Staudenbeet anlegen in 8 Schritten

Wiese, auf der zwei Liegestühle stehen, die von Blumen und Bäumen eingerahmt werden.

Ein Staudenbeet bringt vom Frühling bis zum Frost Farbe in den Garten. Es braucht, einmal angelegt, viel weniger Pflege als z. B. ein Beet mit Sommerblumen, welches jedes Jahr neu angelegt werden muss. Stauden sind Alleskönner und für jeden Platz im Garten gibt es eine große Auswahl an pflegeleichter Sorten. Damit die Stauden schnell anwachsen und prächtig gedeihen, ist ein bisschen Bodenvorbereitung sinnvoll – dann kann es losgehen. Die beste Pflanzzeit ist der Herbst, in den Monaten September und Oktober. Aber auch wenn Sie die Pflanzen im Frühling von März bis April einsetzen, wachsen die Stauden gut.

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Materialliste
3 - Werkzeugliste
Unbepflanztes Beet wird mit einem Rechen glatt gezogen.

Schritt 1 - Das Beet für die Stauden vorbereiten

Vor der Pflanzung der Stauden befreien Sie das Beet von Unkraut und Ästen. Graben Sie das Beet spatentief um, hacken Sie dann die Erdschollen klein und ziehen Sie die Erde mit einem Rechen glatt.

Praktisch: Unkrautsamen aus dem Oberboden werden vergraben und keimen nicht mehr aus.

Wichtig: Sortieren Sie Unkrautwurzeln aus dem lockeren Boden heraus – so ersparen Sie sich das spätere Jäten.

Zukünftiges Beet, auf dem mit Sand die Beetränder markiert wurden.

Schritt 2 - Umriss des Staudenbeetes markieren

Markieren Sie am späteren Rand des Beetes Linien aus Sand, entlang derer gepflanzt werden soll. Hier sind z. B. die Einfassungen eines Bauerngartenbeets markiert.

Praktisch: Sie müssen den Sand nicht wieder abtragen – er kann einfach im Boden bleiben.

Wichtig: Wenn Sie noch unschlüssig sind, wie die Umrandungen Ihres Staudenbeetes verlaufen sollen, nehmen Sie einen Gartenschlauch statt Sand. So können Sie die Grenzen beliebig oft ändern.

Frau in Gummistiefeln, von der nur die Beine zu sehen sind, verteilt auf einem Beet mit einem Spaten Humus.

Schritt 3 - Boden für die Stauden verbessern

Damit die Stauden schnell anwachsen, reichern Sie den Boden am besten mit nährstoffreicher Humuserde an. Am einfachsten geht das mit Kompost aus dem eigenen Garten.

Praktisch: Grüngutkompost gibt es auch günstig in Ihrem OBI Gartencenter − dieser muss nicht einmal gesiebt werden. Pro Quadratmeter Beet-Fläche reichen 20 bis 30 Liter.

Wichtig: Torf ist zur Bodenverbesserung nicht sinnvoll, da er schnell verrottet und den Humusgehalt der Erde nicht dauerhaft erhöht.

Frau in Gummistiefeln, von der nur die Beine zu sehen sind, geht mit einem Rechen über ein unbepflanztes Beet.

Schritt 4 - Kompost in das zukünftige Staudenbeet einarbeiten

Verteilen Sie den Kompost mit dem Rechen auf der Beet-Oberfläche. Durch gleichmäßiges Hin- und Herharken wird der Kompost eingearbeitet.

Praktisch: Gröbere Erdklumpen werden dabei gleich weiter zerkleinert.

Wichtig: Wollen Sie einen Kiesgarten anlegen? Dann verwenden Sie Sand anstatt Kompost. Dadurch wird der Boden leichter und durchlässiger: Sogenannte Trockenkünstler wie Iris, Lavendel und Yucca lieben das. Tragen Sie den Sand ruhig großzügig auf: 10 bis 20 cm als Oberschicht sind ein guter Richtwert.

Schubkarre mit Pflanzentöpfen vor einem Beet auf dem Pflanzentöpfe nebeneinander stehen.

Schritt 5 - Staudenpflanzen auslegen

Für die meisten Stauden sind Frühling und Herbst die beste Pflanzzeit: Das Wachstum beginnt sich zu regen und die Pflanzen wachsen auf dem neuen Platz im Beet einfach weiter. Stellen Sie die Töpfe zuerst im Abstand von 30 bis 50 cm auf dem Beet aus, bis Ihnen Ihr Arrangement gefällt.

Wichtig: Nehmen Sie sich Zeit für die Planung Ihres Beetes – auch wenn noch nichts blüht, können Sie sich mit ein bisschen Fantasie vorstellen, wie sich welche Pflanze entwickelt, wie groß sie wird und wie viel Platz sie braucht. Sorgen Sie für Abwechslung, indem Sie Stauden und Gräser abwechseln und treten Sie immer wieder einmal ein paar Schritte zurück und betrachten das Beet mit etwas Abstand.

Pflanzen werden von einer knienden Person mit Gartenhandschuhen aus dem Plastiktopf genommen.

Schritt 6 - Einpflanzen der Stauden

Heben Sie nun mit einem Spaten oder einer Handschaufel das Pflanzloch aus: Es muss genauso tief sein, wie der Topf hoch ist. Wenn Sie die Staudentöpfe vor dem Pflanzen gießen, lassen sich die Ballen leicht aus dem Topf ziehen. Sitzt der Ballen dennoch fest im Topf, zerschneiden Sie ihn einfach mit einer Blumenschere. Stellen Sie nun die Staude in das Pflanzloch, füllen Sie es mit Blumenerde auf und klopfen Sie die Erde leicht fest.

Tipp:

Wenn die Wurzeln dicht an dicht im Kreis im Topf gewachsen sind schneiden Sie diese mit einem Messer ein oder kratzen sie mit einer Gartenkralle auf, damit sie schnell in den umliegenden Boden wachsen.

Grüne Pflanzen die mit einer Gießkanne gegossen werden.

Schritt 7 - Angießen der Stauden

Damit die Stauden schnell anwachsen können, werden Sie nach der Pflanzung gründlich angegossen bis der Boden etwa 20 cm tief durchfeuchtet ist. Am besten geht das mit einem Rasensprenger oder einem Gartenschlauch mit einem weichen Brausestrahl. So setzt sich auch die erste Schicht Erde – füllen Sie gegebenenfalls noch etwas nach.

Nahaufnahme einer Hand, die eine Hacke hält mit der Unkraut in einem Beet entfernt wird.

Schritt 8 - Weitere Staudenpflege

Achten Sie in den ersten Wochen nach dem Pflanzen auf Unkraut. Solange die Stauden noch nicht so groß sind, dass sie den Boden bedecken, keimen Vogelmiere, Rispengras, Löwenzahn und Co in den Lücken zwischen den Pflanzen.

Wichtig: Hacken oder Zupfen Sie das Unkraut aus, wenn es noch klein und zart ist. Dann werden die Wurzeln der Stauden nicht gestört, wenn das Unkraut aus dem Boden gezogen wird und die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass Sie tatsächlich die gesamte Wurzel entfernen.

Stauden sorgen für eine bunte Pracht in Ihrem Garten und sind zudem pflegeleichte und genügsame Pflanzen. Nehmen Sie sich beim Einpflanzen etwas Zeit, berücksichtigen Sie unsere Tipps und kümmern Sie sich am besten frühzeitig um das Entfernen von Unkraut. Dann werden Sie schon bald mit einem üppigen Blütenmeer belohnt.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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