Nutzpflanzen vor Schädlingen schützen

Braunes Ungeziefer auf einer Nutzpflanze.

Bei Nutzpflanzen im Garten treten immer wieder die gleichen Schädlinge auf – zu den verbreitetesten Ungeziefer-Arten gehören Blattläuse, Minierfliegen, Raupen und Spinnmilben. Der OBI Ratgeber gibt Ihnen Tipps, wie Sie die Schädlinge erkennen und was am besten gegen die einzelnen Arten hilft.

1. Die besten Tipps gegen Blattläuse 2. Minierfliegen – Nur die Larven richten Schaden an
3. Nutzpflanzen vor Raupenbefall schützen 4. Das hilft am besten gegen Spinnmilben
Blattlausbefall auf einer Nutzpflanze

1. Die besten Tipps gegen Blattläuse

Blattläuse gehören zu den häufigsten Schädlingen bei Nutzpflanzen. Sie befallen mit Vorliebe junge Triebe oder die Unterseiten von Blättern und ernähren sich dort vom Saft der Pflanzen. Zudem sind die Exkremente der Schädlinge zuckerhaltig – ein Nährboden für Schimmelpilze. Blattläuse vermehren sich im Frühjahr oft rasant, in der Regel dauert es nur eine Woche, bis die Bildung einer neuen Generation abgeschlossen ist. In Deutschland gibt es circa 650 verschiedene Blattlaus-Arten, die sich auf die unterschiedlichsten Nutzpflanzen spezialisiert haben. So befällt die Schwarze Bohnenlaus Bohnen und Kartoffeln, die Grüne Pfirsichblattlaus hingegen hat es vor allem auf Obstbäume wie Pfirsich oder Pflaume abgesehen. Den besten Schutz vor einem Blattlausbefall stellt ein naturnaher Garten dar – vermeiden Sie also in Ihren Beeten die Anpflanzung von gleichartigen Nutzpflanzen und setzen Sie auf Mischkulturen. Außerdem sollten Sie natürliche Fressfeinde der Blattläuse wie Marienkäfer und Schwebfliegen unterstützen und Unterschlupfmöglichkeiten bieten. Wenn Sie Blattläuse entdecken sollten, ist es noch nicht zu spät für den Einsatz von biologisch unbedenklichen Mitteln: Wenn einzelne Blattläuse Ihre Nutzpflanzen befallen haben, reicht der einfache Griff zum Wasserstrahl. Achten Sie darauf, auch die Unterseiten der Blätter abzuspülen. Erst bei einem starken Befall und einer explosionsartigen Vermehrung der Blattläuse sollten Sie zu Chemie in Form von Blattlausmitteln greifen. Wie Sie Blattläuse bekämpfen und Pflanzen schützen, erklärt unser Ratgeber.

Wenn Sie Blattläuse ohne Chemie bekämpfen wollen, können Sie auch ein Gemisch aus 30 ml Schmierseife und 30 ml Spiritus pro l Wasser verwenden. Damit besprühen Sie die befallene Pflanze großzügig.

Helle Fraßspuren von Minierfliegen auf einem Pflanzenblatt

2. Minierfliegen – Nur die Larven richten Schaden an

Wenn Minierfliegen Ihre Nutzpflanzen befallen, erkennen Sie dies relativ leicht an den charakteristischen Fraßspuren der Larven in den Blättern: Die Larven fressen regelrechte Gänge im Gewebe der Blätter, die sich durch ihre hellere Farbe abheben. Durch diesen Fraß beeinträchtigen die Larven der Minierfliegen das Pflanzenwachstum, Stecklinge und Sämlinge können bei starkem Befall sogar absterben. Die Minierfliegen selbst sind abgesehen von der Eiablage harmlos und fressen keine Pflanzenteile. Da sich die Larven der Minierfliegen meist nur auf wenigen Blättern ausbreiten, sollten Sie die betroffenen Pflanzenteile möglichst schnell entfernen. Vernichten Sie die befallenen Blätter anschließend und werfen Sie diese nicht auf den Kompost – die Larven können sich sonst weiterentwickeln. Bei einem stärkeren Befall von Minierfliegen schützen spezielle Gelbsticker, auf denen die ausgewachsenen und flugfähigen Minierfliegen kleben bleiben. Ein zuverlässiger natürlicher Gegner der Minierfliege ist die Schlupfwespe. Bei speziellen Fachhändlern können Sie inzwischen sogar direkt Schlupfwespen-Puppen kaufen, bei starkem Minierfliegen-Befall ist mindestens eine erwachsene Schlupfwespe pro Quadratmeter nötig. Für den erfolgreichen Einsatz der Nützlinge ist natürlich deren frühzeitige Freilassung wichtig. Wenn Sie die ersten Fraßspuren der Minierfliegen-Larve erkennen, sollten Sie die Schlupfwespen möglichst schnell aussetzen.

