Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
12/2015 Dezember 2015

DOs & DONts

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei der Gartenarbeit richtig ist und was falsch. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, stellen wir Ihnen jeden Monat passend zur Jahreszeit einige empfehlenswerte Tätigkeiten vor und sagen Ihnen, was Sie vermeiden sollten.

DOs

Markierung im Beet
1

Beetplanung nächste Saison

Vorfreude ist die schönste Freude! Nutzen Sie doch die winterliche Auszeit von der Gartenarbeit, um sich auszumalen, wie Sie die Beete im kommenden Jahr bepflanzen möchten. Vielleicht haben Sie schon lange vor, neue Blumensorten auszuprobieren oder planen die Fruchtfolge im Nutzgarten bereits im Detail. Für das Stöbern in Saatgutkatalogen und in Gartenbüchern und -magazinen haben Sie jetzt ausgiebig Zeit. Dort finden Sie viele Anregungen und kommen auf neue Ideen. Übertragen Sie dann die Beetmaße auf Millimeterpapier oder in ein Gartenplanungsprogramm auf dem Computer und legen Sie darauf die Anordnung der Pflanzen fest. Dann haben Sie vor dem Einkauf einen genauen Überblick über den Bedarf an Saatgut und Jungpflanzen.

Blühender Kirschenzweig
2

Barbarazweige schneiden

Es ist ein schöner alter Brauch, mitten im Winter Gehölzzweige zum Blühen zu bringen. Wer um den 4. Dezember, dem Gedenktag der Heiligen Barbara, Zweige von Obstbäumen schneidet und diese im Haus ins Wasser stellt, kann damit rechnen, dass sie in der Weihnachtszeit blühen. In der Regel werden dafür Kirschzweige verwendet, aber auch Apfeltriebe und Haselruten oder diverse Ziersträucher werden so vor der Zeit zu neuem Leben erweckt. Der Sage nach gelten die blühenden Zweige als Glücksbringer, trocknen sie dagegen ein, ist das ein schlechtes Omen für das neue Jahr. Um Letzteres zu verhindern, lässt sich ein wenig nachhelfen. Ohne vorherigen Kältereiz treiben Gehölzzweige in der Wärme keine Blüten. Nutzen Sie nach dem Schnitt also eine frostige Nacht, um die Zweige ins Freie zu stellen, oder legen Sie sie für ein paar Stunden in die Tiefkühltruhe. Anschließend werden sie in lauwarmes Wasser getaucht, und die Schnittstelle wird kreuzförmig aufgeschlitzt, um die Wasseraufnahme zu erleichtern. Dann kommen die Zweige in eine Vase. Nun dauert es etwa drei Wochen, bis die Knospen sich öffnen und blühen – genau rechtzeitig zu den Weihnachtstagen.

Immergrüne im Beet
3

Immergrüne wässern

Immergrüne Pflanzen betreiben auch im Winter Photosynthese und stellen ihren Wasserverbrauch nicht ein. Es ist daher nötig, sie regelmäßig zu gießen. Vor allem, wenn diese in einen Topf gepflanzt sind und solange der Boden nicht gefroren ist. Wenn Sie die Blätter durch ein Vlies vor praller Sonne schützen, wird der Wasserverbrauch durch Verdunstung aber vermindert. Trotzdem können die Gewächse unter Trockenheit leiden, wenn der Boden friert und der Wassernachschub ausbleibt. Um das Gefrieren der Erde zumindest bei geringen und kurzfristigen Minusgraden zu verhindern, können Sie den Wurzelraum durch eine Abdeckung mit Tannenreisern schützen oder bei Topfgewächsen den Kübel frostsicher mit einem Vlies verpacken.

