Gemüseanbau in 9 Schritten

Gemüseanbau leicht gemacht
Frisch, gesund, knackig und garantiert ohne Chemie. Gemüse aus dem eigenen Garten ist unschlagbar, was Geschmack und Frische angeht. Und noch dazu sehen viele Nutzpflanzen alles andere als „nur nützlich“ aus, sondern sind eine wirkliche Bereicherung im Garten.
Je nach Gartengröße können Sie nur ein paar Tomaten oder Erdbeeren zum Naschen anbauen oder sich mehr oder weniger komplett selbst versorgen. Doch bevor es ans Ernten geht, gilt es erst einmal, das Gemüse auszusäen und anzupflanzen.

Wichtig: Ein Gemüsegarten gehört zu den pflegeintensiveren Gartenbereichen, der von Frühjahr bis in den Herbst betreut werden muss. Je regelmäßiger Sie sich um Ihr Gemüse kümmern, desto geringer ist der Pflegeaufwand.
1 - Schritt-für-Schritt
Aussaat auf der Fensterbank

Schritt 1 - Aussaat auf der Fensterbank

Damit es ab Ende April im Garten losgehen kann, ist es sinnvoll, Gemüse auf der Fensterbank, im Frühbeet oder in einem Gewächshaus vorzuziehen. So erhalten Sie Jungpflanzen mit einem Wachstumsvorsprung gegenüber solchen, die direkt ins Beet gesät werden.

Praktisch: Als Aussaatgefäß eignen sich Kunststoffschalen, kleine Holzkistchen oder Multitopfplatten. Verwenden Sie spezielle Aussaaterde, darin keimen die Pflanzen besonders gut.

Wichtig: Stellen Sie die Jungpflanzen so hell wie möglich und nicht zu warm auf.
So verweichlichen sie nicht und wachsen später im Beet besser weiter.

Aussaat direkt im Beet

Schritt 2 - Aussaat direkt im Beet

Ab Mitte/Ende Mai können Sie Gemüse auch direkt ins Beet säen, denn der Boden hat sich nun durch die zunehmende Sonneneinstrahlung erwärmt.

Praktisch: Säen Sie immer eine Reservepflanze mit aus. Wenn Sie pro Pflanzstelle 2 Bohnen im Beet haben möchten, werden 3 Samen gesät. Die schwächste Jungpflanze ziehen Sie einfach nach ein paar Wochen heraus.

Wichtig: Manche Gemüse wie Brokkoli, Sprossenbrokkoli und ganz besonders Blumenkohl vertragen das Umpflanzen aus einem Topf ins Beet nicht so gut und „schießen“ dann, d.h. sie beginnen vorzeitig zu Blühen. Säen Sie diese besser direkt ins Beet.

Jungpflanzen einsetzen

Schritt 3 - Jungpflanzen einsetzen

Ab Mitte/Ende April können auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorgezogene und natürlich auch gekaufte Jungpflanzen im Beet ausgepflanzt werden. Setzen Sie die Jungpflanzen im richtigen Abstand (steht auf dem Etikett) ins Beet. Erde um die Wurzeln vorsichtig andrücken. Angießen. Fertig.

Wichtig: Salatjungpflanzen dürfen nicht zu tief gesetzt werden, da sie sonst faulen. Ihre Blätter müssen im Wind „flattern“ können. Tomaten und Gurken können tiefer als im Topf gepflanzt werden, sie bilden am Stängel dann zusätzliche Wurzeln.

Mischkultur

Schritt 4 - Mischkultur

Viele Gemüse und Kräuter beeinflussen sich gegenseitig, wenn sie nebeneinander im Beet wachsen. So vertreiben die Gerüche mancher Gemüse die Schädlinge anderer oder sie fördern sich gegenseitig durch Wurzelausscheidungen. In einer Mischkultur können Sie mehr Pflanzen pro Beet setzen, da der Platz besser ausgenutzt wird. Der Ertrag pro Quadratmeter Beet ist also höher.

Gute Kombinationen:
Zwiebeln mit Möhren
Kohl oder Mais mit Bohnen
Kürbis mit Mais und Bohnen

Schlechte Kombinationen:
Erbsen mit Knoblauch
Tomaten oder Gurken mit Rettich
Buschbohnen mit Zwiebeln
Kohlgewächse mit Zwiebeln

