Blühzeiten von Zwiebel- und Knollenpflanzen

Blühende Tulpen, Narzissen und Hyazinthen

Um Ihnen die Planung Ihrer Blumenbeete zu erleichtern, haben wir im Folgenden die beliebtesten Knollen- und Zwiebelpflanzen entsprechend ihrer Blühzeit nach Jahreszeiten gegliedert. Planen Sie Ihr Wunschbeet – mit OBI.

Knollen- und Zwiebelpflanzen bieten unkomplizierte Blühvielfalt und verwandeln Ihren Garten über Monate in einen bunten Farbtraum. Im Frühjahr senden Schneeglöckchen und Krokusse die ersten zarten Frühlingsgrüße, im Herbst leuchtet die Farbenpracht der Dahlien.

Knollen- und Zwiebelpflanzen ermöglichen unzählige Gestaltungsvarianten: Von klein und zart bis üppig-großzügig, von elegant einfarbig bis leuchtend bunt gibt es sie mit unterschiedlichsten  Wuchsformen und -größen und in allen Farben des Regenbogens – lassen Sie sich inspirieren.

1. Vorbereitung und Planung für Knollen- und Zwiebelpflanzen 2. Früh-, Sommer- und Herbstblüher
3. Schneeglöckchen 4. Krokus
5. Herbstzeitlosen 6. Narzissen
7. Tulpen 8. Kaiserkronen
9. Hyazinthen 10. Lilien
Sprießende Blumenzwiebeln in einem Blumentopf

1. Vorbereitung und Planung für Knollen- und Zwiebelpflanzen

Unabhängig davon, was Ihre persönlichen Lieblinge sind, sollten einige grundlegende Punkte bei den Planungen berücksichtigt werden: Zwiebel- und Knollenpflanzen brauchen durchlässigen Boden. Ist der Boden zu feucht oder verdichtet, heißt es gründlich umgraben und Kompost einarbeiten, damit die Erde lockerer wird. Auch Pflanzkörbe können hilfreich sein. Als angenehmen Nebeneffekt verwehren sie hungrigen Mäusen den Zugang zur Pflanzknolle. Bei sehr stark verdichteten Böden kommt in die Pflanzkörbe eine Kiesschicht, damit das Wasser besser abläuft und die Zwiebeln oder Knollen nicht verfaulen.

OBI bietet ein reichhaltiges Sortiment an Knollen- und Zwiebelpflanzen an. Als Faustregel gilt: je größer die Knolle oder Zwiebel, desto kräftiger die Blüte. Beim richtigen Zeitpunkt zum Pflanzen von Zwiebelpflanzen wird unterschieden in jene, die im Frühjahr gepflanzt werden, und solche, die bereits im Herbst in die Erde kommen müssen.

Tulpen in einem Stadtgarten unter Laubbäumen.

2. Früh-, Sommer- und Herbstblüher

Die Zwiebeln der Frühblüher können an frostfreien Tagen von Herbstmitte bis Weihnachten in die Erde gesetzt werden. Dafür kommen nahezu alle Gartenstandorte in Frage, denn Zwiebelpflanzen sind unkompliziert und anpassungsfähig. Besonders geeignet sind Plätze unter Laubbäumen und Sträuchern. Die Blumen entfalten ihre Farbpracht bereits, bevor der Baum sein Blätterkleid anlegt. Das ergibt optisch einen schönen Kontrast und der Baum nimmt den unter ihm blühenden Pflanzen kein Licht.

Achten Sie beim Einpflanzen darauf, dass die Zwiebel genügend Erdkontakt hat. Wenn sie in einem Hohlraum ohne Bodenkontakt steckt, haben die Wurzeln nicht genug Halt für die  Nährstoffaufnahme. Nach der Blüte sollten Frühblüher in der Erde bleiben, solange sie
noch grüne Blätter haben. Denn diese ernähren die Zwiebel, die während des Spätfrühlings und Frühsommers die notwendigen Vorräte aufbaut, um für das nächste Jahr gerüstet zu sein. Gelbe Blätter können Sie wegschneiden. Haben Sie im Garten wenig Platz und wird das Frühlingsbeet für Sommerblumen benötigt, können Sie die Zwiebeln mit den Blättern ausgraben und zum Ausreifen in eine sonnige, trockene und luftige Gartenecke legen.

