Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
02/2016 Februar 2016

Top 10 TIPPS Die wichtigsten Tipps
und Tricks für den Monat
Februar

Samen im Anzuchtkasten mit Abdeckung
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Wärmeliebendes Gemüse vorziehen

Paprika, Artischocke oder Aubergine benötigen lange, um in warmer Umgebung zu keimen und anzuwachsen. Diese Arten sollten Sie bereits jetzt an der Fensterbank vorziehen. So können Sie nach den Eisheiligen Mitte Mai dann bereits kräftige Jungpflanzen ins Freie setzen und gewinnen wertvolle Zeit. Die Vorkultur erfolgt immer nach dem gleichen Prinzip: In einem Anzuchtgefäß, das mit Anzuchterde gefüllt ist, werden die Samen verteilt. Wie dicht die Samen ausgestreut werden, wie dick sie mit Erde bedeckt werden, wie lange die Keimung dauert – all diese Angaben variieren von Sorte zu Sorte und sind auf der Rückseite der Samenpackung vermerkt. Jetzt die Erde vorsichtig mit einer Sprühflasche befeuchten und mit einer Kunststoffhaube abdecken, damit der Boden nicht austrocknet. Anschließend das ganze Behältnis hell und warm bei mindestens 20 °C, besser 24 °C aufstellen, bis sich die ersten Triebe zeigen. Wenn sich die ersten richtigen Blätter nach den Keimblättern zeigen, können die Pflänzchen vorsichtig aus der Erde genommen und einzeln in Töpfe gepflanzt werden.

Komposterde
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Kompost umsetzen

Bald stehen Pflanzungen von Gemüse und Zierpflanzen im Freiland an und diese benötigen für ein gutes Wachstum einen nährstoffreichen Boden. Diesen können Sie jetzt Ihrem Komposthaufen entnehmen, in dem das Material über Herbst und Winter verrotten konnte. Für diese Arbeit eignet sich am besten ein trockener Tag, weil die Erde schön krümelig ist. Heben Sie als Erstes die oberste, nicht verrottete Schicht von Ihrem Komposthaufen ab und schichten Sie sie seitlich am Boden auf. Nun wird nach und nach der Inhalt des Haufens durch ein Sieb geworfen, das Steine, Äste und nicht verrottete Pflanzenteile zurückhält. Die fein gesiebte Erde, die sich unter dem Sieb sammelt, können Sie nun gleichmäßig in einer dünnen Schicht auf den Beeten verteilen. Die übrige Erde bewahren Sie für später auf, am besten abgedeckt unter eine Plane, damit die Nährstoffe durch den Regen nicht ausgewaschen werden. Das grobe Material, das vorher beiseitegelegt wurde, schaufeln Sie nun wieder ganz unten in den Komposter.

Vorgetriebener Rhabarber
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Rhabarber vortreiben und bleichen

Der Rhabarber ist eines der frühesten Gemüse, die man im Garten normalerweise bereits ab April ernten kann. Noch zeitiger klappt das, wenn man den Rhabarber jetzt vortreibt. Dazu stülpt man Ende Februar ein großes hohes Gefäß oder auch eine schwarze licht­undurchlässige Folienhaube über die Staude. Im Dunkeln beginnen die Rhabarber­stangen schnell zu treiben und in die Länge zu wachsen. Angenehmer Nebeneffekt: Die Stangen werden gebleicht und schmecken dadurch besonders zart. Je nach Wetter können Sie den Rhabarber nach spätestens vier Wochen ernten, dazu dreht man die fleischigen Stängel mit einem Ruck an der Basis heraus. Geben Sie dem Rhabarber danach Zeit, sich ohne Abdeckung zu regenerieren, er freut sich auch über eine Kompostgabe. Sowieso sollte man die Stangen ab Mitte Juni nicht mehr ernten, weil der Gehalt an schädlicher Oxalsäure dann für den Menschen zu hoch wird.

