Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
12/2015 Dezember 2015

Top 10 TIPPS Die wichtigsten Tipps
und Tricks für den Monat
Dezember

Erdschollen im Beet
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Nur bei frostfreiem Wetter pflanzen

Eigentlich leuchtet es sofort ein: Bei gefrorenem Boden tut man sich nicht nur schwer, ein Loch zu graben, die Pflanzen können dann auch nicht einwurzeln. Außer, dass sie kein Wasser aus dem Boden aufnehmen können, ist auch das wichtige Einschlämmen der Wurzeln nach der Pflanzung nicht möglich. Dabei schließen sich Luftlöcher in der Erde und die Wurzeln bekommen Bodenkontakt – eine wichtige Voraussetzung für gutes Anwachsen. So kommt es immer wieder vor, dass neu gepflanzte Stauden oder Blumenzwiebeln über Winter „hochfrieren“, wenn ihre Wurzeln vor dem ersten Frost keine ausreichende Zeit hatten einzuwurzeln. Pflanzen Sie deshalb nur bei milden Temperaturen und schützen Sie den Pflanzbereich mit einer Mulchschicht bzw. einer Abdeckung aus Tannenreisern.

Kübelpflanzen im Winterquartier
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Kontrolle Kübelpflanzen im Winterquartier

Aus den Augen, aus dem Sinn? Das passiert bei Kübelpflanzen im Winterquartier schnell. Denn erstens ist der Gang in den kühlen Schuppen oder Keller nicht gerade tägliche Routine und zweitens wähnt man die Pflanzen ja in der Winterruhe. Das kann ein fataler Fehler sein, denn wintergrüne Hartlaubgewächse zum Beispiel betreiben ja weiterhin Stoffwechsel. Sie leiden in der dunklen Jahreszeit besonders unter Lichtmangel und sind dann anfällig für Pilzkrankheiten und Schädlinge. Außerdem benötigen sie regelmäßig Wasser. Laub abwerfende Kübelpflanzen sind da zwar besser dran, aber auch sie sollten weder komplett austrocknen noch zu feucht stehen. Damit alle frostempfindlichen Gewächse gut über den Winter kommen, ist es ratsam, sie regelmäßig zu kontrollieren.

Blühende Kamelie
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Zimmerpflanzen richtig pflegen

Es wird oft vergessen, dass die meisten Zimmerpflanzen aus tropischen Regionen kommen, in denen es ganzjährig hell, warm und feucht ist. Wärme ist im Haus ja gegeben, aber an den Faktoren Licht und Feuchtigkeit hapert es in den Wintermonaten oft. Trockene Heizungsluft und ein zu dunkler Standort lassen die Pflanzen kümmern und machen sie anfällig für Krankheiten. Wenn Sie den grünen Mitbewohnern etwas Gutes tun möchten, dann geben Sie ihnen einen Platz am Fenster und stäuben Sie alle Gewächse mit Ausnahme der Sukkulenten regelmäßig mit kalkarmem Wasser aus einer Sprühflasche ein. Auch gießen sollten Sie nur mit kalkarmem Wasser, um auf der Blumenerde und am Topfrand überschüssige Kalkablagerungen zu vermeiden. Für ausreichende Photosynthese ist es ratsam, breitblättrige Pflanzen regelmäßig abzustauben und auch eine Dusche oder ein gelegentliches Tauchbad tut den Pflanzen gut. Zugluft kann ebenso schaden wie Heizungsnähe. Es ist also wichtig, auf ein ausgewogenes Raumklima zu achten und die Pflanzen auch nicht dauernd an einen anderen Platz zu stellen. Während Winterblüher regelmäßig Dünger benötigen, befinden sich sommerblühende Arten nun in der Winterruhe und werden damit verschont, bis sie im Frühjahr neue Triebe bilden.

Rotkehlchen
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Gartenvögel füttern

Die gefiederten Gäste im Garten brauchen unsere Unterstützung. Vögel im Winter artgerecht zu füttern, ist nach neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen nicht schädlich, sondern mittlerweile sogar unentbehrlich. Wildvögel finden in der ausgeräumten Agrarlandschaft immer weniger Nahrung und suchen vermehrt in Siedlungsräumen nach Futter. Wichtig ist, dass der Futterplatz vor Regen geschützt ist und sauber gehalten wird. Mangelnde Hygiene und Feuchtigkeit leisten dem Ausbruch von Krankheiten Vorschub und machen das Futter ungenießbar. Auch Katzen und Nagetieren sollte der Zugang möglichst unmöglich gemacht werden. Geeignete Futterspender und Vogelfutter für die verschiedenen Futtervorlieben vom Weichfutter für Amsel, Rotkehlchen oder Zeisig bis hin zu Samenkernen für Körnerfresser wie Finken finden Sie in Ihrem OBI Markt.

Blühende Hyazinthe
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Nässe vermeiden bei empfindlichen Wurzeln

Wenn das Wurzelgewebe von Landpflanzen längere Zeit im Wasser steht, faulen diese sehr schnell und die Pflanze stirbt ab. Kommt noch winterliche Kälte dazu, gibt das vielen Gewächsen den Rest – auch wenn sie sich gerade in der Winterruhe befinden. Egal, ob es sich um Topfpflanzen handelt oder Gewächse im Beet – Staunässe gilt es zu vermeiden. Verhindern lässt sie sich durch eine Drainageschicht im Topf oder durch die Beigabe von grobkörnigen Bestandteilen im Boden. Bei Topfgewächsen hat sich beispielsweise Blähton bewährt, der porös ist und eine in der Regel ausreichende Wasseraufnahmekapazität hat. Bei schweren Gartenböden mit hohem Tonanteil hilft das Unterharken von Sand, Lavagrus oder Kies, um den Boden zumindest im Wurzelbereich der Pflanzen durchlässiger zu machen. So lässt sich beispielsweise auch gut verhindern, dass Blumenzwiebeln in einem zu feuchten Milieu stehen.