Es gibt eine ganze Reihe Knollen- und Zwiebelpflanzen, die im Frühjahr gesetzt werden und bereits im selben Jahr blühen. Fast alle dieser Sorten sind frostempfindlich, warten Sie deshalb mit dem Einsetzen ab, bis auch die späten Fröste vorüber sind. Lilien, Dahlien und Gladiolen zählen zu den bekanntesten und prächtigsten Vertreterinnen dieser Blumenarten.

Manchmal ist es bei Zwiebel- und Knollenpflanzen gar nicht so leicht zu erkennen, wo oben und unten ist, und wie die Knolle oder Zwiebel eingesetzt werden soll. Man muss immer so einsetzen, dass der Trieb nach oben schaut. In der Regel erkennen Sie bei genauem Hinsehen, wo die kleinen, oft trockenen Würzelchen sind und wo sich der Trieb befindet. Bei manchen Knollen sind die Triebe nur als kleine rosa oder weiße Pünktchen erkennbar.

Blühende Schneeglöckchen

3. Schneeglöckchen

Schneeglöckchen gehören zu den zeitigsten Frühjahrsblühern. Sie bilden im Laufe der Jahre große Horste und sind sehr unkomplizierte Gartenbewohner. Damit sie optimal zur Geltung kommen, setzt man sie nicht einzeln in Reih und Glied, sondern mehrere Zwiebeln in Gruppen und in unregelmäßigen Abständen. Besonders gut kommen sie unter Bäumen und Büschen zur Geltung.

Durch die frühe Blüte kann ihnen auch der dichteste sommergrüne Strauch keinen Schatten werfen, denn sie blühen lange, bevor er seine Blätter bildet. Da an diesen schattigen Stellen im Garten meist auch keine Sommerblumen gepflanzt werden, können die Zwiebeln nach der Blüte in Ruhe ausreifen und werden nicht durch Grabarbeiten zerstört. Gepflanzt werden Schneeglöckchen direkt nach der Blüte. Man lässt die Blätter an den Zwiebeln und setzt sie wenige Zentimeter unter der Erde an den endgültigen Standort. Haben Sie Geduld – bis die eingesetzten Zwiebeln eine ansehnliche Blüte entwickeln, können einige Jahre vergehen.


Blühende Krokusse

4. Krokus

Krokusse gibt es als früh- und herbstblühende Arten. Je nach Blütezeit kommen die Knollen im Spätsommer oder im Herbst in den Boden. Sie können das ganze Jahr über in der Erde bleiben. Krokusse sind anspruchslos und gedeihen auch auf kargen Böden. Bei bedecktem Himmel und während der Nacht bleiben die Blütenkelche geschlossen. Bei Sonnenschein öffnet sich die Blüte weit und zeigt die Staubgefäße. Wenn er einzeln steht, kann der Krokus seine Wirkung nicht richtig entfalten. Setzen Sie ihn in Gruppen über den ganzen Garten verteilt oder nur an bestimmten Plätzen. Krokusse bilden rasch Horste, die das Frühbeet mit einem wahren Farbenrausch überziehen. Es gibt eine große Zahl von Arten – von Riesenkrokussen bis zu bescheideneren, eher „wilden“ Arten. Sie erfreuen mit Blüten von Weiß und Gelb bis zu Lila und intensivem Blau und lassen sich auch in Kübeln oder Pflanzschalen, im Blumenkasten auf dem Fensterbrett oder im Topf ziehen. Krokusse bieten die erste Nahrung für Hummeln und Bienen und passen gut zu Schneeglöckchen.

