Top 10 TIPPS Die wichtigsten Tipps
und Tricks für den Monat
April

Auswintern der Kübelpflanzen
1

Vorgezogene Jungpflanzen sowie Kübelpflanzen ans Freie gewöhnen

Die Aussaaten auf der Fensterbank haben sich mittlerweile gut entwickelt. Kein Wunder, bis jetzt hatten sie ja ein gleichmäßig geschütztes und warmes Plätzchen. Irgendwann müssen sie aber nach draußen, und das bedeutet schwankende Tagestemperaturen, brennende Sonne, kalten Wind. Besser, Sie gewöhnen Ihre Jungpflanzen langsam an diese Verhältnisse. Stellen Sie sie dafür einige Stunden an einen geschützten und schattigen Platz, wenn es draußen schön warm ist. Sorgen Sie für eine Schattierung, wenn Sie nur Sonnenplätze zu bieten haben. Die „Draußen-Zeit“ sollten Sie täglich ein wenig verlängern. Drohen keine tiefen Temperaturen mehr, können die Jungpflanzen auch nachts draußen bleiben. Ebenso verfährt man bei den Kübelpflanzen, die sich auch allmählich an das Klima im Freien gewöhnen müssen. Gerade bei großen Töpfen sind Rolluntersetzer oder ein Hubkarren für das Transportieren praktisch!

Pikierte Jungpflanzen
2

Jungpflanzen pikieren und vereinzeln

In der Saatschale und im Saatbeet wachsen die Jungpflanzen inzwischen dicht an dicht – Zeit, ihnen etwas mehr Platz zum Wachsen zu verschaffen! Der richtige Zeitpunkt ist gekommen, wenn sich zwei Laubblätter über den Keimblättern gebildet haben. An diesen Laubblättern kann man die kleinen Pflanzen wunderbar anfassen. Lockern Sie zuerst die Erde im Saatbeet, heben Sie dann die Sämlinge mit einem Pikierstab vorsichtig heraus und lösen Sie die Wurzeln voneinander. Setzen Sie dann je einen Sämling in einen neuen Topf mit Anzuchterde. Diese enthält noch nicht so viele Nährstoffe und regt das Wurzelwachstum an. Das Loch für die Wurzeln bohren Sie mit dem Pikierstab vor. Pflanze hineinstellen, ohne dass die Wurzeln abknicken, Erde andrücken, sanft angießen. Fertig!

Teilen von austreibenden Stauden
3

Ziergräser und Stauden pflanzen und teilen

Das Angebot an Mehrjährigen ist jetzt groß im Gartenmarkt. Lassen Sie sich aber trotzdem nicht nur von prächtigen Farben hinreißen, sondern achten Sie darauf, ob die Pflanzen auch für den von Ihnen vorgesehenen Standort geeignet sind! Das Stecketikett gibt darüber Auskunft. Vor dem Einsetzen sollten Sie die Pflanzen gut wässern. Heben Sie im Garten ein ausreichend großes Loch aus, setzen Sie die aus dem Topf herausgehobene Staude hinein. Mit den Händen gut andrücken, das fördert den Bodenschluss. Jetzt jede einzelne Pflanze angießen. Um den Unkrautwuchs einzudämmen, können Sie die Fläche rund um die neu gesetzte Staude mulchen – etwa mit Kompost oder Schottersteinen.

Jetzt ist auch eine gute Zeit, um Stauden zu teilen. Dadurch werden sie vitaler und blühen wieder fleißiger, alle drei bis fünf Jahre ist diese Maßnahme notwendig. Heben Sie dafür die Staude mit der Grabgabel aus dem Boden, teilen Sie sie mit den Händen oder auch mit dem Spaten oder der Gabel. Wurzeln etwas einkürzen und möglichst zeitnah am neuen Platz einpflanzen – verfahren Sie dabei wie oben beschrieben.