Gartengeräte und Gartenwerkzeug
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Gartengeräte pflegen und einlagern

Nutzen Sie die Winterpause für einen gründlichen Check und die Pflege Ihrer Gartengeräte. Sie werden es Ihnen mit längerer Lebensdauer danken! Hochwertige Gartengeräte lassen sich in ihre Einzelbestandteile zerlegen und können so besser gepflegt werden. Rostige Stellen werden abgebürstet, Scharniere geölt oder geschmiert, Klingen und Schneiden gesäubert und geschliffen und Stiele mit einem Pflegemittel bearbeitet. Sie werden sehen, dass sich dann im Frühjahr wieder viel leichter damit arbeiten lässt. Denken Sie auch an den Wasserschlauch: Er sollte frostfrei gelagert werden und aufgerollt keine Knicke aufweisen. Prüfen Sie auch, ob die Dichtungen noch in Ordnung sind.

Zweige mit Schnee
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Wintercheck bei Schnee: Zweige abschütteln

Der erste Schnee fällt oft über Nacht: Plötzlich ist alles weiß und der Garten ein Wintertraum. Doch ist vor allem bei nassem Schnee Vorsicht geboten. Dieser ist schwer und pappig, sodass dünne Halme und weniger stabile Zweige darunter umknicken oder abbrechen. Binden Sie hochwüchsige Gräserstauden (auch Bambus) und säulenförmige Immergrüne deshalb vorsichtshalber schon vor dem ersten Schneefall zusammen. Bei Laub abwerfenden Gehölzen schütteln Sie den Schnee beispielsweise mit einem Besenstiel auf den Zweigen ab, bevor brüchige Äste unter der Last womöglich abbrechen. Bedenken Sie auch, dass Pulverschnee bei Tauwetter schwerer wird und dann ebenfalls zum Problem für hohe Stauden und Gehölze mit dünnen Zweigen werden kann.

Erdhaufen durch Wühlmausaktivität
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Wühlmäuse bekämpfen

Neben flach aufgeworfenen Hügeln im Boden sind welkende Pflanzen oder schlecht austreibende Bäume ein häufiges Kennzeichen für die Aktivität von Wühlmäusen. Im Gegensatz zu Maulwürfen dürfen sie mithilfe von Fallen oder Ködern gefangen werden. Da die Tiere auch im Winter aktiv und die Beete in dieser Zeit meist frei sind, ist die Zeit für Gegenmaßnahmen ideal. Kastenfallen, bestückt mit einem pflanzlichen Köder, bieten gute Fangerfolge. Auch diverse Köderprodukte können helfen, die Tiere in Fallen zu locken. Vorbeugend sollten Sie den Wurzelballen aller jungen Obstgehölze schon bei der Pflanzung mit einem Drahtkorb schützen.

Blühende Amaryllis
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Zwiebelblumen vorziehen

Die Zwiebeln von Rittersternen (Amaryllis) und Hyazinthen eignen sich in diesen Wochen wunderbar zum Vorziehen im Haus. Mit etwas Glück erblühen sie passend zum Weihnachtsfest oder sorgen nach den Feiertagen für den ersten Blütenzauber des neuen Jahrs. Frische Zwiebeln der beiden Pflanzen erhalten Sie jetzt in Ihrem OBI Markt. Besorgen Sie sich gleich noch die passende Vase dazu, ein speziell geformtes Glas, in dem die Zwiebel so Halt findet, dass nur ihre Wurzeln ins Wasser eintauchen. Das ist wichtig, damit die Zwiebel nicht fault, die Wurzeln aber genügend Wasser bekommen, um den Austrieb zu fördern. Bei Zimmertemperatur wird sich nun nach wenigen Tagen der grüne Blattschopf zeigen, der täglich rasch an Länge zulegt. Zu guter Letzt erscheint der Blütenstängel. Statt sie in einer Vase anzutreiben, können Sie die Zwiebeln natürlich auch eintopfen. Setzen Sie diese dann zur Hälfte in einen mit Blumenerde gefüllten Topf und wässern Sie die Erde. Warten Sie nun ein paar Tage, bis die Pflanze einwurzelt. Erst ab dem Zeitpunkt, wenn sich der Blattschopf streckt und so lange die Pflanze dann später blüht, wässern Sie regelmäßig.

Wintergemüse nach der Ernte
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Wintergemüse einlagern

Wurzelgemüse und andere Gemüsesorten, die erst spät geerntet werden, bleiben anschließend in einem kühlen, frostfreien Keller oder in einer frostgeschützten Erdmiete im Freien monatelang haltbar. Ideal sind dafür Temperaturen von ca. 2 – 6° Celsius und hohe Luftfeuchtigkeit. Auch ein Dachboden oder ein Schuppen, der diese Voraussetzungen bietet, kommt infrage. Zur Aufbewahrung eignet sich beispielsweise eine mit Zeitungspapier ausstaffierte und mit Sand gefüllte Holzkiste. Zwischen dem feuchten Sand bleiben Wurzelarten wie Möhren, Pastinaken, Rüben, Schwarzwurzeln, Knollensellerie oder Rote Bete über viele Wochen frisch und knackig. Das Laub drehen Sie vorher am Stielansatz ab, erhalten Sie aber den Herztrieb in der Mitte. Lagern Sie nur einwandfreie Exemplare ohne Druck- oder Faulstellen ein und achten Sie darauf, dass sich die Knollen nicht berühren.

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