Ökologisch Gärtnern

Ein ökologischer wilder Garten hat seinen ganz besonderen Reiz.

Ökologisch zu gärtnern bedeutet, umweltbewusst zu leben und diese Einstellung auch im Garten umzusetzen. Durch den Verzicht auf aggressive Chemikalien und klimaschädliche Stoffe kann das eigene Grundstück in einen Bio-Garten verwandelt werden, in dem Nutzpflanzen gesunde Früchte tragen und heimische Tiere sich wohlfühlen. Geräte und Materialien, die Sie für Ihren ökologischen Garten benötigen, sowie Tipps zu umweltverträglichen Pflanzenschutzmaßnahmen finden Sie hier.

1. Gartenwerkzeuge zum ökologischen Gärtnern 2. Bei Gartenmaschinen Emission beachten
3. Heimische Pflanzen stärken die Fauna 4. Ökologischer Dünger
5. Umweltbewusst: Blumenerde und Mulch 6. Schädlinge mit Naturprodukten bekämpfen
7. Gießen mit Regenwasser 8. Materialliste
9. Werkzeugliste
Handwerkzeuge sind bei vielen Freunden eines ökologischen Gartens beliebt.

1. Gartenwerkzeuge zum ökologischen Gärtnern

Wer umweltbewusst leben und ökologisch gärtnern möchte, macht den Erfolg im Garten nicht allein von modernen Gartengeräten abhängig, sondern beschränkt sich auf das Wesentliche. Damit Handarbeit im Bio-Garten nicht zur Qual wird, ist die Qualität der Werkzeuge besonders wichtig. Jedes Gartenwerkzeug sollte – soweit möglich – zur Anatomie Ihres Körpers passen, damit Sie beim Umgraben, Kehren oder Schaufeln eine möglichst aufrechte und rückenfreundliche Körperhaltung einnehmen können.

Für Hacke, Rechen und Schubkarre gilt das ebenfalls. Schneidewerkzeuge wie Gartenmesser, Gartenscheren und Astscheren, aber auch Äxte und Gartensägen müssen scharf sein, um saubere Schnitte machen zu können und die Pflanzen nicht zu verletzen. Mit Qualitätsprodukten aus hochwertigem Metall können Sie – die richtige Pflege vorausgesetzt – viele Jahre lang komfortabel und ökologisch gärtnern. Handgriffe und Stiele aus hochwertigem Kunststoff sind im Vergleich zu Holzteilen deutlich langlebiger, da sie nicht verrotten können und auch nach mehreren Jahren stabil und zuverlässig bleiben.

Ein Rasenmäher mit niedrigen Emissionen auf einem Rasen.

2. Bei Gartenmaschinen Emission beachten

Gartenmaschinen wie Rasenmäher, Vertikutierer, Heckenschere, Motorsäge oder Häcksler erleichtern die Gartenarbeit ungemein. Gärtner, die umweltbewusst leben, stellen sich jedoch die berechtigte Frage, ob die Maschinen ins Bild eines Bio-Gartens passen. Gute Nachricht: Auch mit den praktischen motorisierten Gartenmaschinen lässt sich ökologisch gärtnern – wenn einige Punkte berücksichtigt werden.

Besonders die Emissionen der einzelnen Gartenmaschinen sollten Sie beim Kauf prüfen. Ein Gerät mit einem Benzinmotor ist in der Regel recht laut und der Verbrennungsmotor produziert Abgase, die das Naturempfinden im Bio-Garten stören können. Wer aus Überzeugung ökologisch gärtnern möchte, greift daher meist zu alternativen Handgeräten oder Maschinen mit leisen und abgasfreien Elektromotoren. Elektro-Rasenmäher, -Vertikutierer, -Heckenscheren, -Motorsägen und -Häcksler werden seit vielen Jahren angeboten und stehen in ihrer Leistungsstärke nur selten hinter den Benzinern zurück. Allerdings können die Stromkabel der Maschinen bei der Gartenarbeit in größeren Gärten stören. Für solche Fälle bieten sich Gartenmaschinen mit Akku an. Damit die Arbeit durch einen leeren Akku nicht unterbrochen werden muss, sollte auf die Akkulaufzeit des jeweiligen Geräts geachtet werden. Unabhängig davon kann die Laufzeit durch einen zweiten Akku zum Wechseln verlängert werden. So können Sie mit der Gartenarbeit fortfahren, während der Wechselakku lädt.

