Obst und Gemüse richtig einpflanzen

Obst und Gemüse richtig einpflanzen

Viele Gärtner träumen von der Selbstversorgung mit Tomaten, Gurken und Kartoffeln. Ein eigener Obst- und Gemüsegarten fordert jedoch einen gewissen Einsatz und ein wenig Fachwissen. Wir verraten Ihnen, wie Sie Obst und Gemüse richtig einpflanzen und düngen.

1. Für jeden Geschmack die richtige Obst- und Gemüsesorte 2. Anbau- und Pflanzzeiten beachten
3. Das richtige Düngen 4. Obst und Gemüse auf Terrasse und Balkon
5. Fazit
Für jeden Geschmack die richtige Obst- und Gemüsesorte

1. Für jeden Geschmack die richtige Obst- und Gemüsesorte

Wenn Sie selbst gezogenes Obst und Gemüse auf dem Teller haben wollen, aber einen hohen Arbeitsaufwand scheuen, sollten Sie unbedingt zu unkomplizierten Obst- und Gemüsesorten greifen. Recht anspruchslos sind beispielsweise Kartoffeln – sie werden im Frühjahr in die Erde gelegt, anschließend müssen Sie sich kaum noch um die Knollen kümmern und die Pflanzen nur regelmäßig etwas wässern. Auch Radieschen, Pflücksalat oder der Blätterkohl, auch Pak Choi genannt, sind eher pflegeleichte Pflanzen und zudem hervorragend für ungeduldige Zeitgenossen geeignet. So sind Radieschen schon nach drei Wochen erntereif, Pflücksalat und Pak Choi können Sie bereits nach sechs Wochen genießen. Ebenfalls für den Einsteiger geeignet sind Zucchini. Dieses Gemüse ist nicht nur anspruchslos, es garantiert auch eine reiche Ernte.

Wenn Sie hingegen mehr Zeit für Ihren Garten aufbringen können, dann sollten Sie sich für Fenchel, Artischocken, Radicchio, Chicorée und Blumenkohl entscheiden. Diese Gemüsesorten brauchen mehr Aufmerksamkeit und reagieren recht empfindlich, wenn sie einmal nicht gegossen oder gedüngt werden.

Tipp:

Wenn Sie wenig Zeit haben und dennoch nicht auf eigenes Obst verzichten wollen, sollten Sie über den Anbau von Heidelbeeren nachdenken. Die Pflanze braucht keinen Schnitt und gedeiht am besten in einem Hochbeet mit Rhododendron-Erde.

Anbau- und Pflanzzeiten beachten

2. Anbau- und Pflanzzeiten beachten

Wenn Sie Obst und Gemüse einpflanzen wollen, dann müssen Sie vor allem auf die Anbauzeiten achten und rechtzeitig beginnen. Ein großer Garten ist hingegen nicht vonnöten – Sie können bereits mit einem acht Quadratmeter großen Beet einen Zweipersonenhaushalt das ganze Jahr mit Gemüse versorgen. Im Februar können Sie die ersten Frühkartoffeln vorkeimen, Mitte April werden diese dann im Abstand von 40 Zentimetern eingepflanzt. Der Reihenabstand sollte 50 bis 70 Zentimeter betragen. Anfang bis Mitte März ist dann das Einpflanzen von Möhren, Radieschen und Spinat an der Reihe. Im Frühbeet ziehen Sie gleichzeitig Kohl- und Salatpflanzen und Tomaten vor. Anfang Mai ist die Zeit gekommen, frostempfindliches Gemüse wie Gurken, Kürbis und Zucchini im Frühbeet anzuziehen. Nach den Eisheiligen Mitte Mai werden diese Pflanzen und Ihre Tomaten endlich ausgepflanzt. Denken Sie an den Regenschutz für Ihre Tomaten, da die Pflanzen sonst schnell faulen.

Erst im Juni und Juli sollten Sie Grünkohl, späte Kohlrabi- und Salatsorten, Rettich und Zuckerhut einpflanzen, ab August können Sie Feldsalat und noch einmal Spinat aussäen. Erkundigen Sie sich im Fachhandel oder in Baumschulen nach standortgerechten Arten und Sorten. Das Pflanzloch für einen Obstbaum sollte mindestens 100 Zentimeter Durchmesser und eine Tiefe von 40 bis 50 Zentimetern haben, weitere 20 Zentimeter sollten Sie mit einer Grabegabel auflockern. Die Pflanzerde mischen Sie am besten im Verhältnis 1:1 mit Kompost.

