Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
02/2016 Februar 2016

DOs & DONts

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei der Gartenarbeit richtig ist und was falsch. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, stellen wir Ihnen jeden Monat passend zur Jahreszeit einige empfehlenswerte Tätigkeiten vor und sagen Ihnen, was Sie vermeiden sollten.

DOs

Schnittlauch blühend
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Schnittlauch im Haus antreiben

Wer gerne besonders früh im Jahr frische Kräuter ernten möchte, kann sich den Schnittlauch im Topf direkt ins Haus holen. Dann können Sie bereits Frühjahrsvitamine genießen, während draußen noch vieles im Winterschlaf liegt. Haben Sie eine Schnittlauchpflanze im Garten, die bereits erste kleine Triebe zeigt? Dann stechen Sie einen Teil davon ab und pflanzen Sie ihn in einen Tontopf mit Dränageloch, damit das Gießwasser aus dem Topf gut ablaufen kann. Den eingetopften Schnittlauch stellen Sie dann an einen warmen hellen Ort im Haus. Ideal ist ein Platz auf der Fensterbank. Dann wird der Schnittlauch angegossen, am besten mit lauwarmem Wasser. Durch die Wärme treibt die Pflanze schnell neu aus. Nach ein bis drei Wochen können Sie bereits die ersten frischgrünen Halme ernten. In unserem Sortiment finden Sie weitere Kräuter im Topf, die Sie jetzt ebenfalls auf der Fensterbank kultivieren können.

Lupine Gründüngung (Lupinus nanus)
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Gründüngung aussäen

Um den Boden im Garten mit Nährstoffen anzureichern, die Humusbildung zu fördern und ihn zu lockern, können Sie eine Gründüngung aussäen. Diese Maßnahme ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie einen Garten neu anlegen oder ihn auf die neue Gemüsesaison vorbereiten wollen. Ausgesät werden Pflanzen, die schnellwüchsig, blattreich und oft auch tief wurzelnd sind, zum Beispiel Bienenfreund (Phacelia tanacetifolia), Gelbsenf (Sinapis alba) oder Bitterlupine (Lupinus angustifolius). Bewährt haben sich auch Mischungen aus verschiedenen Gründüngungspflanzen. Säen Sie breitwürfig aus und harken Sie die Samen anschließend ein, dann die Flächen gut feucht halten. Mähen Sie die Pflanzen ab, wenn sie ungefähr 20 cm hoch sind, arbeiten Sie die Reste oberflächlich mit Rechen oder Grubber in den Boden ein und lassen Sie sie verrotten.

Gemüse Direktsaat Beet
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Frühe Gemüsesorten aussäen

Die Gemüsegärtner juckt es sicher schon heftig in den Fingern. Nutzen Sie diesen Monat noch, um ihre Beetplanung abzuschließen, vorhandenes Saatgut zu sortieren bzw. neues zu kaufen und die Beete bei trockenem frostfreiem Wetter für die Aussaat vorzubereiten. Ab Ende Februar kann es dann, besonders in milderen Regionen, mit ein paar kältetoleranten Gemüsesorten losgehen. Dazu gehören zum Beispiel Spinat, Möhren, Radieschen, Rettich und manche Salate. Auf jeden Fall sollten die Kulturen noch mit einem Vlies geschützt werden, noch besser ist der Anbau in einem Frühbeet. Achten Sie bei der Auswahl auf spezielle Frühsorten.

Schneeglöckchen (Galanthus ʹWendys Goldʹ) und Cyclamen
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Empfindliche Knollen- und Zwiebelpflanzen „in the green“ pflanzen

Immer wieder kommt es vor, dass Zwiebeln und Knollen, die man im Vorjahr in den Boden gebracht hat, einfach nicht austreiben. Das kann daran liegen, dass man sie zu lange, zu warm oder zu trocken gelagert hat. Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Dahlien machen meist wenige Probleme, die kleinen Organe des Märzenbechers (Leucojum vernum), der Schneeglöckchen, der Anemone (Anemone blanda) oder des Alpenveilchens (Cyclamen) dagegen sehr häufig. Bei ihnen wachsen eingetopfte Pflanzen im Beet mit einer sehr viel höheren Erfolgsquote an. Wer also jetzt Lücken im Beet entdeckt, kann sie bei milder Witterung durchaus auch mit Zwiebel- und Knollenblühern füllen. Bei späten Frosteinbrüchen ist allerdings ein schützendes Vlies sinnvoll.