Einmal gesetzte Krokusse blühen unermüdlich jedes Jahr. Die einzige Voraussetzung ist, dass die Blätter nicht zu früh abgemäht werden. Im naturnahen Garten kann man mit dem ersten Rasenschnitt ein wenig warten oder rund um Krokushorste herummähen. Im Zierrasen schneidet man entweder das Gras rund um die Horste vorsichtig mit einem Handrasenmäher ab und lässt die Krokusblätter stehen. Oder man verzichtet auf die bunten Tupfen im Zierrasen und setzt den Krokus lieber unter Sträucher, Bäume oder an andere Stellen, die nicht mit dem Rasenmäher bearbeitet werden.


Blühende Herbstzeitlose

5. Herbstzeitlosen

Herbstzeitlosen wirken am besten, wenn man sie in Gruppen pflanzt. Containerpflanzen können das ganze Jahr über gesetzt werden. Sprosse hingegen kommen erst im Sommer in den Boden. Wollen Sie Herbstzeitlosen vermehren, nehmen Sie die Mutterbrutknollen im Sommer aus der Erde. Die kleinen Brutknollen werden abgenommen, angetrocknet und an einer sonnigen Stelle im Garten in sandige Erde gesetzt. Nach ca. zwei Jahren bringen die Brutknollen Blüten.

Blühende Narzissen

6. Narzissen

Ihr Gartenboden hat Staunässe und nichts will so recht blühen? Setzen Sie Narzissen! Die leuchtenden Osterglocken sind anspruchslos und halten auch sehr feuchte Böden gut aus. Ihre wild wachsenden Verwandten findet man auf „sauren“ Wiesen, die sie im Frühling in gelbe Farbmeere verwandeln. Narzissen erhalten Sie in verschiedenen Farbschattierungen von Weiß bis Dottergelb sowie einfache und gefüllte Arten. Durch geschickte Auswahl können Sie bis in den Mai blühende Narzissen im Garten haben, da es früh- und spätblühende Sorten gibt.

Ein kleiner Trick kann helfen, die Blühzeiten von Narzissen zusätzlich zu den natürlichen Unterschieden zu verändern: Wenn Sie Narzissen in Pflanzgefäßen ziehen, können Sie unterschiedliche Blütezeiten erreichen, indem Sie die Zwiebeln verschieden tief in die Erde einsetzen. Jene Pflanzen, die höher stehen, blühen früher.

Wie alle Zwiebelpflanzen vermehren sich Narzissen durch Bildung von Brutzwiebeln. Gepflanzt werden sie möglichst früh, am besten im Spätsommer, damit sie genug Zeit haben, um gut anzuwurzeln. Narzissen können wie Schneeglöckchen und Krokusse im Boden verwildern. Lassen Sie sie in Ruhe ausreifen, kommen sie jedes Jahr wieder. Alle drei Jahre sollten im Garten verwilderte Narzissen geteilt werden, dann haben Sie jahrzehntelang Freude an den herrlichen Blüten.

Blühende Tulpen

7. Tulpen

Tulpenzwiebeln gehören heute zu den preisgünstigsten Blumen und blühen noch dazu bereits in der ersten Saison nach dem Einsetzen. Dabei unterscheidet man im Wesentlichen zwei Gruppen: die aus den jahrhundertelangen Züchtungen hervorgegangenen edlen Gartentulpen und die einfacheren botanischen Tulpen, die erst in den letzten Jahrzehnten aus Wildarten gezüchtet wurden. Vor allem in der Pflege unterscheiden sie sich: Botanische Tulpen können zum Verwildern in der Erde bleiben, Gartentulpen benötigen hingegen eine relativ aufwendige Pflege.

Alle Tulpenarten gedeihen in kalkigen und durchlässigen Böden besser als an sauren und staunassen Standorten. Letztere sollte man daher vor dem Setzen gut durchlüften und Böden, die wenig Kalk enthalten, mit Düngekalk verbessern. Bei schweren Tonböden helfen Pflanzkörbe, in die als unterste Lage eine Kiesschicht eingelegt wird. Das erleichtert den Wasserabfluss und verhindert, dass die Zwiebeln faulen. Zusätzlich mischen Sie der Erde reichlich Sand bei und umgeben den Pflanzkorb zusätzlich mit einer Sandschicht. Üblicherweise werden Tulpenzwiebeln in eine Tiefe von 15 cm gelegt. In extrem leichten, sandigen Böden ist es besser, tiefer zu pflanzen, besonders bei höheren Sorten.