Heimischen Pflanzen und Kräuter sind dem hiesigen Klima gut angepasst.

3. Heimische Pflanzen stärken die Fauna

Ökologisch gärtnern bedeutet auch, dem Vorbild der Natur zu folgen. Heimische Pflanzen spielen eine grundlegende Rolle im Öko-Garten, da sie Tieren und Insekten Nahrung, Nistmaterial und Unterschlupf bieten. Darüber hinaus müssen diese Gewächse nicht aufwendig in Treibhäusern gezüchtet oder aus fernen Ländern importiert werden. Ihr OBI Gartenparadies bietet Ihnen eine große Auswahl auch an heimischen Zierpflanzen.

Menschen, die umweltbewusst leben möchten, legen zudem häufig großen Wert auf einen Nutzgarten, der ihnen Obst, Gemüse und Kräuter liefern kann. Auch für einen ökologischen Nutzgarten bieten sich heimische Gewächse besonders an. Die robusten Nutzpflanzen kommen mit dem hiesigen Klima gut zurecht und benötigen keine besonderen Standorte in Wintergärten oder Gewächshäusern. Auch die Schädlingsbekämpfung fällt bei heimischen Pflanzen generell weniger aufwendig aus, da die Gewächse ihre heimischen Feinde kennen und teilweise über Abwehrmechanismen verfügen. Wer ökologisch gärtnern und auch noch etwas für den Artenschutz tun möchte, kann gezielt nach älteren Sorten fragen. Mit solchen Gewächsen im Öko-Garten können Sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.

In den vergangenen Jahren wurden in der Resistenzzüchtung große Fortschritte gemacht. Durch die Auswahl solcher resistenter Sorten stellen Sie sicher, dass Ihre Pflanzen z. B. nicht von Schädlingen befallen werden. Sie minimieren damit bereits im Vorfeld durch die Wahl der richtigen Sorte den Einsatz von Pflanzenschutz. Zudem sollten Sie Nutzpflanzen in einer wechselnden Fruchtfolge anbauen und können durch Zwischenpflanzungen sowie die richtig gewählten Abstände zwischen den Pflanzen Krankheiten vorbeugen. So ist durch die Pflanzung von Lavendel zwischen Rosen ein Befall von Blattläusen weniger wahrscheinlich.

Auch bei der eigenen Anzucht aus Saatgut bestimmen Sie selbst, womit die Pflanze gedüngt wird. So haben Sie jederzeit den Überblick, wie ökologisch Ihr Gemüse und Obst oder Ihre Kräuter angebaut werden. Wollen Sie beispielsweise Tomaten anbauen, denken Sie rechtzeitig an die Frühanzucht in Ihrem Gewächshaus.

Bio-Dünger ist eine ökologischere Alternative zu klassischen Düngemitteln.

4. Ökologischer Dünger

Beim Dünger scheiden sich im Bio-Garten die Geister. Während einige Menschen ganz ohne zusätzliche Düngemittel ökologisch gärtnern und nur Kompost aus dem eigenen Garten verwenden, greifen andere Gärtner gerade für den Gemüseanbau auf spezielle Öko-Dünger zurück. Mit einem praktischen Komposter können Sie Ihren Dünger in gewissen Mengen selbst herstellen. Werden die zu kompostierenden Gartenabfälle zuvor mit einem Häcksler zerkleinert, verwandelt sich das Material besonders schnell in Kompost. Wer umweltbewusst leben und dabei vor allem auf künstliche Dünger verzichten möchte, kann auch zum Bio-Dünger aus dem Handel greifen. Solche Produkte bestehen zu 100% aus organischen Stoffen und enthalten keinerlei chemische Stoffe. Vor allem im ökologischen Garten sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viel gedüngt und die Herstellerangaben des Bio-Düngers eingehalten werden.

Torfreduzierte Blumenerde und Mulch sind die richtige Wahl für den ökologischen Garten.