Nistkasten im Baum-Vogelhaus
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Nistkästen anbringen

Unterstützen Sie die gefiederten Freunde bei der Aufzucht ihrer Jungen, indem Sie Nistkästen im Garten anbringen. Aufhängen und befestigen können Sie Nistkästen prinzipiell überall, zum Beispiel in einem Baum, auf einem Pfosten oder an einer Haus- oder Garagenwand. Achten Sie aber darauf, dass die Kästen sicher sind vor Katzen und Mardern. Auch Wind und Regen sollten nicht direkt in die Flugöffnung eindringen können. Idealerweise zeigt diese nach Südosten und kann von den Vögeln ungehindert angeflogen werden. Je nachdem, welche Vogelarten Sie gerne anlocken und unterstützen wollen, gibt es verschiedene Modelle und Größen von Nistkästen.

Nistkasten im Baum-Vogelhaus
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Nistkästen anbringen

Unterstützen Sie die gefiederten Freunde bei der Aufzucht ihrer Jungen, indem Sie Nistkästen im Garten anbringen. Aufhängen und befestigen können Sie Nistkästen prinzipiell überall, zum Beispiel in einem Baum, auf einem Pfosten oder an einer Haus- oder Garagenwand. Achten Sie aber darauf, dass die Kästen sicher sind vor Katzen und Mardern. Auch Wind und Regen sollten nicht direkt in die Flugöffnung eindringen können. Idealerweise zeigt diese nach Südosten und kann von den Vögeln ungehindert angeflogen werden. Je nachdem, welche Vogelarten Sie gerne anlocken und unterstützen wollen, gibt es verschiedene Modelle und Größen von Nistkästen.

DONts

Zierjohannisbeere (Ribes sanguineum)
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Keine früh blühenden Ziergehölze schneiden

Die meisten Ziergehölze, die im Frühjahr blühen, bilden ihre Blütenknospen bereits im vorigen Jahr und vorwiegend am im Vorjahr gebildeten Trieb aus. Dazu gehören zum Beispiel Ranunkelstrauch (Kerria), Maiblumenstrauch (Deutzia), Forsythie (Forsythia), Spiräen (Spiraea, frühjahrsblühende Sorten), Flieder (Syringa), Zierjohannisbeere (Ribes sanguineum) und Weigelie (Weigela). Würden Sie diese Gehölze jetzt schneiden, gäbe es kaum Blüten, denn Sie würden mit dem Schnitt die vorhandenen Blütenknospen entfernen. Erst nachdem die Sträucher geblüht haben, also im April oder Mai, dürfen Sie die Schere ansetzen. Erkundigen Sie sich vorab bei Ihrer Gemeinde nach den bei Ihnen geltenden Naturschutzregeln. Da viele Vogelarten ab März brüten, dürfen Bäume und Sträucher zwischen März und Oktober nicht massiv geschnitten werden, damit die Brut nicht gestört wird. Pflegeschnitte sind aber meist erlaubt.

Fruchtmumien im Apfelbaum
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Fruchtmumien nicht hängen lassen

Hängen jetzt noch schrumpelige, eingetrocknete braune bis schwarze Früchte an Ihrem Obstbaum? Denken Sie bitte nicht, dass Sie etwas Gutes tun, wenn Sie diese hängen lassen, zum Beispiel als Nahrung für Vögel. Im Gegenteil: Sie sollten sie schnellstmöglich entfernen und in der (Bio-)Mülltonne entsorgen. Es handelt sich hierbei um sogenannte Fruchtmumien, sie sind ein deutliches Zeichen für die Pilzkrankheit Monilia-Fruchtfäule. Die Erreger dringen während der Reifezeit, manchmal sogar schon kurz nach der Blüte, in die Früchte ein. Diese verfaulen und bekommen einen weißgrauen Pilzbelag. Betroffen sind vor allem Äpfel, Birnen, Pflaumen und Kirschen. Da der Erreger in den Fruchtmumien überwintert, müssen diese unbedingt entfernt werden. Werfen Sie sie nicht auf den Kompost, sonst breitet sich der Pilz im Frühjahr wieder aus. Entfernen Sie Triebe, an denen verfaulte Früchte wuchsen, so weit wie möglich und schneiden Sie sie bis ins gesunde Holz zurück.

