Garagenboden beschichten und versiegeln in 6 Schritten

Heimwerker steht im geöffneten Garagentor, der Boden der Garage ist frisch beschichtet

Sie möchten Ihren Garagenboden beschichten oder versiegeln? Welche Werkzeuge und Materialien Sie benötigen und wie Sie Schritt für Schritt vorgehen, erklären wir Ihnen in der folgenden Anleitung. Lesen Sie außerdem, wie Sie Ihren Garagenboden für die Beschichtung vorbereiten und wie lang die Beschichtung aushärten muss, bevor Sie den Garagenboden befahren können.

Um zu verhindern, dass Flüssigkeit, Benzin bzw. Diesel oder herunter tropfendes Motoröl in den Betonboden und das darunter liegende Erdreich eindringen, wird der Garagenboden mit einer entsprechenden Beschichtung versehen. Eine solche Schicht verhindert außerdem, dass Abdrücke von Reifen oder anderen Weichmachern zu sehen sind bzw. die Oberfläche im Winter durch Streusalz angegriffen und porös wird. Eine hochwertige Bodenbeschichtung ist sehr strapazierfähig, schützt vor Abrieb und ist chemikalienbeständig. Zudem lässt sich ein beschichteter Garagenboden einfacher reinigen.

Bei der Beschichtung und Versiegelung des Garagenbodens haben Sie in Ihrem OBI Markt die Wahl zwischen einer Versiegelung auf Lösungsmittel- oder auf geruchsärmerer Wasserbasis. Die Bodenbeschichtung verteilt sich nahezu von selbst auf der Fläche. So können selbst kleinere Unebenheiten gut ausgeglichen werden.

Eine richtig aufgebrachte Bodenbeschichtung ist äußerst langlebig. Einmal aufgetragen hält sie bei normaler Beanspruchung viele Jahre. Wir haben die einzelnen Schritte für Sie zusammengefasst.

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Materialliste
3 - Werkzeugliste
Heimwerker prüft Oberflächen-Beschaffenheit seines Garagenbodens vor der Beschichtung

Schritt 1 - Oberflächen-Beschaffenheit des Garagenbodens prüfen

Bevor Sie eine Bodenbeschichtung auftragen können, muss zunächst der Beton beziehungsweise Estrich freigelegt werden. Der Estrich sollte auf der ganzen Fläche fest und intakt sein. Überprüfen Sie daher den Untergrund sorgfältig auf Beschädigungen.

Klopfen Sie mit einem kleinen Hammer die kritischen Stellen ab und unterziehen Sie die Oberfläche einer Kratzprobe: Ritzen Sie dafür mit einem spitzen Gegenstand im Abstand von jeweils 0,5 cm einige Längs- und Querlinien in den Boden und fahren Sie mehrmals mit einer Stahlbürste darüber. Wenn sich einzelne Stellen lösen, entfernen Sie die losen Teile und bessern Sie alle vorhandenen Löcher und Risse mit passendem Ausbesserungsmaterial aus. Schleifen Sie den Estrich anschließend mit rotierenden Bürsten leicht an. Bei großflächigen Schäden muss der Boden komplett abgeschliffen und der Estrich gegebenenfalls neu verlegt werden.

Heimwerker reinigt Garagenboden vor der Beschichtung

Schritt 2 - Garagenboden vor der Beschichtung reinigen

Lösen Sie hartnäckige Verschmutzungen des Garagenbodens mit einem Spachtel und kehren Sie Schmutz sowie lose Beton- und Lackstücke gründlich zusammen. Befreien Sie anschließend die gesamte Fläche mit einem Staubsauger von Sand und Staubresten. Entfernen Sie Motoröl oder sonstige Rückstände und Verunreinigungen von der Bodenoberfläche, beispielsweise mit einem Ölflecken-Entferner. Spritzen Sie den Garagenboden dann mithilfe eines Wasserschlauchs oder Hochdruckreinigers ab und schrubben Sie ihn mit einem für Betonflächen geeigneten Reinigungsmittel. Lassen Sie das Reinigungsmittel wie vom Hersteller angegeben einwirken, anschließend wischen Sie es mit einem Abzieher mit Gummilippe oder einem Nasssauger auf. Spülen Sie mit frischem Wasser nach, damit nichts vom Reiniger zurückbleibt.

