Ideen & Tipps für ein grünes Zuhause
08/2015 August 2015

DOs & DONts

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei der Gartenarbeit richtig und was falsch ist. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, stellen wir Ihnen jeden Monat passend zur Jahreszeit einige empfehlenswerte Tätigkeiten vor und sagen Ihnen, was Sie vermeiden sollten.

DOs

Zimmerpflanze Farn
1

Gute Luft durch Zimmerpflanzen

Ein angenehmes Raumklima ist an heißen Sommertagen besonders willkommen. Unterstützung kommt hier von unerwarteter Seite – von Ihren Zimmerpflanzen. Die sind nämlich Meister im Verbessern der Raumluft. Eine ihrer Fähigkeiten beruht zum Beispiel auf der Erhöhung der Luftfeuchtigkeit. Große Zyperngräser (Cyperus) verdunsten bis zu zwei Liter Wasser täglich! Aber auch die Zimmerlinde (Sparmannia africana), Orchideen (Phalaenopsis) oder Chrysanthemen (Chrysanthemum) geben bis zu 98 Prozent des aufgenommenen Wassers wieder an die Umgebung ab. Was Allergiker freuen wird: Die Staubbelastung ist bei hoher Luftfeuchtigkeit deutlich reduziert.

Sanddorn
2

Vögeln natürliche Futterquellen bieten

Wildgehölze sind wertvolle Nahrungslieferanten für Singvögel und andere Gartentiere. Weißdorn, Schlehe, Sanddorn oder Holunder versorgen beispielsweise Kleinsäuger und Vögel mit Vitaminen und Mineralstoffen. Ernten Sie deshalb nicht alle Früchte ab, um daraus Marmeladen oder Saft zu produzieren, sondern lassen Sie einen Teil davon für die Tiere im Garten übrig. Indem Sie ein Stück Natur in Ihrem Garten fördern, werden auch Sie davon profitieren. Denn die angelockten Vögel und Kleintiere dezimieren nebenher auch lästige Schädlinge an Ihren Kulturpflanzen.

Bienenfreund (Phacelia)
3

Gründüngung auf freien Beetflächen

Nach der Ernte ist vor der Ernte! Bereiten Sie den Boden in abgeernteten Beeten deshalb rechtzeitig wieder für neue Kulturen vor. Eine gute Möglichkeit dafür ist die zwischenzeitliche Aussaat von Gründüngungspflanzen wie Winterroggen, Gelbsenf oder Steinklee. Dabei wird der Boden auf natürliche Weise von tiefgründig wurzelnden Pflanzen gelockert und von Schmetterlingsblühern zusätzlich mit Stickstoff angereichert. Auch Bienenfreund, Lupine und Tagetes sind gute Gründüngungspflanzen. Diese sollten Sie aber besser im Frühjahr säen. Nach dem Verwelken der Pflanzen werden sie einfach in den Boden eingearbeitet und reichern ihn zusätzlich mit Humusstoffen an, die von Mikroorganismen in pflanzenverfügbare Nährstoffe verarbeitet werden.

Spaten Staude teilen
4

Stauden teilen

Nach der Blüte ist eine gute Zeit, um mehrjährige Pflanzen mit krautigen Trieben (auch Wasserpflanzen) zu teilen und dann an getrennten Stellen neu einzupflanzen. Dies ist nicht nur eine gute Vermehrungsmethode, sie nützt den Gewächsen auch. Denn das Teilen lockert dichten Wurzelfilz und stärkt die Vitalität. Außerdem werden sie andernfalls immer größer und verdrängen womöglich andere Gewächse in unmittelbarer Nachbarschaft. Mehrjährige Nutzpflanzen wie Kräuter oder Rhabarber lassen sich durch einen beherzten Schnitt ebenfalls in mehrere Exemplare teilen. Je nach Größe des Wurzelballens verwenden Sie dafür ein normales Messer oder einen Spaten mit scharfer Klinge.

Tomatenpflanze
5

Tomatenhaupttriebe kappen

So schwer es auch fällt: Schneiden Sie bei Tomatenpflanzen den Haupttrieb jetzt am besten ab. Denn Triebe, die jetzt noch weiter wachsen, werden keine reifen Tomaten mehr produzieren. Im Gegenteil: Sie kosten die Pflanze nur unnötig Kraft. Besser ist es, diese jetzt voll und ganz in die Ausreifung der schon bestehenden Blüten- oder Fruchtansätze zu lenken. Und das klappt am besten, wenn die Neubildung von Blättern ab jetzt unterbleibt. Sollten die Früchte trotzdem nicht mehr rot werden, können Sie diese bei Zimmertemperatur noch nachreifen lassen. Licht benötigen die Früchte dafür nicht.

Tomatenpflanze
5

Tomaten-haupttriebe kappen

So schwer es auch fällt: Schneiden Sie bei Tomatenpflanzen den Haupttrieb jetzt am besten ab. Denn Triebe, die jetzt noch weiter wachsen, werden keine reifen Tomaten mehr produzieren. Im Gegenteil: Sie kosten die Pflanze nur unnötig Kraft. Besser ist es, diese jetzt voll und ganz in die Ausreifung der schon bestehenden Blüten- oder Fruchtansätze zu lenken. Und das klappt am besten, wenn die Neubildung von Blättern ab jetzt unterbleibt. Sollten die Früchte trotzdem nicht mehr rot werden, können Sie diese bei Zimmertemperatur noch nachreifen lassen. Licht benötigen die Früchte dafür nicht.

