Ziersträucher pflanzen und pflegen

Garten mit Rasen umrahmt von farbenprächtigen Ziersträuchern.

Auf größeren Grundstücken sind sie eine wunderbare Ergänzung zu Bäumen, für kleine Anlagen manchmal auch eine Alternative: Sträucher sollten in keinem Garten fehlen. Allein oder in Gruppen gesetzt, beleben sie das Bild. Ziersträucher formen Hintergründe für lauschige Leseecken im Garten, verschönern die Linie eines Zauns und bilden einen blühenden Blickfang im Vorgarten. Was Sie beim Kauf, vor dem Einpflanzen und bei der Pflege beachten sollten, verrät Ihnen unser Ratgeber. Lassen Sie sich inspirieren – am besten direkt vor Ort in Ihrem OBI Markt.

1. Die Auswahl des richtigen Strauchs 2. Containerpflanzen
3. Sträucher mit Wurzelballen 4. Sträucher ohne Wurzelballen
5. Pflege von Ziersträuchern 6. Schnitt immergrüner Sträucher
7. Schnitt bei Sträuchern, die am einjährigen Holz blühen
Kirschlorbeerstrauch vor einem Fenster.

1. Die Auswahl des richtigen Strauchs

Planen Sie bei der Auswahl der Ziersträucher in Ihrem Garten die Jahreszeiten mit ein. Allgemein wird zwischen Frühlings- und Sommerblühern sowie immergrünen Sträuchern unterschieden. Letztere offenbaren Ihres Reiz vor allem im Winter, wenn sie mit interessanten Zweigformen und -farben wie Korkenzieherhasel und bestimmte Hartriegelarten dem Garten zusätzliche Attraktivität verleihen.

Bedenken Sie außerdem den Wuchs der Sträucher, um sich zu ersparen, später radikal zurückschneiden zu müssen.
Manche Ziersträucher sind aufgrund ihrer Größe für sehr kleine Gärten wenig geeignet. Wer bereits beim Einpflanzen berücksichtigt, wie die Sträucher wachsen werden und mit genügend Abstand pflanzt, erspart sich, später regelmäßig radikal zurückschneiden zu müssen.

Sträucher gibt es unterschiedlich vorbereitet zu kaufen. Man differenziert zwischen Pflanzen in Containern und Sträuchern mit oder ohne Wurzelballen. Wie jeweils beim Einpflanzen der Sträucher vorzugehen ist, erfahren Sie im Folgenden.

Rhododendron in einem Container.

2. Containerpflanzen

In Containern gekaufte Sträucher sind sehr einfach zu handhaben. Sie können sogar noch im Hochsommer eingesetzt werden und vertragen sogar längere Transportwege meist problemlos. Wenn Sie die Pflanzen nicht am Tag der Lieferung einsetzen können, achten Sie darauf, dass die Erde im Container feucht bleibt.

Bevor Sie die Pflanze aus dem Container nehmen, empfiehlt es sich, sie einige Stunden in einen Eimer mit Wasser zu stellen, damit sich der Container leichter entfernen lässt. Graben Sie währenddessen ein Pflanzloch, das tief genug ist, um der Pflanze mit der im Container befindlichen Erde Platz zu bieten. Lockern Sie den Boden der Pflanzgrube nochmals auf und bestreuen Sie ihn mit hochwertiger Erde oder Kompost.

Schließlich wird der aus dem Container genommene Strauch in das Pflanzloch gestellt und mit Erde bedeckt. Treten Sie diese gut fest, so dass der Strauch aufrecht und fest steht. Damit sich das Erdreich setzt und keine Hohlräume rund um die Pflanze entstehen, sollten Sie anschließend großzügig gießen.

Achten Sie bei der weiteren Pflege Ihres Strauchs darauf, beschädigte, verdorrte, geknickte oder unansehnliche Ästchen ebenso abzuschneiden wie ausladende Triebe, die das Pflanzenbild sonst uneinheitlich wirken lassen.

Rhododendron in einem Container.

