Der richtige Fisch für Ihren Teich

Goldfische schwimmen in einem mit Steinen angelegten Teich.

Das Anlegen eines Teiches ist ein spannendes Projekt. Doch nur mit Fischen wird das kühle Nass auch lebendig. Welche Fische fühlen sich in kleinen Gewässern wohl? Welche machen im Zierteich eine gute Figur? Dieser OBI Ratgeber verrät Ihnen, welcher Fisch der richtige für Ihren Teich ist.

1. Grundlagen für Fische im Teich 2. Zierteich: Diese Fische sehen richtig gut aus
3. Fische für den kleinen Teich 4. Naturnahes Biotop mit heimischen Fischen
5. Auf diese Fische sollten Sie verzichten
Ein Koi schwimmt zwischen Seerrosenblättern.

1. Grundlagen für Fische im Teich

Der Gartenteich ist ein eigenes Ökosystem, in dem sich zahlreiche Lebewesen ansiedeln. Neben Fischen fühlen sich dort auch Insekten, Mikroorganismen, Amphibien und Pflanzen wohl. Bevor Sie Ihren Gartenteich mit Fischen bereichern, müssen Sie diese daher sowohl auf die Umgebung als auch aufeinander abstimmen, sodass ein biologisches Gleichgewicht im Wasser bestehen bleibt. Farbenfrohe Exemplare wie Goldfisch oder Koi sind wegen ihrer Optik beliebt. Bei der Auswahl sollten Sie aber auch Nutzfische mit einschließen. An die Größe eines Teichs stellen die Fische mitunter verschiedene Anforderungen, gemein haben aber alle das Bedürfnis nach sauberem Wasser mit konstant hoher Qualität.

Schauen Sie sich auch unser Video zum Thema Teich anlegen an.

Bunte Fische schwimmen in einem bunt bepflanzten Teich.

2. Zierteich: Diese Fische sehen richtig gut aus

Der Schönheitskönig unter den Gartenteich-Fischen ist ziemlich unumstritten der Koikarpfen, der seine Besitzer mit einem bunten Schuppenkleid erfreut und sich raffiniert mit Teichpflanzen kombinieren lässt. Kois erfordern jedoch auch besondere Pflege: Ein spezielles Futter sowie eine Filteranlage sind Voraussetzung, um die teuren Tiere zu halten. Kois mögen Gesellschaft, deshalb sollten Sie immer mehrere Exemplare in einen Teich setzen. Mit 60 bis 80 cm Körperlänge sind Kois zudem relativ groß und brauchen entsprechend Platz.

Wesentlich kleiner und verbreiteter als Kois sind Goldfische. In der Optik stehen die farbenfrohen Fische den Karpfen aber in kaum etwas nach. Ebenso wie zum Beispiel die bunten Shubunkins sind sie anspruchslos und können somit auch von Teich-Anfängern gehalten werden. Zu dem hübschen und pflegeleichten Duo gesellt sich schließlich auch noch die Goldorfe. Sie ist ebenso gesellig wie Goldfisch und Shubunkin: Alle 3 Fischarten sind am liebsten im Schwarm unterwegs. Während die Goldorfe orangerot oder silber-weißlich glänzt, hat die Blauorfe einen blau gefärbten Rücken. Beide Fische halten sich gerne an der Oberfläche auf und sind daher gut zu beobachten.

Ein kleiner Teich, der am Rand üppig bepflanzt ist.

3. Fische für den kleinen Teich

Nicht jeder Garten bietet ausreichend Platz für eine ausgedehnte Wasserlandschaft, doch auch ein kleiner Teich ist hübsch anzusehen. Miniteiche eignen sich nicht für Fische, mindestens 200 l sollte ein Gewässer bei einer Tiefe von etwa 2 m selbst bei kleinen Exemplaren fassen. Zu den geeigneten Arten für einen kleinen Teich zählen unter anderem die Bitterlinge. Sie werden nur bis zu 9 cm groß und fühlen sich in einem Schwarm von mindestens 10 Fischen wohl. Zusätzlich stellen diese Mitglieder der Familie der Karpfen wenig Ansprüche an ihre Nahrung und haben lediglich bei der Fortpflanzung einen Sonderwunsch: Bitterlinge benötigen kleine Muscheln, um ihren Laich darin abzulegen.

