Silikonfugen richtig pflegen und Schimmel vorbeugen

Küchenspüle mit Armatur und Silikonfuge zur Abdichtung.

Silikon kommt in Bad, Küche, Fenstern und Türen zum Einsatz, um Materialien nahtlos miteinander zu verbinden. Die Fugen sind elastisch, gleichen Spannungen aus und fangen temperaturbedingte Veränderungen in den Baustoffen ab. Außerdem verhindern sie das Eindringen von Nässe und beugen so einer Schimmelbildung und damit Schäden am Bauwerk oder Möbeln vor. Diese täglichen Belastungen setzen den Silikonfugen zu und machen sie mit der Zeit porös. Dieser Ratgeber erklärt, warum Silikonfugen regelmäßig erneuert werden sollten, wie man ihre Haltbarkeit verlängert und Schimmel vorbeugt.

1. Silikon: Was ist das eigentlich? 2. Verwendung von Silikon im Bad
3. Silikonfugen in der Küche 4. Verwendung an Fenster und Türen
5. Warum regelmäßig austauschen? 6. Haltbarkeit verlängern und Schimmel vorbeugen
Auspresspistole mit Silikonkartusche auf einem Fliesenboden.

1. Silikon: Was ist das eigentlich?

Silikon kommt in Wohnbereichen zum Einsatz, wo elastische Verbindungen zwischen gleichen oder unterschiedlichen Materialien nötig sind. Silikon gibt es in verschiedenen Härtegraden – sehr elastisch sind aber alle Formen. Die Elastizität ist in erster Linie wichtig, um Erschütterungen zwischen festen Bauteilen wie etwa Wandfliesen und Sanitäreinrichtungsgegenständen aus Keramik oder zwischen Wand- und Bodenfliesen abzufangen.

Das in der Baubranche zur Fugenabdichtung verwendete Silikon wird flüssig aufgetragen, härtet dann aus. Es ist wasserdicht, hygienisch und dehnbar. Es wird am besten mit einer Auspresspistole in die Fuge gefüllt.

Silikon sollte für die Abdichtung von Fugen nicht mit Acryl verwechselt werden. Letztere sind weniger elastisch und nicht wasserabweisend. Dadurch eignen sie sich nicht für den Gebrauch in Bad und Küche und auch nicht an Stellen, an denen sie viel Bewegung abfangen müssen. Einen großen Vorteil haben aber auch Acrylfugen: Sie lassen sich überstreichen und werden deshalb oft für Risse im Mauerwerk verwendet.

Badwanne mit Ente in einem gefliesten Bad mit Fugen.

2. Verwendung von Silikon im Bad

Die meisten Dichtungsfugen im Haus finden Sie im Badezimmer. Abgedichtet wird an Badewannen und Duschtassen, rund um Waschbecken, Toilette und Bidet. Außerdem gibt es Randfugen zwischen Boden und Wand sowie Fugen in den Ecken gefliester Wände. Die Fugen im Sanitärbereich sind großen Belastungen ausgesetzt, da sie beinahe ständig im Kontakt mit Wasser und in Bewegung sind. Zusätzlich strapaziert werden sie durch Seife, Staub und Mangel an Frischluft.

Unter solchen Belastungen kann es passieren, dass die Fugen mit der Zeit porös und undicht werden. So gelangt Feuchtigkeit hinter Fliesen und Einbauteile. Es bildet sich im schlimmsten Fall Schimmel. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig Ihre Fugen im Bad und erneuern Sie das Silikon bei Bedarf. Silikonfugen sind ebenso anfällig für Schimmelbildung. Hier helfen hochwertige Silikone, die heutzutage bereits eine schimmelhemmende Komponente enthalten.

Heimwerker füllt Silikon mit einer Auspresspistole in eine Fuge zwischen Spüle und Arbeitsplatte.

3. Silikonfugen in der Küche

Auch in der Küche kommt Silikon als Dichtungsmasse zum Einsatz, z. B. rund um die Spüle oder das Kochfeld. Besondere Belastungen sind hier – ähnlich wie im Bad – Wasser oder andere Flüssigkeiten, die dem Silikon mit der Zeit zusetzen. So kann beim Braten schon mal etwas heißes Öl aus der Pfanne spritzen oder das Nudelwasser überkochen. Generell gilt: In Bereichen, in denen Lebensmittel zubereitet oder gelagert werden, dürfen nur lebensmittelechte Stoffe verwendet werden. Achten Sie beim Kauf von Silikon für die Küche also unbedingt darauf, dass die Dichtmasse emissions- und schadstofffrei ist.

Heimwerker füllt Silikon mit einer Auspresspistole in eine Fensterfuge.

4. Verwendung an Fenster und Türen

Dichtmasse, die zum Verfugen von Fenstern und Türen verwendet wird, muss neben Feuchtigkeit auch Kälte abhalten, sonst wird es im Haus schnell ungemütlich. Außerdem sind die Fugen zwischen Fenster- oder Türrahmen und dem Mauerwerk großen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Sie müssen also besonders strapazierfähig und elastisch sein. Lassen Sie sich beim Kauf am besten in Ihrem OBI Markt beraten, indem Sie beschreiben, wo Sie die Silikonfugen setzen wollen. Unsere Experten finden dann auf jeden Fall das für Sie passende Produkt. Wie Sie dieses dann anwenden, lesen Sie auf der Produktverpackung nach. Wollen Sie etwa eine Tür oder ein Fenster außen verfugen, müssen Sie eine Dichtmasse kaufen, die Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturunterschiede aushält. Sowohl bei Außen- als auch Innenverfugung gilt: Auf Silikonfugen haftet keine Wandfarbe. Allerdings gibt es diese Dichtungsmassen in unterschiedlichen Farbtönen zu kaufen. Überlegen Sie also vorher, welche Farbe die angrenzende Wand und auch Fenster und Türen haben, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzielen.

Silikonfuge an einer Badewanne wird mithilfe eines Cutters entfernt.

5. Warum regelmäßig austauschen?

Für alle Dichtungsfugen im Haus – unabhängig vom Einsatzbereich – gilt: Sie sollten sie regelmäßig kontrollieren. Nur so lässt sich verhindern, dass Fugen unbemerkt porös werden und Nässe durchlassen. Ist das der Fall, bildet sich im Mauerwerk Feuchtigkeit, aus der wiederum mit der Zeit Schimmel entstehen kann. Das schadet dem Bauwerk und auch Ihrer Gesundheit.

Gerade im Bad verfärben sich die Fugen mit der Zeit. Ein Austausch ist dann zwar nicht notwendig, wird aber oft aus ästhetischen Gründen vorgenommen.

Mit einer Auspresspistole wird die Dichtmasse in die Fuge rund um das WC gespritzt.

6. Haltbarkeit verlängern und Schimmel vorbeugen

Sollten Sie zu Hause in Feuchträumen neue Fugen setzen, achten Sie beim Kauf der Dichtmasse unbedingt darauf, dass das Produkt eine pilzhemmende Wirkung hat. Zusätzlich können Sie das Leben Ihrer Fugen verlängern, indem Sie darauf achten, dass die Räume gut belüftet sind. In Bereichen, in denen besonders viel Nässe auftritt – in der Dusche etwa – können Sie Abhilfe schaffen, in dem Sie mit einem trockenen Tuch nachwischen.

Bei guter Pflege bleiben Silikonfugen lange elastisch und dicht und sind deshalb die erste Wahl beim Verfugen in Bad, Küche und an Türen sowie Fenstern.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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