Tulpen lieben Sonne. Wollen Sie die bunte Pracht auch an schattigeren Plätzen kultivieren,
so sollten Sie spezielle Sorten auswählen, die auch Halbschatten vertragen, wie die Tulipa sylvestris. Damit Sie langfristig Freude an Ihren Gartentulpen haben, sind einige Pflegemaßnahmen notwendig. So müssen Tulpenzwiebeln im Sommer aus der Erde genommen werden. Um später die einzelnen Sorten wieder unterscheiden zu können, ist es hilfreich, nach Farben und Sorten zu ordnen und die Zwiebeln entsprechend zu kennzeichnen.

Bis die Zwiebel ausgereift ist, lässt man die Blätter noch dran. Wenn sie vollständig vertrocknet sind, schneidet man sie ab. Dann trennen Sie die Zwiebel von Erde, lockeren Schalen, verdorrten Wurzeln und kleinen Brutzwiebeln. Die so gereinigten Zwiebeln lagern Sie am besten an einem kühlen und trockenen Ort. Im Herbst können sie dann wieder in den Garten gesetzt werden. Wichtig dabei ist, sie an einer anderen Stelle als im Jahr zuvor einzusetzen. Die abgetrennten kleinen Brutzwiebeln kommen nach der Lagerung in ein Spezialbeet zur weiteren Kultivierung. Die Erde dieses Beetes sollte nährstoffreich und gut durchlässig sein. Die größeren Brutzwiebeln sind schon nach einem Jahr blühfähig, die kleineren brauchen länger.

Wenn Sie geschickt verschiedene Sorten kombinieren, können Sie monatelang Freude an Tulpen haben. Von den kleineren, bereits im März blühenden botanischen Tulpen über die im April blühenden Papageientulpen bis hin zu den langstieligen, lilienblütigen Tulpen, die erst Ende Mai ihre Blütenpracht entfalten – bringen sie farbige Abwechslung in Ihren Garten.

Verwilderte Gartentulpen verlieren nicht nur ihre spezielle Färbung, sie vermehren sich auch stark durch Teilung und Brutzwiebeln. Dadurch stehen sie zu dicht und behindern einander in Wachstum und Blüte. Außerdem werden sie anfälliger für Krankheiten wie das so genannte Tulpenfeuer.

Blühende Kaiserkronen

8. Kaiserkronen

Die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) ist die größte Frühlingszwiebel. Diese wunderschöne Pflanze, die ihrem majestätischen Namen alle Ehre macht, kann jahrelang am selben Platz bleiben, sie wird immer wieder reichlich blühen. Voraussetzung ist lediglich ein nicht zu schattiger Standort und nicht zu saure Böden. Ist der Untergrund zu sauer, müssen Sie ihn mit Gartenkalk anreichern. Da Kaiserkronen bis zu einem Meter hoch werden, benötigen sie einen windgeschützten Platz. Besonders reizvolle Kombinationen ergeben ihre prächtigen gelben und orangefarbenen Blüten mit spät blühenden Tulpen.

Kaiserkronen sind bekannt dafür, dass ihr Geruch nicht jedermanns Sache ist. Deshalb sind Kaiserkronen eine ideale biologische Abwehr gegen Wühlmäuse. Die langen oberirdischen Stängel hingegen sind recht empfindlich und benötigen ihrerseits Schutzmaßnahmen. Sie halten Katzenkämpfen oder spielenden Hunden nicht stand. Haben Sie eigene Haustiere oder queren nachts fremde Tiere den Garten, so ist es hilfreich, Kaiserkronen durch Zweige oder ähnliches zu schützen.

Die Zwiebeln von Kaiserkronen leicht schief zu setzen, gibt den hoch wachsenden Pflanzen mehr Standfestigkeit.

