Die beliebtesten und wichtigsten Beerenarten

Erdbeeren und Heidelbeeren.

Lecker und gesund: Beeren sind die Süßigkeiten der Natur, die Sie ohne Bedenken naschen können. Noch dazu sind viele Arten heimisch und einfach im eigenen Garten zu kultivieren. Zahlreiche Früchte wie Erdbeeren oder Heidelbeeren gelten dabei im rein botanischen Sinne gar nicht als Beerenobst – den Genuss der Naschfrüchte schmälert das aber nicht im Geringsten.

1. Erdbeeren sind die beliebteste Beerenart 2. Unkomplizierte Kletterpflanze: die Brombeere
3. Auch Himbeeren sind beliebte Beeren 4. Stachelbeere: süßsaurer Vitamincocktail
5. Cranberry: Beerenhit aus den USA 6. Heidelbeeren sind anspruchsvoll
7. Johannisbeeren für Gelee und Co. 8. Holunder: gesunder Gaumenschmaus
9. Sanddorn: wild und vitaminreich 10. Beeren selber anbauen: Tipps
Frisch geerntete Erdbeeren.

1. Erdbeeren sind die beliebteste Beerenart

Erdbeeren schmecken auf dem Kuchen, als Marmelade sowie zu fast jedem Dessert. Mit einem Wasseranteil von über 90 % sind die Früchte besonders kalorienarm und noch dazu gesund. Die Erdbeersaison läuft im Normalfall von Mitte Juni bis Ende Juli, manche Sorten reifen jedoch früher, andere später. Beliebte Erdbeersorten sind unter anderem Elsanta, Korona oder Senga Sengana, auch Symphony oder Salsa gehören zu den populäreren Arten.

Wenn Sie die verschiedenen Sorten beim Anbau mischen, haben Sie eine relativ lange Erntezeit. Als Standort bevorzugen Erdbeerpflanzen ein sonniges Beet mit lockerem Humusboden. In einem Abstand von ca. 30 cm setzen Sie die Pflanzen ins Freiland. Im Laufe ihres Wachstums müssen die Erdbeeren regelmäßig gut gewässert und von Unkraut befreit werden.

Mehr zum Erdbeeren anpflanzen erfahren Sie im gleichnamigen Video. Über den Winter schützen Sie die Pflanzen einfach mit einer Decke aus Stroh. Nach dem zweiten Jahr sollten Sie das Beet wechseln und neue Jungpflanzen kultivieren.

Reifende Brombeeren.

2. Unkomplizierte Kletterpflanze: die Brombeere

Brombeeren punkten im Frühjahr mit hübschen Blüten und im Sommer durch ihren reichen Ertrag. Die Früchte dieser Beerenart können Sie sowohl pur, als auch in Form von Marmelade oder Sirup genießen. Dabei ist der Anbau relativ einfach: Sie können Brombeeren im Topf kaufen oder selbst aus Stecklingen ziehen. Das Klettergewächs gedeiht besonders gut, wenn es ein Spalier als Rankhilfe bekommt. Ansonsten ist diese Beerenart sehr pflegeleicht. Sie wünscht sich einen halbschattigen und windgeschützten Platz und ist mit einem Rückschnitt im Frühling zufrieden. Beachten Sie, dass die meisten Brombeersorten am zweijährigen Holz Früchte tragen. Es müssen entsprechend die Triebe zurückgeschnitten werden, die im Sommer Früchte getragen haben. Die im zurückliegenden Jahr gewachsenen Triebe sollten unberührt bleiben. Halten Sie die Brombeeren im Topf, sollten Sie die Pflanze im Winter mit einem Kälteschutz versehen. Im Beet halten die Sträucher auch Minusgrade aus. Insbesondere dornenfreie Sorten der „Chester Thornless“-Züchtung haben sich als äußerst robust erwiesen: Die Brombeeren mit den großen Früchten trotzen nicht nur Frost, auch Rutenkraut kann ihnen beispielsweise nichts anhaben.

Reifende Himbeeren.

