Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
01/2016 Jänner 2016

Top 10 TIPPS Die wichtigsten Tipps
und Tricks für den Monat
Jänner

Zimmerpflanzen Grünlilie und Sanseverie
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Richtigen Platz für Zimmerpflanzen wählen

Für die meisten Zimmerpflanzen kann es in den Wintermonaten gar nicht hell genug sein an ihrem angestammten Platz. Je heller der Platz ist, desto mehr Wärme vertragen die Gewächse in der Regel. Stimmen diese Faktoren nicht, werden sie anfällig für Krankheiten. Wenn Sie den grünen Mitbewohnern etwas Gutes tun möchten, dann geben Sie ihnen einen Platz am Fenster. Für die Photosynthese ist es günstig, breitblättrige Pflanzen regelmäßig abzustauben und die Blätter mit kalkarmem Wasser aus einer Sprühflasche zu befeuchten. Zugluft kann ebenso schaden wie Heizungsnähe. Es ist also wichtig, auf ein ausgewogenes Raumklima zu achten und die Pflanzen auch nicht dauernd an einen anderen Platz zu stellen.

Baumschnitt, Teleskopschneider
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Erhaltungsschnitt Kern- und Beerenobst

Frostfreie Tage sind in der winterlichen Ruhephase von Obstgehölzen die beste Zeit für einen Korrekturschnitt. Damit lenken Sie bei Apfel und Birne, Zwetschge, Weinreben und Beerenobst das Wachstum, fördern den Wuchs und auch die Vitalität der Pflanzen. Entfernen Sie dabei Steiltriebe, über Kreuz wachsende und abgestorbene oder beschädigte Zweige. Wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis: Wenn Sie den Baum oder Strauch radikal beschneiden, wird das Gehölz zunächst viele neue Triebe bilden, aber weniger Früchte tragen. Schneiden Sie nicht unter Temperaturen von minus fünf Grad Celsius, um Frostschäden an den frischen Wunden zu vermeiden, warten Sie aber auch nicht zu lange bis ins Frühjahr, denn wenn der Saftdruck in den Gehölzen steigt, „blutet“ das Gehölz nach dem Schnitt zu stark.

Äpfel im Winterlager
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Eingelagertes Wintergemüse und Lagerobst kontrollieren

In einem kühlen frostfreien Keller, Schuppen oder auf dem Dachboden bleiben Obst und Wintergemüse bei Temperaturen von circa plus zwei bis sechs Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit monatelang haltbar. Trotzdem sollten Sie das Erntegut regelmäßig auf Faulstellen oder Schimmelansätze kontrollieren und befallene Früchte sofort entsorgen. Lagern Sie Obst und Gemüse immer an getrennten Orten. Durch das Reifehormon Ethylen, das beispielsweise Äpfel abgeben, wird Gemüse schneller welk. Bei höheren Temperaturen halten sich Obst und Gemüse weniger lang, und wenn die Luftfeuchtigkeit unter 80 Prozent liegt, welken die Früchte schneller.

Samen in Saatschale
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Saatgut resistenter Pflanzen kaufen

Empfindliche Gartengewächse sind nicht nur selbst anfällig für Krankheiten, sie sorgen bei ungünstigen Witterungsbedingungen auch noch für deren Ausbreitung im Zier- und Nutzgarten. Es ist deshalb sinnvoll, schon bei der Sortenwahl darauf zu achten, dass es sich um robuste oder resistente Gewächse handelt. Resistent gegen einen Krankheitsbefall sind Pflanzen, wenn dies in ihren Erbanlagen verankert ist. Solche Gewächse werden bei der Zucht selektiert und weiter vermehrt. Robust können Pflanzen auch sein, wenn sie zwar keine entsprechenden Erbanlagen, dafür aber günstige Eigenschaften wie beispielsweise eine schräge Blattstellung oder eine starke Behaarung aufweisen. Daran kann Regenwasser dann besser ablaufen und kein Milieu bilden, das Pilzbefall fördert. Auf den Saatguttüten der Hersteller ist vermerkt, ob es sich um besonders robuste oder resistente Sorten handelt.

Stoßscharre
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Schnee räumen und Wege frei halten

Nach der Verkehrssicherungspflicht müssen öffentliche Gehwege von den Eigentümern oder Vermietern eines Grundstücks bei ergiebigem Schneefall freigehalten werden. Ab wann der Räumdienst zu leisten ist und welche Art von Streugut erlaubt ist, regelt eine kommunale Satzung individuell nach dem jeweiligen Wohnort. Um sich die Arbeit zu erleichtern, gibt es eine Reihe von Hilfsmitteln, mit denen Wege und Einfahrten bequem von Schnee und Eis befreit werden können. Bei wenig frequentierten Wegen reichen schon circa 50 cm breite Pfade, Hauseingänge sollten bis zu 1,5 m breit geräumt sein. An stark vereisten Stellen ist eine Stoßscharre nützlich, mit der die Eisdecke aufgebrochen und dann leicht mit dem Schneeschieber entfernt werden kann.