Eine Raupe die sich von einem Blatt ernährt

3. Nutzpflanzen vor Raupenbefall schützen

Aus mancher Raupe wird irgendwann ein schöner Schmetterling – leider ernähren sich die Insekten aber bis zur Verpuppung von Ihren Nutzpflanzen und können Massen einen regelrechten Kahlfraß verursachen. Einen Raupenbefall in Ihrem Garten erkennen Sie relativ einfach an den gezackten Fraßstellen – Schnecken hinterlassen demgegenüber glatte Fraßstellen. Raupen tarnen sich zudem über Nacht dadurch, dass sie die Blattspitzen umbiegen und sich darin einrollen. Einzelne Raupen auf Ihren Nutzpflanzen können Sie einfach mit der Hand absammeln – tragen Sie am besten Arbeitshandschuhe, da einige Arten Nesselhaare besitzen und damit allergische Reaktionen beim Menschen auslösen können. Ein einfaches Hausmittel gegen Raupen sind Tabak-Asche oder Ruß, die Sie einfach auf die vorher befeuchteten befallenen Pflanzen streuen. Um Ihre Nutzpflanzen gegen die Schädlinge zu schützen, können Sie zudem Knoblauch dazwischen anpflanzen oder Algenkalk ausstreuen.

Für Obstbäume gibt es zudem spezielle Leimringe zum Abfangen der Schädlinge, die an Baumstämmen hochkriechen. Legen Sie die Leimringe im Herbst um den Stamm, damit die befruchteten Weibchen der Falter nicht hochkriechen und ihre Eier ablegen können. Auf ölhaltige Präparate sollten Sie im Kampf gegen Raupen hingegen nur im zeitigen Frühjahr zurückgreifen, wenn die Blätter noch nicht ausgetrieben sind – das Öl verklebt nämlich andernfalls die Blattspalten und es kann im schlimmsten Fall zu einem Absterben aller Blätter kommen.

Feine silbrige Spinnweben von Spinnmilben auf einer Nutzpflanze gespinnt.

4. Das hilft am besten gegen Spinnmilben

Spinnmilben gehören zu den am schwierigsten zu bekämpfenden Schädlingen – die Insekten sind nur äußerst schwierig zu erkennen und selbst im ausgewachsenen Zustand nur einen halben Millimeter groß. Die Spinnmilben befallen die Blattunterseiten und saugen dort den Saft aus der Pflanze. Zudem saugen die Schädlinge auch die Triebspitzen der Pflanzen leer. Obwohl Spinnmilben mit Vorliebe Zimmerpflanzen in der warmen Wohnung befallen, machen Sie auch vor Ihren Nutzpflanzen im Gewächshaus nicht immer Halt. Einen Befall erkennen Sie an dem feinen silbrigen Gespinst, das sich auf den Blättern bildet. Leider ist es fast schon zu spät, wenn Sie die feinen Spinnenweben erst entdeckt haben – die Pflanzen sind dann oft kaum noch zu retten. Als ersten Schritt sollten Sie Ihre Pflanzen bei einem Spinnmilben-Befall gründlich mit einem harten Wasserstrahl abspülen – lassen Sie dabei auch die Unterseiten der Blätter nicht aus. Ähnlich wie bei Blattläusen können Sie die Pflanze auch mit einem Seifen-Spiritus-Gemisch einsprühen. Die Eier der Spinnmilben sind besonders schwer zu bekämpfen. Aus diesem Grund sollten Sie die Pflanze mit einem Pflanzenschutzmittel wie Calypso von Bayer oder Spruzit von Neudorff aus Ihrem OBI Markt behandeln. Eine regelmäßige Anwendung verhindert, dass die Schädlinge in der Zwischenzeit weitere Eier legen können. Eine natürliche Bekämpfungsmethode ist die Verwendung von Raubmilben – diese Nützlinge setzen Sie direkt auf die befallene Pflanze. Die Raubmilben fressen dann sowohl die Spinnmilben selbst als auch deren Eier.

Ihre Nutzpflanzen können von einer Vielzahl von Schädlingen befallen werden: Während einige Arten wie Blattläuse und Raupen relativ schnell erkannt und bekämpft werden können, sind andere Schädlinge wie die Spinnmilben nur sehr schwer zu entdecken und besonders hartnäckig. Sie müssen beim Schutz Ihrer Nutzpflanzen aber nicht sofort auf chemische Mittel zurückgreifen – oftmals reichen auch biologische Schädlingsbekämpfer.

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