Düngen von Immergrünen
4

Immergrüne Pflanzen düngen

Vor allem auf sandigen und sauren Böden kommt es bei Nadelgehölzen oft zu Nadelvergilbungen oder -bräunungen. Sie sind meist durch Magnesiummangel verursacht. Mit einem speziellen Koniferendünger können Sie dafür sorgen, dass sich das Laub wieder sattgrün färbt. Bitte den Dünger nur auf feuchtem Boden ausbringen und nicht auf die Blätter geben, es könnte sonst zu Verbrennungen kommen. Um sicherzustellen, dass ein Nährstoffmangel vorliegt, sollten Sie am besten vorher einen Bodentest machen, denn Verfärbungen können auch durch Streusalz verursacht sein. Bei Rhododendron oder Buchs sind Verfärbungen oft ein Hinweis, dass Eisen zum Wachstum fehlt. Deshalb düngen Sie bei Rhododendron vier Wochen vor und nach der Blüte mit einem chloridarmen Rhododendrondünger nach Herstellerangabe, Buchsbaum mit mineralischen Präparaten, ebenfalls nach Packungsangabe.

Schutznetze befestigen
5

Schutznetze und -vliese befestigen

Um Gemüsefliegen, aber auch Katzen, die das Beet als Klo missbrauchen, und hungrige Vögel von den Kulturen fernzuhalten sind Schutznetze oder -vliese hilfreich. Auch bei Erdbeeren, die gerne von Amseln angepickt werden, sind sie sinnvoll. Bei Mirabellen-, Renekloden- und Zwetschgenbäumen legt man die Netze gegen Ende der Blüte über die Krone, um sie vor Pflaumensägewespenbefall zu schützen. Wichtig ist es, die Netze locker anzubringen, damit sie die Pflanzen beim Wachstum nicht einschränken. Um vor Gemüsefliegen zu schützen, müssen die Maschen dichter sein als zur Abwehr von Vögeln. Achten Sie auf die Unterschiede zwischen Vlies und Netz: Vliese sind im Frühjahr und Herbst sinnvoll, da sie gleichzeitig die Wärme halten. Ab Mai kann es aber zu Hitzestau unter den Matten kommen. Besser sind da Netze, bei denen das nicht passieren kann.

Blattläuse an Margerite
6

Blattläuse bekämpfen

Kaum ist der Frühling so richtig angekommen, treten auch schon Probleme mit Blattläusen auf. Ein paar Tiere schaden nicht, allerdings werden sie oft schnell übermächtig, dann können auch Triebspitzen unter ihrem Einfluss absterben. Bei geringem Befall können Sie die Läuse mit den Fingern abstreifen oder mit einem scharfen Wasserstrahl abspritzen. Treten Blattläuse bei Ihren Balkonpflanzen auf, so sollten Sie die Töpfe auseinanderrücken. Dann kann die Luft besser zirkulieren, was die Läuse gar nicht mögen. Bei massivem Befall sollten Sie mit einem Kaliseifenpräparat die Blätter besprühen. Das Mittel ist für Tier, Mensch und Nützlinge harmlos. Langfristig sollten Sie vermehrt Nützlinge in den Garten locken: Vögel, Marienkäfer und Florfliegen verputzen Blattläuse in Mengen. Hier sind Insektenhotels, Brutmöglichkeiten und ein nektarreicher Blumengarten gefragt.