Samen in Saatschale
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Gemüsezwiebeln stecken

Gemüsezwiebeln, aber auch Schalotten werden gern zum Würzen von Salaten verwendet. Ihre Blätter schmecken wie Schnittlauch. Für eine frühe Ernte pflanzt man Ende Februar Brutzwiebeln ins Beet. Sie können problemlos Fröste bis zu -8 °C wegstecken, bei tieferen Temperaturen sollte man sie mit einem Wärmeschutzvlies abdecken. Idealerweise erfolgt die Kultur in sandigem Boden in sonniger Lage, tonige Substrate sind ungeeignet.
Achten Sie darauf, die Brutzwiebel mit der Spitze nach oben in den Boden zu stecken. Bitte nicht zu fest andrücken, das beeinträchtigt die Wurzelbildung! Ideal ist eine Pflanztiefe von 4–5 cm und ein Abstand von etwa 30 x 10 cm. Dieser Abstand ist notwendig, weil sich an jedem Zwiebelboden mehrere Zwiebeln bilden, die sich nach allen Seiten ausbreiten. Bei den kleineren Schalotten reicht ein Pflanzverband von circa 20 x 12 cm aus.

Hochbeet
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Hoch- und Hügelbeet bauen

Auf Hoch- und Hügelbeeten lässt sich auf kleinem Raum viel anbauen, gleichzeitig können Sie Grünabfälle, die gehäuft im Herbst und jetzt im Frühjahr anfallen, sinnvoll beseitigen. Während jedes Hochbeet eine Umrandung aus Holz, Stein oder Kunststoff besitzt, ist ein Hügelbeet ohne Begrenzung aufgebaut. Beide Modelle ähneln sich aber in ihrem schichtenartigen Aufbau aus Ästen, Erde, Laub, Kompost, eventuell auch Rasensoden. Beide sollten – vor allem bei Gemüseanbau – an einem sonnigen Standort stehen. Die Vorteile dieser Beetformen liegen auf der Hand: Mit ihnen kann man überall dort Pflanzen kultivieren, wo der Mutterboden zu fest, zu dicht, zu nährstoffarm oder schlichtweg durch Pflaster oder Teer versiegelt ist. Selbst ein Hinterhof kommt dafür infrage. Auf Hoch- und Hügelbeeten angebaute Gemüsearten leiden außerdem nicht unter Wasserstau im Untergrund, sie wachsen auf lockerem Substrat, bei dem sich im Laufe des Jahres viele Nährstoffe von selbst freisetzen.

Blühende Hortensien
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Spätblühende Ziergehölze schneiden

Gefallen Ihnen die Blüten der vielen Gehölze, die sich im Sommer öffnen? Dann sorgen Sie jetzt, kurz vor ihrem Austrieb, mit einem Schnitt für Vitalität und bunte Pracht! Durch diese Maßnahme regen Sie die Sträucher dazu an, neue Triebe zu bilden, an denen sich später auch die Blüten zeigen. Die Äste von Sommerflieder (Buddleja), Blauraute (Perovskia), Bartblume (Caryopteris) kürzt man deshalb jetzt bis zu 10 cm über dem Boden ein, bei Hibiskus (Hibiscus) entnimmt man ältere Äste und schneidet die Triebe des letzten Jahres auf ein Drittel bis die Hälfte zurück. Auch bei Bauern- und Tellerhortensien (Hydrangea) schneidet man ältere Triebe bodennah ab und entfernt gleichzeitig die vertrockneten Blüten des letzten Jahres über der obersten Knospe. Verwenden Sie unbedingt Werkzeug, durch das die Triebe sauber abgetrennt und nicht abgequetscht werden. Andernfalls können Wunden entstehen, die als Eintrittspforte für Pilzerkrankungen dienen. Je nach Dicke kommen Sie besser mit einer Säge oder einer Schere zurecht.

Frühbeet
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Frühbeet säubern und vorbereiten

Ein Frühbeet erwärmt sich rasch und bietet gleichzeitig Schutz vor Nachtfrost – höchste Zeit also, es im Frühling wieder in Betrieb zu nehmen! Vorher sollte aber auf jeden Fall an einem sonnigen und trockenen Tag ein gründlicher Frühjahrsputz erfolgen. Dazu befreien Sie zum einen Scheibe oder Folie von Schmutz, etwa vom Gießwasser nach oben gespritzter Erde, Kalk, Algen oder Moos. Dazu eignen sich am besten effiziente Helfer wie Hochdruckreiniger, Schwämme oder bei hartnäckigen Verunreinigungen auch Reinigungsbürsten mit sehr harten Borsten. Erst wenn dieser Schmutzfilm entfernt ist, bekommen die Pflanzen wieder ausreichend Licht ab. Tauschen Sie eventuell auch verschlissene Teile aus, bei Holzrahmen muss öfter mal ein maroder Eckpfosten erneuert werden. Abschließend wird der Boden mit der Grabegabel gelockert, Wurzelunkräuter werden im selben Arbeitsschritt entfernt. Jetzt können Sie die Erde mit dem Rechen einebnen und gleichzeitig noch eine dünne Kompostschicht ausbringen. Nun kann die Saat und Pflanzung geeigneter Gemüsesorten beginnen!

