Salat, Kohl Salat, Kohl
Ab ins Beet Sofern der Boden sich schon etwas erwärmt hat, können Kohlsetzlinge im April schon mit einem Abstand von 50 bis 60 Zentimetern ins Freiland gepflanzt werden.

„Wer im April fleißig sät und pflanzt, kann schon im Juni das erste leckere Gemüse ernten.“

Gartenpraxis Trend Gemüsegarten

Im April geht die Gartensaison endlich richtig los. Gemüse- oder Kräuterbeete anlegen, Pflanzen kaufen, Beete vorbereiten und die jungen Pflanzen vor Schädlingen schützen – die Liste ist lang. Lust auf frisches Gemüse? Sich selbst zu versorgen, ist wieder In. Wer im April fleißig sät und pflanzt, kann schon im Juni das erste leckere Gemüse ernten. Zunächst müssen aber die Beete, die am besten nach Süden ausgerichtet sind, vorbereitet werden. Arbeiten Sie in die oberste Bodenschicht etwas Kompost ein und lockern Sie den Boden kurz vor der Aussaat. Im Garten bietet es sich an, Gemüse in Hochbeeten anzubauen. Darin erwärmt sich der Boden schneller und es kann früher gesät und länger geerntet werden. Außerdem fällt das lästige Bücken weg.

Mischkultur
Der Mix macht’s Achten Sie stets darauf, dass die Gemüsepflanzen den richtigen Nachbarn haben. So entwickeln sie sich besonders gut.

Einige Gemüsesorten wie zum Beispiel Radieschen. Salate, Mangold, Spinat, Kohl, Karotten oder Erbsen kommen auch mit niedrigen Temperaturen zurecht und können im April schon im Freiland ausgesät werden. Bei starken Nachtfrösten sollten sie allerdings noch mit einem Vlies abgedeckt werden. Kälteempfindlicheres Gemüse wie Gurken, Kürbis, Tomaten, Paprika oder Bohnen werden zunächst noch auf der Fensterbank vorgezogen. Achten Sie auf gute Nachbarschaft im Beet: Erbsen und Kartoffeln vertragen sich zum Beispiel nicht, Bohnenkraut und Bohnen oder Basilikum und Gurken dagegen sehr. Auch die Fruchtfolge muss beachtet werden, da der Boden auslaugt, wenn jedes Jahr Gemüse derselben Familie an gleicher Stelle angebaut wird.

Mischkultur
Der Mix macht’s Achten Sie stets darauf, dass die Gemüsepflanzen den richtigen Nachbarn haben. So entwickeln sie sich besonders gut.

„Zunächst wird der Boden mit einer Grabegabel gut gelockert und dabei Unkraut und Steine entfernt.“

Kartoffeln

Kartoffeln setzen

Ab April können die ersten (am besten schon vorgekeimten) Kartoffeln gepflanzt werden. Kartoffeln bevorzugen einen nährstoffreichen Boden, die Bodentemperatur sollte zum pflanzen etwa 9 Grad Celsius betragen. Frühe Sorten eignen sich besonders gut für kleinere Gärten oder Schrebergärten, da sie schon im Juni/Juli reif sind. Späte Sorten besetzen bis weit in den Herbst hinein das Beet. Zunächst wird der Boden mit einer Grabegabel gut gelockert und dabei Unkraut und Steine entfernt. Reichern Sie den Boden außerdem mit etwas Kompost an. Ziehen Sie etwa 20 Zentimeter tiefe Furchen in die Erde und setzen Sie die Kartoffeln mit dem Keim nach oben in einem Abstand von etwa 30 Zentimetern in die Furche und drücken Sie sie leicht an. Dann wird mit einem Rechen vorsichtig Erde über die Kartoffeln gezogen, sodass sich ein kleiner Damm bildet. Sobald sich die ersten Triebe zeigen, muss die Erde rund die Pflanzen angehäufelt werden. Das sollte regelmäßig wiederholt werden, da die Knollen, wenn sie Sonnenlicht abbekommen, grün werden. Außerdem bilden die Kartoffeln so mehr Tochterknollen und der Ertrag steigt.