3. Auch Himbeeren sind beliebte Beeren

Der Herbst ist die richtige Zeit, um Himbeeren anzupflanzen. Am besten greifen Sie dazu auf sortenechte Jungpflanzen zurück. Hier haben Sie die Wahl zwischen Sommer- und Herbst-Himbeeren. Erstere tragen bereits im Juli Früchte, letztere sind wesentlich robuster und wegen ihrer späten Blüte weniger anfällig für Schädlinge – und somit bei Gärtnern sehr beliebt. Die Pflanzen benötigen einen lockeren Boden, den Sie mit Garten- und Rindenkompost mischen können. Ein kleines Spalier hilft den Spreizklimmern, aufrecht zu wachsen. Je nach Sorte verlangen die Pflanzen einen unterschiedlichen Rückschnitt, hier können Sie sich beim Kauf in Ihrem OBI Markt informieren.

Stachelbeeren am Strauch.

4. Stachelbeere: süßsaurer Vitamincocktail

Bei der Stachelbeere können Sie sich entscheiden, ob Sie die Beere als Busch oder als Hochstamm anpflanzen wollen. Beide Varianten gedeihen gut an einem sonnigen bis halbschattigen Platz mit lockerer, humushaltiger Erde. Die Stachelbeere als Hochstämmchen benötigt zusätzlich einen kleinen Pfahl, der Sie auch bei starkem Wind stützt. Wie bei anderen Obstgehölzen müssen Sie alte Triebe regelmäßig kürzen. Die Erntezeit beginnt bei der Stachelbeere ungefähr im Juni und dauert bis August. Sie können die Früchte der beliebten Sorte aber auch unreif pflücken, denn sie reifen noch nach.

Cranberries an einem Zweig.

5. Cranberry: Beerenhit aus den USA

Die amerikanische Cranberry ist hierzulande auch als großfruchtige Moosbeere bekannt. Sie zählt einheimische Beeren wie etwa die Preiselbeere zu ihren näheren Verwandten. Im Vergleich drängt sich aber ein entscheidender Unterschied auf: Die Früchte der Cranberry sind weitaus größer, erinnern fast an Kirschen. Die Cranberry gilt als sehr gesund, schon die amerikanischen Ureinwohner sollen den großen Anteil an Ballaststoffen und Vitaminen geschätzt haben. Die Sträucher, an welchen die saftigen Beeren wachsen, können bis zu 2 m hoch werden. Mit ihren schönen weiß-rosa Blüten taugen Cranberry-Pflanzen durchaus auch als Gartendeko.

Heidelbeeren reifen an einem Strauch.

6. Heidelbeeren sind anspruchsvoll

Der Anbau von Heidelbeeren ist etwas für fortgeschrittene Gärtner: Die Pflanzen verlangen nicht nur einen sonnigen, windgeschützten Platz, auch beim Boden sind sie wählerisch. Die Erde sollte humusreich, kalkfrei und außerdem gleichmäßig feucht sein. Als Heidekrautgewächs sollten Sie Heidelbeeren zudem nicht zu tief einpflanzen, der Wurzelballen muss etwas aus der Erde herausschauen und anschließend mit Rindenmulch und Rindenkompost bedeckt werden. Damit der Ertrag der beliebten Beeren besonders hoch ist, empfiehlt es sich, mindestens zwei unterschiedliche Sorten zu kultivieren.

Rote Johannisbeeren an einem Zweig.

7. Johannisbeeren für Gelee und Co.

Johannisbeeren gibt es in Weiß, Rot und Schwarz. Die schwarze Sorte wird gern zu Saft oder Gelee verarbeitet und findet sich in relativ vielen Hausgärten. Im Herbst können Sie die Pflanze gut an einem sonnigen und windgeschützten Platz mit nährstoffreicher Erde ins Beet setzen. Am besten wachsen die Früchte an ein- bis zweijährigen Trieben. Beim jährlichen Beschnitt sollten Sie die ältesten sowie schwache Triebe kürzen – dann fällt die Ernte im Juni und Juli besonders üppig aus.

Reife Holunderbeeren.

8. Holunder: gesunder Gaumenschmaus

Holunder ist für Ihren Garten ein doppelter Gewinn, denn die Pflanze mit den weißen Blüten ist schön anzusehen und bietet mit ihren gesunden Früchten auch noch einen Gaumenschmaus. Roh können die beliebten Beeren zwar giftig sein, doch gekocht entfalten sie als Saft oder Gelee ihr großes Vitaminpotenzial. An den Boden stellt der Holunder kaum Ansprüche, er freut sich aber über Nährstoffe und hat es gerne feucht. Für den Anbau im Garten eignet sich die Sorte „Haschberg" gut, denn sie trägt besonders viele Früchte. Nach der Ernte können Sie die Triebe großzügig zurückschneiden und stellen so auch in der kommenden Saison einen hohen Ertrag sicher.