DONts

Düngen Granulat Rose
1

Gehölze nicht mehr düngen

Ab dem Spätsommer sollten Sie verholzende Stauden und Halbsträucher besser nicht mehr mit stickstoffhaltigen Präparaten düngen. Der Nährstoff verzögert das Aushärten der Holzfasern, was zur Folge haben kann, dass das Gehölz unzureichend gegen Frosteinwirkungen geschützt ist. Empfehlenswert wäre allenfalls eine kaliumbetonte Düngung, aber nur, wenn der Boden einen Kaliummangel aufweist.

Fallobst Äpfel
2

Fallobst nicht liegen lassen

Gegen von selbst herabfallende Früchte ist im Prinzip nichts einzuwenden, denn das erspart mühsame Kletterpartien im Baum. Allerdings hat das Obst dann Druckstellen und fault an diesen Stellen schneller. Es sollte schon aus diesem Grund schnellstmöglich verarbeitet werden. Allerdings spricht für zügiges Einsammeln auch, dass Sie damit die Ausbreitung von Schädlingen und Fäulnisprozessen im Garten eindämmen. Wurmbefall ist nämlich häufig der Grund für vorzeitigen Fruchtabwurf. Bleiben die wurmstichigen Früchte liegen, wird die Ausbreitung von Apfelwickler und so weiter gefördert. Außerdem lockt faules Obst Schnecken in Scharen an.

Kugeldistel Echinops Samenstand
3

Stauden nicht mehr zurückschneiden

Vor dem Winter macht der Rückschnitt von Stauden keinen Sinn. Nochmal neu austreiben und blühen werden sie nun nicht mehr. Zügeln Sie deshalb Ihren Ordnungssinn und beseitigen Sie verblühte und vertrocknete Blütenstängel lieber nicht. Denn die Staudenreste sind über den Winter in mehrfacher Sicht nützlich – für die Pflanzen, für die Gartentiere und auch für Sie! Den Pflanzen dient der vertrocknete Blattschopf noch als willkommener Frostschutz, die Insekten schätzen die hohlen Stängel als Überwinterungsplatz, die Vögel knabbern an den Samenständen, und Sie werden sich im Winter freuen, wenn Schnee oder Frost daraus bizarre Gebilde formen.

Unreife grüne Tomaten
4

Grüne Tomaten nicht verarbeiten

Auch wenn es viele Rezepte dazu gibt, wie sich grüne Tomaten verarbeiten lassen, ist dies nicht wirklich zu empfehlen. Die Menge an giftigem Solanin, das grüne Tomaten enthalten, wird auch beim Kochen nicht zerstört. Schon der Solanin-Gehalt in einer etwa 100 Gramm schweren, rein grünen Tomate kann bei empfindlichen Menschen Magenkrämpfe und Übelkeit verursachen, die zehnfache Menge hat bereits schwere Vergiftungserscheinungen zur Folge. Unbedenklich ist dagegen der Verzehr von halbreifen Tomaten oder Sorten mit grünen Streifen wie 'Green Zebra'. In ihnen ist das Solanin bereits fast vollständig abgebaut.

Pflanzen wässern Gießkanne
5

Nicht in der Mittagszeit gießen

Auch wenn die Blätter in der sommerlichen Mittagszeit schlaff herunterhängen: Gießen Sie sie jetzt besser nicht, zumindest nicht mit einem Brauseaufsatz und auch nicht mit einem Regner. Denn die vielen kleinen Wassertropfen wirken auf den Blättern wie Brenngläser und schädigen das Gewebe. Außerdem verdunstet auf diese Weise mehr Wasser, als im Boden ankommt – das Gießen wäre also reine Verschwendung. Alternativ wässern Sie Ihre Pflanzen schon in den frühen Morgenstunden ausgiebig. Oder bieten Sie ihnen Bewässerungskegel, über die sie Wassernachschub aus einem Depot nach dem Wurzelsogprinzip beziehen.

Pflanzen wässern Gießkanne
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Nicht in der Mittagszeit gießen

Auch wenn die Blätter in der sommerlichen Mittagszeit schlaff herunterhängen: Gießen Sie sie jetzt besser nicht, zumindest nicht mit einem Brauseaufsatz und auch nicht mit einem Regner. Denn die vielen kleinen Wassertropfen wirken auf den Blättern wie Brenngläser und schädigen das Gewebe. Außerdem verdunstet auf diese Weise mehr Wasser, als im Boden ankommt – das Gießen wäre also reine Verschwendung. Alternativ wässern Sie Ihre Pflanzen schon in den frühen Morgenstunden ausgiebig. Oder bieten Sie ihnen Bewässerungskegel, über die sie Wassernachschub aus einem Depot nach dem Wurzelsogprinzip beziehen.

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