Rasen reparieren in 6 Schritten

Rasen anlegen und reparieren

Eine schöne Rasenfläche ist der Stolz jedes Gartenbesitzers. Sie ist oft Mittelpunkt des Geschehens, aber auch eine grüne Ruhezone, die nach hektischem Treiben die Sinne beruhigt und einen wohltuenden Kontrast zu Gehölzen und Blumenrabatten setzt. Nur, wenn sich der Standort gar nicht für einen Rasen eignet, z. B. weil die Fläche sehr stark beschattet wird oder bei starker Staunässe, kommt die Anlage einer Rasenfläche nicht infrage. Auch wenn die Hangneigung mehr als 30 Grad beträgt sollten Sie gut überlegen dort Rasen auszusäen, denn ab dieser Steigung wird es schwierig, mit einem Rasenmäher zu arbeiten.

Die Basis eines prachtvollen grünen Teppichs ist die Aussaat. Wenn sie richtig durchgeführt wird und gelingt, werden sich kräftige Halme und eine dichte Grasnarbe entwickeln, die bei guter Pflege resistent gegen etwaige Störenfriede wie Wildkräuter oder Krankheiten bleiben. Und falls sich trotzdem nach hoher Beanspruchung mal Lücken und Kahlstellen zeigen, kann man diese mit wenig Aufwand wieder schließen. Der beste Zeitpunkt für eine Rasenneuanlage sind der Spätsommer oder das Frühjahr, wenn die Temperaturen gemäßigt sind und der Boden wärmer ist als 9 °C.

Klären Sie zunächst, ob sich die Fläche für eine Rasenanlage eignet und überlegen Sie, wie sie sie nutzen möchten. Dann treffen Sie aus den verschiedenen Rasentypen für jeden Anspruch Ihre Wahl.

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Einkaufsliste
3 - Werkzeugliste
Fläche vorbereiten

Schritt 1 - Fläche vorbereiten

Säubern und roden Sie zunächst die Fläche, d.h. entfernen Sie jeglichen Bewuchs samt Wurzelwerk und sämtliche Steine. Arbeiten Sie den Boden durch Einstechen eines Spatens oder einer Grabegabel dann ca. 20 cm tief durch. Wenn der Boden sehr lehmig ist, mischen Sie etwas Sand hinein. Umgekehrt wird sandiger Boden mit humoser Gartenerde verbessert. Spezieller Rasen-Starterdünger reichert den Bodern mit ausreichend Phosphor an, den junge Gräser benötigen. Dann wird der Boden solange durchgerecht, bis er feinkrümeilg (Krumen kleiner als 1cm) ist und anschließend mit einer Rasenwalze geebnet.

Tipp:

Graben Sie den Boden nicht komplett um! Dunkler Oberboden und hellerer Unterboden dürfen nicht durchmischt werden, sonst gerät das Bodenleben durcheinander.

Saatgut ausbringen

Schritt 2 - Saatgut ausbringen

Wiegen Sie die Samen vor der Aussaat ab. Pro Quadratmeter benötigen Sie etwa 25 g Saatgut. Beim Aussäen per Hand teilen Sie größere Flächen am besten vorher in Planquadrate ein, die Sie mit Schnüren markieren, um die Samen gleichmäßig zu verteilen. Säen Sie dann mit Schwung breitwürfig aus. Führen Sie die Aussaat nur bei windstillem Wetter durch, damit die leichten Rasensamen nicht verweht werden.  Anschließend rauen Sie nur die Oberfläche ganz leicht mit einem feinen Rasenrechen wieder auf. Dann kann das Wasser leichter versickern und die Samen haben besseren Kontakt zur Erde.

Mit einem Streuwagen lassen sich das Saatgut und Starterdünger besonders gleichmäßig verteilen.

