DOs & DONts

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei der Gartenarbeit richtig ist und was falsch. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, stellen wir Ihnen jeden Monat passend zur Jahreszeit einige empfehlenswerte Tätigkeiten vor und sagen Ihnen, was Sie vermeiden sollten.

DOs

Rasen mit Sprenger wässern
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Bei Trockenheit den Rasen wässern!

Der Hochsommer beschert uns warme, zum Teil heiße Tage, die wir in vollen Zügen genießen. Dem Garten und speziell dem Rasen machen die endlosen Sonnenstunden allerdings oft schwer zu schaffen. Bleiben über Wochen zudem die Niederschläge aus, wird es Zeit, dem Rasen eine Erfrischungskur zu gönnen. Damit sich der grüne Teppich nicht in eine gelb-braune, öde Fläche verwandelt, sollten Sie ihn zwei- bis dreimal wöchentlich wässern. Hier gilt: lieber durchdringend bis in zehn Zentimeter Bodentiefe wässern und dazwischen ein paar Tage Pause einlegen, als täglich lediglich die Oberfläche des Rasen zu benetzen, ohne dass das Wasser an den Wurzeln ankommt. Der beste Zeitpunkt zum Rasensprengen ist morgens und abends. Beregnet man tagsüber, verdunstet ein zu großer Teil ungenutzt. Außerdem ist dann die Sonneneinstrahlung so groß, dass die Grashalme verbrennen würden. Der Klassiker in vielen Gärten ist der Rasensprenger, der mehrfach umgesetzt werden muss. Eine clevere Alternative sind automatische Bewässerungssysteme. Damit braucht man sich ums Beregnen gar nicht zu kümmern. Per Timer oder Zeitschaltuhr legt er ganz von allein los mit dem ersehnten „Regen“.

Blauregen an Hausfassade mit blauen Fensterläden
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Sommerschnitt an Blauregen

Blauregen (Wisteria sinensis) – auch Glyzinie genannt – verwandelt Rankgerüste, Pergolen und Fassaden in ein Meer aus blau-violetten Blütentauben. Die beliebte Kletterpflanze wuchert aber auch sehr stark und investiert reichlich Energie in die Bildung neuer, sehr langer Seitentriebe. Damit der Blauregen aber auch im kommenden Jahr wieder reichlich Blüten und nicht nur unzählige Blattpaare trägt, muss man ihn dazu anregen, neue Blütenknospen anzulegen. Also kürzt man etwa acht bis zehn Wochen nach der Blüte im Mai die jungen ungestümen Triebe um drei bis fünf Blattpaare ein. Mit dem Sommerschnitt drosselt man das rein „grüne“ Wachstum und sorgt dafür, dass die Pflanze ihre Kraft für mehr Blütenansätze nutzt.

Blüte der reinweißen Madonnenlilie
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Madonnenlilien haben den Vortritt

Typisch für Lilien sind ihre farbenprächtigen großen Blütentrichter. Ganz anders kommt dagegen die Madonnenlilie (Lilium candidum) daher. Mit ihren klaren, reinweißen Blüten ist sie ist nicht nur optisch eine Ausnahmeerscheinung. Während man ihre bunten Schwestern im Herbst oder im Frühling pflanzt, ist die Madonnenlilie jetzt schon dran. Nach ihrer Blüte im Juli stirbt alles Oberirische ab und dann begibt sie sich in die sommerliche Ruhezeit. Nur in dieser Ruhephase sollte man die Zwiebeln pflanzen oder versetzen. Also am besten im August; das kommt auch ihrer etwas längeren Entwicklungszeit zugute. Eine weitere Besonderheit der Madonnenlilie ist die Pflanztiefe. Achten Sie darauf, dass die Zwiebel nicht zu tief in der Erde landet. Mehr als drei Zentimeter tief sollten es nicht sein. Nur dann bildet sie am Trieb oberhalb der Zwiebel auch Wurzeln, die zusätzlich für die Ernährung sorgen. Die anderen Lilienarten werden klassisch dreimal so tief wie die Zwiebelhöhe gepflanzt! Madonnenlilien brauchen einen sonnigen Platz in durchlässiger Erde. Geben Sie der nährstoffhungrigen Schönheit beim Pflanzen abgelagerten Mist oder reifen Kompost mit ins Pflanzloch und lassen Sie die Horste möglichst ungestört wachsen. Dann entwickeln sie sich prächtig.

