Unkraut und Moos im Rasen entfernen in 4 Schritten

Unkraut auf einem Rasen wird mit Schaufel und Arbeitshandschuhen entfernt.

Unkräuter und Moos im Rasen sind lästig. Sie konkurrieren mit den Gräsern um Platz und Nährstoffe und lassen die Rasenfläche uneinheitlich und ungepflegt aussehen. Um Wildwuchs im Rasen zu unterbinden, helfen am besten vorbeugende Maßnahmen wie ausreichende Düngung und regelmäßiges Mähen, das Lockern der Wurzelschicht durch Vertikutieren und nicht zuletzt auch die richtige Gräsersorte für den jeweiligen Standort. Gegensteuern kann man bei sauren pH-Werten, die das Mooswachstum begünstigen, auch durch Kalken.

Selbst falls sich herausstellen sollte, dass der Standort schlicht ungeeignet als Rasenfläche ist, gibt es Alternativen, z. B. eine flächige Bepflanzung aus schattenertragenden Bodendeckergewächsen.

Achten Sie schon bei der Anlage des Rasens darauf, dass die Gräsersorten für die Nutzung der Rasenfläche geeignet sind. Sonst ist Ärger mit schütterem Wuchs vorprogrammiert und das Aufkommen von Unkräutern nur eine Frage der Zeit.

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Materialliste
3 - Werkzeugliste
Wurzelunkraut manuell entfernen.

Schritt 1 - Wurzelunkraut im Rasen manuell entfernen

Wurzelunkräuter breiten sich gern besonders hartnäckig im Rasen aus. Kein Wunder: Die Bedingungen dort sind ideal. In tiefen Bodenschichten haben ihre Wurzeln keine Konkurrenz und der Rasenmäher erfasst noch nicht einmal ihre dicht am Boden liegende Blattrosette. Nur die hübschen Blüten werden beim Mähen entfernt. Aber das schadet der Pflanze nicht. Sie treibt gleich wieder aus. Tief wurzelnde Unkräuter wie Löwenzahn oder Wegerich entfernen Sie am besten manuell mit einem speziellen Löwenzahnstecher.

Nachdem Sie Wurzelunkräuter mit einem Löwenzahnstecher entfernt haben, sollten Sie kontrollieren, ob Sie die Wurzel komplett erfasst haben.

Hockende Person füllt Herbizide in den Deckel der Flasche.

Schritt 2 - Samenunkräuter im Rasen behandeln

Samenunkräuter haben die unangenehme Eigenschaft, dass sie sich in großen Mengen über den Wind verbreiten, schnell keimen und sich blitzschnell im Rasen breitmachen. Einmal dort etabliert, treten sie immer wieder auf und nehmen immer mehr Platz ein. Sie von Hand zu jäten ist sehr mühsam und zeitraubend. Und alle erwischt man dabei ohnehin nicht. In diesem Fall kann man nur klein beigeben und sich z. B. an den hübschen blassblauen Blüten der Veronika freuen. Oder man verhindert durch wöchentliches Mähen, dass sie zur Blüte kommen und Früchte bilden. Das regelmäßige Mähen hilft darüber hinaus gegen die Entstehung von Unkraut und ist die Grundlage eines gesunden Rasens.

Daneben können Dünger mit unkrautvertreibender Komponente, die sich leicht anwenden lassen, gegen Moos und Unkraut helfen. Das letzte Mittel ist ein Kontaktherbizid, mit dem die meist inselförmig auftretenden Pflanzen behandelt werden. Es wirkt über die Blätter und bringt die einjährigen Pflanzen zum Absterben. Denn bei Unkraut wird zwischen zweikeimblättrigen und einkeimblättrigen unterschieden. Dabei besitzen die zweikeimblättrigen Unkräuter, wie der Name nahelegt, zwei Keimblätter. Ihre Wurzeln haben oft eine längere Lebensspanne als gewöhnliche Unkräuter. Selektive Herbizide bekämpfen entweder nur einkeimblättrige (Gräser) oder nur zweikeimblättrige (Kräuter) Pflanzen. Sie werden flächig im Rasen gespritzt.

