Bio-Garten: Tipps zum Anlegen

Oekologisch gaertnern_Der Weg zum eigenen Bio-Garten

Nachhaltig leben und essen liegt im Trend – und vor dem Garten macht die grüne Revolution nicht Halt. Viele Hobbygärtner fragen sich, wie sie Pflanzen und Gemüse anbauen können, ohne dabei die Umwelt zu belasten. Ökologisch Gärtnern ist ganz einfach, wenn Sie ein paar Regeln befolgen. Unser Ratgeber verrät Ihnen alles rund um das Thema Bio-Garten und gibt Ihnen hilfreiche Tipps für die Umsetzung. 

1. Was macht einen Bio-Garten aus? 2. Natürlich Düngen im Bio-Garten mit eigenem Kompost
3. Torfreduzierte Erde in Ihrem Bio-Garten 4. Mit Ökopower gegen Schädlinge
5. Die richtigen Pflanzen für den Bio-Garten 6. Gießen mit Regenwasser
7. Fazit: 8. Materialliste
Was ist oekologisches Gaertnern

1. Was macht einen Bio-Garten aus?

Wer im eigenen Garten Obst und Gemüse anbaut, tut der Umwelt grundsätzlich schon etwas Gutes: Die eigene Ernte wächst vor der Haustür und muss nicht erst mit dem Flugzeug oder dem Lkw lange Transportstrecken zurücklegen. Dennoch können Sie durch ökologisches Gärtnern in ihrem Bio-Garten das Klima weiter schützen, indem Sie auf weniger Torf setzen.

Auch chemische Pflanzenschutzmittel gegen Schädlinge oder Unkraut haben in einem umweltfreundlichen Garten nichts zu suchen. Im Sinne der Natur rücken Sie ungebetenen Pflanzen oder Insekten lieber mit naturnahen Mitteln zu Leibe.

Natuerlich duengen

2. Natürlich Düngen im Bio-Garten mit eigenem Kompost

Kunstdünger sind beim ökologischen Gärtnern tabu, denn sie enthalten Stickstoff, Phosphor und Kalium. Ein zusätzliches Problem von Kunstdünger ist, dass er den Boden daran hindert, Humus anzureichern. Dabei ist Humus sehr nützlich, denn es bindet Kohlendioxid und wirkt sich damit positiv auf das Klima aus. Gleichzeitig wird der Boden so fruchtbarer, während die langfristige Nutzung von Kunstdünger Ihren Boden sogar schwächt.
Trotz der vielen Nachteile von Mineraldüngern benötigen gerade Gemüsepflanzen dennoch Nährstoffe, um zu gedeihen. Welche Alternativen bieten sich da?

Zum einen können Sie auch organische Dünger oder Bio-Dünger in Ihrem OBI Markt kaufen. Zum anderen ist der eigene Dünger aus Kompost eine preiswerte und umweltfreundliche Alternative für Ihren Bio-Garten. Sie stellen ihn ganz einfach aus Abfällen her, die sich in Garten und Haushalt sowieso ansammeln. Rasenschnitt, Ernterückstände, Kaffeefilter, Eierschalen und Gemüsereste bilden die perfekte Grundlage für den kostenlosen Dünger. Gut durchmischt brauchen die Abfälle in einem Komposter etwa sechs bis neun Monate, um zu brauner, krümeliger Erde zersetzt zu werden. Wie Sie einen Kompost anlegen lesen Sie in unserem Ratgeber “Kompost anlegen in 5 Schritten” ausführlich nach. Weitere Grundlagen zum Kompost lesen Sie auch in unserem Artikel “Basiswissen Kompost”.

Geringfügig schneller geht es mit einem Thermokomposter. Falls Ihnen die Herstellung zu langwierig ist, sind Hornspäne oder aber auch Rinderdung oder Pferdedung in Form von Pellets eine gute Alternative: Sie sind ökologisch unbedenklich und haben sich ebenfalls als wirksamer Dünger erwiesen.

Für eine zusätzliche Düngung in Ihrem Bio-Garten im Sommer können Sie außerdem auf das etwas feinere Hornmehl zurückgreifen.

Blumenerde ohne Torf

3. Torfreduzierte Erde in Ihrem Bio-Garten

Blumenerde hat jeder Gärtner stets zur Hand, die wenigsten wissen aber, dass so manche Erde ökologisch bedenklich ist. Viele herkömmliche Produkte bestehen hauptsächlich aus Torf. Dieser Stoff ist zwar natürlich und hat für die Pflanzen positive Eigenschaften, wird jedoch in Mooren gewonnen. Moore speichern Kohlendioxid in großen Mengen – mit jedem Stück Torf, das dort gestochen wird, wird dieses wieder freigesetzt. Wenn Sie ökologisch gärtnern wollen, sollten Sie beim Kauf Ihrer Blumenerde also stets darauf achten, torfreduzierte oder torffreie Erde zu wählen.

In Ihrem OBI Markt finden Sie neben dieser Erde auch Erden, die auf Basis von Kompost, Rindenhumus und Holzfasern sowie Tonmineralien und Lavagranulat zusammengesetzt und ganz frei von Torf sind. Nachteile für Ihre Pflanzen ergeben sich durch den Wechsel auf torffreie oder torreduzierte Blumenerde nur wenig, denn Nährstoffe und Wasser werden darin optimal gespeichert.

Mit Oekopower gegen Schaedlinge

4. Mit Ökopower gegen Schädlinge

Ein Vorteil des ökologischen Gärtnerns liegt in der reduzierten Anzahl von Schädlingen in Ihrem Bio-Garten. Denn wenn Sie bei Pflanzen und Tieren eine große Vielfalt anstreben, entstehen manche Probleme gar nicht erst.