Auch das Moderlieschen gehört zu den Winzlingen unter den Fischen. Es wird nur ca. 9 cm groß, legt dafür aber ein ausgeprägtes Schwarmverhalten an den Tag. Ungefähr 15 Artgenossen sollten Sie zusammen halten. Die kleinen Fische sind gerne in der Nähe der Wasseroberfläche und somit stets gut zu sehen. Das Gleiche gilt für die kleinen Elritzen, die sehr sauberes Wasser mögen.

Ein naturnaher Teich voller Wasserpflanzen.

4. Naturnahes Biotop mit heimischen Fischen

Wenn Sie einen besonders naturnahen Teich in Ihrem Garten anlegen wollen, ist es am stimmigsten, heimische Fischarten zu halten. Dazu zählen beispielsweise Moderlieschen, Bitterling oder auch der Gründling. Letzterer wird bis zu 15 cm lang und fühlt sich in einem Gartenteich mit klarem und fließendem Wasser am wohlsten. Er sollte wie die meisten Fische mit mehreren Artgenossen zusammen gehalten werden. Auch Elritzen stammen aus heimischen Gewässern und freuen sich über ähnliche Bedingungen wie Gründlinge.

Wenn Sie einen Teich planen, sollten Sie sich im Vorfeld darüber Gedanken machen, welche Fische Sie mögen und welche Voraussetzungen Ihr Teich erfüllt.

Wenn Sie Elritzen regelmäßig mit Trockenfutter füttern, können sie schnell zutraulich werden. Ort und Stelle der Essensausgabe können sich die kleinen Schwarmfische nämlich merken.

Ein Sterlet schwimmt in einem Gewässer.

5. Auf diese Fische sollten Sie verzichten

Nicht jede Fischart kann in einem Gartenteich heimisch werden. Der Stör beispielsweise wird mit 2 bis 4 m Länge meist viel zu groß, um sich dort wohlzufühlen. Einzig die Störart Sterlet kommt als Teichfisch infrage. Aber auch hier muss Ihr Gewässer schon relativ groß sein. Abzuraten ist außerdem von den aggressiven Raubfischen Flussbarsch und Dreistacheliger Stichling. Letzterer wirkt auf den ersten Blick zwar harmlos, vermehrt sich jedoch unglaublich schnell. Er verspeist sowohl Kaulquappen als auch den Laich anderer Fische und bedroht damit das natürliche Gleichgewicht Ihres Teichs.

Der Blaubandbärbling ist ein vergleichsweise friedlicher Fisch, dennoch kann er für die anderen Teichbewohner zur Bedrohung werden: Er vermehrt sich ebenfalls extrem stark und macht anderen Tieren somit die Nahrung streitig. Als Gefahr für Teichpflanzen gilt der Graskarpfen, denn die rund 1 m großen Asiaten vertilgen mit Vorliebe jegliches Grünzeug in ihrer Umgebung. Die Fische werden häufig als Algenvernichter angepriesen, doch tatsächlich essen sie diese erst, wenn alle anderen Nahrungsquellen erschöpft sind.

Die Auswahl an Fischen ist groß: Welcher Fisch sich für welchen Teich am besten eignet, muss von Fall zu Fall erörtert werden. Prüfen Sie im Voraus, welche Bedingungen Ihr Gewässer erfüllt und wie viel Aufwand Sie in Kauf nehmen. Dann können Sie in Erfahrung bringen, welche Fischarten sich dort besonders wohlfühlen würden. Im Gespräch mit einem Experten in Ihrem OBI Markt können Sie zudem abstimmen, welche Tiere miteinander harmonieren und für Ihren Teich in Frage kommen.

Viele weitere hilfreiche Ratgeber rund um das Thema Gartenteiche finden Sie in unserem Rat-&-Tat-Bereich in der Rubrik „Wasser im Garten“.

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