Frisch geerntete Pfirsiche mit Blättern
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Laufend Pfirsiche ernten

Im August liegt Pfirsichduft in der Luft. Die vollreifen, saftigen Früchte sind eine Köstlichkeit, in deren Genuss man nur bei eigener Ernte kommt. Pfirsiche vom Gemüsehändler um die Ecke kommen meist aus Italien oder Spanien und haben oft viel zu wenig Sonne gesehen, da die druckempfindlichen Früchte lange vor der Reife geerntet werden, damit man sie gut transportieren kann. Das Nachreifen der Importware fällt nur mittelmäßig aus und damit fehlt auch das erwünschte Aroma. Ein Königreich also für den Pfirsichbaum vor der eigenen Haustür. Hier können die Früchte so lange am Baum bleiben, wie sie müssen. Den richtigen Reifegrad erkennt man daran, wenn sich die Frucht durch leichtes Drehen vom Holz löst. Entscheidend ist natürlich auch die Farbe. Da die Früchte nicht alle gleichzeitig reifen, müssen sie immer wieder kontrollieren, welche vom Baum müssen, bevor sie herunterfallen. Am besten werden sie dann auch gleich frisch verzehrt. Was man nicht sofort verbraucht, wird samt Haut mit dem Mixer püriert und eingefroren. Später wird daraus Marmelade oder ein Dessert.

Reihen von verschiedenen Gemüsearten im Hochsommer
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Gleichmäßig gießen im Gemüsebeet

Im Sommer stehen frische Rohkostsalate häufig auf dem Speiseplan. Karotten, junge Zucchini, Rote Bete und Radieschen sind dafür willkommene und vitaminreiche Zutaten. Schade nur, wenn man zum Grillfest noch schnell das Gemüse ernten will und dabei feststellt, dass die meisten Wurzelgemüse Risse tragen. Das kann schnell passieren, wenn man das Gemüsebeet nicht regelmäßig gegossen hat. Der Wechsel zwischen ungleichmäßiger und übermäßiger Bewässerung lässt Karotten und Co. regelrecht der Länge nach platzen. An diesen Stellen entstehen unschöne und wenig schmackhafte trockene „Narben“, die man wegschneiden sollte. Damit einem nicht der Appetit auf das leckere Gemüse vergeht, sollte man unbedingt gleichmäßig gießen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man den Gartenschlauch ausrollt oder die Gießkanne benutzt. Hauptsache man gießt nicht hin und wieder und dann wieder zu viel. Dann klappt es auch mit dem knackigen Gemüse für den Sommersalat aus dem eigenen Anbau.

Reihen von verschiedenen Gemüsearten im Hochsommer
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Gleichmäßig gießen im Gemüsebeet

Im Sommer stehen frische Rohkostsalate häufig auf dem Speiseplan. Karotten, junge Zucchini, Rote Bete und Radieschen sind dafür willkommene und vitaminreiche Zutaten. Schade nur, wenn man zum Grillfest noch schnell das Gemüse ernten will und dabei feststellt, dass die meisten Wurzelgemüse Risse tragen. Das kann schnell passieren, wenn man das Gemüsebeet nicht regelmäßig gegossen hat. Der Wechsel zwischen ungleichmäßiger und übermäßiger Bewässerung lässt Karotten und Co. regelrecht der Länge nach platzen. An diesen Stellen entstehen unschöne und wenig schmackhafte trockene „Narben“, die man wegschneiden sollte. Damit einem nicht der Appetit auf das leckere Gemüse vergeht, sollte man unbedingt gleichmäßig gießen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man den Gartenschlauch ausrollt oder die Gießkanne benutzt. Hauptsache man gießt nicht hin und wieder und dann wieder zu viel. Dann klappt es auch mit dem knackigen Gemüse für den Sommersalat aus dem eigenen Anbau.