Pflanze Gute Nachbarn Schlechte Nachbarn
Buschbohne Bohnenkraut, Erdbeere, Gurke, Sellerie, Rote Bete, Kohlarten, Kopfsalat, Pflücksalat, Tomate Erbse, Fenchel, Knoblauch, Lauch, Zwiebel
Endivie Fenchel, Kohlarten, Lauch, Stangenbohnen
Erbse Dill, Fenchel, Gurken, Kohlarten, Mais, Möhren, Kohlrabi, Kopfsalat, Radieschen, Zucchini Bohne, Kartoffel, Knoblauch, Lauch, Tomate, Zwiebel
Erdbeere Boretsch, Buschbohne, Knoblauch, Kopfsalat, Lauch, Radieschen, Schnittlauch, Spinat, Zwiebel Kohlarten
Fenchel Endivie, Erbse, Feldsalat, Gurke, Kopfsalat, Pflücksalat, Salbei Bohne, Tomate
Gurke Bohnen, Dill, Erbse, Fenchel, Kohl, Kopfsalat, Kümmel, Lauch, Mais, Rote Bete, Sellerie, Zwiebel Tomate, Radieschen
Kartoffel Dicke Bohne, Kohlarten, Kohlrabi, Kümmel, Mais, Tagetes, Spinat Kürbis, Tomate, Sellerie, Sonnenblume
Knoblauch Erdbeere, Gurke, Himbeere, Möhre, Tomate, Rote Bete Erbsen, Kohlgewächse, Stangenbohnen
Kohlarten Bohne, Dill, Endivie, Erbse, Kartoffel, Kopfsalat, Lauch, Sellerie, Spinat, Tomate Erdbeere, Knoblauch, Senf, Zwiebel
Kohlrabi Bohne, Erbse, Kartoffel, Kopfsalat, Tomate, Radieschen, Rote Bete, Sellerie, Spinat, Lauch
Kopfsalat Bohnen, Dill, Erbsen, Erdbeere, Gurken, Kohl, Lauch, Möhre, Tomate, Zwiebel Petersilie, Sellerie
Lauch Erdbeere, Kohl, Kopfsalat, Möhren, Sellerie, Tomate Bohne, Erbse, Rote Bete
Möhre Dill, Erbse, Knoblauch, Lauch, Radieschen, Rettich, Tomate, Zwiebel, Schnittlauch
Radieschen/Rettich Bohne, Erbse, Kohl, Kopfsalat, Möhre Gurke
Sellerie Spinat, Buschbohne, Gurke, Kohl, Kohlrabi, Lauch, Tomate Kartoffel, Kopfsalat, Mais
Tomaten Buschbohne, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi Erbse, Fenchel, Kartoffeln
Zucchini Kopfsalat, Lauch, Möhre, Petersilie, Rettich, Radieschen, Rote Bete, Sellerie, Spinat, Rote Bete, Stangenbohnen, Zwiebel
Zwiebeln Bohnenkraut, Erdbeere, Dill, Kopfsalat, Möhre, Rote Bete Bohnen, Erbse, Kohl
Biologisch vorbeugen

Schritt 5 - Biologisch vorbeugen

Tagetes im Gemüsebeet? Die auch Studentenblume genannte Pflanze scheidet mit ihren Wurzeln Stoffe in den Boden aus, die Nematoden (Fadenwürmer) vertreiben. Nematoden können an den Wurzeln von Gemüsepflanzen fressen und die Pflanze schädigen. Tagetes kann den Befall mindern oder sogar ganz unterdrücken.

Praktisch: Pflanzen Sie Tagetes zwischen anfällige Gemüse wie Sellerie oder säen Sie das ganze Beet als Vorkultur mit den hübschen gelb-orange-roten Blumen ein.

Schnecken fernhalten

Schritt 6 - Schnecken fernhalten

Schnecken lassen sich mit einem Schneckenzaun in Schach halten. Wichtig ist, dass er tief genug im Boden steckt und keine Lücken als Durchschlupf aufweist.
Wenn Sie zu Schneckenkorn greifen, achten Sie darauf, dass es einen Wirkstoff auf Eisen-III-Basis enthält. Im Gegensatz zu Präparaten auf Methaldehyd-Basis ist es nicht giftig für Igel und andere Tiere.

Wichtig: Ein Gemüsegarten ohne Schnecken ist nicht möglich. Statt Energie mit der Bekämpfung zu verbringen, ist es einfacher, die natürlichen Feinde der Schnecken wie Vögel, Igel, Laufkäfer u.a. in den Garten zu locken, indem Sie Unterschlupfe einrichten und den Garten vielseitig bepflanzen.

Gemüsefliegen abhalten

Schritt 7 - Gemüsefliegen abhalten

Möhren, Sellerie, Zwiebeln und Kohl leiden häufig an einem Befall mit Gemüsefliegen. Die Larven fressen an den Wurzeln und den jungen Trieben. Ein feines Kulturschutznetz hält die Fliegen (und andere Schädlinge, die aus der Luft kommen) von den Pflanzen fern.

Wichtig: Das Netz muss rundum und am Boden dicht schließen, damit keine Fliegen an das Gemüse gelangen können.

Ernten

Schritt 8 - Ernten

Wann ist das Gemüse erntereif? Bei Fruchtgemüse erkennen Sie dies an der sortentypischen Farbe und Größe. Manchmal muss man einfach mal vorkosten. Bei den meisten Gemüsen ist eher ein „zu spätes“ Ernten problematisch, denn dann ist das Erntegut holzig, faserig oder fade. Ernten Sie im Zweifelsfall also lieber ein bisschen früher.

Wichtig: Besonders bei trockenem Wetter oder Dauerregen ist es besser, früher zu ernten als abzuwarten.

Erntegut lagern

Schritt 9 - Erntegut lagern

Fast alle Gemüse lassen sich im Kühlschrank einige Tage frisch halten und aufbewahren. Zarte Blattgemüse wie Salat, Spinat und Mangold sollten Sie jedoch so schnell wie möglich aufbrauchen, da bei der Lagerung wertvolle Vitamine abgebaut werden.
Kohlgemüse, Endiviensalate und Zuckerhut können kühl (bei 3–5 °C) länger gelagert werden. Wurzelgemüse wie Möhren und Rote Bete bleiben in Kisten mit feuchtem Sand mehrere Monate frisch.

Wichtig: Fruchtgemüse wie Tomaten, Zucchini und Gurken vertragen keine Kälte. Wenn Sie sie im Kühlschrank lagern, verlieren sie schnell an Aroma. Lagern Sie Gemüse nie mit Obst zusammen. Vor allem Äpfel verströmen ein Reifegas (Ethylen), das Gemüse welken lässt.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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