Gemüsegarten anlegen in 8 Schritten

Gemüsegarten anlegen

Von einem Zaun umgeben, von Wegen durchkreuzt und mit eingefassten, häufig symmetrisch angeordneten Beeten – so stellt sich ein klassischer Gemüsegarten dar. Noch vor einhundert Jahren war diese Art des Nutzgartens typisch für ländliche Regionen. Dabei lag der Schwerpunkt auf dem Anbau von Nutzpflanzen, Blumen spielten darin nur eine untergeordnete Rolle und auch Obstgehölze wurden in der Regel separat in einer Streuobstwiese kultiviert. Die Anlage nach geometrischem Muster erwies sich dafür als besonders vorteilhaft. Konnten die Beete so doch von allen Seiten gut erreicht werden und auch die einzelnen Kulturen waren übersichtlich getrennt. Nun erlebt die Gemüsekultur im eigenen Garten gerade eine Renaissance. Das Landleben ist wieder „in“ und alte Traditionen werden neu belebt. Genau das Richtige, um Gemüse und Kräuter im Stil der guten alten Zeit anzubauen.

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Materialliste
3 - Werkzeugliste
Flächen markieren

Schritt 1 - Flächen markieren

Nachdem Sie die Gartenfläche mit einem Zaun eingefasst haben, werden Lage und Anzahl der Beete sowie die Wegeführung festgelegt. Dazu zeichnen Sie am besten erst mal einen Aufriss-Plan von der Fläche auf Millimeterpapier. Anschließend übertragen Sie die darin vorgesehene Einteilung zum Beispiel mit einem Markierungsspray auf die Fläche oder stecken den Verlauf und die Breite der Wege mit Pflöcken und einer Schnur ab.

Tipp:

Ein Gemüsegarten ist idealerweise rechteckig. Dann lassen sich gleich große Flächen gut einteilen und die typische geometrische Grundform erzielen. Hilfreich ist es, die Fläche zunächst in Raster zu unterteilen.

Beete anlegen

Schritt 2 - Beete anlegen

Bereiten Sie nun den Untergrund der Wege vor. Tragen Sie dafür ca. 20 cm Erdreich im vorgesehenen Verlauf ab und lagern Sie es außerhalb der Fläche. Wenn Sie eine Einfassung der Beete mit Holzpalisaden, niedrigen Weidenzäunen oder Metallelementen planen, messen Sie die Länge der Einfassung für die Beete ab. Dann wird zunächst die Beeteinfassung installiert.

Tipp:

Eine Einfassung aus dünnen Aluminiumbändern bietet den Vorteil, dass sie wenig Platz wegnimmt und ebenso stabil wie langlebig ist.

Beetabgrenzungen anbringen

Schritt 3 - Beetabgrenzungen anbringen

Damit Sie die einzelnen Beetbereiche von allen Seiten gut erreichen können, ohne die Erde betreten zu müssen, legen Sie Holzroste im Abstand von 1 bis 1,5 m in den Beeten aus. Das hat später den Vorteil, dass Sie bei allen Arbeiten im Beet trockene und saubere Schuhe behalten und die Erde nicht verdichten.

Boden vorbereiten

Schritt 4 - Boden vorbereiten

Vor dem Bepflanzen der Beetflächen wird der Boden vorbereitet. Das bedeutet, dass er von Wildwuchs und Steinen befreit und oberflächlich gelockert wird. Anschließend rechen Sie den Boden glatt, bis die Erde feinkrümelig ist. Schweren Lehmböden können Sie etwas Sand beimischen, um sie durchlässiger zu machen. Leichten Sandboden können Sie zum Beispiel mit Gartenhumus oder Tonmineralen fruchtbarer machen und so auch die Wasserhaltefähigkeit verbessern.

Tipp:

Graben Sie die Erde nicht komplett um. Damit würden Sie nur das Bodenleben beeinträchtigen. Es reicht in der Regel, den Boden mit einer Grabegabel, Hacke oder mit einem Spaten in geringer Tiefe zu lockern.

Pflanzhilfen anbringen

Schritt 5 - Pflanzhilfen anbringen

Sobald der Bepflanzungsplan steht, können Sie an Ort und Stelle erforderliche Rankhilfen für Hülsenfrüchte oder Schutzvorrichtungen für die Tomatenkultur anbringen. Planen Sie eventuell auch den Platz für ein kleines Gewächshaus ein.

Tipp:

Denken Sie auch rechtzeitig daran, Leitungen für einen Wasseranschluss oder Bewässerungsschläuche zu verlegen. So kann man sich später weite Wege mit der Gießkanne sparen.

Beete bepflanzen

Schritt 6 - Beete bepflanzen

Die meisten Gemüsekulturen brauchen viel Sonne und Wärme zum Wachsen. Fertigen Sie deshalb vor dem Bepflanzen einen Plan an, in dem Sie die Kulturen nach ihren Standortanforderungen verteilen. So vermeiden Sie, dass niedrigwüchsige Pflanzen später im Schatten großblättriger Gewächse stehen. Halten Sie die empfohlenen Pflanzabstände ein und säen Sie nicht zu dicht aus. Informieren Sie sich, welche Sorten miteinander harmonieren und sich gegenseitig positiv beeinflussen und welche womöglich besser nicht nebeneinander wachsen sollten.

Tipp:

Die verschiedenen Beete in einem Gemüsegarten bieten sich ideal für eine Fruchtfolge an. Dabei pflanzen Sie Stark-, Mittel- und Schwachzehrer in einem Beet zusammen an und wechseln damit dann im nächsten Jahr ins Nachbarbeet.

Wege befestigen

Schritt 7 - Wege befestigen

Um den natürlichen Charakter in einem Gemüsegarten zu wahren, werden die Wege möglichst nicht versiegelt. Als Belag bieten sich Schotter oder Rindenmulch an, auch Rasenwege sind üblich.

Tipp:

Achten Sie darauf, dass das Material des Wegebelags bei Regen und Wind nicht zu leicht weggeschwemmt oder verweht werden kann oder bei Nässe rutschig wird.

Kompostbehälter aufstellen

Schritt 8 - Kompostbehälter aufstellen

Ein Kompostplatz sollte im Gemüsegarten nicht fehlen. Wählen Sie dafür einen Standort am Rand des Gartens der leicht zugänglich aber unauffällig ist. Achten Sie auch darauf, dass Nachbarn nicht durch Geruchsentwicklung belästigt werden können.

Tipp:

Besonders praktisch und einfach aufzustellen sind Fertig-Komposter oder Bausätze aus einzelnen Modulen.

Materialliste

  • Module für die Beeteinfassung

  • Bindeschnur

  • Bodenverbesserer

  • Fertigkomposter

  • Gartenrechen

  • Holzroste

  • Kiesschotter (oder Rindenmulch)

  • Markierungsspray

  • Setzlinge und Jungpflanzen

  • Hornspäne

  • Rankhilfe

  • Saatgut

  • Tomatenschutzhaus

  • Zaunelemente

Werkzeugliste

  • (Gummi)Hammer
  • Handschuhe
  • Schlauch oder Gießkanne
  • Schubkarre
  • Spaten oder Grabegabel

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