Bohnen- und Maissamen im Glas
4

Saatgut sortieren

Das Gartenjahr war ergiebig, die Ernte fiel üppig aus und nun können Sie bei Ihren Vorräten aus dem Vollen schöpfen. Auch Saatgut konnten Sie gewinnen für die Aussaat im kommenden Jahr. Nach dem Trocknen wird es gleich sortiert und dann luftdicht in Tüten oder Gläser mit Schraubverschluss abgefüllt. So sind die Samen gut konserviert, können nicht feucht werden oder schimmeln und behalten ihre Keimfähigkeit. In einer dunklen Kiste aufbewahrt, haben Sie die Samen im kommenden Frühjahr dann schnell wieder zur Hand.

Grünkohl im Beet
5

Wintergemüse ernten

Zum Schutz vor Eiseskälte werden späte Möhren, Rote Bete, Mangold, Herbstlauch oder Winterrettich sowie Grün- und Rosenkohl unter einem Vlies oder Folientunnel kultiviert. Auf diese Weise kann Wintergemüse lange im Beet bleiben. Bei Schneefall lässt sich darunter auch viel einfacher ernten. Als Wärmeeffekt für Winter-Lauch bietet sich das Anhäufeln mit Erde an der Basis an. Hart im nehmen sind Feldsalat und Portulak. Sie rappeln sich auch ohne Schutzvlies nach Frost schnell wieder auf – nur in gefrorenem Zustand sollten sie nicht geerntet werden. Das gilt auch für Endivien oder Radicchio. Als Isolierung reicht es, zwischen die Reihen etwas Laub zu streuen. Grün- und Rosenkohl werden erst nach Frosteinwirkung geerntet. Dann wandelt sich ihre Stärke in Zucker um und macht das Gemüse bekömmlich. Auch winterharte Spinatsorten oder Topinambur sind frostverträglich und können in den Wintermonaten geerntet werden.

Grünkohl im Beet
5

Wintergemüse ernten

Zum Schutz vor Eiseskälte werden späte Möhren, Rote Bete, Mangold, Herbstlauch oder Winterrettich sowie Grün- und Rosenkohl unter einem Vlies oder Folientunnel kultiviert. Auf diese Weise kann Wintergemüse lange im Beet bleiben. Bei Schneefall lässt sich darunter auch viel einfacher ernten. Als Wärmeeffekt für Winter-Lauch bietet sich das Anhäufeln mit Erde an der Basis an. Hart im nehmen sind Feldsalat und Portulak. Sie rappeln sich auch ohne Schutzvlies nach Frost schnell wieder auf – nur in gefrorenem Zustand sollten sie nicht geerntet werden. Das gilt auch für Endivien oder Radicchio. Als Isolierung reicht es, zwischen die Reihen etwas Laub zu streuen. Grün- und Rosenkohl werden erst nach Frosteinwirkung geerntet. Dann wandelt sich ihre Stärke in Zucker um und macht das Gemüse bekömmlich. Auch winterharte Spinatsorten oder Topinambur sind frostverträglich und können in den Wintermonaten geerntet werden.

DONts

Fußabdruck im gefrorenen Rasen
1

Bei Frost nicht den Rasen betreten

Es ist natürlich verlockend, durch den verschneiten Garten zu streifen und den Raureif auf den Zweigen aus der Nähe zu betrachten. Nur Ihren Rasen sollten Sie bei Ihrem winterlichen Streifzug besser nicht betreten. Auch als Abkürzung auf dem Weg zur Mülltonne sollten Sie ihn nicht nutzen, solange die Gräserhalme gefroren sind. Denn diese brechen dann sehr leicht ab, bieten dann Fäulnispilzen eine Eintrittspforte in das Blattgewebe und können auch bei Minusgraden viel Schaden anrichten. Diesen bemerken Sie dann womöglich erst, wenn der Schnee geschmolzen ist und sich die Krankheit schon ausgebreitet hat. Günstig ist es deshalb auch, den Rasen bei der letzten Mahd so kurz wie möglich zu mähen. Denn dann können die Halme nicht mehr knicken.