3. Sträucher mit Wurzelballen

Die meisten Pflanzen und selbst Bäume und große Sträucher werden im Container verkauft. In manchen Fällen werden sie jedoch auch mit Wurzelballen angeboten. Am besten setzen Sie ihn so bald wie möglich ein. Ist das nicht möglich, halten Sie den Ballen feucht – legen Sie ihn am besten vorübergehend in lockeres Erdmaterial. Der Jutesack wird erst im Pflanzloch aufgeschnitten und, wenn möglich, entfernt. Wurzelballen können ziemlich schwer sein – geben Sie daher beim Transport und Einpflanzen acht, dass sie nicht beschädigt werden.

Sträucher mit Wurzelballen stellt man wie Containerpflanzen in ein gut vorbereitetes Pflanzloch: Schnüren Sie den Jutesack auf und breitet Sie ihn auf dem Boden des Pflanzlochs aus. Aus dem Erdballen herausragende Wurzeln sowie beschädigte und unansehnliche Triebe sollten Sie kürzen oder entfernen – möglichst ohne dabei die Erde des Ballens zu beschädigen. Abschließend wird das Loch mit guter Erd- und Kompostmischung gefüllt, die Erde festgetreten und der neue Strauch gründlich gegossen.

Anders als Containerpflanzen setzt man Sträucher mit Wurzelballen – je nach Pflanzenart – zu bestimmten Jahreszeiten: Immergrüne Sträucher werden im Herbst oder Frühjahr gesetzt, Koniferen setzt man besser zu Beginn des Frühjahrs, laubabwerfende Sträucher kann man ab Mitte Herbst und den ganzen Winter über bis zum Frühlingsbeginn setzen.

Blühender Rosenstrauch vor einer Steinmauer.

4. Sträucher ohne Wurzelballen

Sträucher mit freiliegenden Wurzeln, z. B. solche, die Sie im eigenen Garten oder bei Freunden ausgegraben haben, sind besonders empfindlich. Ihre Pflanzzeit liegt in der Ruhephase, also von Spätherbst bis zum zeitigen Frühjahr. Setzen Sie besonders Sträucher mit blanken Wurzeln schnell ein, am besten noch am selben Tag. Ist das nicht möglich, können Sie sie einige Tage in einem kühlen Keller aufbewahren oder schief in einen Graben legen, der locker mit Erde zugeschüttet wird.

Schneiden Sie vor dem Einpflanzen beschädigte, kranke und dürre Wurzeln zurück, wobei die Schnittflächen zur Erde schauen sollten. Bestmögliche Unterstützung für das Anwachsen erhält die Pflanze, indem man den Wurzelbereich des Strauchs vor dem Einpflanzen einige Stunden in Wasser stellt und ihn anschließend mit einer speziellen Schlammpackung vorbereitet: Rühren Sie dazu Gartenerde in einem Eimer mit Wasser an und tauchen Sie die Wurzeln in diesen Erdbrei. Der Schlamm sollte nicht zu dünnflüssig sein, damit das Erdreich an den Wurzeln kleben bleibt.
Achten Sie beim Graben des Pflanzlochs darauf, dass es groß genug ist, um dem Wurzelwerk genügend Breite und Tiefe zu bieten. Man setzt den Strauch so tief in die Pflanzgrube, wie er vor dem Ausgraben gestanden hat. Das erkennen Sie an der Färbung des Stammes.

Dann wird die Erde stufenweise eingefüllt: Zunächst geben Sie einige Schaufeln auf die Wurzeln und bewegen dann den Strauch ein wenig, damit sich das Erdreich senkt und auch die kleineren Wurzelenden gut eingebettet werden. Nun kommt wieder etwas Erde ins Pflanzloch und der Strauch wird erneut vorsichtig bewegt. Wiederholen Sie diesen Vorgang mehrmals, bis der Strauch gut und fest im Pflanzloch steht. Auch hier gilt es zu vermeiden, dass sich keine Hohlräume bilden, indem man die Erde im oberen Bereich immer wieder festtritt und nachfüllt. Wässern Sie den Strauch abschließend und füllen Sie eventuell nochmals mit Erde auf.

Hand mit Gartenschere, die Strauch beschneidet.

5. Pflege von Ziersträuchern

Vor allem während des ersten Jahres müssen frisch gesetzte Sträucher regelmäßig gegossen werden und dürfen unter keinen Umständen austrocknen.

