Teichpflanzen

Was Sie über Pflanzen im Gartenteich wissen müssen

Wer seinen Gartenteich bepflanzen möchte, sollte zwei grundlegende Aspekte im Auge behalten: die Optik und die „Funktionalität“. Schließlich soll der Gartenteich am Ende nicht nur schön aussehen, sondern sich auch selbst regulieren können.

Für ein funktionierendes Ökosystem sind bestimmte Pflanzen im Teich unverzichtbar. Ebenso wichtig ist es, verschiedene Teichzonen mit unterschiedlichen Teichpflanzen zu bestücken.

1. Entscheidend: Standort und Anlage des Gartenteichs 2. OBI Top-Tipp
3. Welche Pflanzen sind für welche Teichzone geeignet? 4. Die „Königin des Gartenteichs“: Die Seerose
5. Tipps zum richtigen Bepflanzen des Gartenteiches 6. Die problematische Uferzone richtig bepflanzen
7. Fazit
Standort und Anlage des Gartenteichs

1. Entscheidend: Standort und Anlage des Gartenteichs

Bereits bei der Planung Ihres Gartenteiches sollten Sie sich Gedanken über die spätere Bepflanzung machen. Der Gartenteich sollte sich überwiegend in der Sonne befinden, da Wasserpflanzen im Allgemeinen viel Licht benötigen. Zudem sollten keine größeren Laubbäume in der Nähe des Gartenteiches stehen, da herabfallendes Laub sich im Teich zu Faulschlamm zersetzt und somit das biologische Gleichgewicht des Teiches beeinträchtigen kann.

Wichtig ist bei der Bepflanzung des Gartenteiches auch die Größe des Gewässers. So nehmen Seerosen häufig Ausmaße von bis zu zwei Quadratmetern an, manche Sorten brauchen sogar doppelt so viel Platz. Erkundigen Sie sich daher beim Kauf der Pflanzen unbedingt nach den Platzanforderungen.

Beachten Sie weiterhin, dass ein abrupter Übergang zwischen Teich und Garten unharmonisch wirken kann und daher vermieden werden sollte. Ein sanfter Übergang zwischen Garten und Teich wird durch verschiedene Uferzonen gesichert. Dazu muss der Aushub terrassenförmig angelegt sein. Um ein Abrutschen der Uferböschung zu verhindern, können Sie sogenannte Pflanztücher verwenden und über die Teichfolie legen. Darauf werden Blumen oder Gräser gesät, was ein Ausspülen der Erde am Teichrand verhindert.

OBI Top-Tipp

2. OBI Top-Tipp

Grundsätzlich sollten Sie unbedingt darauf achten, dass nicht der gesamte Gartenteich bepflanzt wird. Bepflanzen Sie maximal zwei Drittel Ihres Gartenteichs mit blühenden Wasserpflanzen. Idealerweise sollte sogar mehr als die Hälfte der Wasserfläche frei bleiben. Eine umfangreichere Bepflanzung stört nicht nur das gesamte Erscheinungsbild des Gartenteichs, sie kann auch das Algenwachstum begünstigen und somit das biologische Gleichgewicht des Gewässers durcheinanderbringen.

Welche Pflanzen sind für welche Teichzone geeignet?

3. Welche Pflanzen sind für welche Teichzone geeignet?

Damit Ihre Pflanzen im neuen Gartenteich optimal gedeihen, müssen Sie vor allem das richtige Gewächs für die richtige Teichzone wählen. Bei Teichpflanzen wird im Handel stets angegeben, für welche Wassertiefe sie geeignet sind.