Rotkohlsprossen
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Gesunde Keimsprossen ziehen

In den Wintermonaten ist frisches Gemüse aus dem eigenen Garten rar. Vitamin- und mineralstoffreichen Ersatz bieten dann Keimsprossen, die nach Bedarf immer wieder frisch aus Samen gezogen werden können. Im Gegensatz zu den trockenen Samenkörnern sind die Keimlinge ein echtes Superfood: reich an gesunden Enzymen und Antioxidantien, die den Zellstoffwechsel unterstützen. Egal, in welchem Behältnis die Samen keimen: Wichtig sind gleichbleibende Feuchtigkeit und ausreichende Luftzufuhr. Sie sollten aber nicht im Wasser liegen, sonst beginnen sie zu schimmeln. Deshalb werden die Samen während des Keimvorgangs täglich in Wasser durchgespült, damit sie feucht bleiben. Keimboxen bieten ein ideales feuchtwarmes Mikroklima. Schon nach wenigen Tagen entwickeln sich darin beispielsweise aus Bohnen-, Radieschen-, Kohl- oder Kressesamen gesunde Sprossen, die über den Salat oder auf Brot gestreut werden.

Bodentest
7

Bodentest durchführen

Solange die Beete über Winter nicht genutzt werden, lassen sich gut Bodenproben für einen Bodentest entnehmen. Mit einer Mischprobe erhalten Sie eine Aussage für eine größere Gartenfläche. Dazu entnehmen Sie mit einer kleinen Schaufel an mehreren Stellen in Ihrem Garten etwas Erde aus dem Beet oder Rasen und füllen diese in einen Kunststoffbeutel, insgesamt circa 500 g. Diese Probe schicken Sie in einer Versandtasche an die für Ihr Bundesland zuständige Landwirtschaftskammer (Infos unter www.landwirtschaftskammern.de) oder ein privates Bodenlabor. Von dort erhalten Sie gegen Gebühr eine Analyse Ihres Gartenbodens einschließlich Düngeempfehlungen. Je nach Auftrag können Sie auch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln ermitteln lassen.

Abdecken mit Tannenzweigen
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Tannenbaumzweige als Beetabdeckung nutzen

Der ausgediente Weihnachtsbaum kann noch viele nützliche Dienste verrichten und sollte nicht gleich entsorgt werden. Die einzelnen Zweige zum Beispiel eignen sich noch sehr gut als Abdeckungsmaterial. Auf Beeten oder einem Grab ausgelegt decken sie den Boden flächig ab und schützen die im Boden überwinternden Pflanzen vor Frost. Zwischen die Triebe gesteckt werden auch empfindliche Rosen sowie andere Sträucher vor Frostschäden bewahrt. Außerdem können damit Immergrüne abgedeckt werden, damit ihnen die ungefilterte Wintersonne nicht zu sehr zusetzt. So wird auch die Verdunstung eingeschränkt und damit Schäden durch Frosttrocknis verhindert.

Keimtest mit Chilisamen
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Keimfähigkeit von Saatgut testen

Auch wenn Saatgut in der Regel mehrere Jahre keimfähig bleibt: Es ist sicherer, dies vor der Aussaat zu testen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten wie beispielsweise den Vorabtest, bei dem ein paar Samen testweise ausgesät werden und nach Ablauf der Keimdauer die Erfolgsquote kontrolliert wird. Für leichte Samen wie die von Paprika oder Chili bietet sich auch ein Schnelltest an: Dafür wird ein Glas mit etwas Wasser befüllt. Dort hinein geben Sie direkt die Samen, die Sie aussäen möchten. Zuerst schwimmen sie oben auf dem Wasser, aber bereits nach kurzer Zeit sollten sie nach unten sinken, wenn sie noch einen keimfähigen Kern enthalten. Samen, die auch nach einer halben Stunde noch oben schwimmen, können Sie aussortieren. Sie werden nicht mehr aufgehen.

Vogelhäuser, Nistkasten
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Futterhaus und Nisthilfen für Vögel reinigen

Die frostigen Wintermonate setzen den gefiederten Gartengästen stark zu. Es ist deshalb wichtig, sie mit geeignetem Futter zu versorgen. Ebenso wichtig ist es, an diesen Plätzen für Sauberkeit zu sorgen. Stark verunreinigte Futterplätze, beispielsweise durch Kot, sollten Sie sofort reinigen, damit sich keine Viruskrankheiten unter den Vögeln ausbreiten können. Verhindern können Sie dies durch Futterstellen, bei denen der Zugang eingeschränkt ist und das Futter nicht nass werden kann, beispielsweise Futtersäulen oder andere Futterstellen, die nach dem Siloprinzip funktionieren. Sie sind besonders hygienisch. Auch Nisthilfen, die ab dem Frühjahr wieder benötigt werden, können Sie schon jetzt reinigen. Dazu reicht es, das alte Nest zu entfernen und den Nistkasten trocken auszubürsten. Chemikalien oder Desinfektionsmittel sind hier fehl am Platz. Eine Ausnahme bilden die Nester von Schwalben und Mauerseglern. Diese dürfen nicht gesäubert werden, weil die ortstreuen Vögel sonst nicht mehr darin brüten.

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