Alles über Zwiebelpflanzen im Garten

Blumenbeet mit verschiedenfarbigen Tulpen und Stiefmütterchen.

Zwiebelpflanzen gibt es in unterschiedlichsten Farben und Blütenformen und ergänzen die Gartengestaltung perfekt. Besonders praktisch: Einmal gepflanzt, blühen sie bei richtiger Pflege über Jahre immer wieder. Darin ähneln Sie den Knollenpflanzen, auch wenn diese botanisch gesehen deutlich weniger komplexe Pflanzen sind. In einer Blumenzwiebel lagert nämlich der komplette Zellkern, in dem Samen, Blätter, Stängel und Blüten bereits angelegt sind. In einer Blumenknolle sind dagegen nur Speicherorgane enthalten. Für die Gartengestaltung ist der botanische Aufbau jedoch nebensächlich, Zwiebel- und Knollenpflanzen lassen sich hervorragend kombinieren. Dabei ist es unerheblich, ob die bunten Krokusse aus einer Zwiebel oder einer Knolle wachen – dieser Frühlingbote kann nämlich z. B. beides sein. Wir erklären Ihnen in unserem Ratgeber zunächst alles zu Zwiebelpflanzen. 

1. So finden Sie passende Zwiebelpflanzen 2. Zwiebelpflanzen richtig setzen
3. Zwiebelpflanzen richtig düngen 4. Kleine Zwiebelpflanzen pflegen
5. Blumenzwiebeln richtig lagern
Zum Einpflanzen bereitliegende Blumenzwiebeln & Blumenkelle

1. So finden Sie passende Zwiebelpflanzen

Berücksichtigen Sie bei der Auswahl der passenden Zwiebelpflanzen für Ihren Garten neben den unterschiedlichen Farben und Formen der späteren Blüten vor allem die verschiedenen Blütezeiten. Bei Zwiebelpflanzen wird grob zwischen zwei Gruppen unterschieden: Neben den Frühjahrsblühern, z. B. Hyazinthen oder Narzissen, gibt es die Sommerblüher, zu denen auch die Knollenpflanzen Begonie, Gladiole oder auch Dahlie zählen. Während die Frühjahrsblüher üblicherweise im Herbst gepflanzt werden, finden die Zwiebeln der Sommerblüher am besten erst im Frühjahr den Weg in die Erde. Beachten Sie bei Ihrer Auswahl neben der Optik der Pflanzen also auch die Jahreszeit, denn Blumenzwiebeln werden am besten möglichst schnell nach dem Kauf in die Erde gepflanzt.

Wenn Sie auch im Herbst Farbtupfer in Ihrem Garten haben möchten, pflanzen Sie am besten Herbstzeitlosen- oder Sternbergien-Zwiebeln. Beide Pflanzen haben einen vergleichsweise außergewöhnlichen Lebenszyklus und können im Herbst blühen.

Blumenzwiebel wird von Hand eingesetzt.

2. Zwiebelpflanzen richtig setzen

Die meisten Blumen, die aus Zwiebeln wachsen, bevorzugen einen sonnigen Standort. Allerdings sollten die Pflanzen nicht den gesamten Tag der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sein, sondern ab und zu auch mal Schatten oder Halbschatten haben. Sämtliche Zwiebelpflanzen benötigen einen gut durchlässigen, humusreichen Boden mit einem möglichst neutralen pH-Wert. Mit einem pH-Schnelltest aus Ihrem OBI Markt können Sie einfach feststellen, wie hoch der Säuregehalt im vorgesehenen Pflanzbereich ist. Verbessern Sie schwere Lehmböden mit Sand und gut verrottetem Kompost aus einem Komposter Haben Sie dagegen einen eher sauren Boden, neutralisieren Sie diesen, indem Sie Kalk beimischen. Anschließend können Sie Ihre Zwiebelpflanzen eingraben.

Die Blumenzwiebeln werden dabei in der Regel zweimal so tief gepflanzt, wie sie hoch sind. Ausnahmen dieser Regel sind z. B. Kaiserkrone und Lilien, die gut 20 cm tief gepflanzt werden. Alpenveilchen dagegen kommen nur ungefähr 5 cm unter die Erde, da sie sonst nur schwach blühen. Um sicherzugehen, werfen Sie einen Blick auf die Verpackung oder fragen Sie das Fachpersonal in Ihrer OBI Gartenabteilung. Pflanzen Sie alle Blumenzwiebeln mit der Spitze nach oben ein. Bei manchen Zwiebeln ist diese gar nicht so leicht zu erkennen. In solchen Fällen und immer dann, wenn die Spitze der Blumenzwiebel ein Loch aufweist, können Sie diese auch einfach seitlich einsetzen. Der Trieb findet den richtigen Weg zur Oberfläche trotzdem zuverlässig. Zwiebelpflanzen, die Sie im Herbst pflanzen, schützen Sie zum Abschluss am besten noch mit einer Schicht Mulch vor Frost. Dazu eignen sich neben Rindenmulch Herbstlaub oder einfache Holzhäcksel. Mehr über die Verwendung von Rindenmulch erfahren Sie im Ratgeber Rindenmulch im Garten.