Besonders wichtig ist jedoch der richtige, regelmäßige Schnitt, damit Ihre Ziersträucher in Form und gesund bleiben. Entfernen Sie totes Holz und beschädigte Triebe – nicht nur, weil es schöner aussieht, sondern auch, weil an den Wundrändern Krankheitserreger eindringen können, die den Strauch schädigen. Astschere und Baumsäge sind unverzichtbar für eine korrekte Strauchpflege: Der Schnitt selbst wird an den Zweigen unmittelbar nach einem nach außen weisenden Trieb oder Knospenansatz durchgeführt. Dieser verläuft immer schräg und parallel zum Seitentrieb oder Knospenansatz.

Gerade bei dichten Sträuchern dringt wenig Licht und Luft in die Strauchmitte, sodass sie nach einigen Jahren innen kahl und holzig werden. Schneiden Sie sie also so, dass die Mitte offen bleibt und Luft und Licht auch die unteren Stellen der Zweige erreichen.

Ein immergrüner Spindelstrauch

6. Schnitt immergrüner Sträucher

Immergrüne Sträucher schneidet man nicht regelmäßig, sondern stutzt sie nur zurecht, wenn sie aus der Form geraten, verkahlen oder sich Zweige zu stark kreuzen und aneinander reiben. Um zu verhindern, dass die Sträucher zu groß werden, können Sie die Knospen der Triebspitzen während des Wachstums regelmäßig abknipsen. Dann behält die Pflanze ihre natürliche Erscheinungsform und wird aber nicht durch einen radikalen Rückschnitt deformiert.

Nach einigen Jahren ist ein Verjüngungsschnitt notwendig. Dazu werden im Frühjahr nur einige der Zweige bis auf Bodennähe zurückgeschnitten. Im darauf folgenden Jahr kürzen Sie andere Zweige und schließen die Schnittstellen jeweils mit Wundwachs. Wundern Sie sich nicht: Die Blüte setzt an den zurückgeschnittenen Ästen ein Jahr aus.

Ein Strauch mit rosa und weißen Blüten

7. Schnitt bei Sträuchern, die am einjährigen Holz blühen

Manche Sträucher (z. B. Beispiel Pfirsich, Forsythien, Weigelien) blühen am einjährigen Holz, andere am zweijährigen (z. B. Judasbaum, Japanische Kirsche und Zierquitte). Bei Ersteren bilden sich die Blüten an Trieben, die in der laufenden Gartensaison gebildet wurden, bei Letzteren an Trieben, die bereits im Vorjahr entstanden sind. Dabei gilt als Faustregel, dass Sträucher, die im Frühjahr blühen, ihre Triebe im Vorjahr ausgebildet haben, und Sträucher, die ab dem Frühsommer blühen, dies bereits am einjährigen Holz tun.

Sommerblüher können Sie noch zu Beginn des Frühjahrs zurückschneiden und so die Blüte verschönern und vergrößern. Beim Frühjahrsschnitt schneiden Sie alle Zweige, die sich im Vorjahr gebildet haben, bis auf zwei bis drei Knospen zurück und düngen den Strauch anschließend.
Achten Sie dabei möglichst darauf, Schnitte in älteres Holz zu vermeiden, weil diese für die Pflanze eine Belastung sind.

Wer seinen Flieder oder seine Weigelien im Frühjahr zurückschneidet, wird in diesem Jahr vergeblich auf Blüten hoffen. Besser ist es, die Blüte abzuwarten und den Strauch dann zurechtzustutzen. Die abgeblühten Zweige werden bis auf zwei, drei Knospen oder Seitentriebe oberhalb der Strauchbasis zurückgeschnitten. Noch im laufenden Jahr bilden sich die neuen Triebe, die dann in der nächsten Saison nicht mehr so viele, aber größere und schönere Blüten tragen. Diesen Schnitt können Sie jährlich durchführen. Auch Flieder- und Forsythienhecken erfreuen Sie mit jährlicher Blüte, wenn sie zur richtigen Zeit geschnitten werden.


Sträucher sind eine schöne Ergänzung oder Alternative zu Bäumen in Ihrem Garten. Die Auswahl hängt von Ihren optischen Vorlieben ab, das Vorgehen beim Pflanzen richtet sich danach, wie die Sträucher verpackt oder vorbereitet sind. In jedem Fall ist aber regelmäßige und vor allem die richtige Pflege wichtig. Je sorgfältiger Sie dabei auf die Besonderheiten der jeweiligen Pflanze eingehen, desto länger haben Sie Freude an Ihrem Strauch.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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