Blühender Balkonkasten
7

Balkonkästen bepflanzen

Die Frühlingsbepflanzung auf dem Balkon sieht schon etwas welk aus – Zeit, dass frische Blüten in die Kästen kommen. Zwar sind die Eisheiligen Mitte Mai noch nicht vorüber, doch bei Nachtfrost besteht ja die Möglichkeit, empfindliche Pflanzen wie Geranien, Begonien und Margeriten vor Kälte zu schützen. Freude an den Blüten haben Sie vor allem dann, wenn die Pflanzen am richtigen Standort stehen: Sonnenanbeter brauchen eben mal eine Südexposition, Schattenliebhaber verzichten gern darauf. Auch von der Wuchsdynamik sollten die Pflanzen zueinander passen, damit sich nicht eine Art wuchernd im Topf breitmacht. Lassen Sie sich am besten von einem Experten vor Ort beraten, wie viele der von Ihnen ausgewählten Balkonschönheiten in den vorgesehenen Kasten passen. Für ein üppiges Bild sollten Sie unterschiedliche Wuchsformen kombinieren: Hängepetunien oder -geranien wachsen nach unten, andere wie Margeriten oder Gräser dagegen streng aufrecht. Sichtschutz können Sie mithilfe eines Rankgitters, an dem sich eine Schwarzäugige Susanne hinaufhangelt, schaffen.

Reinigung des Gartenteichs mit dem Kescher
8

Teich pflegen

Auch am Teich beginnt das Werden und Wachsen – wenn das Wasser eine Temperatur von zwölf Grad Celsius aufweist, können Sie mit den Pflegearbeiten beginnen. Im Zentrum stehen dabei Maßnahmen, die eine Massenvermehrung der Algen verhindern, Grund dafür ist vor allem zu großer Nährstoffeintrag. Zeit also, alle braunen Triebe und Halme am Gewässerrand auf wenige Zentimeter zurückzuschneiden. Laufend sollten Sie auch abgestorbene Pflanzenteile herausfischen, die ins Wasser geweht werden. Befinden sich keine Tiere im Teich, können Sie den Boden mit einem Schlammsauger reinigen, dadurch wird der Nährstoffgehalt erheblich reduziert. Auch Teichpumpen und -filter können jetzt wieder eingesetzt werden. Weist die Bepflanzung Lücken auf, so können Sie sie jetzt ergänzen: Die Auswahl an Teichpflanzen ist jetzt groß wie nie. Nur bei tropischen Seerosen sollten Sie noch etwas warten, die sind ausgesprochen frostempfindlich.

Blühende Dahlien
9

Zwiebel- und Knollenblumen für den Sommer pflanzen

Dahlien, Gladiolen und Freesien gehören zu den Blütenstars im Sommergarten. Da sie aus tropischen Ländern stammen, müssen die Knollen jedes Jahr neu in die gut dränierte Erde gesetzt werden. Dazu versenkt man die zwiebelförmigen Gladiolenknollen ab Mitte April je nach Größe 5–20 Zentimeter tief in der Erde. Drohen späte Fröste, so deckt man hervorspitzende Triebe mit einem Blumentopf ab. Dahlien werden ungefähr zeitgleich etwa sieben Zentimeter tief gepflanzt, in stark spätfrostgefährdeten Zonen auch etwas später, Freesien kommen fünf Zentimeter tief in den Boden. Manchmal ist es etwas schwierig, oben und unten bei Knollen und Zwiebeln zu unterscheiden, deshalb genau hinsehen: Zwiebeln kommen mit der Spitze nach oben in die Erde. Bei den Wurzelknollen muss man auf kleine Triebspitzen oder Wurzelenden vom letzten Jahr achten – dann weiß man, wie herum gepflanzt werden muss.

Ausbrechen von verwelkten Tulpen
10

Verblühte Tulpen und Narzissen ausbrechen

Die verdorrten Blüten von Narzissen und Tulpen sollten Sie zeitnah ausbrechen oder abschneiden. Ohne diese Maßnahme würde der bestäubte Fruchtknoten neue Samen bilden. Die Pflanze würde alle Kraft in die Samenbildung stecken und weniger Reservestoffe in die Zwiebeln stecken. Aus Blumenzwiebeln entsteht neue Blütenpracht allerdings viel schneller als aus Samen, deswegen ist diese Maßnahme sinnvoll. Belassen sollten Sie auf jeden Fall die grünen Laubblätter, solange sie noch Photosynthese betreiben und Reservestoffe für die Zwiebel erzeugen. Erst wenn sie vergilben und am Boden liegen, werden sie abgeschnitten.

Nach oben