Der richtige Rasentyp für Ihren Zweck
Zierrasen Englischer Rasen mit feingliedrigen Halmen
Spiel- und Sportrasen (Strapazierrasen) mit Gräsern, die hohe Belastung aushalten
Schattenrasen hoher Anteil schattenverträgliche Gräser
Blührasen mit beigemischten niedrigen Kräutern, belastbar
Blumenwiese naturnahe Fläche, die im Sommer nicht betreten wird
Rollrasen verlegen

Schritt 3 - Rollrasen verlegen

Wenn Sie nicht warten möchten bis die Gräser keimen und schnell ein sichtbares Ergebnis möchten ist das Auslegen von Rollrasen sinnvoll. Dazu bereiten Sie die Fläche genauso vor wie für die Aussaat. Legen Sie dann Rollrasenbahnen darauf aus. Beginnen Sie am hinteren Ende der Fläche und verlegen Sie die einzelnen Bahnen so, dass ihre Enden jeweils dachziegelartig versetzt liegen.

Tipp:

Betreten Sie die Fläche nach dem Verlegen nicht mehr bis die Gräser eingewurzelt sind. Das dauert etwa zwei Wochen.

Gründlich wässern

Schritt 4 - Gründlich wässern

Nun wird das Saatgut (alternativ der Rollrasen) angefeuchtet, damit es möglichst schnell keimt bzw. die Gräser beim Rollrasen schnell einwurzeln. In den kommenden Wochen darf der Boden nicht austrocknen. Sonst gehen die empfindlichen Sämlinge ein. Bei Trockenheit beregnen Sie den Boden mehrmals täglich für ca. 15 Minuten. Je nach Sorte keimen die Samen in ca. 8-14 Tagen.

Tipp:

Wenn die jungen Gräser ca. 8-10 cm hoch sind, können Sie zum ersten Mal mähen. Stellen Sie den Rasenmäher auf eine Schnitthöhe von 5 cm ein und achten Sie darauf, dass die Messer gut geschliffen sind. Schnittgut bitte anschließend entfernen!

Lücken ausbessern

Schritt 5 - Lücken ausbessern

Jede Rasenfläche ist mehr oder weniger starken Beanspruchungen ausgesetzt, das Gräserwachstum wird mit der Zeit lückig oder die Fläche bekommt kahle Stellen. Das ist nicht weiter schlimm, denn man kann die Schäden leicht beheben. Es gibt spezielle Nachsaatmischungen mit besonders robusten und schnellwüchsigen Gräsersorten, die Sie an Ort und Stelle ausbringen. Lockern Sie dazu vorher den Boden mit einem Handkultivator etwas auf und gießen Sie den behandelten Bereich nach der Einsaat gründlich.

Tipp:

Fix- und fertig-Nachsaatmischungen enthalten außer geeignetem Saatgut bereits einen Starterdünger und keimförderndes Substrat, mit dem das Ausbessern besonders gut gelingt.

Krankheiten behandeln

Schritt 6 - Krankheiten behandeln

Ein langer kalter und nasser Winter kann einer Rasenfläche arg zusetzen. Dann kommt es zu Pilzkrankheiten oder es treten typische Frostschäden auf. Dagegen kann man bereits vorbeugend etwas tun, z. B. das Herbstlaub immer komplett entfernen, denn es fördert Fäulnisprozesse durch Luftmangel in der Grasnarbe. An Frosttagen sollten Sie die Fläche nicht betreten, damit die gefrorenen Halme nicht abbrechen. Treten Pilze auf, hilft es die Grasnarbe zu vertikutieren um Wurzelfilz zu entfernen und den Boden zu durchlüften.

Tipp:

Kalium stärkt die Halme vor dem Winter – eine spezielle Herbstdüngermischung reichert den Boden damit an und macht die Gräser dadurch robuster gegen auftretende Krankheiten.

Einkaufsliste

  • Pos. 1
    Geeignete Rasensaat (z. B. Sport- und Spielrasen, Zierrasen)
  • Pos. 2
    Quarz- und Flusssand bei Bedarf
  • Pos. 3
    Rasenlangzeitdünger
  • Pos. 4
    Rasenkalk bei Bedarf
  • Pos. 5
    Nachsaatmischung
  • Pos. 6
    Herbstrasendünger

Werkzeugliste

  • Spaten oder Grabegabel
  • Rechen
  • Gartenwalze oder Trittbrett
  • Streuwagen
  • Rasenrechen
  • Kleiner Eimer für Saatgut
  • Gartenhandschuhe
  • Handkultivator
  • Regner zum Bewässern

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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