Blühende Hyazinthen

9. Hyazinthen

Der betörende Duft von Hyazinthen und ihre herrlichen Farben versetzen den Garten im Frühling in Feststimmung. Hyazinthen benötigen kalkigen, gut durchlässigen Boden und einen warmen Platz an der Sonne. Am wohlsten fühlen sie sich nahe der Hausmauer oder an anderen geschützten Stellen. Gepflanzt wird im Herbst, üblicherweise in ca. 15 cm Tiefe. In sandigen Böden gehen Sie etwas tiefer, in schweren Böden etwas weniger weit. Klein blühende Hyazinthensorten wie Traubenhyazinthen stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden. Sie brauchen im Sommer auch nicht ausgegraben zu werden, sondern können verwildern. Großblühende Sorten hingegen müssen nach dem Abtrocknen der Blätter aus der Erde genommen und bis zum Herbst kühl und trocken gelagert werden.

Hyazinthen eignen sich sehr gut auch als Schnittblumen. Wegen Ihres starke Geruchs sollten Sie sie allerdings nicht in Sträuße binden, die in Kranken-, Kinder oder Schlafzimmern aufgestellt werden.

Blühende Lilie

10. Lilien

Lilien gibt es in mehr als hundert verschiedenen Arten. Sie blühen im Hochsommer und einige Sorten verströmen einen betörenden Duft. Was Standort und Pflege betrifft, können Lilien ein wenig heikel sein. Sie benötigen einen sonnigen bis halbschattigen Standort und durchlässigen Boden, der darüber hinaus besonders nährstoffreich sein sollte.

Vor dem Einpflanzen sollten Sie spatentief umgraben und den Boden zusätzlich mit Kompost oder Lauberde lockern. Bei schwerem, verdichteten Boden, hilft es, Sand oder anderes Lockerungsmaterial einzuarbeiten. Dazu füllen Sie das Pflanzloch mit reichlich Sand, in den die Zwiebel vollständig eingebettet wird. Nur so kann verhindert werden, dass sie durch stauende Nässe zu faulen beginnt. Einfacher ist das Kultivieren von Lilien in Pflanzkübeln und Terrassentrögen, da die passende Zusammenstellung des Substrates je nach Pflanze variieren kann. Das ist einer der Gründe, warum viele Gärtner Lilien auch dann in Trögen ziehen, wenn reichlich Gartenboden zur Verfügung steht. Blumentöpfe mit den prächtigen, hoch wachsenden Pflanzen machen sich wunderbar in hinteren Reihen eines Blumenbeetes oder in lichten Gehölzen. Nur im Winter sollten Sie für Frostschutz sorgen, damit die Wurzeln in den Pflanzgefäßen nicht erfrieren.

Lilien tolerieren halbschattige Lagen. Insbesondere der „Fuß“ der Pflanze mag es schattig. Die Blüte hingegen verlangt nach Sonne. Zwischen niedrigen Koniferen und anderen Kleingehölzen setzen Lilien attraktive Akzente Sie können viele Jahre am selben Standort bleiben und müssen nicht im Haus überwintern.

Lilien lassen sich sehr gut vermehren. Eine einfache und schnelle Vermehrungsart ist das Zerschneiden der Zwiebeln. Dazu wird eine gut ausgebildete Zwiebel von oben nach unten entzwei geschnitten. Die beiden Zwiebelhälften müssen anschließend desinfiziert werden. Dafür können Sie Holzkohlenstaub verwenden (zum Beispiel von Grillkohle), in den Sie die Schnittflächen tauchen. Nachdem die Schnittflächen angetrocknet sind, setzt man die beiden Zwiebelteile in den Boden ein – und hat damit aus einer Lilie zwei gemacht.

Eine andere Vermehrungsmethode besteht in der Nutzung der Brutzwiebeln. Denn wie viele andere Zwiebelpflanzen erzeugt auch die Lilie solche kleinen Zwiebelneubildungen. Einige Lilienarten bilden sie nicht unterirdisch, sondern in den Blattachseln des oberirdischen Triebes. Das ist sehr praktisch, lassen sich die kleinen Zwiebeln doch leicht von der blühenden Pflanze abpflücken.