5. Umweltbewusst: Blumenerde und Mulch

Nicht jedem ist bekannt, dass beim ökologischen Gärtnern auch auf die Herkunft von Blumenerde und Mulch geachtet werden kann. Pflanzen- oder Blumenerde enthält in vielen Fällen Torf, der in Mooren abgebaut wird. Die Moore speichern große Mengen Kohlendioxid, die durch den Abbau des Torfs wieder freigesetzt werden. Daher sollten Sie für Ihren Öko-Garten torffreie oder stark torfreduzierte Universalerden auswählen.

Allerdings sind einige Torfersatzstoffe wie z. B. Kokosfasern aufgrund ihrer Ökobilanz ebenfalls nicht immer sinnvoll. Im Zweifel helfen Ihnen die Mitarbeiter bei OBI gern bei der Auswahl. Auch beim Mulchen, also dem Abdecken bepflanzter Bereiche mit organischem Pflanzenmaterial, sollte auf Torf verzichtet werden. Rindenmulch stellt eine hochwertige Alternative dar. Darüber hinaus können Sie natürlich auch sehr gut grobes Häckselgut mit einem eigenen Häcksler herstellen und so ganz natürlich mulchen und ökologisch gärtnern.

Raupen können Pflanzen empfindlich schädigen. Ihre natürlichen Fressfeinde sind Vögel.

6. Schädlinge mit Naturprodukten bekämpfen

Zur Bekämpfung von Schädlingen im Bio-Garten gilt es, wenn möglich, auf aggressive chemische Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Gegen Milben, Läuse und kleinere Schädlinge eignet sich dafür eine Behandlung mit Brennnesseljauche oder ähnlichen Erzeugnissen. Diese lassen sich gefiltert mit einem Drucksprühgerät ganz einfach auf Pflanzen verteilen. Für viele Schädlinge gibt es darüber hinaus unbedenkliche Fallen (z. B. Gelbtafeln) sowie Pflanzenschutzmittel-Produkte, die für den ökologischen Landbau zugelassen sind. Lassen Sie sich von einem Mitarbeiter in Ihrer OBI Filiale dazu beraten oder achten Sie auf die entsprechenden Verpackungshinweise.

Grundsätzlich können Sie den Kampf gegen Schädlinge auch von deren natürlichen Feinden führen lassen. Diese Nützlinge können Sie sich einfach über Bestellkarten aus Ihrem OBI Markt nach Hause liefern lassen. Marienkäfer und Florfliegen zum Beispiel ernähren sich von Blattläusen und Milben. Diese Gartenhelfer können Sie durch Nützlingswaben, die den Tieren als Nachtversteck oder Winterquartier dienen, oder sogenannten Insektenhotels auch in Ihren Garten locken. Schnecken hingegen stehen auf dem Speiseplan von Igeln – daher sollten Sie den stacheligen Helfern einen schönen Lebensraum bieten. Zusätzlich können Sie Barrieren aus Sägemehl oder Branntkalk legen und die Schnecken regelmäßig absammeln.

Eine Regentonne reduziert den Frischwasserverbrauch im Garten.

7. Gießen mit Regenwasser

Ökologisch gärtnern bedeutet auch, wertvolles Trinkwasser möglichst sparsam einzusetzen. Trinkwasser lässt sich effektiv sparen, indem auf kostenfreies Regenwasser zurückgegriffen wird. Dazu benötigen Sie eigentlich nur eine Regentonne, die es in vielen verschiedenen Ausführungen gibt. So fangen Sie das Regenwasser auf und können es zur Bewässerung Ihres Gartens verwenden.

Wer im Bio-Garten ausschließlich auf Regenwasser setzen möchte, kann auch einen Erdtank verwenden, um besonders viel Wasser zu sammeln. So können Sie effektiv den Wasserverbrauch in Ihrem Bio-Garten reduzieren und gleichzeitig noch Geld sparen.

Ökologisches Gärtnern muss nicht unkomfortabel oder schwer sein. Eine große Zahl an Gartenmaschinen, Gartengeräten und Produkten für die Pflege des Bio-Gartens entspricht den Anforderungen von all denen, die umweltbewusst leben möchten.

Mit den richtigen Produkten und dem nötigen Know-how kann jeder seinen ganz persönlichen Wunsch vom naturnahen ökologischen Garten realisieren und einen Teil zum Umweltschutz beitragen.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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