Für die Uferzone Ihres Gartenteiches eignen sich vor allem anspruchslose Gräser wie Bambus, Chinaschilf und Pampasgras. Diese Pflanzen rahmen Ihren Gartenteich ein und erfüllen zudem eine wichtige Filterfunktion für das Wasser. Uferpflanzen sind pflegeleicht, gedeihen notfalls auch an halbschattigen Standorten und überstehen selbst den Winter problemlos. Allerdings sollten Sie das Pampasgras vor Beginn der kalten Jahreszeit zusammenbinden, damit die Pflanzen nicht absterben und somit das biologische Gleichgewicht des Gartenteichs stören. Zudem sollten Sie die Wurzeln des Pampasgrases im Winter mit einer dicken Laubschicht vor der Kälte schützen.

Für die Flachwasserzone bis zu 20 Zentimeter Wassertiefe eignen sich Pflanzen wie der Kalmus oder der Froschlöffel. Achten Sie darauf, die Gewächse nicht zu dicht in Ihrem Gartenteich zu pflanzen. Als Faustregel gelten zwei bis maximal drei Pflanzen pro Quadratmeter. In der Tiefwasserzone mit einer Wassertiefe von 30 bis 60 Zentimetern gedeihen mehrjährige Wasserpflanzen wie die Seerose am besten. Nicht vergessen werden dürfen schließlich die Unterwasserpflanzen. Gewächse wie Hornblatt oder Wasserpest sorgen für Sauerstoff im Gartenteich und sind daher essenziell für das biologische Gleichgewicht. Zudem bauen Unterwasserpflanzen schädliche Stoffe ab und wirken als Schutz gegen Algen. Dazu müssen sie jedoch in einer Tiefe von etwa 1,5 Metern, fernab der direkten Sonneneinstrahlung, gepflanzt werden. Nutzen Sie als Erde am besten spezielle, auf diese Bedürfnisse abgestimmte Teicherde.

Die „Königin des Gartenteichs“: Die Seerose

4. Die „Königin des Gartenteichs“: Die Seerose

Die Seerose gilt wegen ihrer Schönheit als "Königin des Gartenteiches" – kaum ein Teichbesitzer möchte auf sie verzichten. Allerdings ist diese Pflanze nicht unkompliziert. Auf der einen Seite verlangt die Seerose eine ausreichende Nährstoffversorgung, ein Düngen des Teiches kann auf der anderen Seite aber die Algenbildung begünstigen und sollte daher vermieden werden. Vielmehr sollten Sie die Nährstoffversorgung durch eine ausgewogene Mischung verschiedener Teichpflanzen sicherstellen. Leider sind Seerosen oftmals sehr anfällig für Schädlinge wie Seerosen-Blattläuse, Blattkäfer und Seerosenzüngler. Das Ungeziefer sollten Sie allerdings nur im Notfall mit chemischen Mitteln bekämpfen – besser ist es, die Tiere mit einem Wasserstrahl von den Seerosen herunter zu spülen.

Zudem sind für das Gedeihen der Seerose auch die Größe und Tiefe Ihres Gartenteiches entscheidend. Einige Sorten benötigen eine Wassertiefe von einem Meter und brauchen mehrere Quadratmeter Freiraum. Andere Arten kommen mit einer Wassertiefe von 30 Zentimetern und einer Fläche von einem halben Quadratmeter aus. Erkundigen Sie sich daher unbedingt nach der geeigneten Seerosen-Art für das Bepflanzen Ihres Gartenteiches. Wenn Sie Ihren Gartenteich im Frühjahr mit Seerosen bepflanzen wollen, sollten Sie folgenden Aspekt beachten: Der Wasserspiegel des Teiches muss schrittweise erhöht werden, damit die Blume mitwachsen kann. Einfacher gestaltet sich eine Herbstpflanzung der Seerose, da die Blütezeit bereits vorbei ist. Ab einer Wassertiefe von 60 Zentimetern können Seerosen meist problemlos im Gartenteich überwintern, flacher stehende Seerosen sollten zu Winterbeginn tiefer gesetzt werden. Um sich viel Arbeit zu ersparen, können Sie die empfindlichen Gewächse in frei bewegliche Pflanzkörbe setzen.