DONTs

Gewächshaus mit weit geöffneter Tür
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Gewächshaus geschlossen halten

Kein Hobbygärtner, der ein Gewächshaus besitzt, möchte das Glashaus für Vorkulturen und optimale Ernteerträge von Gurken, Tomaten, Paprika und Co. missen. Auf diese Weise lassen sich Wachstumsvorsprünge von bis zu sechs Wochen erzielen. Egal ob große Gewächshäuser oder Mini-Gewächshäuser: Besonders wichtig ist regelmäßiges Lüften. Das warmfeuchte Klima fördert zwar das Wachstum der Pflanzen und das Heranreifen von Obst und Gemüse, leider jedoch auch die Entstehung von Schimmelpilzen. Aus diesem Grund muss im Sommer täglich mindestens einmal gelüftet werden. Modernste Gewächshäuser besitzen elektronisch steuerbare und vorprogrammierbare Lüftungssysteme, mit denen sich Fenster automatisch öffnen und schließen lassen. Bei allen anderen Modellen heißt es Türen und Oberlichter von Hand öffnen oder die Folien zur Seite binden. Mit einem Thermometer und Hygrometer behält man das Klima gut im Auge. Als Idealtemperatur gelten 22 – 24 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 80 Prozent.

Rosa Blüte inmitten von blau blühender Hortensie
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Rostige Nägel für blaue Hortensien

Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Etwa wenn die mit herrlich blauen Blüten gekaufte Bauernhortensie, wie die traditionsreiche Sorte ʹBlaumeiseʹ, sich allmählich eher rosa präsentiert. Da kommt man vielleicht auf die Idee, der gewünschten Farbe mit rostigen Nägeln auf die Sprünge zu helfen, um sie umzufärben. Alteisen – in welcher Form auch immer – hat im Garten nichts zu suchen. Der Grund für den unerwünschten Farbwechsel bei der Hortensie liegt im Boden. Nur auf sauren Böden blüht sie intensiv blau. Ist der Boden eher alkalisch, fällt das Blütenbild allmählich rosa aus. Als Sofortmaßnahme empfiehlt sich wasserlösliches Nährsalz (Algoflash), welches Eisen und Aluminiumsulfat enthält. In Wasser gelöst gießt man es direkt an die Pflanzen. Oder man setzt die Pflanze in eine Spezialerde für Blaue Hortensien mit Aluminiumsulfat. Der niedrige ph-Wert hält den Nährstoff optimal verfügbar und lässt ihre Hortensie intensiv blau blühen.

Gärtner entfernt vom Rand aus Algen aus dem Gartenteich.
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Niemals Algen im Gartenteich entfernen

Von wegen Algen können kein Wässerchen trüben. Besonders in den Sommermonaten kann es zu einer explosiven Vermehrung von Algen kommen. Dann spricht man von der sogenannten Algenblüte. Mit steigenden Temperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt des Wassers und in diesem Milieu fühlen sich die Algen sichtlich wohl. Das ansonsten recht klare Wasser wird dann zu einer grünlichen Suppe aus Grünalgen. Gesellen sich dann noch lange, schleimige Fadenalgen hinzu, die sich kreuz und quer durch das Teichbecken ziehen, stört das nicht nur den Anblick, sondern auch das biologische Gleichgewicht. Nach der Algenblüte sterben die Pflanzen ab und sinken auf den Teichgrund. Durch intensive Zersetzungsprozesse geht dann die Sauerstoffkonzentration im Teichwasser manchmal so stark zurück, dass die Fische zu ersticken drohen und das Gewässer umkippt. Um das zu verhindern, kann man an kleinen Teichen vom Rand aus die Algen mit einer langen Stange oder einem Kescher mit Teleskopstiel fischen. Will man die Mitte eines größeren, aber flachen Gartenteichs erreichen, heißt es rein in die Gummistiefel und Wathose und das Angeln der Algen kann beginnen. Ist der Teich allerdings noch größer und tiefer, ist eine kleine Bootspartie vonnöten.

