Hochbeet anlegen in 5 Schritten

Ein gemauertes Hochbeet mit Gemüsepflanzen.

Ein Hochbeet bietet viele Vorteile: So schonen Sie nicht nur Ihren Rücken durch eine bequeme Arbeitshöhe, es ermöglicht Ihnen auch eine wesentlich frühere Anzucht- und eine längere Erntezeit durch die bessere Erwärmung des Beetes. Außerdem entsteht durch die Verrottung der organischen Bestandteile wertvoller, nährstoffreicher Humus, sodass Sie auf zusätzliche Düngemittel weitgehend verzichten können.

Wann Sie Ihr Hochbeet am besten anlegen und wie Sie dabei genau vorgehen, erfahren Sie in diesem Ratgeber – aber auch in unserem Erklärvideo zum Thema.

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Materialliste
3 - Werkzeugliste
Vorbereitung für das Anlegen eines Hochbeets: Hackschnitzel und andere Gartenabfälle sammeln

Schritt 1 - Die richtige Vorbereitung für das Hochbeet

Die ideale Jahreszeit, um ein Hochbeet anzulegen, ist der Herbst, doch auch Februar oder März sind möglich. Zu dieser Zeit fallen viele Gartenabfälle wie Hackschnitzel und Kompost an, die Sie praktischerweise in das Hochbeet schichten können.

Entscheiden Sie sich zunächst für das Material des Rahmens. Ein Hochbeet aus Stein ist zwar aufwendiger in der Erstellung, ist aber haltbar und speichert die Wärme besonders gut.

Holz ist als Material optisch vielleicht ansprechender und zunächst leichter zu verarbeiten, benötigt aber später mehr Pflege als ein Rahmen aus Stein. Das Holz sollte gegen Verwitterung rundum imprägniert werden. Mit der Verwendung langlebiger Hölzer wie Douglasie können Sie den Pflegeaufwand jedoch so klein wie möglich halten.
Auch Metall ist ein langlebiges Material, isoliert das Beet allerdings kaum.

Rahmen aus Ziegelsteinen eines Hochbeets wird gemauert.

Schritt 2 - Rahmen für das Hochbeet bauen

Wenn Sie sich für ein Material entschieden haben, wählen Sie den Standort Ihres Hochbeets – idealerweise in Nord-Süd-Ausrichtung. So bekommen Ihre Pflanzen das meiste Licht und gedeihen besonders gut.

Haben Sie sich für eine Holzbauweise entschieden, verschrauben Sie das Holz mithilfe von Winkeln und Schrauben. Am schnellsten geht dies mit einem Akkuschrauber.

Soll Ihr Hochbeet aus Steinen aufgebaut sein, mauern Sie den Rahmen bis auf die gewünschte Höhe. Sorgen Sie zunächst für ein solides Fundament aus Kies und beginnen Sie mit einer Reihe normaler Mauersteine. Darauf schichten Sie Klinkersteine und Mörtel bis auf eine Höhe von ca. 80 cm. Unser Ratgeber „Gartenmauer bauen in 6 Schritten“ hilft Ihnen dabei mit einer detaillierten Anleitung.

Legen Sie nun den Boden mit engmaschigem Draht bzw. Kaninchendraht aus, um Wühlmäusen den Zugang zum Beet zu versperren.

Ein gemauertes Hochbeet wird innen mit einer Noppenfolie zum Schutz vor zu viel Feuchtigkeit ausgekleidet.

Schritt 3 - Noppen- oder Teichfolie an die Innenwände des Hochbeetes anbringen

Eine Schicht Noppen- oder Teichfolie schützt den späteren Inhalt des Hochbeets vor übermäßiger Feuchtigkeit bzw. die Wände vor übermäßiger Feuchtigkeit. Bringen Sie rundum an alle Wände des Hochbeetes über die komplette Höhe die Folie an.

Markieren Sie auf der Folie die vorgesehene Höhe der verschiedenen Schichten, die Sie im nächsten Schritt in das Hochbeet füllen.

Gärtner bringt unterste Schichte eines Hochbeets in den gemauerten Rahmen ein: Schnittgut und Hackschnitzel.

Schritt 4 - Schicht für Schicht das Hochbeet befüllen

Als unterste Schicht verteilen Sie etwa 20 cm Häckselgut bzw. Hackschnitzel gemischt mit Grünabfällen mit einer Grabegabel auf dem Metallgitter. Falls vorhanden, schichten Sie darauf ausgestochene Rasenstücke – mit dem Rasen nach oben und fest angedrückt. Die dritte Schicht besteht aus feuchtem, leicht verrottetem Laub sowie Gartenabfällen und sollte etwa 20 cm hoch sein. Als vierte Schicht folgt etwa 10 cm hohe halbreife Komposterde. Als Alternative dazu kann Ihnen Pferdemist dienen. Schichten Sie nun zuletzt ganz oben auf das Hochbeet mit Feinkompost gemischte Gartenerde etwa 25 cm dick auf. Entnehmen Sie die verschiedenen Schichten auch der unten stehenden Tabelle und erneuern Sie den Inhalt Ihres Hochbeets etwa alle 5 Jahre.

1. Schicht

Häckselgut (zerkleinerte Zweige und Äste) und Grünabfälle

2. Schicht

Rasenstücke mit der Grasseite nach oben

3. Schicht

Leicht verrottetes Laub und Gartenabfälle

4. Schicht

Halbreifer Kompost oder verrotteter Stallmist

5. Schicht

Gartenerde und Feinkompost gemischt

Ein mit Gemüsepflanzen und Kräutern bepflanztes Hochbeet, das aus Ziegelsteinen gemauert ist.

Schritt 5 - Bepflanzung des Hochbeets

Wenn die nun aufeinander geschichteten Gartenabfälle verrotten, entstehen wertvoller, nährstoffreicher Humus und Wärme. So ist ein Hochbeet durchschnittlich 5 °C wärmer als ein gewöhnliches Flachbeet und sorgt für längere Erntezeiten.

In den ersten 2 Jahren bieten Hochbeete besonders viele Nährstoffe und bieten sich daher für sogenannte Starkzehrer (z. B. Paprika, Tomaten oder Lauch) besonders an. Ansonsten bleibt es aber vollkommen Ihnen überlassen, ob Sie Gemüse, Kräuter oder Blumen in Ihr Hochbeet pflanzen.

In jedem Fall ist ein Hochbeet eine Bereicherung für Ihren Garten und erleichtert Ihnen die sonst oft mühsame Gartenarbeit am Boden – am besten Sie stellen gleich mehrere auf.

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