Farn als Zimmerpflanze
2

Zimmerpflanzen nicht in Heizungsnähe

Sie meinen es bestimmt gut, wenn Sie Ihre Zimmerpflanzen über Winter an einen möglichst warmen Platz stellen. Dabei ist trockene Wärme für die Pflanzen alles andere als ideal. Die Erde im Topf trocknet dabei viel schneller aus, und wenn die Pflanzen nicht über ein automatisches Bewässerungssystem versorgt werden, leiden sie schnell unter Wasserstress. Außerdem fördert die Wärme auch die Verdunstung über die Blattoberfläche, sodass die Wasservorräte noch schneller versiegen. Ein heller, normal temperierter Platz um 20 °C ist günstig für die meisten Zimmerpflanzen. Wenn Sie sie dann noch hin und wieder mit kalkarmem Wasser einsprühen oder unter der Dusche abbrausen, ist das Pflanzenglück perfekt.

Zitrone (Citrus limon)
3

Kübelpflanzen nicht zu dunkel überwintern

Hartlaubgewächse, die ihre Blätter über Winter nicht abwerfen, benötigen in der dunklen Jahreszeit einen möglichst hellen und kühlen, aber frostfreien Platz. Ideal sind Temperaturen um 10–15 °C. Meist handelt es sich um subtropische oder tropische Pflanzen. Sie kümmern, wenn sie nicht genügend Licht bekommen, und sind dann anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall. Schildläuse und Thripse setzen ihnen zu und schwächen die Pflanzen. Als Faustregel gilt: Je wärmer der Platz, desto heller müssen die Pflanzen stehen.

Astschere beim Obstbaumschnitt
4

Obstbäume nicht bei Frost schneiden

Die Wintermonate sind eine ideale Zeit für den Schnitt von Kernobstgehölzen. Der Rückschnitt regt das Wachstum an und fördert die Verzweigung. Er sollte allerdings nicht bei Temperaturen unter -5 °C durchgeführt werden, um die Schnittstellen vor dem Zurückfrieren und vor Krankheiten zu schützen. Denn der Wundverschluss, der dafür sorgt, dass größere Schnittwunden vor dem Eindringen von Krankheitspilzen geschützt sind, dauert bei winterlicher Kälte länger als im Sommer. Ideal ist es, wenn der Schnitt an einem frostfreien Tag erfolgt, an dem die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt liegen.

Winterschutz mit Falllaub
5

Winterschutz im Freien nicht mit luftdichten Plastikfolien

Auch Pflanzen brauchen Luft zum Atmen, selbst wenn sie in der kalten Jahreszeit eine Ruhephase einlegen. Sie vor Minusgraden zu schützen, ist bei empfindlichen Gewächsen natürlich wichtig, aber Sie sollten darauf achten, dass unter der Verpackung noch Luft zirkulieren kann. Polsterfolien, die sehr dicht um die Pflanze gewickelt werden, lassen diese nicht mehr zu. Kondensiertes Wasser kann darunter dann nicht verdunsten und es kommt zu Fäulnisprozessen und Pilzkrankheiten. Besser ist es, ein luft- und wasserdurchlässiges Spezialvlies zu verwenden, die Gewächse mit Tannenreisern abzudecken oder sie in einen Käfig aus Falllaub einzubetten.

Winterschutz mit Falllaub
5

Winterschutz im Freien nicht mit luftdichten Plastikfolien

Auch Pflanzen brauchen Luft zum Atmen, selbst wenn sie in der kalten Jahreszeit eine Ruhephase einlegen. Sie vor Minusgraden zu schützen, ist bei empfindlichen Gewächsen natürlich wichtig, aber Sie sollten darauf achten, dass unter der Verpackung noch Luft zirkulieren kann. Polsterfolien, die sehr dicht um die Pflanze gewickelt werden, lassen diese nicht mehr zu. Kondensiertes Wasser kann darunter dann nicht verdunsten und es kommt zu Fäulnisprozessen und Pilzkrankheiten. Besser ist es, ein luft- und wasserdurchlässiges Spezialvlies zu verwenden, die Gewächse mit Tannenreisern abzudecken oder sie in einen Käfig aus Falllaub einzubetten.

Nach oben