Parkett reparieren und pflegen

Heimwerker mit Spachtel neben einer schadhaften Stelle im Parkett.

Parkett ist nicht nur ein besonders hochwertiger Bodenbelag, Parkettböden sind auch ausgesprochen pflegeleicht und robust. Dennoch ist die richtige Pflege von Bedeutung. Dabei gilt: Unterschiedliche Oberflächen müssen auch unterschiedlich behandelt werden. Bei versiegeltem Parkett ist in der Regel das Wischen mit einem nebelfeuchten Lappen und etwas Wischemulsion ausreichend. Bei geöltem und gewachstem Parkett ist die regelmäßige Pflege mit Pflegeölen und Wachsen empfehlenswert.

Jedoch können auch beim besten Parkettboden auf Dauer Beschädigungen nicht ausgeschlossen werden. Aber keine Sorge: Nicht immer ist es nötig, den gesamten Boden abzuschleifen. Kleine Risse, Dellen und Kratzer können Sie durch Polieren und punktuelles Abschleifen ausbessern. Eine gute Alternative ist es außerdem, Beschädigungen mit Holzkitt zu reparieren. Wie das funktioniert, erklärt OBI Ihnen hier in fünf Schritten.

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Materialliste
3 - Werkzeugliste
Heimwerker reinigt Boden mit Staubsauger und Lappen.

Schritt 1 - Parkett vorbereiten

Säubern Sie Ihr Parkett zunächst gründlich mit dem Staubsauger und einem nebelfeuchten Lappen. Vor allem der Bereich, den Sie ausbessern möchten, sollte rückstandslos sauber sein, wenn Sie mit Ihrer Arbeit beginnen. Außerdem muss das Parkett komplett trocken sein.

Holzkitt wird mit Sägestaub verrührt.

Schritt 2 - Holzkitt vorbereiten

Um den Holzkitt möglichst gut an die Farbe Ihres Parketts anzugleichen, sollten Sie dem Holzkitt Sägestaub beimischen. Der optimale Zeitpunkt für Ausbesserungsarbeiten mit Holzkitt ist deshalb, wenn Sie Ihr Parkett abschleifen. Den Holzstaub, der dabei entsteht, können Sie aufnehmen und den Holzkitt damit anreichern. Alternativ können Sie in der Zuschnittabteilung Ihres OBI Markts nach farblich passendem Sägestaub fragen.

Holzkitt wird auf die schadhafte Stelle aufgetragen.

Schritt 3 - Holzkitt auftragen

Mischen Sie den Holzstaub dem Holzkitt mit einem Kunststoffspatel bei. Tragen Sie den Holzkitt mit einem Spachtel, der ebenfalls aus Kunststoff sein muss, auf die beschädigte Stelle auf. Bei Werkzeugen aus Metall besteht die Gefahr, dass die Holzpartikel durch die Gerbstoffe im Holz dunkeln. Wiederholen Sie das Auftragen mit dem Spachtel mehrfach. So gewährleisten Sie, dass der Holzkitt auch in die Tiefen der Löcher in Ihrem Parkett eindringt. Streichen Sie den Holzkitt auf dem Parkett mit dem Spachtel sorgfältig glatt. Dadurch erleichtern Sie sich das spätere Abschleifen.

Holzkitt trocknet.

Schritt 4 - Holzkitt trocknen lassen

Die Trockenzeit für Holzkitt beträgt in der Regel zwischen einem halben und einem ganzen Tag. Konkrete Angaben zur Trockenzeit finden Sie in der Produktbeschreibung zu dem jeweiligen Holzkitt. Markieren Sie den Bereich rund um das ausgebesserte Parkett für diesen Zeitraum am besten mit einem gut sichtbaren Klebeband. Während der Holzkitt trocknet, muss die reparierte Stelle selbst frei bleiben und darf weder abgedeckt, noch begangen werden.

Ausgebesserte Stelle wird abgeschliffen.

Schritt 5 - Ausgebesserte Parkett-Stelle glätten

Ist der Holzkitt getrocknet, hat er in etwa die gleiche Konsistenz wie Holz und kann wie Holz bearbeitet werden. Falls der Holzkitt nach dem Auftragen größere Unebenheiten aufweist, können Sie diese mit einem Stechbeitel entfernen. Gehen Sie dabei aber vorsichtig vor, um das umliegende Parkett nicht zu beschädigen. Den Feinschliff erledigen Sie anschließend mit Schleifpapier per Hand. Ist der reparierte Bereich im Parkett glatt, wird der Boden noch einmal sorgfältig mit dem Staubsauger gereinigt.

Mit diesen leicht durchzuführenden Reparaturen erstrahlt ihr Parkett mit nur sehr wenig Aufwand schnell wieder in neuem Glanz und Sie können ihn nach kurzer Zeit wieder wie gewohnt nutzen.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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