Schmucklilie als Kübelpflanzen am Wasserbecken
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Schmucklilien erst im Herbst umtopfen

Die beliebten Kübelpflanzen mit ihren blauen oder weißen doldigen Blütenständen sind äußerst robust und können mit einem Minimum an Pflege ein stattliches Alter erreichen. Drohen die Schmucklilien (Agapanthus) jedoch nach Jahren den Topf zu sprengen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sie umzupflanzen. Wenn man sie noch im August umtopft, können die Pflanzen bis zur Einwinterung noch ihre ganze Energie nutzen, um neue Wurzeln zu bilden. Im Spätsommer sind die Schmucklilien ohnehin meist schon abgeblüht und dann kann es losgehen. Wählen Sie einen etwas größeren Topf. Er muss auch nur circa vier Zentimeter größer sein als sein Vorgänger. Verwenden Sie qualitativ hochwertige, frische Blumenerde oder – noch besser – Kübelpflanzenerde. Achten Sie beim Einpflanzen darauf, dass die Wurzeln im neuen Topf schon leicht an den Rand stoßen. Das mag irritierend klingen, aber nur in einem gut durchwurzelten Ballen entwickelt der Agapanthus eine reiche Blüte. Übrigens sollte man nach dem Umtopfen die Pflanzen nicht mehr zusätzlich düngen. Die neue Erde enthält alles, was die Pflanze jetzt noch braucht.

Großblütige rosa Clematis in voller Blüte
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Welke Clematis nicht beachten

Obwohl man sie gut mit Wasser versorgt hat, machen Clematis im Hochsommer oft schlagartig schlapp. Schuld an dem traurigen Anblick ist die Phoma-Clematiswelke. Diese Pilzerkrankung macht sich mit Vorliebe über die großblütigen Hybriden her. Der Pilz verstopft die Leitungsbahnen der Pflanzen, wodurch kein Wasser mehr in Blätter und Blüten gelangt. Sobald man den Verdacht hat, dass mit der Clematis etwas nicht stimmt, sollte man schnell handeln und die gesamte Pflanze mit einem Fungizid behandeln. Sind jedoch bereits große Teile der Pflanze betroffen, hilft nur ein Radikalschnitt, und zwar komplett bis in Bodennähe. Die abgeschnittenen Teile dürfen auf keinen Fall auf den Komposthaufen! Darin können sich die Pilzsporen nämlich wunderbar vermehren. Zeigt sich im nächsten Jahr das gleiche Trauerspiel, haben die Sporen im Boden überwintert. Dann muss die Pflanze leider ganz weg und der Boden ausgetauscht werden, bevor man eine neue Clematis pflanzt.

Großblütige rosa Clematis in voller Blüte
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Welke Clematis nicht beachten

Obwohl man sie gut mit Wasser versorgt hat, machen Clematis im Hochsommer oft schlagartig schlapp. Schuld an dem traurigen Anblick ist die Phoma-Clematiswelke. Diese Pilzerkrankung macht sich mit Vorliebe über die großblütigen Hybriden her. Der Pilz verstopft die Leitungsbahnen der Pflanzen, wodurch kein Wasser mehr in Blätter und Blüten gelangt. Sobald man den Verdacht hat, dass mit der Clematis etwas nicht stimmt, sollte man schnell handeln und die gesamte Pflanze mit einem Fungizid behandeln. Sind jedoch bereits große Teile der Pflanze betroffen, hilft nur ein Radikalschnitt, und zwar komplett bis in Bodennähe. Die abgeschnittenen Teile dürfen auf keinen Fall auf den Komposthaufen! Darin können sich die Pilzsporen nämlich wunderbar vermehren. Zeigt sich im nächsten Jahr das gleiche Trauerspiel, haben die Sporen im Boden überwintert. Dann muss die Pflanze leider ganz weg und der Boden ausgetauscht werden, bevor man eine neue Clematis pflanzt.

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