Tiere im Garten? Nein, damit ist nicht der Hund oder die Katze gemeint. Durch Hecken sowie Stein- und Reisighaufen können Sie vor Ihrer Tür einen Lebensraum für sogenannte Nützlinge schaffen: Igel, Vögel, Regenwürmer und selbst einige Insekten halten Schädlinge von Ihren Gemüsebeeten fern und sorgen dafür, dass sich andere ungewollte Kleintiere nicht ungehemmt vermehren.

Gegen unliebsame Schnecken helfen beispielsweise Igel im Garten. Sollten sich die glitschigen Schädlinge dennoch an Ihren Pflanzen vergehen, hilft das sogenannte Schneckenkorn, das für den ökologischen Landbau zugelassen ist.

Zu den nützlichen Insekten gehören beispielsweise Marienkäfer und Florfliegen, da sie sich gern von Blattläusen und Milben ernähren. Im OBI Markt finden Sie eigens für diese Gartenhelfer Nützlingswaben oder auch Insektenhotels, die den Tieren als Nachtversteck oder Winterquartier dienen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, sich Nützlinge bei OBI zu bestellen und direkt nach Hause liefern zu lassen. Lesen Sie unsere Ratgeber zu Nützlingen um mehr zu erfahren!

Haben Sie es dennoch mit einem größeren Schädlingsbefall, z. B. von Blattläusen, zu tun, können Sie selbst die richtige Kur dagegen ansetzen: Brennnesselbrühe macht den Übeltätern den Garaus, ohne die Umwelt zu belasten. Mehr zur Schädlingsbekämpfung erfahren Sie in unserem Ratgeber “Nutzpflanzen vor Schädlingen schützen”.

Wenn Sie lästiges Unkrautzupfen auf ein Minimum reduzieren wollen, können Sie schon beim Anlegen des Beetes einen Kniff anwenden. Setzen Sie Pflanzen möglichst nah nebeneinander – denn wo kein Licht ist, kann auch kein unliebsames Grün gedeihen. Aber Vorsicht, dadurch können die Schädlinge auch schneller von einer zur anderen Pflanzen gelangen oder sich Krankheiten übertragen. Pflanzen Sie unterschiedliche Pflanzen zusammen. Zwischenräume können Sie zusätzlich mit Mulch abdecken.

Wo das Unkraut dennoch sprießt, helfen Ihnen Harke, Fugenkratzer, Hochdruckreiniger oder auch ein Gasbrenner beim Entfernen. Wie und womit Sie dann genau vorgehen sollten, verrät Ihnen unser Ratgeber “Unkraut entfernen und vorbeugen”.

Pflanzen fuer den oekologischen Garten

5. Die richtigen Pflanzen für den Bio-Garten

Wählen Sie für Ihren Bio-Garten bevorzugt heimische Pflanzen aus. Im OBI-Markt können Sie sich erkundigen, woher die angebotenen Blumen-, Gemüse- oder Obstpflanzen stammen und was ihre natürliche Umgebung ist. Dabei müssen Gärtner, die auf regionale Pflanzen setzen, keine optischen Abstriche machen. Von bunten Wildblumen über zahlreiche Sträucher liefert auch die heimische Pflanzenwelt eine große Auswahl. Bei Obst- und Gemüsesorten gibt es ebenfalls eine Reihe von regionaltypischen Pflanzen, die zum Teil sogar vom Aussterben bedroht sind.

Kein Muss, aber ein Plus beim ökologischen Gärtnern ist der Anbau alter Sorten, da Sie damit einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. Einige Gärtner setzen zudem aus ganz praktischen Gründen auf regionaltypisches Gemüse: Diese Sorten sind häufig robuster und dadurch leichter hochzuziehen.

Wenn Sie Wildblumenmischungen als Saatgut verwenden, werden Sie nicht nur mit einem attraktiven und bunten Beet belohnt, sondern schaffen auch ein Zuhause für Bienen und andere Nützlinge. 

Gießen mit Regenwasser

6. Gießen mit Regenwasser

Zu einem Bio-Garten gehört auch der sparsame Umgang mit Trinkwasser. Machen Sie sich regenreiche Tage zunutze, indem Sie den Niederschlag in einer Tonne auffangen. Das Wasser können Sie ohne Weiteres zum Gießen Ihrer Beete benutzen. So sparen Sie sogar Geld, denn die trockenen Sommermonate schlagen sich nicht auf Ihrer Nebenkostenrechnung nieder. Wenn Sie den kompletten Garten mit Regenwasser bewässern wollen, kann der Bau einer eigenen Zisterne sinnvoll sein. In unserem Ratgeber „Richtig gießen“ finden Sie noch weitere Tipps.

Bei einem Bio-Garten setzen Sie auf ein ganzheitliches Ökosystem. Das naturnahe Biotop vor der Tür bietet Platz für Pflanzen, Tiere und Mensch. Chemische Helfer und Kunstdünger sind zum Wohle der Umwelt tabu, werden dank cleverer Hinweise zur Anbauweise und zur Pflege aber auch gar nicht benötigt.

7. Fazit:

Ökologisches Gärtnern setzt auf den Garten als ganzheitliches Ökosystem. Das naturnahe Biotop vor der Tür bietet Platz für Pflanzen, Tiere und Mensch. Chemische Helfer und Kunstdünger sind zum Wohle der Umwelt tabu, werden dank cleverer Hinweise zur Anbauweise und zur Pflege aber auch gar nicht benötigt.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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