Bodenarten und Erde

Grundlagen Boden und Erde

Der Boden im Garten ist mehr als nur das Medium, in dem die Pflanzen wachsen. In ihm finden die Wurzeln Halt, er speichert Wasser und Nährstoffe und gibt diese nach und nach frei, sodass sie von den Pflanzen aufgenommen werden können. Je nach Herkunft haben sich die Pflanzen nicht nur an sonnige, halbschattige oder schattige Standorte angepasst, sondern auch an unterschiedliche Bodenarten. Wer seinen Boden kennt, kann ihn durch gezielte Maßnahmen verbessern und so den Pflanzen ein optimales Wachstum im Garten ermöglichen. Der ideale Gartenboden ist humos, nährstoffreich und durchlässig. So entsteht keine Staunässe und er lässt sich problemlos bearbeiten.

1. Bodenarten 2. Auch Zeigerpflanzen geben Hinweise
3. Eine Bodenprobe sorgt für Klarheit 4. Was sagt der pH-Wert des Bodens aus?
5. Schlechter Boden? Kein Problem! 6. Mykorrhiza
7. Einkaufsliste
Drei Haufen verschiedener Bodenarten: Sandboden, Lehmboden, Tonboden.

1. Bodenarten

Der Boden besteht aus mineralischen Teilchen wie Sand, Schluff und Ton sowie Humus, also zersetzter organischer Substanz. Je höher der Humusanteil, desto besser sind die Bodenstruktur, das Wasserhaltevermögen und die Nährstoffspeicherung.

Man unterscheidet drei Bodenarten:

  • Leichte Sandböden
  • Mittelschwere Schluff- und Lehmböden
  • Schwere Tonböden

Mit einer einfachen Probe können Sie den Bodentyp bestimmen:

Sandboden lässt sich mit den Händen nicht zu einer festen Kugel oder Rolle formen, er zerbröselt dabei (links im Bild).

Lehmboden lässt sich zu einer Rolle formen, diese zerbricht aber, wenn man sie zu einem Kringel biegt (Mitte).

Tonboden lässt sich beliebig formen und in Rollen oder Kringel biegen (rechts im Bild).

Diese Bodenuntersuchung können Sie selbst durchführen.
Bevor Sie Bodenverbesserungsmaßnahme wie Kalken, Kompost- oder Gesteinsmehlgaben in Erwägung ziehen, müssen Sie feststellen, ob dies überhaupt sinnvoll oder notwendig ist.

Eigenschaften der Bodenarten
Sandboden leicht, wasserdurchlässig, trocknet schnell aus, erwärmt sich schnell, schlechte Wasser- und Nährstoffspeicherung
Lehmboden idealer Gartenboden, besteht etwa zu je einem Drittel aus Sand, Schluff und Ton, gute Wasser- und Nährstoffspeicherung
Tonboden schwer, hohes Wasser- und Nährstoffspeicherpotenzial, leicht verdichtet, Gefahr von Staunässe
Löwenzahnpflanze als Zeigerpflanze für stickstoffreichen Boden.

2. Auch Zeigerpflanzen geben Hinweise

Die Pflanzen, die sich von alleine im Garten angesiedelt haben, und das Unkraut in den Beeten geben Ihnen Hinweise, welchen Boden Sie in Ihrem Garten haben.

Berücksichtigen Sie nicht nur die Pflanzen, die in Ihrem eigenen Garten wachsen, sondern auch die in der Nachbarschaft.

ZeigerpflanzenBodenart
Brennnessel, Kletten-Labkraut, Melde, Vogelmiere, Scharfer Hahnenfuß, Löwenzahn stickstoffreicher Boden
Scharfer Mauerpfeffer stickstoffarmer Boden
Sauerampfer saurer Boden
Gärtner füllt eine kleine Menge Erde als Bodenprobe mit einer Schaufel in eine Tüte, um sie analysieren zu lassen.

3. Eine Bodenprobe sorgt für Klarheit

Eine Bodenprobe ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie Gemüse anbauen möchten. Das Ergebnis informiert Sie über die Bodenart, den pH-Wert (Säuregehalt) und den Nährstoffgehalt Ihres Gartenbodens. Dazu werden im Spätherbst oder im zeitigen Frühjahr an etwa 10 bis 20 Stellen auf der genutzten Fläche kleine Einzelproben spatentief entnommen. Eine Mischung der Proben von etwa 250 bis 500 g reicht zur Untersuchung. Die Erde können Sie im Gartencenter oder bei einem Bodenuntersuchungsinstitut abgeben.

Eine Bodenuntersuchung gibt Aufschluss über alle Eigenschaften des Gartenbodens.