Sanddorn kurz vor der Ernte.

9. Sanddorn: wild und vitaminreich

Sanddorn ist eine heimische Pflanze und zählt zu den vitaminreichsten Wildobstsorten. Mit 4 bis 5 m Höhe und bis zu 4 m Breite braucht das Gewächs in Ihrem Garten jedoch recht viel Platz. Hinzu kommt, dass die Pflanze zweihäusig ist – es gibt sowohl männliche als auch weibliche Bäume. Letztere tragen die Früchte, doch damit es soweit kommt, müssen sie zunächst bestäubt werden. Daher sollten Sie mindestens von beiden Sorten einen Baum anpflanzen, wobei die männliche Pflanze westlich von der weiblichen stehen sollte: So arbeitet der Wind bei der Bestäubung optimal mit. Von August bis September können Sie dann die Ernte einfahren.

Gärtner setzt eine Erdbeerpflanze ein.

10. Beeren selber anbauen: Tipps

Die beste Zeit zum Einpflanzen von Beerensträuchern ist der Herbst, denn dann können die Sträucher noch vor dem Winter anwachsen und verwenden ihre Energie im Frühjahr beim Ausschlagen.

Zeitlich unabhängig sind Sie hingegen mit sogenannter Containerware: Sie darf von Frühling bis Herbst ins Freiland gesetzt werden. Im Unterschied zu anderen Beerensträuchern werden diese Pflanzen im Topf hochgezogen. Sie sind bereits gut durchwurzelt und daher relativ robust. Ihre Aufzucht, die zum Großteil in Gewächshäusern stattfindet, ist vergleichsweise aufwendig. Containerpflanzen müssen mehrmals umgetopft werden, während Freilandpflanzen ganz normal auf dem Feld gedeihen und anschließend zum Verkauf geboten werden. Daher ist Containerware in der Anschaffung etwas teurer, je nach Jahreszeit können sich die zusätzlichen Ausgaben aber lohnen.

Kind pflückt rote Johannisbeeren.

11. Wichtige Werkzeuge für Anbau und Pflege der Beeren

Neben typischem Handwerkszeug wie Spaten, Harke und Grubber benötigen Sie zum Anbau von Beerensträuchern noch ein paar weitere Helfer. Viele Straucharten brauchen eine Wachstumshilfe in Form eines Spaliers. Dieses können Sie entweder fertig in Ihrem OBI Markt kaufen oder einfach selbst bauen. Dazu benötigen Sie lediglich zwei Pfosten, die sie jeweils am Ende des Beetes in die Erde stecken. Dazwischen spannen Sie etwa zwei bis drei Bahnen Draht, je nachdem wie groß die Sträucher werden. Damit das dünne Drahtstück sich nicht lockert, können Drahtspanner hilfreich sein.

Alle Beerensträucher müssen regelmäßig beschnitten werden. Der richtige Zeitpunkt ist dabei allerdings, ebenso wie die Taktung, abhängig von der jeweiligen Sorte. Wenn Sie Beerensträucher in Ihrem Garten anpflanzen, sollte eine entsprechende Gartenschere also in jedem Fall zu Ihrem Repertoire gehören. Achten Sie hier beim Kauf auf ausreichend scharfe Klingen.

So manches, was im herkömmlichen Sinne als Beere gilt, ist eigentlich mit anderen Pflanzenarten verwandt. Nichtsdestotrotz lassen sich Erdbeeren oder Holunder ebenso gut unkompliziert im Garten anbauen wie Brombeeren und Himbeeren. Heidelbeeren oder Sanddorn verlangen Ihnen und Ihrem Garten hingegen etwas mehr ab. Welche Beerensorte Sie bei sich kultivieren wollen, liegt letztendlich an Ihrem Geschmack. Sie können auch mit einfachen Früchten wie Brombeeren beginnen und Ihren Obstgarten jedes Jahr um neue Sorten bereichern.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

  • Sichere Zahlmöglichkeiten
  • Kostenlose Rücksendung
  • Verfügbarkeit im Markt prüfen
  • Reservieren & im Markt abholen
Nach oben