Hand mit Blumenkelle gräbt neben gelber Tulpe in Beet.

3. Zwiebelpflanzen richtig düngen

Die blühfreudigen Zwiebelpflanzen benötigen eine Menge Nährstoffe, um besonders schön zu wachsen. Gerade wenn Sie die Blumen mehrere Jahre lang an derselben Stelle belassen, sollten Sie den Boden durch regelmäßiges Düngen mit Nährstoffen versorgen. Gleich beim beginnenden Austrieb sollten Sie erstmals düngen. Greifen Sie am besten zu einem Blumen-Volldünger, der alle nötigen Nährstoffe enthält. Das regelmäßige Düngen können Sie fortsetzen, bis die Zwiebelpflanzen in voller Blüte stehen. Dann sollten Sie allerdings keine zusätzlichen Nährstoffe mehr hinzugeben, da die Pflanze nach der Blüte ihre Kräfte aus den Trieben zurück in die Zwiebel zieht. Stellen Sie das Düngen ein, dann kann die Zwiebel gut ausreifen.

Frau pflanzt Blumen im Garten.

4. Kleine Zwiebelpflanzen pflegen

Von der Pflanzung bis zur Blüte benötigen die Zwiebelpflanzen abgesehen vom Dünger keine besondere Pflege. Sobald die Blüten welken, entfernen Sie die welken Blüten vorsichtig mit einer Gartenschere, um zu verhindern, dass die Samenbildung die Zwiebel schwächt. Lassen Sie die Blätter so lange stehen, wie diese noch nicht völlig verwelkt sind, denn die Säfte und Nährstoffe aus den Blättern werden in der Blumenzwiebel eingelagert. Schneiden Sie die Blätter weg, fehlt der Pflanze die Kraft für das nächste Jahr. Braunes Laub schneiden Sie auf Höhe des Bodens ab. Sollen die Zwiebelpflanzen bis zum nächsten Jahr im Boden bleiben, können Sie die Zwiebeln nach dem Abschneiden des Laubes markieren. So beschädigen Sie die Pflanzen nicht versehentlich bei Arbeiten im Blumenbeet. Möchten Sie die Zwiebel aus dem Beet entfernen, heben Sie diese vorsichtig mit einer Hacke oder einer kleinen Grabgabel aus dem Boden.

Zwei Hände voller Tulpenzwiebeln

5. Blumenzwiebeln richtig lagern

Im Gegensatz zu Knollenpflanzen, die meist keine oder maximal leichte Minusgrade vertragen, sind Zwiebelpflanzen meist winterhart. Wenn Sie Ihre Blumenzwiebeln dennoch bis zum nächsten Pflanztermin im Herbst oder Frühjahr einlagern möchten, nehmen Sie die ausgegrabenen Zwiebelpflanzen und befreien Sie diese vorsichtig von Erd- und Blattresten. Anschließend lassen Sie die Zwiebeln einige Tage trocknen und achten Sie darauf, dass faule, noch feuchte oder beschädigte Zwiebelpflanzen nicht mit eingelagert werden, da sich sonst Fäulnis und Pilzkrankheiten ausbreiten können. Der Lagerort sollte dunkel, trocken und kühl sein, damit die Pflanzen richtig ruhen können. Achten Sie bei der Lagerung außerdem auf gute Belüftung – Plastiktüte oder Kunststoffbox eignen sich nicht. Empfehlenswerte Behältnisse sind Körbe oder Kisten aus Holz, die Sie mit einem Tuch abdecken. Spätestens nach einem halben Jahr müssen die Blumenzwiebeln wieder in die Erde gepflanzt werden, damit der Neuaustrieb nicht abstirbt oder verfault.

Mit der richtigen Pflege und den Tipps von OBI haben Sie viele Jahre Freude an Ihren Zwiebelpflanzen. Überzeugen Sie sich von unserer großen Auswahl an Pflanzen, Erde und Dünger oder lassen Sie sich beraten – in Ihrem OBI Markt.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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