Astern werden am Wurzelballen getrennt
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Stauden teilen

Manche Stauden wachsen im Laufe der Jahre im Beet zu gewaltigen Exemplaren heran. Oft drohen sie gar, ihre Nachbarn zu überwuchern. Spätestens dann ist die Zeit gekommen, sie zu teilen. Bei sommer- und herbstblühenden Stauden geschieht das am Besten jetzt, im zeitigen Frühjahr. Durch diese Maßnahme erhalten Sie nicht nur viele neue Pflanzen, mit denen Sie Ihren Garten verschönern können, die Stauden werden auch verjüngt, was sich positiv auf ihre Blühfreude auswirkt. Als Erstes stechen Sie mit Spaten oder Grabegabel rund um den Wurzelstock in den Boden. Ruckeln Sie das Gerät mehrmals hin und her, um den Wurzelstock zu lockern. Heben Sie dann die ganze Pflanze heraus. Teilen Sie die Pflanze in etwa faustgroße Stücke, bei lockerem Wurzelwerk geht das ganz einfach mit der Hand. Bei dicken Wurzeln müssen Sie den Spaten oder eine Schere zu Hilfe nehmen. Pflanzen Sie die Teilstücke im Abstand von circa 30 cm zu anderen Pflanzen in den Boden ein. Sie sollten nicht tiefer im Erdreich sitzen als bisher. Gut angießen, dadurch kommt das Wurzelwerk in Kontakt mit dem Boden und wächst optimal an.

Im Beet ausgesäte Gründüngung
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Gründüngung in den Boden einarbeiten

Viele Gärtner haben im Herbst noch Gründüngungspflanzen auf ihren leeren Beeten ausgesät. Mit ihren langen Wurzeln haben sie inzwischen den Boden gelockert und damit wertvolle Wasser- und Luftkanäle geschaffen. Außerdem haben manche von ihnen, wie Klee oder Lupinen, Stickstoff aus der Luft gesammelt und die Bodenlebewesen vor Frostextremen bewahrt. Um die Beete wieder „in Betrieb zu nehmen“, mäht man nun die Pflanzen ab und lässt sie auf der Erde liegen. Die Bodenlebewesen werden bald beginnen, die Überbleibsel zu zersetzen. Je wärmer und feuchter die Witterung, desto schneller geht dies vonstatten. Etwa drei Wochen, ehe Sie säen oder pflanzen wollen, arbeiten Sie die Fläche mit der Hacke durch. Viele pflanzliche Stoffe haben sich inzwischen zersetzt, den Rest sammeln Sie und werfen ihn auf den Kompost. Das Beet ziehen Sie mit Grubber oder Rechen ab, dann kann es neu bepflanzt werden.

Junge Kartoffelpflanzen
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Frühkartoffeln vorkeimen

Wer eigene Frühkartoffeln – am besten zum frischen Spargel – genießen will, tut gut daran, die Knollen vorzukeimen. Auf diese Weise erhält die Pflanze einen Wuchsvorsprung gegenüber dem kühlen Boden im Freiland, wächst der Kartoffelfäule, die die Knolle oft schädigt, davon und kann natürlich entsprechend früher geerntet werden. Legen Sie dazu die Saatkartoffeln etwa fünf Wochen vor dem Setzen in flache Kisten ganz dicht nebeneinander. Gut ist eine Temperatur von 10–15 °C, die Kartoffeln sollen Helligkeit, aber nicht direktes Sonnenlicht abbekommen. Innerhalb der nächsten Zeit zeigen sich kleine, etwa ein Zentimeter lange Keime, die aus den Augen austreiben. Besonders in Gegenden mit sandigen Böden, die sich rasch erwärmen, können diese vorgekeimten Kartoffeln dann in einem Abstand von 30 x 50 cm und einer Tiefe von mindestens 10 cm ins Beet gelegt werden. Schön warm haben es die Frühkartoffeln, wenn Sie sie mit einem Wärmevlies abdecken.

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