Keimling
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Lichtkeimer bei der Aussaat nicht abdecken

Bei den Samen unterscheidet man zwischen Lichtkeimern und Dunkelkeimern. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei Dunkelkeimern um Pflanzen, deren Samen nur „im Dunkeln“, also unter Lichtabschluss, keimen. Sie brauchen demnach unbedingt eine Abdeckung mit Erde. Das Bedecken der Samen hat zudem den Vorteil, dass die notwendige Feuchtigkeit besser erhalten bleibt und die Samen – bei der Freilandaussaat – besser vor Vögeln und anderen Tieren geschützt sind. Wer diese Abdeckung jedoch nicht verträgt, sind die Lichtkeimer, denn sie brauchen eben das Licht zum Keimen. Die Samen von Löwenmäulchen, Sonnenhut, Basilikum, Salat oder Sellerie sollten Sie gar nicht oder allenfalls nur sehr dünn mit Erde oder Sand abdecken. Falls Sie unsicher sind, lesen Sie einfach sorgfältig die Informationen auf der Samentüte.

Roter Blattsenf (Brassica juncea) ʹRed Giantʹ
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Nicht zu früh draußen säen

Wenn sich nun verstärkt erste Sonnenstrahlen zeigen, und das auch schon ein paar Tage in Folge, ist man versucht, mit der Aussaat loszulegen. Allerdings sollte man nicht zu voreilig sein. Sät man zu früh, riskiert man, dass die Samen erst gar nicht keimen und durch Frost geschädigt werden oder dass die aufgegangenen Sämlinge erfrieren. Sind die Temperaturen zu niedrig, der Boden zu feucht und das Licht zu gering, kommen die Pflanzen zudem nicht richtig in die Gänge, wachsen also nur zögerlich und bleiben eher schwach. Um den richtigen Zeitpunkt zu finden, dienen die Angaben auf den Saattüten als Richtlinie. Ansonsten sollten Sie sich am Wetter in Ihrer Region orientieren, denn jedes Jahr fällt von der Witterung her anders aus.

Narzissen im Beet
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Blätter verblühter Zwiebelblumen nicht abschneiden

Sind die ersten Frühlingsboten wie Narzissen & Co. verblüht, ist man versucht, die oberirdischen Pflanzenreste abzuschneiden, damit es im Beet wieder ordentlich aussieht. Das sollten Sie aber auf keinen Fall tun. Zwiebelblumen muss man nämlich genug Zeit geben, damit sie notwendige Reservestoffe in ihrer Zwiebel, Knolle oder dem Rhizom einlagern können. Nur dann besitzen sie genug Power, um nächstes Frühjahr neu auszutreiben. Das Laub ist dabei besonders wichtig, denn in den grünen Blättern findet die Photosynthese statt. Sie ermöglicht den Pflanzen, Kohlendioxid aus der Luft und dem Wasser unter Nutzung von Lichtenergie in Zucker und Sauerstoff umzuwandeln. Den Zucker nutzen Zwiebelblumen nach der Blüte dazu, ihren Speicher wieder aufzufüllen. Deshalb gilt für alle Zwiebelblumen, dass man ihr Laub so lange stehen lässt, bis es verwelkt ist. Erst wenn es gelb bzw. braun ist und sich ganz leicht ablösen lässt, kann man es entfernen.

Narzissen im Beet
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Blätter verblühter Zwiebelblumen nicht abschneiden

Sind die ersten Frühlingsboten wie Narzissen & Co. verblüht, ist man versucht, die oberirdischen Pflanzenreste abzuschneiden, damit es im Beet wieder ordentlich aussieht. Das sollten Sie aber auf keinen Fall tun. Zwiebelblumen muss man nämlich genug Zeit geben, damit sie notwendige Reservestoffe in ihrer Zwiebel, Knolle oder dem Rhizom einlagern können. Nur dann besitzen sie genug Power, um nächstes Frühjahr neu auszutreiben. Das Laub ist dabei besonders wichtig, denn in den grünen Blättern findet die Photosynthese statt. Sie ermöglicht den Pflanzen, Kohlendioxid aus der Luft und dem Wasser unter Nutzung von Lichtenergie in Zucker und Sauerstoff umzuwandeln. Den Zucker nutzen Zwiebelblumen nach der Blüte dazu, ihren Speicher wieder aufzufüllen. Deshalb gilt für alle Zwiebelblumen, dass man ihr Laub so lange stehen lässt, bis es verwelkt ist. Erst wenn es gelb bzw. braun ist und sich ganz leicht ablösen lässt, kann man es entfernen.

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