Geräte, die Sie nicht in Ihrer Werkstatt haben, können Sie auch beim Mietgeräte-Service ausleihen.

Vor dem Auftragen der Beschichtung muss der Garagenboden trocknen.

Schritt 3 - Boden vor der Beschichtung gut austrocknen lassen

Bevor Sie mit dem Auftragen der Beschichtung loslegen können, muss der Garagenboden absolut trocken sein. Um auf Nummer sicher zu gehen, überprüfen Sie die Feuchtigkeit des Betonbodens bzw. Estrichs, etwa indem Sie auf einer Fläche von ca. 1 m2 eine Kunststofffolie auslegen, die Sie luftdicht mit Klebeband befestigen. Lassen Sie die Folie einen Tag lang liegen. Haben sich darunter anschließend Kondenswasser oder feuchte Stellen gebildet, müssen Sie noch warten, ehe Sie die Beschichtung auftragen können. Als Faustregel gilt: Frisch verlegter Estrich oder andere neue zementgebundene Untergründe müssen mindestens 5 Wochen austrocknen.

Heimwerker rührt Versiegelungsflüssigkeit an und trägt diese anschließend auf.

Schritt 4 - Garagenboden grundieren

Bevor Sie den Garagenboden versiegeln, muss ein stark saugender Untergrund vorab grundiert werden. Dies erfolgt mit dem Beschichtungsmaterial selbst. Mischen Sie die Flüssigkeit gut durch. Tragen Sie die Grundierung gleichmäßig und an einem Stück mit einem Farbroller aus Mikrofaser auf und achten Sie auf eine zügige Verarbeitung. Die einzelnen Bahnen sollten sich dabei nur leicht überlappen. Die Grundierung muss in der Regel zwischen 12 und 48 Stunden trocknen.

Vorsicht bei Arbeiten im Hochsommer in ebenerdigen Räumen: Die warme, feuchte Luft über dem trocknenden Belag trifft dann auf einen bis zu 15 °C kühleren Boden, wodurch sich Kondenswasser bildet und unschöne Flecken entstehen können. Die ideale Verarbeitungstemperatur liegt zwischen 15 und 25 °C.

Heimwerker trägt Grundierung mit Farbroller auf.

Schritt 5 - Garagenboden versiegeln

Rühren Sie die Versiegelungsflüssigkeit entsprechend der Herstellerangaben mit einem Rührwerk an. Beginnen Sie in einer Ecke und gießen Sie immer nur einen Teil der Flüssigkeit aus. Streichen oder rollen Sie diese dann umgehend sorgfältig und unverdünnt Bahn für Bahn auf den grundierten Garagenboden. Besonders einfach zu verarbeiten sind sogenannte selbstnivellierende Schichten. Diese verteilen sich in gewissem Umfang von selbst auf der Fläche und gleichen kleinere Unebenheiten automatisch aus. Verteilen Sie die Beschichtung gleichmäßig und zügig auf der gesamten Fläche. Halten Sie anschließend eine ausreichende Trockenzeit gemäß Produktinformation ein, bevor Sie die Versiegelung ein zweites Mal auftragen.

Achten Sie beim Auftragen der Versiegelung darauf, dass kein geschlossener, glänzender Film an der Oberfläche entsteht.
Die Beschichtung muss mindestens 7 Tage aushärten

Schritt 6 - Beschichtung aushärten lassen

Bei 20 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von mindestens 65% können Sie den frisch versiegelten Garagenboden nach ca. 24 Stunden betreten. Bevor Sie ihn mit Ihrem Auto befahren können, müssen Sie die Versiegelung aber zunächst sieben Tage aushärten lassen.

Mit etwas Geduld für die Trocken- und Aushärtungszeiten der verschiedenen Schichten des neuen Bodenbelags in Ihrer Garage verspricht dieser zuverlässigen Schutz vor Motoröl, Streusalz und Schmutz: Bei normaler Beanspruchung hält der neue Belag viele Jahre.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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