Kräuter
Kräuterinsel Auch in dem kleinsten Garten findet ein Kräutergarten eine Ecke. Hier wurde er mit Steinen umrandet und so zum Rest des Beetes abgegrenzt.

Kräuterbeet anlegen

Frische Kräuter sind aus der heutigen Küche kaum noch wegzudenken. Egal ob als Kräuterschnecke, Hochbeet oder als schmales Beet: Kräutergärten brauchen nur sehr wenig Platz. Trotzdem liefern sie regelmäßige Erträge und Sie haben beim Kochen immer frische Kräuter in Reichweite. Die meisten Kräuter wie Rosmarin, Majoran, Oregano oder Salbei lieben es warm, trocken und windstill. Besonders wohl fühlen sie sich in Steingärten, da die Steine eine wärmespeichernde Wirkung haben. Einige heimische Kräuter wie Minze, Sauerampfer oder Kümmel mögen etwas nährstoffreichere und feuchtere Bedingungen und vertragen auch einige Stunden Schatten am Tag. Das sollte bei der Standortwahl berücksichtigt werden. Graben Sie zur Vorbereitung das Beet um und reichern Sie es mit Humus und Sand an. Lassen Sie das Beet nach dem Umgraben ruhen, damit der Boden zusammensacken kann. Hoch wachsende Kräuter wie Bohnenkraut oder Rosmarin werden am besten im hinteren Teil des Beetes platziert, damit sie den Kleineren nicht das notwendige Licht nehmen. Kleinere Pflanzen wie Petersilie oder Schnittlauch stehen vorne. Man unterscheidet zwischen einjährigen (wie Petersilie oder Basilikum) und mehrjährigen (Thymian, Salbei, Rosmarin, Estragon, Oregano, Minze, Liebstöckel und Schnittlauch) Kräutern. Einjährige Kräuter müssen jedes Jahr ihren Platz im Beet wechseln, mehrjährige haben gerne ihre Ruhe. Daher sollten sie besser in getrennte Beete gepflanzt werden. Ab Anfang April können Bohnenkraut, Dill, Kresse, Petersilie, Koriander und Kerbel im Garten ausgesät werden.

Kräuter
Kräuterinsel Auch in dem kleinsten Garten findet ein Kräutergarten eine Ecke. Hier wurde er mit Steinen umrandet und so zum Rest des Beetes abgegrenzt.
Kräuter, Wasser Kräuter, Wasser
Durstig Achten Sie beim Kauf von Kräutern auf gut durchwurzelte Topfballen und dichte Blätter. Tauchen Sie den Ballen vor dem Pflanzen in Wasser, bis er sich ganz vollgesogen hat.
Netze, Gemüse
Schutzmaßnahme Netze können während der gesamten Vegetationsperiode über den Gemüsebeeten bleiben. Sie werden lose aufgelegt, sodass die Pflanzen ohne Behinderung wachsen können.
Vlies, Salat
Starthilfe Für die Anwachsphase können zum Beispiel Kohlrabi und Salat mit einem Vlies abgedeckt werden. Dieses bleibt nur im Frühjahr über dem Gemüse.

Gemüse mit Schutznetzen abdecken

Im April legen Möhrenfliegen, Zwiebelfliegen und Kohlfliegen wieder los und vergreifen sich an Möhren, Kohl, Sellerie oder Radieschen. Ihre Maden fressen die Wurzeln und das Innere der Pflanze. Die jungen Pflanzen bleiben im Wachstum stark zurück, fangen an zu welken und die Blätter werden gräulich. Außerdem lassen sich die Pflanzen leicht aus der Erde ziehen. Bei Kohlsorten wie Blumenkohl, Rosenkohl oder Kopfkohl schlagen die Fliegen auch überirdisch zu. Um die Pflanzen zu schützen, sollten sie rechtzeitig und sehr gewissenhaft mit Vlies oder Kulturschutznetzen abgedeckt werden. Luft, Licht und Wasser können die Maschen durchdringen, aber die Gemüsefliegen haben keine Chance mehr.

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