Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
08/2015 August 2015

OBI Ratgeber Der pflegeleichte Sommergarten

Die Natur ist mal wieder das beste Vorbild: Selbst auf sehr trockenen, kargen Böden in den Steppenzonen der Erde gibt es blühendes Leben. Stauden und Gräser bilden dort über viele Wochen im Jahr blühende Aspekte – ganz ohne Wasserschlauch und Blumendünger. Dieses Prinzip lässt sich auch auf den eigenen Garten übertragen und damit viel Zeit und Mühe sparen.

Pflegeleichter Sommergarten Pflegeleichter Sommergarten

In Steppen- oder Kiesgärten überwiegen mal wogende Gräser, mal Blütenstauden mit auffälligen Blütenständen oder Farben. Geeignete Pflanzen erhalten Sie in Ihrem OBI Markt: Fackellilie (Kniphophia), Eselsdistel (Onopordum), Mohn (Papaver), Prachtkerze (Gaura), Grasnelke (Armeria), Indianernessel (Monarda), Lauch (Allium) oder Gräser wie das Federborstengras (Pennisetum) sind nur wenige Beispiele aus einer Fülle von Arten, die in trockenen, kiesigen Böden ohne viel Aufwand gedeihen und ausreichend winterhart in unseren Breiten sind. Wählen Sie die Gewächse so aus, dass die Fläche während der Vegetationszeit immer attraktiv ist. Das beginnt im Frühjahr mit blühenden Zwiebelblumen und hört mit einer schönen Herbstfärbung der Gräser und Stauden auf.

Kiesgarten

„Standortgerechtes Pflanzen ist das Zauberwort im pflegeleichten Garten.“

Dem natürlichen Charakter eines Kies- oder Steppenbeetes entspricht auch ein gewisses Maß an Spontanvegetation. Geben Sie den Beetpflanzen deshalb die Möglichkeit zum Aussamen und pflanzen Sie nicht zu dicht. Denn ein wichtiges Gestaltungselement ist neben den passenden Pflanzen das Substrat: Steine oder freie Kiesbereiche geben der Pflanzung ein authentisches Flair und haben dabei einen großen Nutzen: Die Kiesdecke speichert die Wärme im Boden, schränkt die Verdunstung ein und unterdrückt störenden Unkrautaufwuchs. Größere Steine wirken zwischen den Pflanzen besonders natürlich und geben der Pflanzung auch nach der Blütezeit Struktur.

Die anspruchslosen Gewächse eignen sich übrigens auch als Kübelpflanzen auf der Terrasse. Die Spinnenpflanze (Cleome) ist ein gutes Beispiel für langen Blütenflor ohne ständiges Gießen und Düngen. Vorausgesetzt, dass die Pflanzen an einem ungeschützten Platz eine gute Drainage haben und die Wurzeln nach längeren Regenfällen nicht durch Staunässe leiden.

Böschung an der Terrasse Böschung an der Terrasse

Stein auf Stein

Steingärten sind etwas aus der Mode gekommen. Aber das wird sich bald wieder ändern, denn sie erfüllen alle Anforderungen, von denen Hobbygärtner heutzutage träumen. Sie sind ganzjährig attraktiv und machen wenig Arbeit. Und dies nicht nur auf ebenen Flächen, sondern auch in der Vertikalen. Wer ein Hanggrundstück hat, weiß ein Lied davon zu singen, wie schwer es ist, dieses zu begrünen. Wie machen die Berge das bloß? Zum Beispiel mit Polsterpflanzen! Sie besiedeln noch die kleinste Felsnische und fördern dort die Humusbildung. So klein – und doch echte Könner auf ihrem Gebiet. Alpine Stauden wachsen auch im Garten auf exponierten Flächen wie Mauerkronen oder an der Terrassenböschung ausgezeichnet. Sie sind ebenso wie die Steppenpflanzen Hungerkünstler und kommen mit wenig Wasser und Humus aus. Platzieren Sie Findlinge aus der Region und einige immergrüne Zwerggehölze dazwischen. Sie geben der Bepflanzung zusätzlich Struktur und sind auch im Winter attraktiv.

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