Tipps zum richtigen Bepflanzen des Gartenteiches

5. Tipps zum richtigen Bepflanzen des Gartenteiches

Ihren Gartenteich sollten Sie am besten zwischen den Monaten März und Juni bepflanzen. In diesem Zeitraum können die Wasserpflanzen aufgrund der milden Temperaturen und der vielen Sonnenstunden besonders gut anwachsen. Beginnen Sie mit dem Bepflanzen des Gartenteiches an der tiefsten Stelle und arbeiten Sie sich dann zur Uferzone hinauf. Für die Bepflanzung der tieferen Zonen des Gartenteichs können Sie praktische Pflanzkörbe verwenden. Die Körbe bestehen meist aus stabilem und langlebigem Kunststoff und verhindern ein unkontrolliertes Wuchern der Pflanzen.

Alternativ eignen sich auch faltbare Pflanzkörbe aus Stoff. Diese sind noch feinmaschiger als die Plastikkörbe und stoppen Wurzelausläufer daher noch effektiver. Ein weiterer Vorteil von Pflanzkörben ist, dass sie leicht bewegt werden können  – dies ist vor allem wichtig, um Teichpflanzen im Winter an eine tiefere Stelle des Teiches zu setzen, wo sie vor Frost geschützt sind. Als Pflanztiefe von Teichpflanzen wird generell der Abstand zwischen Triebansatz und Wasseroberfläche angesehen. Bei der Verwendung von Pflanzkörben müssen Sie daher deren Höhe von der Teichtiefe abziehen.

Die problematische Uferzone richtig bepflanzen

6. Die problematische Uferzone richtig bepflanzen

Die Uferzone stellt oftmals ein Problem dar. So werden dort Fehler bei der Teichplanung, etwa die Verwendung einer zu großen Teichfolie, zuerst sichtbar. Die überstehende Teichfolie sieht einerseits unschön aus, zudem wird sie durch UV-Strahlen beschädigt und kann aushärten. Für eine optisch ansprechende Gestaltung des Teichufers bietet sich daher die Verwendung einer Uferbepflanzungsmatte an. Diese wird am Ufer des Gartenteichs beispielsweise mit Steinen befestigt. Sie besteht aus selbstauflösendem Material wie Kokos, das auch ein späteres Neugestalten des Ufers möglich macht. Vor dem Bepflanzen des Teichufers mit Bambus (Phyllostachys und Pseudosasa) sollten Sie zudem unbedingt eine sogenannte Wurzelsperre einbauen, da diese Pflanzen unterirdische Ausläufer, sogenannte Rhizome, bilden und damit die Teichfolie zerstören können.

Für das Errichten einer Rhizomsperre sollten Sie mindestens einen 60 Zentimeter tiefen Graben einplanen. Dieser wird mit Rhizomfolie ausgekleidet, die überlappenden Stellen müssen mit einer Aluschiene gut verschlossen werden. Bei Bambus der Gattung Fargesia ist eine Rhizomsperre allerdings nicht notwendig, da keine Rhizome gebildet werden.

Rechnen Sie für die Pflege Ihrer Gartenteichbepflanzung mit einem Arbeitsaufwand von ein bis zwei Stunden pro Woche. Tatsächlich nimmt der Pflegeaufwand mit der Größe des Gartenteiches sogar ab, da sich mit der Zeit ein Gleichgewicht zwischen dem Wachstum und dem Abbau der Pflanzen einstellt.

7. Fazit

Wer einen Gartenteich bepflanzen will, muss die verschiedenen Zonen und Wassertiefen beachten. Während Ufer-, Flachwasser- und Tiefwasser-Pflanzen in erster Linie optischen Ansprüchen genügen müssen, sichern Unterwasserpflanzen das biologische Gleichgewicht Ihres Gartenteiches. Daher sollten Sie sich beim Bepflanzen des Gartenteiches auch von der tiefsten zur flachsten Stelle vorarbeiten.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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