Achten Sie beim Einsatz von Herbiziden darauf, dass die Mittel möglichst umweltfreundlich sind, d. h. bienenfreundlich und biologisch abbaubar. Beachten Sie auch die Gebrauchsanweisung hinsichtlich Schutzkleidung, Anwendung und Wartezeiten.

Rasenfläche, auf der zwei Fußabdrücke zu sehen sind.

Schritt 3 - Moos bekämpfen

Wenn Sie Ihre Fußabdrücke im Rasen sehen können, ist es Zeit für Maßnahmen gegen zu hohes Moosaufkommen. Diese Erscheinung ist das Ärgernis Nummer 1 für viele Gartenbesitzer. Denn Moos ist sehr widerstandsfähig und lässt sich nicht so leicht vertreiben. Im Zweifel bleibt nur die Neuansaat, z. B. mit schattenverträglichen Gräsern, die besser an den Standort angepasst sind und dem Moos besser Paroli bieten können. Vorher bleiben noch verschiedene Versuche, das Moos zum Rückzug zu bewegen. Eine vielversprechende Methode ist der Einsatz eines Düngers mit moosvertreibender Wirkung. Dann braucht man nach wenigen Tagen nur noch die trockenen Moospolster mit einem Rechen aus der Fläche zu kämmen.

Nachhaltiger wirken aber Maßnahmen wie Vertikutieren, Anheben der Schnitthöhe beim Mähen sowie regelmäßiges Düngen, um die Gräser konkurrenzstark zu machen. Beim Vertikutieren werden Moos und altes Schnittgut entfernt, sodass mehr Luft an die Wurzeln gelangt. Außerdem wird die Aufnahme von neuen Samen begünstigt. So kann Saatgut schnell austreiben und die Wurzeln finden besser Halt.

Gelber Eimer mit Kalk. Daneben hockt eine Person, die in der geöffneten Handfläche Kalk hält.

Schritt 4 - Boden des Rasens verbessern

Den Boden zu kalken ist ein probates Mittel, wenn der pH-Wert zu niedrig ist, die Gartenerde also im sauren Milieu liegt. Der ph-Wert sollte im Idealfall im Bereich von 5,5 und 6,5 liegen. Mit einem Test-Kit aus Ihrem OBI Markt können Sie den Wert ganz einfach bestimmen. Lesen Sie auch den Ratgeber „Bodenarten und Erde“, um mehr über die Bestimmung des ph-Wertes zu erfahren.

Kalken Sie Ihren Rasen, wenn dieser zu sauer ist, also der pH-Wert unter 5,5 liegt. Streuen Sie dazu mit der Hand Gartenkalk auf den Rasen – ungefähr eine Hand voll pro Quadratmeter. Oder nutzen Sie einen Streuwagen. Füllen Sie diesen mit Kalk und fahren Sie in Bahnen über Ihre Rasenfläche.

Das Kalken kann zwar kurzfristig gegen zu hohes Moosaufkommen helfen, darauf verlassen kann man sich aber nicht. Denn zuerst müssen die Ursachen für die Versauerung beseitigt werden. Häufig sind das Staunässe oder fehlende Belüftung. Sie liefern dem Moos eine Angriffsfläche, da die normalen Rasengräser empfindlich auf ungünstige Bodenverhältnisse reagieren und schwinden. Geeigneter ist es also, den Boden durch Vertikutieren oder eine Dränage zu verbessern. Darüber hinaus können Sie Ihren Rasen mit einem Bodenaktivator helfen – beispielsweise Terra Preta von Neudorff. Dieser verbessert die Bodenstruktur und sorgt für einen belastbaren Rasen und lang anhaltende Bodenfruchtbarkeit. Das staubarme Granulat lässt sich dabei einfach ausbringen.

Vertikutieren, düngen, mähen, wässern – mit der richtigen und vor allem regelmäßigen Pflege ist Ihr Rasen weniger anfällig für Moos und anderes Unkraut. Sollten Moos und Unkraut sich trotzdem ausbreiten, helfen Ihnen unsere Tipps dabei diese Störenfriede dauerhaft von Ihrem Rasen fernzuhalten.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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