Mit diesen oberirdischen Brutzwiebeln können Lilien auch „wandern.“ Nach der Blüte trocknet der Stängel ab, die Blume fällt um und die Brutzwiebeln finden am Boden einen neuen Standort. Mit dieser Methode sorgt die Natur dafür, dass bestimmte Pflanzen nicht nur durch Samen ihren Lebensraum erweitern können und nicht immer am selben Platz „festgewachsen“ sind.

Weniger heikel als andere Lilien und pflegeleichter sind Taglilien. Es gibt sie in den verschiedensten Farben. Ihre prächtigen Blüten öffnen sich meist nur für einen Tag, es bilden sich jedoch ständig neue aus. Wenn Taglilien einmal angewachsen sind, sind sie sehr problemlose Gartenbewohner. Allenfalls gilt es, ihre Ausbreitungsfreude einzudämmen. Denn sie bilden schnell Horste, die ganze Rabatten überwuchern können. Taglilien vertragen auch schattige Lagen. In diesem Fall werden sie jedoch sehr hoch und tragen weniger Blüten. Taglilien kann man durch Teilung des Wurzelstocks im Herbst oder Frühjahr recht einfach vermehren.

Blühende Gladiolen

11. Gladiolen

Gladiolen lieben es sonnig und verlangen einen schwach sauren, gut durchlässigen Boden. Schattige und nasse Standorte hingegen sind diesen prachtvollen, ursprünglich südafrikanischen Sommerblühern äußerst unangenehm.

Ab Ende April können Sie die Knollen in gut gelockerten Boden legen. Da große Gladiolen 15 bis 20 cm tief in die Erde kommen, machen ihnen auch Aprilfröste nichts aus. Schwere, nasse Böden sollten Sie gut umstechen und mit Kompost oder Lauberde lockern. Zu leichte sandige und kalkige Böden werden mit Kompost aufgebessert. Gladiolen sollte Sie nicht jedes Jahr ins selbe Beet legen, denn sie scheiden Wirkstoffe aus, die in der folgenden Saison die Entwicklung der eigenen Pflanzenart behindern.

Bevor die Knollen eingesetzt werden, sollte Sie sie einige Tage an die frische Luft gewöhnen. Das empfiehlt sich besonders dann, wenn sie den Winter in einem dumpfen Keller verbracht haben. Zu diesem Zeitpunkt ist auch eine gute Gelegenheit, die Knollen genau zu inspizieren. Dazu wird die äußere, braune Schale, die Schäden verdecken kann, abgerieben. Angefaulte Stellen können Sie vorsichtig ausschneiden und anschließend abtrocknen lassen. Erst danach kommen die Knollen in die Erde. Große Gladiolen pflanzen Sie ca. 15 bis 20, kleine nur 5 bis 10 cm tief.

Besonders attraktiv wirken Gladiolen, wenn sie zwischen hohen Ziergräsern stehen. Solche Gräser harmonieren mit den langstieligen Blumen und geben ihnen zusätzlichen Halt. In Reih und Glied nebeneinander gesetzt kommen Gladiolen hingegen nicht so gut zur Geltung. Nach der Blüte werden die Rispen abgeschnitten. Die Knollen mit den verbleibenden Blättern lassen Sie zunächst noch in der Erde, damit die Pflanze einziehen kann. Im Herbst nehmen Sie die Gladiolen dann aus der Erde und schneiden die vertrockneten Blätter ab. Solange noch keine Fröste zu erwarten sind, können die Knollen weiter an einem trockenen Ort im Garten ausreifen. Bevor sie über den Winter in den Keller kommen, werden sie wieder sorgfältig gereinigt und angefaulte Stellen weggeschnitten.

Gladiolen sind windempfindlich und knicken leicht. Wenn Sie in einem größeren
Gladiolenbeet verhindern wollen, dass die Blumen kreuz und quer wachsen oder umfallen, hilft es, sie etwas tiefer zu pflanzen. Zusätzlich können Sie über das frisch bepflanzte Beet ein Gitter spannen, das die Pflanzen stützt. Dafür eignen sich grobmaschige Kaninchengitter. Auch Wildgitter können verwendet werden. In Abständen von 1,5 m schlagen Sie seitlich des Beetes Stützpfähle mit ca. 50 cm Höhe ein. Auf diese Pfähle wird das Gitter gespannt. Die Pflanzen können hindurchwachsen und sind so gegen Windbruch geschützt.