Die Untersuchung sollte alle drei bis fünf Jahre wiederholt werden. Achten Sie auf eine genaue Beschriftung der Proben und teilen Sie dem Labor mit, wann und wie sie entnommen wurden.

Gläser mit Wasser und Erde hinter einer Farbskala zur Anzeige des pH-Wertes. Eine Hand hält davor einen Messstreifen für die pH-Wert-Analyse.

4. Was sagt der pH-Wert des Bodens aus?

Der pH-Wert des Bodens gibt Aufschluss über die sogenannte Bodenreaktion: sauer, neutral oder alkalisch. Die Skala reicht von 0 (extrem sauer) über 7 (neutral) bis 14 (stark alkalisch bzw. basisch). Ein saurer Boden enthält meist viel Humus, aber kaum Kalk. Alkalische Böden sind in der Regel sehr kalkhaltig.

Die Untersuchung können Sie mit einfachen Test-Kits aus dem Gartencenter selbst durchführen. Sie ist besonders wichtig, um den Kalkgehalt zu bestimmen, damit nicht unnötig gekalkt wird. Ist der pH-Wert ohnehin schon hoch, wird der Boden durch Kalken noch alkalischer. Dadurch können die Pflanzen viele Nährstoffe nicht mehr aufnehmen.

Ideal ist ein pH-Wert zwischen 6 und 7, für Kohl sollte er sogar noch etwas höher sein, um der Krankheit „Kohlhernie“ vorzubeugen.

Nehmen Sie Proben von unterschiedlichen Stellen im Beet.

Ein Gärtner gräbt Kompost mit einer Grabegabel unter.

5. Schlechter Boden? Kein Problem!

Nicht immer ist der Gartenboden optimal für den Anbau von Gemüse oder anderen Pflanzen. Weniger gute oder geeignete Böden können jedoch mit einfachen Mitteln verbessert werden.

Nichtsdestotrotz ist es sinnvoll, bei der Auswahl der Gartenpflanzen nicht nur den Standort nach Sonne, Halbschatten oder Schatten auszuwählen, sondern auch die Bodenart zu berücksichtigen. Wer mit dem Boden gärtnert, hat gesunde Pflanzen, wenig Unkraut und mehr Freude am Garten.

Kompost ist günstig oder kann selber hergestellt werden. Wer keinen eigenen Kompost im Garten hat, bekommt qualitativ hochwertigen Grüngutkompost im OBI Gartenparadies.

Achten Sie bei Sand oder Kies zur Bodenverbesserung auf den Kalkgehalt. Quarzsand enthält keinen Kalk und ist daher ideal.

Verbesserung der Bodenarten
Sand erhöht die Durchlässigkeit, bei schwerem Boden
Kies erhöht die Durchlässigkeit, bei schwerem Boden
Lavagrus erhöht die Durchlässigkeit, bei schwerem Boden
Gesteinsmehl, Bentonit erhöht die Wasserspeicherkapazität
Kompost erhöht den Humusgehalt, bei leichtem Boden
Rindenhumus erhöht den Humusgehalt, bei leichtem Boden
Mist (verrottet) erhöht den Humusgehalt, bei leichtem Boden
Gartenkalk reguliert den pH-Wert im Boden (gegen sauren Boden)

Torf ist zur Bodenverbesserung nicht geeignet, da er sich im Boden schnell zersetzt.

6. Mykorrhiza

Mit „Mykorrhiza“ wird ein Pilz bezeichnet, der in Symbiose (Lebensgemeinschaft) mit den Pflanzen lebt. Beide Organismen haben von der Symbiose Vorteile. Der Pilz vergrößert die Wurzelfläche und ermöglicht der Pflanze so eine bessere Wasser- und Nährstoffaufnahme. Die Pflanze hilft dem Pilz durch andere Nährstoffe, welche der Pilz aufgrund fehlendem Blattgrün nicht produzieren kann.

Durch die verbesserte Nährstoffversorgung der Pflanzen wachsen diese sichtbar besser.

Das unterirdische Pilzgeflecht wächst mit der Pflanzenwurzel zusammen und vergrößert auf diese Weise ihre Wurzelfläche. Dadurch kann die Pflanze ein größeres Gebiet mit Wurzeln abdecken und auch tiefer in den Boden vordringen. Beim Umtopfen erleichtert der Pilz das Anwachsen.

Durch die bessere Versorgung mit Wasser und Nährstoffen ist die Pflanze auch nicht mehr so anfällig gegenüber Witterungseinflüssen und widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheitserreger.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

  • Sichere Zahlmöglichkeiten
  • Kostenlose Rücksendung
  • Verfügbarkeit im Markt prüfen
  • Reservieren & im Markt abholen
Nach oben