Terrassenüberdachung selber bauen

Eine große Terrasse mit einer Holzüberdachung und Gartenmöbeln.

Mit ein bisschen handwerklichem Geschick können Sie eine Terrassenüberdachung selbst bauen. Ein Gerüst vom Profi ist allerdings meist teuer. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dabei vorgehen sollten.

Viele Menschen verlegen ihr Wohnzimmer im Sommer auf die Terrasse, denn bei gutem Wetter lässt es sich im Freien herrlich entspannen, essen und unterhalten. Mit einem Dach über der Terrasse können Sie selbst bei starker Sonneneinstrahlung oder einem Sommerregen gemütlich sitzen bleiben. Ihre Gartenmöbel sind darunter ebenfalls vor Wind und Wetter geschützt.

1. Holz oder Aluminium – woraus Sie eine Terrassenüberdachung selbst bauen 2. Bausatz oder Marke Eigenbau?
3. Das Gerüst der Terrassenüberdachung 4. Benötigen Sie eine Baugenehmigung für die Terrassenüberdachung?
Eine Terrasse mit Sitzcouch und einer weißen Aluminiumüberdachung.

1. Holz oder Aluminium – woraus Sie eine Terrassenüberdachung selbst bauen

Eine Terrassenüberdachung soll auch starkem Unwetter standhalten, deshalb sind stabile Materialien wichtig. Für das Gerüst ist Holz für die meisten Terrassen die beste Wahl, denn es ist robust, relativ kostengünstig und bietet verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Zu den häufigsten Holzarten bei Terrassenüberdachungen zählen Douglasie und Leimholz. Letzteres wird industriell hergestellt und ist wegen seiner Verleimung besonders stabil und weist seltener Risse auf. Der Nachteil von Holz ist aber, dass Sie es regelmäßig mit Holzschutz bearbeiten müssen.

Pflegeleichter ist eine Aluminiumkonstruktion. Aluminium hält Wind und Wetter besonders gut stand. In der Anschaffung ist ein Gerüst aus Aluminium jedoch teurer als Holz.

Auch bei der Bedachung haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Materialien. Damit die Terrasse sowie die dahinterliegenden Räume nicht zu dunkel werden, sind lichtdurchlässige Überdachungen empfehlenswert. Verbundsicherheitsglas gibt es beispielsweise in klar und milchig. Es ist sehr stabil, besitzt aber auch ein hohes Eigengewicht, was eine sehr stabile Konstruktion voraussetzt. Leichter zu verarbeiten sind halbtransparente Doppelstegplatten aus Polycarbonat oder Acryl. Besonders preiswert ist Well-PVC, das in durchsichtig, halbtransparent sowie farbig erhältlich ist und Ihnen damit viel Spielraum zur Gestaltung lässt.

Ein Heimwerker befestigt die Dachplatten der Terrassenüberdachung.

2. Bausatz oder Marke Eigenbau?

Wenn Sie handwerklich begabt und erfahren sind, können Sie sich an den Entwurf einer eigenen Terrassenüberdachung wagen. Hier ist es ratsam, sich für ein Holzmodell zu entscheiden, denn Aluminium ist nicht ganz so leicht zu verarbeiten und verlangt spezielles Werkzeug. Das Dach einer Terrasse braucht ein statisches Gerüst, das den souveränen Umgang mit Bohrmaschine und Säge und entsprechende Berechnungen voraussetzt. So müssen Sie beispielsweise nicht nur sichergehen, dass Ihre Konstruktion das Dach alleine hält – im Winter muss der Sonnenschutz auch eine größere Schneedecke aushalten können.

Bei OBI können Sie sich die Einzelteile zuschneiden lassen, um sie dann weiterzuverarbeiten. Meist ist es jedoch einfacher, auf einen Bausatz zurückzugreifen. Die Hersteller warten hier aber mit einer großen Auswahl an Formen und Größen auf, sodass Sie für Ihre Terrasse auf jeden Fall eine optimale Überdachung finden. Ihr handwerkliches Talent ist beim Aufbau des Bausatzes aber dennoch gefragt.

Der Holzpfosten liegt auf einem Stahlpfostenträger auf.

3. Das Gerüst der Terrassenüberdachung

Unabhängig davon, ob Sie sich für einen Bausatz oder die komplett selbst kreierte Terrassenüberdachung entscheiden, müssen Sie im ersten Schritt die Gerüstpfosten im Boden verankern. Dazu benötigen Sie Pfostenträger aus Stahl, die in Beton eingegossen oder auf ein Fundament aus Beton aufgeschraubt werden. Wie Sie eine Betonplatte für das Fundament gießen, verrät Ihnen unser Ratgeber.

Bei einer Terrassenüberdachung aus Holz geben Sie der Konstruktion damit nicht nur Halt, sondern schützen die Pfosten auch vor Bodenfeuchtigkeit, die das Holz beschädigen würde. Bei OBI finden Sie verschiedene Arten von Pfostenträgern, ein Mitarbeiter kann Sie hier beraten, welche für Ihr Vorhaben am besten geeignet sind. Auch wenn Sie sich für eine Terrassenüberdachung als Bausatz entschieden haben, müssen Sie eventuell Pfostenträger dazu kaufen, da diese nicht immer zum Set der Hersteller gehören.

Das Dachgerüst besteht aus Querstützen sowie Sparren, auf denen die Dachhaut später aufliegt. Wie viele Querstützen Sie benötigen, hängt von der Größe Ihrer Terrassenüberdachung ab. Achten Sie auf eine ausreichende Dicke der Querstützen. Dazu müssen Sie sowohl die zu erwartende Schneelast und das Gewicht des Daches als auch die Länge der Balken einbeziehen. Die Sparren liegen meist auf den Querstützen längs auf und bilden die Grundlage für Ihr Dach.

Verwenden Sie Doppelstegplatten aus Polycarbonat, sollten die Sparren entsprechend der Plattenbreite etwa 85 cm weit auseinanderliegen. Hat die Dachhaut ein höheres Eigengewicht, weil sie aus Glas oder Dachziegeln besteht, verringert sich der Abstand. Für Dachziegel empfiehlt sich beispielsweise ein Sparrenabstand von ca. 60 cm. Bei einem Bausatz liegen hierzu entsprechende Informationen bei.

Konstruktionstipp: Weitere Tipps für den Bau der Unterkonstruktion lesen Sie in unserem Ratgeber „Dachkonstruktion aus Holz bauen“.

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4. Benötigen Sie eine Baugenehmigung für die Terrassenüberdachung?

Wenn Sie eine Terrassenüberdachung an Ihrem Haus errichten, kann dies im rechtlichen Sinne schon als Umbaumaßnahme gelten. Das bedeutet, dass Sie sich eventuell eine offizielle Baugenehmigung einholen müssen. Wie so häufig hängt dies von den geltenden Regelungen ab. Informieren Sie sich daher unbedingt bei Ihrem örtlichen Bauamt über die Rechtslage in Ihrer Stadt oder Gemeinde, bevor Sie mit dem Bau beginnen.

Ein Dach über der Terrasse bietet optimalen Schutz vor Sonne und Regen. Wenn Sie die Terrassenüberdachung selber bauen, sparen Sie dabei richtig Geld. Vorgefertigte Bausätze erleichtern Ihnen die Konstruktion und setzen lediglich etwas handwerkliches Geschick voraus.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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