

Pflanzen mit eingebautem Wasserspeicher sind ideal für alle, die viel unterwegs sind oder wenig Zeit für eine aufwendige Pflege haben. Dazu gehören nicht nur die Kakteen, sondern auch andere Sukkulenten und sogar winterharte heimische Gewächse für die Freilandkultur. Hauswurz (Sempervivum) und Mauerpfeffer (Sedum) beispielsweise sind in den Alpen heimisch, andere wie die Mittagsblume (Delosperma) oder die Sternblume (Orostachys) stammen zwar aus Afrika und Asien, wachsen aber auch im Garten. Wichtig sind ein geschützter Platz und durchlässiger Boden. Großer Vorteil: Sukkulenten besiedeln auch Plätze, an denen andere Pflanzen keine Chance haben, denn sie brauchen kaum Substrat, erobern Mauernischen und Dachvorsprünge oder lassen sich in alte Schüsseln, Schöpfkellen, ausgediente Lederschuhe oder Stuhlpolster pflanzen. Perfekt für den Shabby Chic im Garten!

Kohlrabi im Beet
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Richtige Pflanzhöhe beachten

Jungpflanzen von einigen Knollengewächsen dürfen im Gemüsebeet nicht zu tief gepflanzt werden. Kohlrabi und Knollensellerie beispielsweise entwickeln ihre Knollen nicht unter, sondern über der Erde. Achten Sie beim Pflanzen darauf, dass ihre Knollen aus der Erde herausschauen. Auch Kopfsalat mag es, wenn seine Blätter „flattern“.

Gießwasser Vorrat
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Gießwasser temperieren

Beim Gießen mit Leitungswasser bekommen empfindliche Pflanzenwurzeln leicht einen Kälteschock. Deshalb sollte Gießwasser möglichst immer temperiert sein, besonders an heißen Sommertagen. Regenwassertanks mit Zapfhähnen, aber auch offene Wasserbecken, aus denen Gießwasser mit einer Kanne geschöpft werden kann, sind dafür gut geeignet.

Zitrone
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Rosen und Zitrusgewächse düngen

Einige Gehölze freuen sich nun über einen letzten Nährstoffnachschub in diesem Jahr. Öfter blühende Rosen lassen sich damit noch mal zum Durchtreiben anregen und auch Mangelerscheinungen bei Zitruspflanzen werden damit behoben. Stickstoffhaltige Dünger regen allerdings das Triebwachstum an, was sich bei Gehölzen vor der Winterruhe nachteilig auswirkt. Neue Rosentriebe beispielsweise reifen dann nicht mehr aus und sind anfällig für Frostschäden. Stickstoffhaltige Dünger sollten sie daher ab August nicht mehr verabreichen.

Blumenwiese mit Margeriten
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Blumenwiese mähen

Damit Blumenwiesen ihren natürlichen Aspekt und ihre Artenvielfalt behalten, sollten die Pflanzen darin Zeit zum Aussamen haben. Sie werden deshalb nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht. Die erste Mahd erfolgt im Juli. Lassen Sie das Mähgut zunächst liegen, damit die Samen sich noch ablösen können. Später transportieren Sie es ab, denn Blumenwiesen bleiben nur auf halbwegs nährstoffarmen Böden artenreich. Die Biomasse würde den Boden mit Nährstoffen anreichern und die Wurzeln bekämen darunter kaum noch Licht und Wärme.

DONts

Wasseranschluss, Gießkanne
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Nicht mit kaltem Wasser gießen

Gießwasser an Ort und Stelle aus der Leitung abzuzapfen, ist zwar praktisch, aber es hat den Nachteil, dass es für Pflanzenwurzeln zu kalt ist. Besser ist es, wenn die Leitung oberirdisch verläuft oder das Wasser aus einem Sammelbecken oder einem Regenwassertank entnommen wird. Dann hat das Wasser die Temperatur der Umgebung und empfindliche Wurzeln werden nicht geschädigt. Eine andere Möglichkeit ist es, nur frühmorgens mit Leitungswasser zu gießen, bevor sich der Boden wieder erwärmt.

Blühender Salbei
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Kräuter nicht nach der Blüte ernten

Für die Bildung von Blütentrieben lagern viele Kräuter Kraftstoffe aus ihren Wurzeln in Trieben und Blättern ein – leider zulasten des Geschmacks, denn der erhält dann eine bittere Note. Schnittlauch beispielsweise hat nach der Blüte sehr harte Blattstängel und Basilikum oder Minze schmecken weniger aromatisch. Ernten Sie die Kräuter also bereits vor der Blüte oder zögern Sie diese durch einen vorzeitigen Rückschnitt hinaus. Blühende Kräuter haben aber auch etwas für sich: Sie können die Blüten essen, für Verzierungen nutzen oder für die Samenbildung stehen lassen.

Rasen Gräser
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Rasen nicht bei Hitze mähen

Ein wenig Kühlung kann nicht schaden, wenn das Thermometer an heißen Sommertagen über 30 Grad Celsius klettert. Auch dem Rasen tut sie gut. Lange Halme spenden der Grasnarbe Schatten und verhindern, dass zu viel Wasser aus dem Boden verdunstet. Außerdem wird ein wenig Verdunstungskälte frei, wenn sich die Gräserporen öffnen. Die Blattfläche durch einen Schnitt zu reduzieren, würde zwar die Verdunstungsfläche einschränken, aber über die Schnittflächen würde mehr Wasser verdunsten als durch die Poren. Außerdem wäre der schattenspendende Effekt geringer. Es ist also besser, den Rasen an heißen Tagen nicht zu mähen.

Zucchini mit Blüte
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Zucchinifrüchte nicht zu groß werden lassen

Man kennt diese Bilder aus den Schrebergärten: der größte Kürbis, die längste Gurke, die schwerste Tomate. Dass bei der Rekordjagd der übrige Ernteertrag auf der Strecke bleibt, wird dabei nicht erwähnt. Klar wachsen Zucchini problemlos einen halben Meter lang und werden armdick, wenn sie nicht vorher geerntet werden, aber ihre Schale wird dabei sehr hart. Auch der Gesamtertrag ist höher, wenn die Früchte bei der Ernte kleiner sind. Ideal sind etwa 10–15 Zentimeter. Müsste sie dauernd viel Kraft in die Fruchtbildung stecken, ginge der Pflanze schnell die Puste aus und sie würde keine neuen Blüten mehr bilden.

Hecke Gehölzschnitt
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Hecken nicht vor Ende der Brutzeit schneiden

Warten Sie mit dem Heckenschnitt das Ende der Brutzeit ab oder vergewissern Sie sich, dass Vogelnester in dem Gehölz nicht mehr bewohnt sind. Zwar bezieht sich die gesetzliche zeitliche Regelung für den Gehölzsschnitt nicht auf den Formschnitt (Unterhaltungsschnitt) und die Einhaltung der Verkehrssicherung, sodass darauf beruhende Schnittmaßnahmen auch in der Zeit zwischen 1. März und 31. August erlaubt sind. Aber es muss immer gewährleistet sein, dass das Gehölz während der Schutzfrist als Lebensraum erhalten bleibt.

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