Das richtige Düngen

3. Das richtige Düngen

Damit Ihr Obst- oder Gemüsegarten ein voller Erfolg wird, kommt es in erster Linie auf den richtigen Boden und den richtigen Dünger an. Bereits im Februar, möglichst noch auf dem gefrorenen Boden, können Sie eine erste Düngung vornehmen, um dem Boden die notwendigen Nährstoffe zuzuführen. Besonders empfehlenswert und ökologisch ist es natürlich, wenn Sie den Boden mit Mist oder Kompost düngen.

Bei Stickstoffmangel im Boden, den Sie schnell an der Aufhellung älterer Blätter erkennen, sollten Sie zudem Hornspäne einbringen. Eine Bodenuntersuchung vor dem ersten Einpflanzen zeigt Ihnen, wie hoch der Nährstoffbedarf in Ihrem Garten ist. Fehlen organische Substanzen, kann man den Boden mit Kompost, Stallmist oder fertiger Komposterde anreichern. Damit Ihr Gemüse die Nährstoffe richtig nutzen kann, sollten Sie beim Einpflanzen nur die oberste Erdschicht mit einer Tiefe von 10 bis 15 Zentimetern mit Kompost bearbeiten.

Natürliche Dünger haben generell eine längere Anlaufzeit als künstliche Dünger, werden dafür aber weniger schnell aus dem Boden ausgewaschen. Wenn Sie allerdings nur wenig Zeit für das Ausbringen von Kompost haben, sollten Sie zu speziellem Langzeitdünger greifen. Vermeiden Sie jedoch unbedingt eine Überdüngung – dies kann sogar zu einer Mangelversorgung führen, da die Ballastsalze verhindern, dass die Wurzelenden genug Wasser aufnehmen. Merken Sie sich die Faustregel: im Jahr drei Liter Kompost pro Quadratmeter Beet. Auch zum arbeitsaufwendigen Gießen gibt es eine Alternative: eine Bewässerungsanlage, die Pflanzen tröpfchenweise mit Wasser versorgt.

Obst und Gemüse auf Terrasse und Balkon

4. Obst und Gemüse auf Terrasse und Balkon

Wenn Sie keinen Garten Ihr Eigen nennen, können Sie Obst und Gemüse auch auf Ihrem Balkon einpflanzen – am besten in großen Kübeln oder speziellen Zimmergewächshäusern. Geeignete Pflanzen für Ihren Balkongarten sind zum Beispiel Kartoffeln, Mini Pak Choi, Zuckermais und Heidelbeeren. Auch Tomaten fühlen sich auf gut auf überdachten Balkonen wohl, da die wasserempfindlichen Pflanzen dort vor Regen geschützt sind – sie brauchen allerdings einen recht großen Pflanzenkübel. Naschobst wie die Erdbeere hingegen gedeiht auch in einem Balkonkasten. Falls Sie auf Ihrem Balkon nur wenig Platz zur Verfügung haben, können Sie auch in die Höhe arbeiten und Obst und Gemüse in sogenannte Pflanzenampeln und Etageren einpflanzen.

Generell ist die Pflege von Topfgärten allerdings etwas aufwendiger und Sie dürfen keine allzu große Ernte erwarten. Für Ihren kleinen Balkon- oder Terrassengarten bieten sich daher vor allem schnell wachsende Gemüsesorten wie Salat oder Rucola an, die Sie ohne großen Aufwand selbst aussäen können. Schneller geht es, wenn Sie vorgezogene Pflanzen direkt bei OBI kaufen. Achten Sie auch bei Ihrem Mini-Garten auf ausreichend große Töpfe und hochwertige Erde, die speziell auf die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen angestimmt sind. Der Standort sollte sonnig, aber nicht zu heiß sein – Pflanzen wie Paprika, Chili und Tomaten gedeihen auf geschützten Terrassen und Balkonen sogar besser.

5. Fazit

Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten ist für Hobby-Gärtner eine verlockende Vorstellung – viele schrecken jedoch vor dem hohen Arbeitsaufwand zurück. Dabei muss ein eigener Obst- und Gemüsegarten gar nicht viel Arbeit machen: Mit ein paar einfachen Kniffen können sogar Balkonbesitzer schon bald selbst angebautes Obst und Gemüse zum Kochen verwenden.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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