Blühende Dahlien

12. Dahlien

Wenn die Blumenpracht des Sommers schon vorbei ist, tauchen Dahlien den Herbstgarten in ein prächtiges Feuerwerk an Farben. Und was immer Ihre ganz persönlichen Lieblingsfarben sind: Bei Dahlien werden Sie sicher fündig, denn diese wunderschönen Blumen gibt es in mehreren hundert verschiedenen Arten mit unterschiedlichsten Farben.

Gesetzt werden Dahlien im Frühling, allerdings erst nach den Eisheiligen. Zwei Möglichkeiten stehen dabei zur Wahl: gekaufte Pflanzen oder überwinterte Knollen aus dem eigenen Garten. Wer in Containern gekaufte Dahlien einkürzt, wird einen buschigeren Wuchs erreichen. Dazu knipsen Sie die Triebspitze ab, sobald zwei Blattpaare ordentlich ausgereift sind. Wollen Sie besonders große Dahlienblüten erzielen, sollten Sie später die Nebenknospen der Blüten regelmäßig entfernen.

Damit Dahlien gut gedeihen, muss der Boden gut umgegraben und unkrautfrei sein. Was den Standort betrifft, so mögen Dahlien es bevorzugt sonnig. Ein wenig Halbschatten darf dabei sein, dann ist jedoch zu bedenken, dass die Blumen an solchen Standplätzen höher wachsen, da sie nach der Sonne streben. Einige Arten sind sehr wuchsfreudig. Deshalb müssen bei der Standortfrage auch die Windverhältnisse und andere mögliche Störfaktoren einbezogen werden. Je höher Dahlien werden, desto leichter können sie von Wind und Wetter – und Tieren – beschädigt werden. Deshalb ist ein halbwegs windgeschützter Platz zwischen niedrigen Gehölzen oder am Gartenzaun und im Windschatten der Hausmauer das Beste für die prachtvollen Herbstblüher.

Wenig geeignet sind hingegen Plätze unter großen Bäumen. Bäume rauben den sonnenhungrigen Blumen neben dem Licht auch Nährstoffe. Und die brauchen Dahlien in großer Menge. Daher ist es auch wichtig, sie regelmäßig zu düngen. Doch Achtung: Wer langfristig Freude an Dahlien haben und sie über Jahre immer wieder neu einpflanzen will, darf während der Wachstumsphase nicht mit Stickstoff düngen. Sonst schießt die Pflanze zwar in die Höhe und bildet auch reichlich Blattwerk, doch Substanz und Lagerfähigkeit der Knollen leiden erheblich.

Dahlien stammen aus Mexiko, sind an warmes Klima angepasst und daher extrem frostempfindlich. Mit der ersten kalten Nacht im Spätherbst ist ihre Blütenpracht zu Ende. Dann schneiden Sie die Stängel und Blätter bis auf 5 cm über der Erde ab. Die Knollen sollten noch in der Erde bleiben, um ausreifen zu können. Erst kurz vor den schweren Frösten graben Sie sie aus und streifen die an den Knollen haftende Erde vorsichtig ab. Anschließend lassen Sie die Knollen frostfrei, aber luftig abtrocknen. Mit Blick auf die nächste Gartensaison ist es dabei hilfreich, zu kennzeichnen, in welchen Farben sie blühen. Überwintern lassen sich Dahlien am besten in Schachteln oder Kisten, mit Sand abgedeckt, in einem dunklen Raum, idealerweise bei ca. 5 bis 8 °C. In jedem Fall muss der Raum frostfrei sein.

Knollen- und Zwiebelpflanzen sind eine farbenfrohe Ergänzung zu anderen Stauden und Grünpflanzen in Ihrem Garten. Sie bedürfen jedoch ein wenig Planung und vor allem der Kenntnis über unterschiedliche Pflanz- und Blühzeiten. Lassen Sie sich inspirieren und werden Sie fündig – im OBI Gartenparadies.

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